













































Elektronische Zahnbürsten werden durch einen Motor betrieben und versetzen den Bürstenkopf dadurch in Rotation oder Vibration. Durch die meist schnelleren Bewegungen als per Hand werden die Zähne mit einer elektrischen Bürste oftmals gründlicher gereinigt. Welche Unterscheidungen es bei den einzelnen Modellarten gibt und worauf beim Kauf geachtet werden sollte, verraten wir in unserem Verbrauchertipp.
Die Leistungeiner elektrischen Zahnbürste hängt von ihrem integrierten Akku ab. Dieser kann zwischen einer halben Stunde und bis zu drei Stunden halten, bevor er in die Ladestation gestellt werden muss. Zwar liegt die durchschnittliche Zahnputzzeit bei ca. zwei Minuten und damit deutlich unter der Akkukapazität, allerdings sollte im Hinblick auf die Summe dennoch eine höhere Leistung bevorzugt werden, denn das Aufladen verbraucht Strom. Hier verbergen sich die Folgekosten. Manche Modelle werden auch mit Batterien betrieben, die ausgewechselt werden, wenn sie ihre Energie verbraucht haben. Hiervon sei allerdings abgeraten, da durch die Neuanschaffung mehr Geld verbraucht wird als durch die Aufladekosten einer akkubetriebenen Bürste. Die Ladestation ist dann meist auch gleichzeitig die Halterung, in der die Zahnbürste nach ihrer Benutzung eingesteckt wird. Mittels Induktion lädt sie sich anschließend wieder auf.
Bei elektronischen Zahnbürsten werden verschiedene Kategorien unterschieden. Zum einen gibt es oszillierende Geräte, zum anderen Schall- und Ultraschallzahnbürsten. Erstere verfügen über einen runden Bürstenkopf, der mit 3.000 bis 15.000 Umdrehungen pro Minute dreht. Ein Motor erzeugt die Rotation, wodurch die Borsten Zahn und Zahnfleisch reinigen.
Schallzahnbürsten erreichen Umdrehungen mit bis zu 40.000 Bewegungen pro Minute. Hierbei wird der Bürstenkopf über einen elektrischen Schallwandler angetrieben und in einer Frequenz von 250 bis 300 Hertz geschwungen. Die Schalltechnologie erzeugt einen dynamischen Flüssigkeitsstrom aus Zahnpasta, Speichel und Sauerstoff, der in die Zwischenräume und in den Zahnfleischsaum eindringt und sie reinigt. Durch solch hohe Bewegungszahlen werden selbst einige Millimeter von der Putzfläche entfernte Plaque-Bakterien durch die Vibration und den Luftstrom entfernt. Der Bürstenkopf ist außerdem länglich gebaut und erinnert damit an herkömmliche handliche Zahnbürsten.
Ultraschallzahnbürsten erreichen Schwingungsfrequenzen oberhalb von 300 Hertz. Manche Modelle schaffen bis zu 1,8 Megahertz. Bei dieser Art von elektronischer Zahnbürste kommt eine besondere Zahnpasta zum Einsatz. Diese wird vor Beginn auf die Innen- und Außenseite der Zähne verteilt. Dann wird die Zahnbürste eingeschaltet und fünf bis zehn Sekunden an eine Stelle gehalten. Diese Methode ist äußerst schonend für die Zähne und das Zahnfleisch, da wenig Druck auf sie ausgeübt wird. Stattdessen werden Mikroluftblasen erzeugt, die in jede noch so schwierig erreichbare Stelle gelangen.
Die Köpfe der elektrischen Zahnbürsten sind austauschbar und Verbraucher sollten auf die Preise für Ersatzbürsten achten. Hier können sich hohe Folgekosten verstecken. Ausgewechselt werden die Bürsten, sobald sich deren Borsten abnutzen – im Schnitt alle drei Monate. Schall- und Ultraschallzahnbürsten sind teurer als andere Modelle, allerdings reinigen sie dafür noch gründlicher als herkömmliche Rotationsbürsten. Insbesondere Verbraucher, die unter Zahnfleischentzündungen und Plaque leiden, sollten hier mehr Geld investieren, da sie damit langfristig große Erfolge erzielen können. Die Zahnfleischdurchblutung wird angekurbelt und Verfärbungen durch Kaffee und Tee vermindert. Preislich höher angeordnete Geräte verfügen meist über Sonderfunktionen. Beispielsweise kann die Geschwindigkeit, mit der die elektrische Zahnbürste rotiert, stufenweise eingestellt werden. Außerdem gibt es Zahnfleischmassage-Modi und Erinnerungssignale, sobald der Putzvorgang abgeschlossen werden sollte. Eine integrierte Anpressdruck-Kontrolle warnt vor zu viel Druck auf das Zahnfleisch.