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Aschendorff Gesta Sanctottensis
Zur Feier des 10. Gründungstages der Heiligenkreuzer Studentenverbindung Sanctottensis widmen sich ausgewiesene Forscher und Nachwuchstalente Themen der Studentika und der theologischen Wissenschaftsgeschichte. Besondere Betonung finden österreichische Stifte bzw. Klöster und ihre Beteiligung am Wissenschaftsbetrieb seit dem 19. Jahrhundert, die Babenberger-Dynastie, und das Verhältnis zwischen österreichischem Adel und Klerus in der Moderne. Schließlich gehen einige Aufsätze den Spuren von Strömungen wie Modernismus, Postmodernismus und verwandten Bewegungen in der jüngeren Theologiegeschichte nach. Der reich bebilderte Band führt ein in die Welt der katholischen Couleurkultur und bietet nicht zuletzt eine Dokumentation der 2011 gegründeten „Theologenverbindung? Sanctottensis.
Frank & Timme Lexikon der deutschen Übersetzerinnen 1200–1850 A1049060455
Das "Lexikon der deutschen Übersetzerinnen 1200–1850" versammelt die Namen von 184 Übersetzerinnen. Neben den Lebensdaten und biographischen Angaben wird das beeindruckende, von ihnen geschaffene Korpus übersetzter Literatur vorgestellt. Ihr Beitrag zum Kultur- und Wissenstransfer und damit zum Entstehen der deutschen Kulturnation wird erstmals in seiner Kontinuität und Vielfalt sichtbar. Zwischen den großen Namen der deutschen Literaturgeschichte stehen dabei überraschende Funde in entlegenen Publikationen, neben Pioniertaten der Wissenschaftsgeschichte die Masse an Romanübersetzungen im 19. Jahrhundert. Die adeligen Damen der Fürstenhöfe finden sich neben den Nonnen der Klarissenklöster, die Übersetzerinnen für Theater und Oper neben den Aktivistinnen der Frauenbewegung.
Verlag Unser Wissen Anpassung des Steampunk-Stils an die Mode
Die Mode entstand in der Renaissance, als die Menschen begannen, Kleidung nicht nur zum Schutz oder als politische oder religiöse Symbolik zu tragen, sondern auch, um sich von anderen zu unterscheiden. Damals, mit dem Aufstieg des Bürgertums, versuchte dieses, die Kleidung des Adels zu kopieren, um sich in diese Gesellschaftsschicht zu integrieren, während der Adel nach Möglichkeiten suchte, sich von der Unterschicht abzugrenzen. An diesem Punkt begann der Kreislauf von Erfindung und Nachahmung, der die Mode bis heute kennzeichnet. Das Bedürfnis, sich mit bestimmten Personen zu identifizieren, führte zur Schaffung von Stilen, die sowohl dem eigenen Ausdruck als auch der Zugehörigkeit zu einer Gruppe dienen, die man bewundert. Der Steampunk-Stil geht auf das Science-Fiction-Subgenre des Steampunk zurück, das 1987 in der Literatur aufkam. Das Ziel des Steampunk ist es, Geschichten zu schreiben, die im 19. Jahrhundert spielen und sich auf die während der industriellen Revolution entwickelte Dampftechnologie konzentrieren, im Allgemeinen in der viktorianischen Ära (1837-1901), als diese Technologie ihren Höhepunkt erreichte. Der Stil hat sich verbreitet und umfasst heute viele verschiedene Bereiche, vor allem in der Kunst und im Design.
Theodor Fontanes "Effi Briest" entfaltet die Geschichte einer jungen Adeligen, die aus familiärer Konvention den deutlich älteren Baron von Innstetten heiratet und in der Enge preußischer Gesellschaftsnormen an Einsamkeit, Schuld und sozialer Ächtung zerbricht. In ruhiger, präziser Prosa verbindet der Roman psychologische Beobachtung mit subtiler Gesellschaftskritik. Als Höhepunkt des poetischen Realismus zeigt er weniger dramatische Ereignisse als deren moralische und soziale Folgen. Fontane, 1819 geboren und spät zum bedeutenden Romancier geworden, kannte die Welt des preußischen Adels, der Beamtenethik und der gesellschaftlichen Rituale aus genauer Beobachtung. Seine Erfahrungen als Journalist, Kritiker und Chronist schärften seinen Blick für Sprache, Milieu und historische Umbrüche. In "Effi Briest" verdichtet er diese Kenntnisse zu einer Analyse von Ehre, Geschlechterrollen und der zerstörerischen Macht öffentlicher Meinung. Dieses Buch sei allen empfohlen, die Literatur nicht nur als Erzählung, sondern als Erkenntnisform lesen möchten. "Effi Briest" überzeugt durch Zurückhaltung, Ironie und menschliche Genauigkeit; gerade seine leisen Töne machen die Tragik nachhaltig. Wer die deutsche Erzählkunst des 19. Jahrhunderts verstehen will, findet hier einen unverzichtbaren Schlüsseltext.
