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Gefriertruhe Testberichte
Gefriertruhe: Verbrauchertipps
Eine Gefriertruhe stellt stets die optimale Lösung dar, wenn ein hohes Stauvolumen erforderlich ist. Sie besticht durch ihre Energieeffizienz sowie ihre vergleichsweise moderaten Anschaffungskosten. Bei der Auswahl einer Tiefkühltruhe spielen die Energieeffizienz, der Stromverbrauch und die Lautstärke der Gerätschaft eine entscheidende Rolle.
Gefriertruhe oder Gefrierschrank?
Gefriertruhen und Gefrierschränke weisen jeweils spezifische Vor- und Nachteile auf, die sich in Abhängigkeit des jeweiligen Bedarfs unterschiedlich auswirken. Was die Kapazität betrifft, bieten Gefriertruhen deutlich mehr Stauraum, insbesondere für großformatige oder größere Mengen an Lebensmitteln. Gefrierschränke ermöglichen durch ihre Schubladen und Fächer eine übersichtlichere Lagerung. In Bezug auf die Bauweise benötigen Gefriertruhen mehr Platz, sowohl in der Breite als auch nach oben für den aufklappbaren Deckel, weshalb sie in der Regel in Kellern oder Abstellräumen aufgestellt werden. Gefrierschränke sind dagegen oft kompakter und lassen sich in Einbauküchen integrieren. Bei den Anschaffungskosten sind Gefriertruhen günstiger als vergleichbare Gefrierschränke, zudem verbrauchen sie aufgrund ihrer Bauweise etwa 10-15 % weniger Strom. Dies liegt daran, dass kalte Luft in der Truhe besser gehalten wird und die Isolierung oft dicker ist. Im Bereich der Ausstattung bieten Gefriertruhen weniger Zusatzfunktionen: Während Gefrierschränke in der Grundausstattung häufig mit Funktionen wie Eiswürfelspendern und NoFrost-Technologie ausgestattet sind, bieten Gefriertruhen in der Regel nur grundlegende Funktionen wie LowFrost oder einen Schnellgefrier-Modus.
Wie groß sollte die Gefriertruhe sein?
Das Volumen bzw. die Kapazität von Kühl- und Gefriergeräten wird als Nutzinhalt bezeichnet. Dieser wird stets in Litern angegeben. Die Menge des benötigten Nutzinhalts ist abhängig von der Haushaltsgröße und den Lebensverhältnissen. So kann beispielsweise die Anzahl der Personen oder die Größe des Haushalts, aber auch die Ausprägung der Vorratshaltung den erforderlichen Platz bestimmen. Wer gerne angelt oder einen umfangreichen Gemüsegarten betreibt, wird vermutlich mehr Platz in einer Tiefkühltruhe oder einem -schrank benötigen, als wenn nur der Wocheneinkauf gelagert werden soll. Wer wenig Vorräte braucht, sollte einen Bedarf von ca. 30-50 Litern pro Person einkalkuliert werden. Möchte man einen großzügigen Vorrat an Gefriergut lagern, sollte mit ca. 100-130 Litern pro Person rechnen. Mit einem Volumen von 200 Litern ist man in jedem Fall gut beraten.
Sparen mit einer guten Energieeffizienzklasse
Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen müssen alle auf dem Markt verfügbaren Geräte mit einem Energielabel versehen sein, auf dem die entsprechenden Werte vermerkt sind. Im Jahr 2021 erfolgte eine umfassende Überarbeitung des Labels. Im Vergleich zu seinem vorherigen Zustand ist es in Bezug auf die Energieeffizienzklasse und den Stromverbrauch nicht mehr vergleichbar, da sich das Klassensystem und die zugrunde liegenden Berechnungsmethoden geändert haben. Bei den Energieeffizienzklassen kommt es zu folgenden Veränderungen: Die neue Skala reicht von der Klasse A, die die höchste Effizienz kennzeichnet, bis zur Klasse G, die die geringste Effizienz kennzeichnet, und ersetzt damit die vorherige Einteilung von der Klasse A++ bis zur Klasse D. Die Klassen A und B sind in diesem Zusammenhang als unterdurchschnittlich einzustufen, da aufgrund der modifizierten Messmethoden zahlreiche Modellklassen von der Klasse A zur Klasse C oder D herabgestuft wurden. Die Energieeffizienzklassen A bis D wurden geschaffen, um Raum für neue, besonders sparsame Geräte zu schaffen, die gegenwärtig noch in der Entwicklung sind. Daher finden sich effiziente Gefriergeräte aktuell in den Energieeffizienzklassen A bis D, während Geräte der Klasse E derzeit weniger empfehlenswert sind. Das Energielabel weist den jährlichen Stromverbrauch des Geräts aus. Dieser Wert kann nicht mit dem des alten Labels verglichen werden. Die Übereinstimmung dieses Werts mit dem tatsächlichen Verbrauch des Geräts im täglichen Betrieb ist jedoch von verschiedenen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel der Aufstellung des Geräts sowie der Nutzung.
