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Leseklassiker Omphale oder Die verliebte Teppichdame A1036893891
Théophile Gautier (1811-1872) zählt zu den bedeutendsten französischen Schriftstellern des 19. Jahrhunderts. Er gehörte dem Künstlerkreis um Victor Hugo an und war einer der führenden Vertreter der Idee des "l'art pour l'art", die er im Vorwort zu seinem großen Roman "Mademoiselle Maupin" theoretisch fundierte. Die Novelle "Omphale" (1834) erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der seinen adeligen Onkel in Paris besucht. In dessen Gartenpavillon stößt er auf einen Wandteppich mit dem Bildnis von Omphale und Herkules. Als diesem Teppich nachts der Geist einer Frau entsteigt, verändert sich das Leben des Mannes schlagartig ...
Frölich und Kaufmann Germania. Zwei Jahrtausende deutsche Kulturgeschichte. 261947
Reprint der Ausgabe von 1890. Dieses monumentale Geschichtswerk ist luxuriös mit Holzschnitten von A. Menzel, F. Defregger, W. Diez sowie anderen bekannten Künstlern ausgestattet und behandelt die heidnisch-germanische Zeit bis zur Gründung des deutschen Kaiserreichs. In vier Abschnitten - Altertum, Mittelalter, Reformationszeit und Neuzeit - schildert der Verfasser u.a. das ur- und frühgeschichtliche Leben, die Zeit der Völkerwanderung, die Herrschaft der Ottonen und anderer Adels- und Herrschergeschlechter, veranschaulicht die Verhältnisse in Dorf und Stadt, Kirche und Staat, zeigt Veränderungen durch die Reformationszeit auf und beschreibt die kulturelle Entwicklung während der Aufklärung, Klassik, Romantik und bis in das 19. Jahrhundert hinein.
zz_archiviert_Pustet F Ungarn-Jahrbuch 39 (2023), Fachbücher von Zsolt K. Lengyel, Lengyel, Zsolt K.
Band 39 des Ungarn-Jahrbuchs schlägt den inhaltlichen Bogen von der ungarischen Grenzverteidigungspolitik im 15. Jahrhundert über die Gesellschaftsgeschichte des ungarischen Adels im 17. Jahrhundert, die protestantische Kirchengeschichte, die Möbelkunstgeschichte sowie die jüdische Kulturgeschichte im Königreich Ungarn des 19. Jahrhunderts bis zur Bildungs-, Gesellschafts-, Politik- und Rechtsgeschichte Ungarns in der Zwischenkriegszeit, in den 1950er Jahren und seit dem Umbruch 1989/90. Forschungsberichte behandeln ungarische oder ungarnbezogene Themen aus der Film-, Politik- und Literaturgeschichte. Das Ungarn Jahrbuch. Zeitschrift für interdisziplinäre Hungarologie wird im Auftrag des Ungarischen Instituts München vom Ungarischen Institut der Universität Regensburg herausgegeben.
Frölich und Kaufmann Späte Grand Tour. Reisebriefe des Malers Hermann F. Plüddemann (1809-1868) aus der Schweiz und Italien. 1679481
Seit dem 18. Jahrhundert standen die Schweiz und Italien, das »klassische Land«, für die heroische Freiheit der Berge und die Sehnsucht nach dem Süden. Die »grand tour«, die Kavaliers- und Bildungsreise des Adels, sorgte dabei früh für die Routen und Ziele eines Reisens, das im 19. Jahrhundert gemeineuropäisch wurde. Vor allem für Künstler waren die Natur und Lebenswelten des Südens Anlass immerwährender Inspiration und Begeisterung. Auch Hermann F. Plüddemann (1809-1868), Historienmaler in Düsseldorf und Dresden, zählt dazu. 1853 und 1857 bereiste er mit seiner Schwester über Monate die Schweiz und Italien. In Briefen an seine Frau hielt er Beobachtungen, Erlebnisse und Impressionen höchst lebendig und überaus anschaulich fest. Erstmals publiziert, zeigen sie den Schüler Wilhelm von Schadows und Freund Carl Friedrich Lessings auch als einen Meister des Worts - ein Gewinn für die Kultur der Künstler- und Reisebriefe aus dem 19. Jahrhundert.