E-artnow Die Majoratsherren (Erzählung) A1077834640
In "Die Majoratsherren" entführt Achim von Arnim seine Leser in die faszinierende Welt des deutschen Adels des 19. Jahrhunderts. Die Erzählung schildert die Konflikte und Intrigen, die sich um das vererbte Land und die damit verbundenen Machtstrukturen ranken. Mit einem eindrucksvollen literarischen Stil agiert von Arnim als Chronist seiner Zeit und beleuchtet die sozialen Spannungen zwischen den Majoratsherren und der einfachen Bevölkerung. Durch poetische Sprache und tiefgründige Charakterzeichnungen gelingt es ihm, ein eindringliches Bild einer von Tradition und Wandel geprägten Gesellschaft zu zeichnen, das über den historischen Kontext hinausgeht und universelle menschliche Konflikte thematisiert. Achim von Arnim (1781-1831) war nicht nur bedeutender Romantiker, sondern auch eine zentrale Figur in der deutschen Literaturgeschichte. Seine Auseinandersetzung mit der Folklore und der deutschen Nationalidentität spiegelt sich in seiner Erzählung wider. Von Arnims umfangreiche Kenntnisse der literarischen Tradition und ihre kritischen Auseinandersetzungen mit den gesellschaftlichen Verhältnissen seiner Zeit motivierten ihn, diese Geschichte zu schreiben und das Spannungsfeld zwischen aristokratischer Macht und bäuerlichem Leben zu thematisieren. Die Leser werden "Die Majoratsherren" mit einem neuen Verständnis für die sozialen Dynamiken des 19. Jahrhunderts verlassen. Von Arnims Werk ist nicht nur eine Fabel über den Adel, sondern auch eine tiefgreifende Untersuchung der menschlichen Natur und der alltäglichen Dramen, die uns bis heute beschäftigen. Ich empfehle dieses Buch besonders denen, die sich für tiefgründige, historische Erzählungen und die Komplexität menschlicher Beziehungen interessieren.
E-artnow Die Majoratsherren (Erzählung) A1077834640
In "Die Majoratsherren" entführt Achim von Arnim seine Leser in die faszinierende Welt des deutschen Adels des 19. Jahrhunderts. Die Erzählung schildert die Konflikte und Intrigen, die sich um das vererbte Land und die damit verbundenen Machtstrukturen ranken. Mit einem eindrucksvollen literarischen Stil agiert von Arnim als Chronist seiner Zeit und beleuchtet die sozialen Spannungen zwischen den Majoratsherren und der einfachen Bevölkerung. Durch poetische Sprache und tiefgründige Charakterzeichnungen gelingt es ihm, ein eindringliches Bild einer von Tradition und Wandel geprägten Gesellschaft zu zeichnen, das über den historischen Kontext hinausgeht und universelle menschliche Konflikte thematisiert. Achim von Arnim (1781-1831) war nicht nur bedeutender Romantiker, sondern auch eine zentrale Figur in der deutschen Literaturgeschichte. Seine Auseinandersetzung mit der Folklore und der deutschen Nationalidentität spiegelt sich in seiner Erzählung wider. Von Arnims umfangreiche Kenntnisse der literarischen Tradition und ihre kritischen Auseinandersetzungen mit den gesellschaftlichen Verhältnissen seiner Zeit motivierten ihn, diese Geschichte zu schreiben und das Spannungsfeld zwischen aristokratischer Macht und bäuerlichem Leben zu thematisieren. Die Leser werden "Die Majoratsherren" mit einem neuen Verständnis für die sozialen Dynamiken des 19. Jahrhunderts verlassen. Von Arnims Werk ist nicht nur eine Fabel über den Adel, sondern auch eine tiefgreifende Untersuchung der menschlichen Natur und der alltäglichen Dramen, die uns bis heute beschäftigen. Ich empfehle dieses Buch besonders denen, die sich für tiefgründige, historische Erzählungen und die Komplexität menschlicher Beziehungen interessieren.