Eine Gefriertruhe arbeitet besonders energieeffizient, wenn sie an einem geeigneten Standort aufgestellt wird. Dieser sollte trocken, luftig und kühl sein und fernab von Wärmequellen liegen. Andernfalls kann nicht nur ein erhöhter Energieverbrauch, sondern auch eine Beschädigung des Kompressors die Folge sein. Darüber hinaus ist für eine ausreichende Belüftung der Gefriertruhe zu sorgen, da diese während des Kühlprozesses Wärme abführt. Das Kältemittel im Rohrsystem entzieht dem Innenraum Wärme, die dann über den Kondensator nach außen abgegeben wird. Um unnötige Energiekosten zu vermeiden, sollte die Lagertemperatur bei -18 °C gehalten werden, da tiefere Temperaturen nur beim Einfrieren frischer Lebensmittel nötig sind. Energiesparfunktionen oder Eco-Modi erleichtern diese Einstellung. Auch das richtige Handling hilft, Strom zu sparen: So sollten warme Speisen zunächst abgekühlt und beim Einkaufen die Kühlkette eingehalten werden. Zudem ist es wichtig, die Abdeckung nicht unnötig lange offen zu lassen und die Türdichtung regelmäßig zu überprüfen, da undichte Stellen zu höherem Energieverbrauch führen. Schließlich sollte die Gefriertruhe regelmäßig abgetaut werden – spätestens, wenn sich eine Eisschicht von 5 mm gebildet hat. Bei LowFrost-Geräten ist dieser Prozess seltener nötig.
Lautstärke
Die Betriebslautstärke einer Gefriertruhe ist auf dem Energielabel vermerkt und wird in Luftschallemissionsklassen von A bis D eingeteilt. Diese Einordnung gibt Auskunft über die Lautstärke des Geräts während des Betriebs. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Lautstärke von Gefriertruhen im Vergleich zu anderen Haushaltsgeräten wie Kühlschränken oder Kühl-Gefrierkombinationen, die üblicherweise im Wohnraum aufgestellt werden, weniger kritisch ist. Trotzdem kann ein leiser Betrieb von Bedeutung sein, wenn die Truhe in angrenzenden Räumen steht. Geräte der Klassen A bis C werden als leise eingestuft: Klasse A (bis 29 dB) entspricht etwa einem Flüstern oder Atemgeräusch, während Klasse B (30-35 dB) mit leisem Sprechen vergleichbar ist. Die Geräuschentwicklung der Klasse C bewegt sich auf einer Ebene mit der eines Zimmerventilators, während die Klasse D mit einem Wert von 42 dB auf das Lautstärkeniveau eines Fernsehers hat. Für die, die besonderen Wert auf einen geräuscharmen Betrieb der Gefriertruhe legen, empfiehlt sich die Wahl eines Modells aus den Geräuschklassen A bis C.
Gefriervermögen und die Lagerzeit bei Stromausfall
Da Gefriertruhen gewöhnlich nicht in Wohnräumen, sondern im Keller oder der Garage stehen, kann ein Ausfall nicht sofort bemerkt werden. Daher empfiehlt es sich, die Lagerzeit vor einer Störung zu überprüfen. Diese bezeichnet die Zeitspanne, in der es dauert, bis die Temperatur im Gerät ohne Strom von -18 °C auf -9 °C ansteigt. Diese Temperatur gilt als kritische Schwelle, bis wohin Lebensmittel noch bedenkenlos verzehrt werden können. Die Lagerzeit bei einer Störung ist abhängig von der Isolierung des Geräts. Bei Gefriertruhen, die besonders gut isoliert sind, beträgt die Lagerzeit zwischen 10 und 60 Stunden. Bei häufiger Verwendung der Gefriertruhe zum Einfrieren von frischen oder bereits gekochten Speisen ist es empfehlenswert, ein Gerät mit hohem Gefriervermögen zu wählen. Dieser Wert gibt an, welche Menge an Frischware innerhalb von 24 Stunden bis zum Kern durchgefroren werden kann.
Ausstattung
Gefriertruhen bieten eine Vielzahl praktischer Funktionen, die sowohl den Komfort als auch die Sicherheit im Haushalt oder Gewerbebetrieb erhöhen. Ein integriertes Türschloss dient nicht nur der Absicherung im gewerblichen Bereich, sondern kann auch als mechanische Kindersicherung zu Hause genutzt werden. Eine elektronische Kindersicherung verhindert auf Knopfdruck, dass wichtige Einstellungen wie Temperatur oder Gefriermodus versehentlich geändert werden. Eine LED-Beleuchtung, die sich automatisch ein- und ausschaltet, sorgt für eine bessere Übersicht im Innenraum. Einige Modelle sind mit Rollen ausgestattet, die das Verschieben erleichtern, da eine volle Gefriertruhe sehr schwer ist. Für eine geordnete Lagerung von kleinteiligen Lebensmitteln wie Kräuter bieten sich Körbe an, die je nach Hersteller im Lieferumfang enthalten oder separat erhältlich sind. Die LowFrost-Technologie reduziert die Eisbildung erheblich, sodass das Abtauen seltener notwendig ist und die Temperatur durch spezielle Kühlleitungen oder glatte Innenwände gleichmäßiger gehalten wird. Die Funktion Schnellgefrieren ermöglicht es, größere Mengen Lebensmittel rasch einzufrieren, indem die Gefrierleistung kurzfristig erhöht wird. Dabei kann es zu einer Steigerung des Stromverbrauchs sowie zu einer erhöhten Geräuschentwicklung kommen, wobei eine automatische Abschaltung in der Regel eine effiziente Nutzung sicherstellt. Zusätzliche Sicherheit gewährleisten Modelle, die mit einem Türalarm ausgestattet sind, welcher auslöst, wenn die Tür zu lange offensteht. Ein Temperaturalarm weist auf einen plötzlichen Temperaturanstieg hin – sei es durch warme Speisen, einen Stromausfall oder einen Defekt. All diese Funktionen tragen dazu bei, die Nutzung einer Gefriertruhe komfortabler, effizienter und sicherer zu gestalten.