Die Weiherburg liegt am Sonnenhang über Innsbruck und ist seit rund hundert Jahren Besitz der Stadtgemeinde. Ihre Geschichte reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück, als sich der wohlhabende Innsbrucker Bürger Christian Tänzl hier ein repräsentatives Gebäude errichtet. Unter den späteren Besitzern sind neben Erzherzog Sigmund und den Söhnen Erzherzog Ferdinands II. mehrere Familien des Adels und des gehobenen Bürgertums. Im 19. Jahrhundert beherbergt die Weiherburg zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland und weist sich als Pionierstätte des Tourismus aus, wobei zunächst Besucher aus Großbritannien und den USA überwiegen und die Aufenthaltsdauer bis 1880 im Durchschnitt rund zwei Monate beträgt! Peter Loewit illustriert seine Geschichte mit vielen Bildquellen, u. a. aus einem Weiherburger "Fremdenbuch" des 19. Jahrhunderts, in dem die internationale Gästeschar die Eindrücke von ihrem Feriendomizil, von Innsbruck und Tirol festgehalten hat.
Eine dänische Geschichte verbindet die konzentrierte Form der Novelle mit der empfindsamen Beobachtung sozialer und moralischer Verhältnisse. Vor dem Hintergrund eines nördlich geprägten Schauplatzes entfaltet Adele Schopenhauer eine Erzählung, in der persönliche Neigung, Pflichtgefühl und gesellschaftliche Erwartung einander spannungsvoll durchdringen. Ihr Stil ist klar, bildhaft und von jener psychologischen Zurückhaltung bestimmt, die der Prosa des Biedermeier ebenso nahesteht wie den Nachwirkungen der Romantik. Adele Schopenhauer, Tochter der Schriftstellerin Johanna Schopenhauer und Schwester des Philosophen Arthur Schopenhauer, bewegte sich in einem geistig anspruchsvollen, zugleich für Frauen literarisch begrenzten Milieu. Ihre Bildung, ihre Reisen, ihre künstlerischen Begabungen und die Erfahrung weiblicher Abhängigkeit in bürgerlichen Strukturen schärften ihren Blick für leise Konflikte und unausgesprochene Zwänge. Gerade daraus erwächst die besondere Sensibilität dieser Erzählung. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die eine elegante, historisch aufschlussreiche Prosa jenseits des literarischen Kanons entdecken möchten. Eine dänische Geschichte bietet keine bloße Kuriosität, sondern ein feines Dokument weiblicher Autorschaft des 19. Jahrhunderts: zurückhaltend im Ton, präzise in der Beobachtung und nachhaltig in seiner moralischen Resonanz.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) war eine österreichische Schriftstellerin und gilt mit ihren psychologischen Geschichten als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Erzählerinnen des 19. Jahrhunderts. Als Adelige profitierte Ebner-Eschenbach davon, dass sie über den bürgerlichen Verhältnissen lebte, diese überschauen konnte und früh eine präzise Sicht über staatliche Zustände erhielt. Mit der Schilderung der ihr vertrauten Aristokratie eröffnete sie als Dichterin eine neue poetische Prosa mit viel Gefühl und Streben nach Selbsterkennung. Der Leser soll lernen, das Schöne im Leben zu schätzen, seine und andere Gefühle zu verstehen, sich selbst und den Sinn des Lebens zu finden. In diesem Band erzählt sie die Geschichten: Der Muff Unverbesserlich Jakob Szela Der Kreisphysikus
Duncker & Humblot Aberglauben im 19. Jahrhundert, Sachbücher von Nils Freytag