Verlag Unser Wissen Anpassung des Steampunk-Stils an die Mode A1069560559
Die Mode entstand in der Renaissance, als die Menschen begannen, Kleidung nicht nur zum Schutz oder als politische oder religiöse Symbolik zu tragen, sondern auch, um sich von anderen zu unterscheiden. Damals, mit dem Aufstieg des Bürgertums, versuchte dieses, die Kleidung des Adels zu kopieren, um sich in diese Gesellschaftsschicht zu integrieren, während der Adel nach Möglichkeiten suchte, sich von der Unterschicht abzugrenzen. An diesem Punkt begann der Kreislauf von Erfindung und Nachahmung, der die Mode bis heute kennzeichnet. Das Bedürfnis, sich mit bestimmten Personen zu identifizieren, führte zur Schaffung von Stilen, die sowohl dem eigenen Ausdruck als auch der Zugehörigkeit zu einer Gruppe dienen, die man bewundert. Der Steampunk-Stil geht auf das Science-Fiction-Subgenre des Steampunk zurück, das 1987 in der Literatur aufkam. Das Ziel des Steampunk ist es, Geschichten zu schreiben, die im 19. Jahrhundert spielen und sich auf die während der industriellen Revolution entwickelte Dampftechnologie konzentrieren, im Allgemeinen in der viktorianischen Ära (1837-1901), als diese Technologie ihren Höhepunkt erreichte. Der Stil hat sich verbreitet und umfasst heute viele verschiedene Bereiche, vor allem in der Kunst und im Design.
Insel Die Präsidentin, Belletristik von Egon Hartmann, Fritz Rudolf Fries, Leopoldo Alas Clarin
Neben Anna Karenina, Emmy Bovary und Effi Briest gehört die Präsidentin Ana Ozores zu den grossen Frauengestalten der Literatur: Der beste spanische Roman des 19. Jahrhunderts. (Mario Vargas Llosa) Die schöne junge Ana Ozores droht in der Enge einer spanischen Provinzhauptstadt als Gattin eines schon betagten Gerichtspräsidenten zu ersticken. Das Leben hier wird beherrscht einerseits von der Kirche, andererseits von den Gesetzen der adeligen Gesellschaft, die Ana allenfalls etwa Koketterie und Liebelei zubilligen würde. Die Verführung naht in Gestalt des Don Álvaro Mesía, einem Mann von sinnlicher Ausstrahlungskraft. Die Ereignisse überschlagen sich - es kommt zu einem dramatischen Duell.
Neben Anna Karenina, Emmy Bovary und Effi Briest gehört die „Präsidentin“ Ana Ozores zu den großen Frauengestalten der Literatur: „Der beste spanische Roman des 19. Jahrhunderts.“ (Mario Vargas Llosa) Die schöne junge Ana Ozores droht in der Enge einer spanischen Provinzhauptstadt als Gattin eines schon betagten Gerichtspräsidenten zu ersticken. Das Leben hier wird beherrscht einerseits von der Kirche, andererseits von den Gesetzen der adeligen Gesellschaft, die Ana allenfalls etwa Koketterie und Liebelei zubilligen würde. Die Verführung naht in Gestalt des Don Álvaro Mesía, einem Mann von sinnlicher Ausstrahlungskraft. Die Ereignisse überschlagen sich – es kommt zu einem dramatischen Duell.
Frölich und Kaufmann Germania. Zwei Jahrtausende deutsche Kulturgeschichte. 261947
Reprint der Ausgabe von 1890. Dieses monumentale Geschichtswerk ist luxuriös mit Holzschnitten von A. Menzel, F. Defregger, W. Diez sowie anderen bekannten Künstlern ausgestattet und behandelt die heidnisch-germanische Zeit bis zur Gründung des deutschen Kaiserreichs. In vier Abschnitten - Altertum, Mittelalter, Reformationszeit und Neuzeit - schildert der Verfasser u.a. das ur- und frühgeschichtliche Leben, die Zeit der Völkerwanderung, die Herrschaft der Ottonen und anderer Adels- und Herrschergeschlechter, veranschaulicht die Verhältnisse in Dorf und Stadt, Kirche und Staat, zeigt Veränderungen durch die Reformationszeit auf und beschreibt die kulturelle Entwicklung während der Aufklärung, Klassik, Romantik und bis in das 19. Jahrhundert hinein.
