Die E-Gitarre ist ein Musikinstrument, das mit Saiten aus Metall und elektromagnetischen Tonabnehmern ausgestattet ist. Mit einem Verstärker und Lautsprecher werden die von der E-Gitarre erzeugten Klänge verstärkt. An der E-Gitarre befinden sich außerdem Volumen- und Tone-Regler, um den Sound individuell einzustellen.
Über die E-Gitarre
Der Aufbau einer E-Gitarre unterscheidet komplett von dem einer Akustikgitarre. In den meisten Fällen handelt es sich um einen massiven Korpus aus Tonholz. Nur bei den Halbresonanzgitarren ist der Korpus größtenteils hohl. Das führt bei hohen Lautstärken leider zu ungewollten Rückkopplungen. Um dieses Problem zu umgehen, hat z.B. die Gibson ES-335 einen Sustainblock zwischen Boden und Decke eingeleimt.
Der Hals der E-Gitarre ist etwas schmaler gegenüber dem einer Westerngitarre. Dadurch ist der Saitenabstand geringer und erfordert etwas mehr Geschick beim Spielen. Ebenso werden bei den elektrischen Gitarren anderen Saitenstärken verwendet. Nur bei den Jazzspielern sind noch immer dicke Flatwound-Saiten beliebt. Sie erzeugen den typisch dunklen Klang einer Jazzgitarre.
Zur Übertragung des elektrischen Signals sind Tonabnehmer am Hals und der Brücke montiert. Die meistverbauten Modelle sind die Single-Coils und die Humbucker. Sie bestehen aus einer bzw. zwei Spulen und wandeln die Saitenschwingungen in ein elektrisches Signal um. Weitere Typen wie die P90- sowie Filtertron-Tonabnehmer werden ebenso verwendet.
Ein Tremolo- oder Vibratosystem lässt die für Country- und Surf-Musik typischen Tonhöhenmodulationen zu. Für moderate Anwendung reichen einfache Tremolos, für Heavy-Metal-Gitarristen empfehlen sich die Floyd-Rose-Modelle.
Eine E-Gitarre hat meistens sechs Saiten. Sie werden in Bass- und Diskantsaiten unterschieden. Sie bestehen aus verschiedenen Metallliegierungen, von denen vernickelter Stahl am häufigsten Verwendung findet. Welche Saitenstärke man verwendet ist sehr individuell und je nach Stimmung der Gitarre sind spezielle Saitensätze nötig.
Welche E-Gitarrentypen gibt es?
Die meisten E-Gitarren für Anfänger sowie Rechts- und Linkshänder werden oft nach Korpusform unterschieden:
- Die im Rock und Pop sehr beliebten sogenannten Solid-Body-E-Gitarren unterscheiden sich am stärksten von akustischen Instrumenten und bieten die größtmögliche Formen- und Klangvielfalt. Zu den repräsentativsten Modellen zählen Gibson Les Paul und SG, Fender Telecaster und Stratocaster.
- Sogenannte Semiakustik- oder Semi-Hollow-Body-Gitarren werden im Allgemeinen mit Jazz und Blues identifiziert. Die Decke ist meist gewölbt und besteht aus massivem Holz. Die Gibson oder Gretsch sind hierbei die bekanntesten Beispiele. Wer hierzu erfahren möchte, kann sich hier bestens informieren: Die besten halbakustischen E-Gitarren im Vergleich.
- Hollow-Body-Gitarren, zu denen auch Archtop-Gitarren gehören, haben einen komplett hohlen Korpus. Der Resonanzkörper ist größer, um auch unverstärkt mehr Lautstärke zu ermöglichen. Sie werden hauptsächlich im Jazz und Soul verwendet. Bekannte Beispiele sind die Gibson ES-175 und die Gretsch 6120.
Die beliebtesten E-Gitarren-Modelle
Fender Telecaster: - Die erste in Massenproduktion gefertige Solid-Body-Gitarre aus dem Haus Fender ist ein absoluter Klassiker und in fast jedem Genre zu finden. Durch die String-Through-Konstruktion werden die Schwingungen der Saiten optimal an den Korpus übertragen. Ausgestattet mit zwei Single-Coil-Pickups werden die meisten Sounds abgedeckt.
Fender Stratocaster: - Seit 1954 auf dem Markt, zählt die Stratocaster zu den meistverkauften E-Gitarren überhaupt. Durch ihren Contour-Body ist sie besonders bequem zu spielen. Aufgrund des 5-Wege-Schalters sind mit den 3 verbauten Single-Coils auch Out-of-Phase-Sounds möglich.
Gibson SG: - Auch als Solid Guitar bekannt, hieß die SG in ihren Anfängen noch Les Paul. Da dieser aber nicht mit der Form der Gitarre zufrieden war, musste Gibson reagieren und sie umbenennen. Gitarrenhelden wie Tony Iommi und Angus Young schätzen den rockigen Klang der SG. Wer eine besonders leichte Gitarre sucht, hat mit der SG eine gute E-Gitarre zur Auswahl.
Gibson Les Paul: - Ein weiterer Klassiker ist die Gibson Les Paul. Mit ihren beiden Humbuckern steht sie für fetten Sound. Das Sustain ist durch die massive Bauweise aus Mahagoni-Korpus mit Ahorn-Decke sehr lang. Marshall Fullstack voll aufdrehen und losrocken.
Gibson ES-335: - Die als Electric-Spanish bekannte E-Gitarre besitzt zwei F-Löcher im Korpus und einen Sustain-Block zwischen Boden und Decke. Sie hat einen besonders warmen und holzigen Ton. Nicht nur Jazzspieler, auch die Popstars von heute wählen gerne dieses Modell.
Ein E-Gitarren-Set beinhaltet in der Regel schon alles, was man für den Start braucht. Einen kleinen Übungsverstärker, ein Gitarrenkabel, Stimmgerät, Plektren und auch ein Gigbag für den Transport. Ein Metronom kann gerade für den Anfang helfen, immer richtig im Takt zu sein. Weiterhin kann man mithilfe von Effektpedalen den Klang weiter verformen. Damit man es sich nicht dem Nachbarn verscherzt, bieten viele Übungsverstärker einen Kopfhörerausgang. So kann man jederzeit üben.
Neben diesen Modellen bietet der Markt noch eine Vielzahl anderer E-Gitarren. Für den Einstieg empfiehlt sich ein E-Gitarren-Set, da es schon alles beinhaltet, was man zum Spielen braucht. Für Fortgeschrittene bieten viele Hersteller handgefertigte Modelle an, die speziell auf die Wünsche des Musikers hergestellt werden.






























