MIT Press Reimagining the More-Than-Human City, Sachbücher von Jamie Wang
Eine Untersuchung der vielschichtigen städtischen Umweltprobleme in Singapur aus einer mehr-als-menschlichen Perspektive, die neue Wege fordert, um über Städte nachzudenken und Geschichten zu erzählen. Angesichts der beschleunigten Klimaveränderungen und der intensiven Urbanisierung war unser Bedarf an nachhaltigeren und lebenswerten Städten noch nie so dringend. Doch die Vorstellung einer florierenden urbanen Ökofutur ist oft von einer spezifischen Version der Nachhaltigkeit geprägt, die sowohl mit hochmodernen Futurismen als auch mit anhaltendem Wirtschaftswachstum verbunden ist. Welche Arten von nachhaltigen Zukünften rufen wir hervor, und zu welchem Preis und auf wessen Kosten? In "Reimagining the More-Than-Human City" versucht Jamie Wang, diese Fragen zu beantworten, indem er die soziokulturellen, politischen, ethischen und affektiven Facetten der Mensch-Umwelt-Dynamik im städtischen Nexus kritisch untersucht, mit einem geografischen Fokus auf Singapur. Singapur, weithin als Modell für die Zukunft des Urbanismus und als emblematische Weltstadt angesehen, ist laut Wang ein faszinierender Ort, um zu erkunden, wie modernistischer nachhaltiger Urbanismus imaginiert und in die Praxis umgesetzt wird. Basierend auf Feldforschung untersucht dieses Buch unterschiedliche und miteinander verbundene urbane Imaginationen, die an verschiedenen Orten angesiedelt sind, von dem futuristischen, autoritären Supertree Grove, das als technologisch nachhaltige Lösung für ein geschwindigkeitsgetriebenes und einzigartiges städtisches Verkehrssystem positioniert ist, bis hin zu stark geschützten Naturschutzgebieten und Friedhöfen, wo Gräber und Erinnerungen weiterhin exhumiert und ausgelöscht werden, um Platz für Entwicklungen zu schaffen. Wang widmet sich auch kontingenteren, aber hoffnungsvolleren Alternativen, die darauf abzielen, aktuelle städtische Ansätze neu zu konfigurieren. Angesichts der wachsenden Begeisterung für den Bau von hochmodernen, nachhaltigen und natürlichen Städten argumentiert Wang letztendlich, dass urbane Imaginationen Raum für ein relationales Verständnis städtischer Umgebungen schaffen müssen.