Theodor Fontanes "Effi Briest" entfaltet die Geschichte einer jungen Adeligen, die aus familiärer Konvention den deutlich älteren Baron von Innstetten heiratet und in der Enge preußischer Gesellschaftsnormen an Einsamkeit, Schuld und sozialer Ächtung zerbricht. In ruhiger, präziser Prosa verbindet der Roman psychologische Beobachtung mit subtiler Gesellschaftskritik. Als Höhepunkt des poetischen Realismus zeigt er weniger dramatische Ereignisse als deren moralische und soziale Folgen. Fontane, 1819 geboren und spät zum bedeutenden Romancier geworden, kannte die Welt des preußischen Adels, der Beamtenethik und der gesellschaftlichen Rituale aus genauer Beobachtung. Seine Erfahrungen als Journalist, Kritiker und Chronist schärften seinen Blick für Sprache, Milieu und historische Umbrüche. In "Effi Briest" verdichtet er diese Kenntnisse zu einer Analyse von Ehre, Geschlechterrollen und der zerstörerischen Macht öffentlicher Meinung. Dieses Buch sei allen empfohlen, die Literatur nicht nur als Erzählung, sondern als Erkenntnisform lesen möchten. "Effi Briest" überzeugt durch Zurückhaltung, Ironie und menschliche Genauigkeit; gerade seine leisen Töne machen die Tragik nachhaltig. Wer die deutsche Erzählkunst des 19. Jahrhunderts verstehen will, findet hier einen unverzichtbaren Schlüsseltext.
Musaicum Books L'Adultera, Cécile & Die Poggenpuhls (Berliner Romane) A1067406336
Diese Ausgabe vereint mit L'Adultera, Cécile und Die Poggenpuhls drei zentrale Berliner Romane Fontanes, in denen Ehe, Stand, Geld und gesellschaftliche Reputation als feine, doch unerbittliche Machtgefüge sichtbar werden. L'Adultera gestaltet den Ehebruch nicht als Sensation, sondern als moralisch ambivalente Befreiung; Cécile zeigt die zerstörerische Nachwirkung sozialer Vorurteile; Die Poggenpuhls verwandelt den Niedergang des alten Adels in eine ebenso komische wie melancholische Familienminiatur. Fontanes Realismus lebt von Dialogkunst, diskreter Ironie und präziser Milieubeobachtung. Theodor Fontane, 1819 geboren, war Apotheker, Journalist, Kriegsberichterstatter und Verfasser der Wanderungen durch die Mark Brandenburg, bevor er im Alter zum bedeutendsten deutschen Realisten wurde. Seine Nähe zu Berlin, seine Kenntnis preußischer Geschichte und sein skeptischer Blick auf Adel, Bürgertum und militärische Ehrbegriffe erklären die Spannungen, aus denen diese Romane erwachsen. Empfohlen sei der Band allen Leserinnen und Lesern, die psychologische Genauigkeit statt dramatischer Effekte suchen. Er eröffnet einen glänzenden Zugang zu Fontanes Spätwerk und zur sozialen Grammatik des 19. Jahrhunderts.
Die Weiherburg liegt am Sonnenhang über Innsbruck und ist seit rund hundert Jahren Besitz der Stadtgemeinde. Ihre Geschichte reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück, als sich der wohlhabende Innsbrucker Bürger Christian Tänzl hier ein repräsentatives Gebäude errichtet. Unter den späteren Besitzern sind neben Erzherzog Sigmund und den Söhnen Erzherzog Ferdinands II. mehrere Familien des Adels und des gehobenen Bürgertums. Im 19. Jahrhundert beherbergt die Weiherburg zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland und weist sich als Pionierstätte des Tourismus aus, wobei zunächst Besucher aus Großbritannien und den USA überwiegen und die Aufenthaltsdauer bis 1880 im Durchschnitt rund zwei Monate beträgt! Peter Loewit illustriert seine Geschichte mit vielen Bildquellen, u. a. aus einem Weiherburger "Fremdenbuch" des 19. Jahrhunderts, in dem die internationale Gästeschar die Eindrücke von ihrem Feriendomizil, von Innsbruck und Tirol festgehalten hat.