Mit Aberglauben untersucht der Autor Phänomene, die nach vorherrschendem Verständnis im 19. Jahrhundert allerhöchstens eine untergeordnete Rolle spielten. Die dominierende historische Deutungsperspektive für diese Epoche folgt soziologischen Kategorien wie "Säkularisierung", "Rationalisierung", "Intellektualisierung" oder insgesamt einer "Modernisierung". Eine wirkungsmächtige Metapher ist in diesem Kontext Max Webers Formel von einer "Entzauberung der Welt". Aber allen säkularen Trends und wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz blieben Religion und Kirchen prägende Kräfte. Und auch die Ohnmacht der Medizin gegenüber vielen Krankheiten liess zahllose überkommene Deutungsmuster fortdauern. Gleichzeitig öffnete der Modernisierungsprozess das Feld für neue Formen des Aberglaubens und der Magie, die mit scheinbar wissenschaftlichem Zugriff zunächst in bürgerlich-adeligen Kreisen.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) war eine österreichische Schriftstellerin und gilt mit ihren psychologischen Geschichten als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Erzählerinnen des 19. Jahrhunderts. Als Adelige profitierte Ebner-Eschenbach davon, dass sie über den bürgerlichen Verhältnissen lebte, diese überschauen konnte und früh eine präzise Sicht über staatliche Zustände erhielt. Mit der Schilderung der ihr vertrauten Aristokratie eröffnete sie als Dichterin eine neue poetische Prosa mit viel Gefühl und Streben nach Selbsterkennung. Der Leser soll lernen, das Schöne im Leben zu schätzen, seine und andere Gefühle zu verstehen, sich selbst und den Sinn des Lebens zu finden. In diesem Band erzählt sie die Geschichten: Der Nebenbuhler Die Totenwacht Das tägliche Leben Bettelbriefe Parabolisches Autobiographische Schriften
Band 39 des Ungarn-Jahrbuchs schlägt den inhaltlichen Bogen von der ungarischen Grenzverteidigungspolitik im 15. Jahrhundert über die Gesellschaftsgeschichte des ungarischen Adels im 17. Jahrhundert, die protestantische Kirchengeschichte, die Möbelkunstgeschichte sowie die jüdische Kulturgeschichte im Königreich Ungarn des 19. Jahrhunderts bis zur Bildungs-, Gesellschafts-, Politik- und Rechtsgeschichte Ungarns in der Zwischenkriegszeit, in den 1950er Jahren und seit dem Umbruch 1989/90. Forschungsberichte behandeln ungarische oder ungarnbezogene Themen aus der Film-, Politik- und Literaturgeschichte. Das Ungarn Jahrbuch. Zeitschrift für interdisziplinäre Hungarologie wird im Auftrag des Ungarischen Instituts München e. V. vom Ungarischen Institut der Universität Regensburg herausgegeben
Unikum Anna Kurfürstin zu Sachsen, Biografien von Karl von Weber
Die Biografie "Anna Kurfürstin zu Sachsen" von Karl von Weber bietet einen tiefen Einblick in das Leben der dänischen Prinzessin Anna, die sich in einer von Männern dominierten Welt behauptete. Weber schildert anschaulich, wie Anna nicht nur die traditionellen Erwartungen an eine Frau und Adelige hinterfragte, sondern auch aktiv Einfluss auf die Staatsgeschäfte nahm. Ihre umfassenden Kenntnisse in Medizin und Pharmazie sowie ihre Fähigkeiten in der Landwirtschaft und Hauswirtschaft werden detailliert beleuchtet. Diese Biografie ist nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam und vermittelt ein facettenreiches Bild einer bemerkenswerten Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts. Der Nachdruck der Originalausgabe von 1865 macht dieses Werk zu einer wertvollen Quelle für Geschichtsinteressierte und Biografieliebhaber.
