Internetfähige Flachbildfernseher boomen
11.06.2012
TV-Geräte mit Internetzugang waren der Trend der Internationalen Funkausstellung (IFA) 2011. Schon Ende Juli des vergangenen Jahres
berichtete die guenstiger.de-Redaktion darüber hinaus von einer BITKOM-Studie, die besagte, dass der Webzugang über ein Fernsehgerät langsam aber sicher zum Standard wird. Dieser Trend scheint sich verfestigt zu haben, denn in einer
aktuellen Veröffentlichung spricht der Hightech Verband von europaweit boomenden Verkaufszahlen.
In diesem Jahr steigt die Zahl der in der EU verkauften Connected-TV-Geräte laut BITKOM um etwa 68 Prozent auf 19,1 Millionen. Damit wären 37 Prozent der verkauften Flachbildfernseher internetfähig. Dies zeichnet sich auch im Umsatz ab, denn dieser soll bis zum Jahresende um rund 40 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro steigen. Als Folge des starken Wettbewerbs auf Herstellerseite und im Handel, sei der Durchschnittspreis für die internetfähigen Modelle in diesem Jahr mit 766 Euro fast 17 Prozent günstiger als noch im Vorjahr. Ein gutes Beispiel ist der Samsung UE40ES6710: Während das Gerät Ende des ersten Quartals 2012 noch rund 1.000 Euro gekostet hat, ist es inzwischen ab 744 Euro auf guenstiger.de gelistet.
Im Ländervergleich ist Deutschland der größte Einzelmarkt. So werden hierzulande bis Ende des Jahres voraussichtlich 4,6 Millionen Fernseher mit Webzugang verkauft. Dieser Wert beträgt eine Steigerung um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut BITKOM ist somit fast jeder zweite verkaufte Fernseher (46 Prozent) internetfähig. Der zweitgrößte Markt ist Großbritannien mit rund 2,9 Millionen verkauften Geräten. Etwas verwunderlich: Schätzungsweise nur etwas mehr als die Hälfte aller Besitzer von internetfähigen Fernsehern schließen diese auch tatsächlich ans Netz an. Bei einem Webzugang können Video on Demand-Dienste genutzt oder verpasste Programme über Mediatheken angeschaut werden. Dazu können über den neuen Standard HbbTV programmbegleitende Informationen abgerufen werden. Auch TV-Apps sind im Trend und ermöglichen zum Beispiel den Zugang zu sozialen Netzwerken, Videotelefonie oder den Abruf der Wettervorhersage.
Zur Methodik: Der BITKOM bezog seine Daten aus einem Bericht der European Information Technology Observatory (EITO). Das Marktforschungsunternehmen liefert aktuelle Daten zu den weltweiten Märkten der Informationstechnologie, Telekommunikation sowie Unterhaltungselektronik und ist ein Projekt der Bitkom Research GmbH in Zusammenarbeit mit den Marktforschungsinstituten IDC und GfK.