Amalthea Signum Verlag Morphium, Cannabis und Cocain A1037374201
Ein enthüllender Bericht über "geheime Krankheiten." Eine packende Sozialgeschichte aus neuer Sicht. Neueste wissenschaftliche Dokumente sowie Analysen historischer Rezepte werfen erstmals ein Licht auf den Umgang mit den Volksseuchen Syphilis, Gonorrhoe und Tuberkulose im 19. Jahrhundert. Das Kaiserhaus in Wien war davon ebenso betroffen wie das aufstrebende Bürgertum, der einfache Soldat oder die Prostituierte. Während die Mitglieder des Wiener Hofes auf exklusive Arzneimittel, die Morphium, Codein, Cocain und Cannabis enthielten, zurückgreifen konnten, blieb der Unterschicht meist nur der Gang zu Kurpfuschern, die in Zeitungsinseraten diskrete Heilung versprachen. So begünstigten Prüderie und falsch verstandene Scham unseriöse Heilmethoden. Legende und Wahrheit über die Drogensucht Kronprinz Rudolfs sowie weiterer Mitglieder des Kaiserhauses Spannende Einblicke in die Heilmethoden und Arzneimittel des 19. Jahrhunderts Gesellschaftliche Hintergründe Aufarbeitung neuer Quellen und Archive Erstmalige Analyse der Rezepturen für Kaiserhaus, Adel, Bürgertum und Arbeiterklasse
Die Weiherburg liegt am Sonnenhang über Innsbruck und ist seit rund hundert Jahren Besitz der Stadtgemeinde. Ihre Geschichte reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück, als sich der wohlhabende Innsbrucker Bürger Christian Tänzl hier ein repräsentatives Gebäude errichtet. Unter den späteren Besitzern sind neben Erzherzog Sigmund und den Söhnen Erzherzog Ferdinands II. mehrere Familien des Adels und des gehobenen Bürgertums. Im 19. Jahrhundert beherbergt die Weiherburg zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland und weist sich als Pionierstätte des Tourismus aus, wobei zunächst Besucher aus Großbritannien und den USA überwiegen und die Aufenthaltsdauer bis 1880 im Durchschnitt rund zwei Monate beträgt! Peter Loewit illustriert seine Geschichte mit vielen Bildquellen, u. a. aus einem Weiherburger "Fremdenbuch" des 19. Jahrhunderts, in dem die internationale Gästeschar die Eindrücke von ihrem Feriendomizil, von Innsbruck und Tirol festgehalten hat.
Musaicum Books L'Adultera, Cécile & Die Poggenpuhls (Berliner Romane) A1067406336
Diese Ausgabe vereint mit L'Adultera, Cécile und Die Poggenpuhls drei zentrale Berliner Romane Fontanes, in denen Ehe, Stand, Geld und gesellschaftliche Reputation als feine, doch unerbittliche Machtgefüge sichtbar werden. L'Adultera gestaltet den Ehebruch nicht als Sensation, sondern als moralisch ambivalente Befreiung; Cécile zeigt die zerstörerische Nachwirkung sozialer Vorurteile; Die Poggenpuhls verwandelt den Niedergang des alten Adels in eine ebenso komische wie melancholische Familienminiatur. Fontanes Realismus lebt von Dialogkunst, diskreter Ironie und präziser Milieubeobachtung. Theodor Fontane, 1819 geboren, war Apotheker, Journalist, Kriegsberichterstatter und Verfasser der Wanderungen durch die Mark Brandenburg, bevor er im Alter zum bedeutendsten deutschen Realisten wurde. Seine Nähe zu Berlin, seine Kenntnis preußischer Geschichte und sein skeptischer Blick auf Adel, Bürgertum und militärische Ehrbegriffe erklären die Spannungen, aus denen diese Romane erwachsen. Empfohlen sei der Band allen Leserinnen und Lesern, die psychologische Genauigkeit statt dramatischer Effekte suchen. Er eröffnet einen glänzenden Zugang zu Fontanes Spätwerk und zur sozialen Grammatik des 19. Jahrhunderts.
