Test: Einzeltest: Silverstone Sugo SST-SG02W
Zitat: Silverstone hat mit dem Sugo02 ein günstiges Produkt im Sortiment, dass durch seine größtenteils gute Verarbeitung durchaus punktet. Die Kanten sind teils ungenügend entgratet und verhindern einen reibungslosen Einbau. Eine schräge Frontklappe sollte laut heutigen Fertigungsmethoden auch nicht vorkommen. Solch ein Fauxpas ist umso ärgerlicher, wenn man sich zum Beispiel den Lack ansieht, der gegen Kratzer gewappnet ist und trotzdem einen edlen Eindruck hinterlässt.
Der innere Aufbau des Sugo ist durchdacht und stabil, ein Transport ist ohne große Schäden möglich. Das Kühlkonzept überzeugt und kann selbst hitzige Komponenten mit genügend Frischluft versorgen. Das mitgelieferte Zubehör ist spartanisch. Das Handbuch hilft einem bei jedem Problem weiter, doch zu viel mehr als Montageschrauben hat es dann nicht mehr gereicht. So fehlt zum Beispiel ein Festplattenrahmen zum Einbau von 2,5-Zoll-Festplatten und der vorhandene Käfig ist nicht entkoppelt.
Der mitgelieferte Lüfter ist zwar leise, brummt aber ein wenig, hier gibt es bessere Modelle. Die Idee mit dem Profilblech zur Aufnahme zusätzlicher Lüfter ist gut erdacht, ist aber schnell hinfällig, wenn Erweiterungskarten mit Nicht-Referenzkühlern zu weit nach oben ragen. Dafür ist durch den Ausbau des Festplattenkäfigs genug Raum für Grafikkarten mit bis zu 330 mm Länge.
Dem Silverstone SST-SG02W ist der Spagat zwischen Preis und Leistung gelungen und ist in dieser Klasse ein empfehlenswertes Gehäuse, wenn man über die Schwächen hinwegsehen kann.