Osterwoldaudio Das Haus der Perlen – Glanz des Glücks (Perlen-Saga 2) A1068823125
Eine schicksalsvolle Familiensaga im München des 19. und 20. Jahrhunderts von SPIEGEL-Bestsellerautorin Charlotte Jacobi 1894: Seit über vier Jahrzehnten führt die Familie Thomass das renommierte Juweliergeschäft beim Münchner Rathaus, mittlerweile berät Maries Tochter Heidi die Kundschaft. Das »Haus der Perlen« ist die erste Adresse für hochwertigen Schmuck, sogar Erzherzogin Marie Therese von Österreich-Este kauft dort ein. Doch Heidi ist nicht nur von der Adeligen fasziniert, sondern auch von deren Schneider Julius Kampnagel. Als nach einem Brand das Aus droht, kann nur die Verbindung zu den royalen Kreisen alles retten: Gelingt es, das Geschäft als Hoflieferant des Königs Ludwig von Bayern zu etablieren?
Acabus Verlag Annette von Droste-Hülshoff. Grimms Albtraum A1048566231
Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff raubt dem Märchensammler Wilhelm Grimm mit ihrer unverblümten Art den Schlaf. Ganz anders ihre Schwester Jenny, die mit ihm anbändelt. Vor Liebesintrigen ist aber auch der kokette Trotzkopf Annette nicht sicher. Vor allem für ihre größte Leidenschaft, die Dichtkunst, muss sie als adelige Frau im frühen 19. Jahrhundert lebenslang kämpfen. Der biografische Roman erzählt unbekannte Seiten einer bekannten Dichterin und folgt ihrer Lebensreise vom Münsterland an den Rhein bis nach Meersburg am Bodensee. Er zeigt, dass die Dichterin der Biedermeierzeit alles andere als bieder war, sondern eine kluge Frau, die diplomatisch, humorvoll und durchaus unkonventionell ihrer Berufung folgte.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) war eine österreichische Schriftstellerin und gilt mit ihren psychologischen Geschichten als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Erzählerinnen des 19. Jahrhunderts. Als Adelige profitierte Ebner-Eschenbach davon, dass sie über den bürgerlichen Verhältnissen lebte, diese überschauen konnte und früh eine präzise Sicht über staatliche Zustände erhielt. Mit der Schilderung der ihr vertrauten Aristokratie eröffnete sie als Dichterin eine neue poetische Prosa mit viel Gefühl und Streben nach Selbsterkennung. Der Leser soll lernen, das Schöne im Leben zu schätzen, seine und andere Gefühle zu verstehen, sich selbst und den Sinn des Lebens zu finden. In diesem Band erzählt sie die Geschichten: Nach dem Tode Ihr Traum Wieder die Alte
BoD – Books on Demand Die Kinder des Waldes A1051194303
Schwerarbeit und Völlerei, Müßiggang und Ausbeutung werden ausgeübt und erduldet von derselben Spezies, den Menschen eines kleinen Herzogtums in der Mitte des 19. Jahrhunderts, die räumlich nahe beieinander leben. Tatsächlich trennen das einfache Volk und den Adel die Regeln, an denen die Mächtigen immer noch festhalten, um ihre Privilegien nicht zu verlieren. Die Liebe eines Waldhüterjungen zu einer Prinzessin des regierenden Hauses bringt die fest gefügte Ordnung des kleinen Staatswesens gründlich durcheinander. In einem Jahr, das ja auch eine landwirtschaftliche Arbeitsperiode ist, entscheidet sich das Schicksal des ungleichen Paares, das unerwartet Verbündete sowohl aus den einfachen als auch den höher gestellten Schichten der Bevölkerung bekommt.
Die berühmteste österreichische Schriftstellerin des 19. Jhs. wurde lange nur als „Dichterin der Güte“ wahrgenommen. Doch sie war viel mehr: Poetische Realistin, Dramatikerin, Aphoristikerin, Fürsprecherin der Emanzipation, Kämpferin gegen den Antisemitismus, Offiziersgattin, Uhrmacherin und „Reitnärrin“. In der ersten Biografie seit 1920 verfolgt Daniela Strigl Ebner-Eschenbachs Weg von ihrer Geburt im südmährischen Zdislawitz bis zum späten Ruhm. Zerrissen zwischen adeliger Herkunft und sozialer Gesinnung, Ethos und Ironie, Ehrgeiz und Bescheidenheit, gesellschaftlichen Rücksichten und der Leidenschaft fürs Schreiben, hielt Ebner-Eschenbach gegen den Widerstand ihrer Familie, gegen die Häme der Theaterkritik unbeirrbar an ihrem Ziel fest.
