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Brill | mentis Grundkurs Erkenntnistheorie
'Der Mensch strebt von Natur aus nach Wissen', heißt es bei Aristoteles. Tatsächlich verwenden wir viel Zeit, Mühen und Geld darauf, Wissen zu erwerben und zu vermitteln. Unser Streben nach Wissen ergibt sich dabei nicht nur aus praktischen Zwängen und Interessen, sondern scheint auch aus einer natürlichen Neugier zu erwachsen, die Welt um uns herum besser zu verstehen. Was aber heißt es eigentlich, etwas zu wissen? Was ist das Ziel unserer Bemühungen? Mit der Suche nach einer Antwort auf diese und ähnliche Fragen betreten wir das Feld der philosophischen Erkenntnistheorie, in die dieser Grundkurs einführt. Expertinnen und Experten vermitteln in aufeinander bezogenen, problemorientierten Einzelbeiträgen einen fundierten Einblick in verschiedene Themenfelder einer weit verzweigten Disziplin. Auf diese Weise werden die Einsteigerin und der Einsteiger mit den wichtigsten erkenntnistheoretischen Fragen, Problemen, Positionen und Argumenten vertraut gemacht und erhalten so Orientierung in einer seit Platon geführten Debatte um das Wesen, den Wert, die Grenzen und die Quellen der Erkenntnis.
Was ist eigentlich moderne Lyrik? Wie und wo entsteht sie? Wie entfaltet sie sich weltweit zwischen ca. 1800 und heute? Wie verhält sie sich zu den traditionellen Lyriken, und inwiefern bilden funktional traditionell gestaltete und moderne Lyriken gemeinsam die ‚Weltsprache‘ der globalen Gegenwartslyrik? Solche und weitere Fragen untersucht der dritte Teil der Globalgeschichte der Lyrik. Indem er die Geschichten der Lyriken aller Kontinente, Sprachen und Schriften zu einer Globalgeschichte der Lyrik zusammenführt, erklärt der Band, wieso das Schreiben und Lesen von Lyrik heute eine weltweite, anthropologisch universale Kulturpraktik ist, mit der grundlegende poetische Dispositionen des Menschen erfüllt werden. Der Titel besteht aus 2 Bänden: Band III-1: 616 Seiten - Band III-2: 744 Seiten
Künstlerische Produktionsprozesse sind durchzogen von Praktiken, Handlungen und Verfahren, die man als Übungen bezeichnen kann. Der Band Üben üben untersucht die Praxis des Übens auf Probebühnen, in Ateliers, Werkstätten und Übezellen, auf dem Papier, im Kopf und zwischen Körpern im Raum. Übungen zielen auf Selbstbildungsprozesse, durch die das Subjekt ein Verhältnis zu sich selbst und anderen konstituiert. Übungen operieren auf der Schwelle von Disziplin und Überschreitung und haben eine soziale Dimension; sie finden in spezifischen Institutionen statt, deren Normen sie fortschreiben. Zugleich scheinen sie im Widerspruch zur allseitigen Forderung nach Kreativität, Originalität und Individualität zu stehen. Die Untersuchung konkreter Übungsszenarien macht implizite Normen und Ansprüche kenntlich. Erschlossen wird ein transdisziplinäres Forschungsfeld der Theater- und Tanzwissenschaft, der Kulturvermittlung, der Musikpädagogik und der Philosophie.
Robert Walsers schriftstellerische Anfänge zeugen von lustvollen und kritischen Lektüren zugleich. So sind den allerersten Texten Spannungen inhärent, die eine grundlegende Auseinandersetzung mit der literarischen Tradition einerseits und dem eigenen Schreiben andererseits markieren. Von den Gedichten über die Dramolette, den frühen Prosastücken bis zum Romandebüt Geschwister Tanner generieren insbesondere literarische Übertragungen Widerstände und Korrekturen. Die dominante Selbstrefl exion avanciert im Gestus einer solchen Revisionspoetik als fortwährende Selbstkorrektur zum Kennzeichen von Walsers Werkgenese. Revidiert wird damit nicht zuletzt das klischierte und romantisierte Bild von Robert Walser als unbelesenem Dichterjüngling, der sich zurückgezogen in der Dachkammer seiner eigenen Fantasie überlässt.
Wo finden wir die älteste Lyrik der Welt? Wann und wo haben die ersten Lyrikerinnen und Lyriker ihre Gedichte geschrieben? Was waren das für Gedichte? Und: Inwiefern war das schon Lyrik? Mit diesen und weiteren Fragen befasst sich der erste Teil des vierbändigen Werks „Eine Globalgeschichte der Lyrik“. Er stellt die Geschichte der Lyrik zwischen ca. 2500 vor unserer Zeit und ca. 1500 unserer Zeit dar. Dabei werden zunächst die Altorientalische Keilschriftlyrik Mesopotamiens und die Altägyptische Hieroglyphenlyrik untersucht, bevor die Altchinesische Lyrik und die Lyrik im chinesischen Schriftkulturkreis Ostasiens in den Fokus gerückt werden. Daneben steht die Geschichte der südasiatischen Sanskrit- und Tamillyriken, der Althebräischen Lyrik, der Altgriechischen Lyrik und die der Römischen Lyrik. Abschließend werden die Anfänge der arabischen, der iranischen und turksprachlichen Lyriken nachgezeichnet, bevor die lateinschriftlichen Lyriken des europäischen Mittelalters untersucht werden – die mittellateinische Lyrik und die Lyriken in den germanischen, romanischen, keltischen und slavischen Vernakularsprachen.
