Top in der Qualität - Flopp in der Lebenserwartung!
Zum Positiven zuerst. Die Bildqualität ist hervorragend und Dank der pigmentierten Tinte auch gegen UV Licht mit einer langen Leuchtkraft der Farben gesegnet. Damit hören die Vorzüge aber auch schon auf.Lästig ist der Tausch der Matten Tinte mit der Glanz Tinte für Fotos. Hier werden die schwarzen Düsen leergepumpt und mit der jeweiligen anderen Tinte ersetzt. Das Kostet.... Zeit, Tinte und auch der Überlauftank freut sich! Da danach eine Kopfreinigung automatisch gemacht wird, können schon mal 20 Min. ins Land gehen!Das Gerät habe ich mir vor ca. 6 Jahren gekauft. Nach Zweieinhalb Jahren war der Druckkopf das erste mal hinüber und wurde getauscht. Nun nach fast 3 weiteren Jahren ist der 2. Kopf auch schon wieder defekt. kosten für einen neuen ca. 1200 €.Fazit. Auch wenn die Qualität sehr gut ist würde ich mir das Gerät NICHT NOCH EINMAL kaufen, da auf lange Sicht und normaler Benutzung die Kauf- und Reparaturkosten sowie die Haltbarkeit in keiner Relation steht!
Wer einen Ausflug in die Steinzeit der benutzerfreundlichen Drucktechnik machen will, der erwerbe den EPSON R 7890. In der Beschreibung des Produktes in den meisten Online-shops, in Prospekten und in dem, was einem Händler so erzählen (auf Vorrat hat dieses Gerät offenbar nur selten jemand stehen), erfährt man, dass das Gerät ungefähr 84 kg (!!!!) wiegt, und dass man es unmöglich allein dahin tragen kann, wo es letztlich stehen soll. Man sagt sich also: ok, 10,00 € für die Jungs mit dem Lkw, die das Teil anliefern und schon ist es dort, wo es stehen soll.Was man in den Produktbeschreibungen nicht liest: das Gerät wird auf einer Europalette geliefert. Wenn man es auspackt, muss man sich zunächst durch gigantische Mengen an Verpackungsmaterial wühlen (die man anschließend nochmals genau inspiziert, weil die irgendwo zwischen den Pappstapeln und Styroporbergen Kleinteile verbergen, die einfach mal so vom Drucker abgefallen sind. Wird das Gerät bei Regen geliefert oder gar auf einem schmalen Gehsteig abgestellt, ist man gezwungen, das Gerät schnellstens auszupacken und die Müllberge zu beseitigen, wenn man keine Schaden oder Ärger mit Passanten erleiden will. Wer sich hier auf die Geduld der Spediteure verlässt, ist verloren. Immerhin, man spart die 10,00 € fürs Helfen, muss aber doch mindestens einen kräftigen Helfer finden,wenn das Gerät entpackt ist.Dann heißt es, das Gestell mit Rollen aufzubauen, auf den der eigentliche Drucker gehoben werden muss, wenn er in einem Büro steht, in dem er ab und zu mal zu Seite geschoben werden soll. Wie gesagt: es darf am Anlieferungstag nicht regnen, denn auch die Einzelteile dieses Gestelles sind in kleinen Kartons und Plastiktütchen einzeln verpackt. Was die Bauanleitung (und auch intelligentes Verpacken von Einzelteilen) angeht – da sage ich nur: liebe EPSONS, macht doch bitte mal einen Betriebsausflug zu IKEA.Dann steht es vor uns, das graue blecherne Monster, dessen Ursprung wir niemals in einem High-Tech-Land des 21. Jahrhunderts vermuten würden. Es sieht eher nach atomschlagsicherer Technik mit sowjetischen Wurzeln aus. Und tatsächlich erinnern die Geräusche bei der erstmaligen Inbetriebnahme an den Start einer MIG-21.Ja, man hat in der Produktbeschreibung im Internet was über die dB-Zahlen in Ruhe und Betrieb gelesen. Man kennt die übliche Geräuschkulisse von – auch größeren – Tintenstrahldruckern und denkt nicht weiter nach. Aber ein Geheimnis der absoluten Planlage des Papiers in diesem Drucker ist ein Exhouster, der das Papier mittels eines Gebläses (vermutlich von der Staubsaugerindustrie zugeliefert) ansaugt und unter dem Druckkopf festhält. Das Blechmonster wird zum fauchenden Drachen, wenn man Papier einzulegen versucht. Richtig: versucht. Auch wenn die Halterung des Papiers an eine Feinmechanikerdrehbank erinnert und von einem eigenen Motor bewegt wird – das Einfädeln von dünnem Papier erfordert Geduld. Zum Glück liefert EPSON eine dünne Rolle billigsten Papiers mit, die bei Fehlversuche keinen größeren wirtschaftlichen Schaden hinterlässt und auch sonst kaum zu etwas zu gebrauchen ist.Apropos wirtschaftlich: der Drucker kommt mit einem Satz Kartuschen zu je 110 ml Farbe. Nicht schlecht, denkt man und hat die winzigen Patrönchen des (z.B. ) EPSON R 2880 vor dem Auge, die mit gerade mal 11 ml für einen größeren Stapel A4-Blätter ausreichend sind. Aber siehe da: nach Inbetriebnahme und zwei A1-Bögen matten Papiers ist Schluss. Wenigstens eine der mitgelieferten Kartuschen ist leer, und es geht gar nichts mehr. Der Drucker hat mit seinen langen Farbschläuchen und ersten Tests der Düsen die 110 ml locker weggezischt.Wirklich deprimierend ist der Einzelblatteinzug. Ja, Einzelblatteinzug, denn es gibt keine ernstzunehmende Papierzuführung für z.B. A4-Blätter, nicht ein noch so simples winziges Plastikhalterchen, in das man z.B. einen kleineren Stapel Papier deponieren könnte. Ebenso verhält es sich mit den fertigen Prints: die plumpsen in eine Art an den Seiten offenen Sack, der unter dem Drucker an einem fragilen Gestell baumelt, wo sie dann auf Bodenhöhe einzeln herumpurzeln. Aber auch der Einzelblatteinzug selbst ist ein einziges Gezicke, bei dem die Sensoren des Druckers ständig Fehlermeldungen produzieren, das Papier mal schief einziehen, mal gar nicht, mal zu tief. Offenbar nichts für Anfänger und ein solcher bin ich offenbar bei der Bedienung dieses Druckers.Genug gelästert über Design, Gewicht, Usability – die Prints entschädigen für alles, vor allem die großformatigen auf gutem Papier. Auch der Betrieb dürfte entspannter sein als bei den kleinen Schwestermodellen. Es gibt Tintentanks mit 700 ml Fassungsvermögen, die man samt Tinte idealerweise beim No-name-Anbieter als Refill-Tanks erwirbt. Da sind Kartuschenwechsel doch in deutlich größeren Intervallen angesagt. Das Schlauchsystem dürfte vor dem Eintrocknen der Düsen bewahren, Rollenware ist bei Papier wirtschaftlich in vielen Fällen die bessere Alternative. Das integrierte Messer zum Abschneiden der fertigen Prints von der Rolle funktioniert perfekt.So weit, so schlecht. Aber hinsichtlich Druckqualität gibt es wohl zu EPSON keine Alternative.