Der Band enthält 27 Beiträge in deutscher, französischer und englischer Sprache. Die Themenvielfalt reicht von Köln und dem Rheinland im frühen Mittelalter, Nithard als Militärhistoriker, monastischer Buchkultur in Burgund, Strategien der Konfliktlösung in der Touraine des 12. Jahrhunderts und der Funktion des mittelalterlichen Prangers über Eigenheiten des föderalen Systems, den französischen Adel der frühen Neuzeit, deutsch-französische Beziehungen zur Zeit der Religionskriege, die Münzreform der Kaiserin Maria-Theresia in den Österreichischen Niederlanden und die Rolle der Nationalgarde in Lyon bis zur sozialen Epistemologie im frühen 19. Jahrhundert, nationale Stereotypen im deutsch-französischen Kontext und der Rolle der Besatzungsmächte in den beiden Weltkriegen.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) war eine österreichische Schriftstellerin und gilt mit ihren psychologischen Geschichten als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Erzählerinnen des 19. Jahrhunderts. Als Adelige profitierte Ebner-Eschenbach davon, dass sie über den bürgerlichen Verhältnissen lebte, diese überschauen konnte und früh eine präzise Sicht über staatliche Zustände erhielt. Mit der Schilderung der ihr vertrauten Aristokratie eröffnete sie als Dichterin eine neue poetische Prosa mit viel Gefühl und Streben nach Selbsterkennung. Der Leser soll lernen, das Schöne im Leben zu schätzen, seine und andere Gefühle zu verstehen, sich selbst und den Sinn des Lebens zu finden. In diesem Band erzählt sie die Geschichten: Der gute Mond Der Erstgeborene Die Reisegefährten Die Kapitalistinen Er lässt die Hand küssen
Frölich und Kaufmann Vom Rhein nach Italien. Auf den Spuren der Grand Tour im 19. Jahrhundert. 1185608
Rom war über Jahrhunderte hinweg Traum und Ziel unzähliger Reisender. Mit der zunehmenden Technisierung des Reisens im 19. Jahrhundert konnten immer mehr Menschen sich diesen Traum verwirklichen. Sie folgten den Spuren der Grand Tour, die seit dem späten 16. Jahrhundert Adelige unternommen hatten, um Länder und Sprachen, aber auch Kunst und Kultur kennenzulernen. Das antike Rom wurde ebenso besucht wie Museen und Kirchen; man erholte sich in der Campagna. Die faszinierende Landschaft und das südliche Licht lockten zahlreiche Künstler aus dem Rheinland nach Italien und inspirierten sie zu neuen Bildern. Sie prägten ein Italienbild, das bis heute nachwirkt und eine Sehnsuchtslandschaft jenseits politischer Realitäten zeigt.
Carl Hanser Unten auf der Piazza ist niemand, Belletristik von Dolores Prato
International als Entdeckung gefeiert und nun erstmals auf Deutsch. Dolores Prato, die grosse Aussenseiterin der italienischen Literatur, war achtzig, als sie das Buch ihres Lebens schrieb: die Geschichte ihrer Kindheit Ende des 19. Jahrhunderts in Treja, einer Kleinstadt in den Marken. Unehelich geboren, wächst sie bei Verwandten auf, fühlt sich ungeliebt und einsam. Ihr Blick ist klarsichtig und zugleich verzaubert, sie erzählt von häuslichen und religiösen Ritualen, von Karnevalsbällen bei Adel und Volk und von magischen Praktiken. „Treja war mein Raum, das Panorama ringsum, meine Vision: Ort des Herzens und des Traums.“ Pratos Meisterwerk ist ein Atlas der Emotionen und das einzigartige Gemälde eines verschwundenen Italiens. Mit einem Nachwort von Esther Kinsky.