In "Der Ball von Sceaux" entführt Honoré de Balzac den Leser in das Paris des 19. Jahrhunderts, wo sich das soziale Leben um luxuriöse Bälle und opulente Feste dreht. Im Zentrum der Erzählung steht die junge Adelige Eugenie, deren Suche nach Liebe und sozialem Aufstieg sie in die Fänge der gesellschaftlichen Konventionen führt. Balzac, Meister des Realismus, charakterisiert seine Figuren mit einer feinen psychologischen Tiefe und nutzt einen präzisen, fast natürlichen Erzählstil, der die Komplexität menschlicher Beziehungen schildert. Die Novelle thematisiert die Machtspiele des Adels und die Kluft zwischen Schein und Sein, was sie in den Kontext seiner umfassenden Reihe von Gesellschaftsromanen einordnet. Honoré de Balzac (1799-1850) gilt als einer der einflussreichsten Schriftsteller der französischen Literatur und Pionier des Realismus. Seine umfassende Beobachtungsgabe der menschlichen Natur und der sozialen Dynamiken spiegelt sich in seinen Werken wider. "Der Ball von Sceaux" wurde vor dem Hintergrund Balzacs eigener Erfahrungen in der aufstrebenden Pariser Gesellschaft geschrieben und zeigt sein Interesse an der Psychologie der Charaktere sowie den sozialen Strukturen seiner Zeit. Dieses Werk ist nicht nur ein faszinierender Einblick in die Pariser Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, sondern auch eine tiefgründige Analyse der Beziehungen zwischen den Geschlechtern. Leser, die an zeitgenössischem Denken und der Entwicklung der modernen Romantik interessiert sind, werden in diesem Aufeinandertreffen von Träumen und Realität fesselnde Einsichten finden. "Der Ball von Sceaux" ist ein unverzichtbarer Bestandteil der klassischen Literatur und eine Einladung, die Facetten menschlichen Verhaltens zu erkunden.
SWR Mediaservices GmbH Der große Kamerad A1058537063
Der Schriftsteller Alain-Fournier schrieb den Roman "Le Grand Meaulnes" (deutsch: Der große Kamerad) im Jahr 1913. Er spielt in den 90er Jahren des 19.Jahrhunderts. Der Ich-Erzähler ist der jüngere Freund der Hauptfigur Augustin Meaulnes (gesprochen "Mon"). Er berichtet über dessen Schulzeit, Abendteuer und die unerfüllte Liebe zu der schönen und zerbrechlichen Adeligen Yvonne de Galais. Übersetzung: Arthur Seiffarth, Bearbeitung: Rudolf Jürgen Bartsch, Regie: Lothar Schock. Alain-Fournier (eigentlich: Henri-Alban Fournier) lebte von 1886 bis 1914 und war ein französischer Schriftsteller. Der Roman "Le Grand Meaulnes" ist sein einziger vollendeter Roman.
OTTO Belletristik Aufzeichnungen eines Jägers Iwan Turgenjew
Ein adeliger Grundbesitzer streift über das Land. Was ihn lockt, ist nicht die Jagd, es ist die Natur, das Leben in all seinen Facetten: der junge Vasja, der von seinem Herrn geschunden wird, die Liebe zwischen Viktor und Akulina, die grausam gebrochen wird. Der „Jäger", erzählt von all den Menschen, die er sieht in diesem alten, harten Russland des 19. Jahrhunderts. Die Kraft von Turgenjews schonungsloser Darstellung ist bis heute spürbar. Vera Bischitzky hat sein berühmtestes Buch neu übersetzt. Und wie in ihrer Übertragung von Gontscharows „Oblomow", lässt sie eine Welt auferstehen, die „besichtigt, gehört, ertastet, geschmeckt und gerochen werden", kann (Elke Schmitter).
Heinrich Theodor Fontane (1819-1898) war ein deutscher Schriftsteller und approbierter Apotheker. Er gilt als bedeutendster deutscher Vertreter des Realismus. Typisch für seinen Schreibstil ist u. A. die Darstellung von gepflegten Konversationen in einem abgeschlossenen Menschenkreis, z. B. bei Tisch. Der Roman über das Selbstverständnis des Adels am Ausgang des 19. Jahrhunderts handelt von dem märkischen Junker Dubslav von Stechlin, dessen Sohn Woldemar eine Tochter des Berliner Grafen Barby heiratet. In den glanzvollen Dialogen und Reflexionen seiner Figuren spiegelt Fontanes Spätwerk die ganze Zerrissenheit seiner Zeit.