Möglicherweise wäre die Soziologie als Fach gar nicht etabliert worden, wenn sich mit der massiven Veränderung der Lebens- und Produktionsbedingungen, ihrer Ambivalenz von technischem Fortschritt und Verelendung Mitte des 19. Jahrhunderts nicht auch ein allgemeines Unbehagen breit gemacht hätte. Die Frage danach, wie sich moderne Gesellschaften entwickeln, wie ihre Ordnungsprinzipien zu entdecken seien, war nicht zuletzt dem Streben geschuldet, gesellschaftliche Transformationen zu verstehen und sie lenken zu können. Inmitten der aufkommenden Massenarmut, des technischen Fortschritts und der sogenannten »Sozialen Frage« fühlten sich die Klassiker von Marx über Durkheim und Weber bis hin zu Georg Simmel berufen, mithilfe der sich etablierenden Soziologie Gründe für neue, kollektive Unsicherheiten zu finden. Die Einführung soll ein Gespür dafür vermitteln, in welcher historischen Situation sich Marx, Durkheim, Weber & Co. befanden und dazu berufen sahen, die Soziologie als Wissenschaft zu begründen.
Rotarmisten, bestechliche Milizionäre, Deserteure, Banditen, Hunderttausende Kriegsversehrte, Waisen und Bettler. Sie prägten das Bild Nachkriegspolens. Marcin Zaremba nimmt den Leser mit auf die schockierende Reise in eine Zeit, die aus der Erinnerung der Polen verschwunden ist – in ein durch den Krieg entvölkertes Land der Angst, Armut und Unsicherheit. Die große Angst ist die Geschichte der ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, bar aller Mythen und Legenden über die Befreiung vom Faschismus. Der Autor zeigt eine zerstörte Gesellschaft, in der Vergewaltigungen und Plünderungen an der Tagesordnung waren, in der die unsichere Zukunft die von fünf Jahren Besatzung geplagten Menschen um den Schlaf brachte. Gibt es einen neuen Krieg? Schaffe ich es, Hunger und Epidemien zu überstehen? Finde ich ein Heim und Arbeit in diesem Land, das nicht einmal feste Grenzen besitzt? Fragen wie diese stellten sich Millionen Menschen. Die große Angst ist nicht nur ein bahnbrechendes wissenschaftliches Werk über Gewaltgeschichte und Besatzungserfahrung, sondern auch die faszinierende Erzählung eines Historikers und Publizisten, dessen Beiträge in Zeitschriften und Zeitungen wie Polityka, Gazeta Wyborcza und Rzeczpospolita zu lesen sind.
Wie werden materielle und immaterielle Güter transferiert? Worin äußert sich ›kulturelle Identität‹? – Dies sind Kernfragen der Kulturtransferforschung. Im 20. Jahrhundert in Frankreich begründet, hat sie sich zu einem fruchtbaren theoretischen Ansatz entwickelt, der Transferprozesse und kulturelle Umdeutungen fokussiert. In diesem interdisziplinär orientierten Band soll der Ausweitung der Kulturtransferforschung auf den russischen Kulturraum Rechnung getragen werden. Die 16 Artikel vermitteln Einsichten in russisch-deutsche Kulturbeziehungen vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart und bieten innovative Konzepte ihrer Erforschung und Darstellung. Dabei überprüfen sie die Anwendbarkeit der hier entwickelten Theoreme an praxisbezogenen Beispielen.
Brockelmann s " Geschichte der arabischen Litteratur" offers bio-bibliographic information about works written in Arabic and their authors, with an emphasis on manuscripts from the classical period. This originally multivolume reference work is divided in chronologically organized sections, which are subdivided by literary genre. Individual entries typically consist of a biographical section and a list of the author s works in manuscript and print, with references to secondary literature. The " Brockelmann " is an indispensible research tool for anyone working on the Islamic world in general and the Middle East in particular. For this paperback edition, volume SIII has been subdivided in two volumes, SIII-i containing all additions to the previous volumes, and SIII-ii containing the Indices. All page numbers are identical to Brill s hardback editions.
Spiele werden als kulturelle Formate neben Filmen, Texten u.ä. immer präsenter. Darum wird es höchste Zeit, ludologische Fragen zu stellen, die sich mit der spezifischen Ästhetik des Spiels befassen. Hierzu möchte der Band einen kultur- und sozialwissenschaftlichen Beitrag leisten. Was zeichnet Spielpraktiken aus? Werden Spiele gespielt, oder spielen sie sich ab? Worin besteht der Zusammenhang zwischen einem Spiel (game) und dem Spielen (play) – wie also sind soziokultureller Kontext und Situativität jeweils aufeinander bezogen? Können Spiele als Modell der Gemeinschaftsbildung dienen? Seit Johan Huizingas Homo ludens werden Spiele als eigenständige kulturelle Form erforscht, wenn auch mit geringer Breitenwirkung; doch spätestens mit dem Siegeszug der digitalen Medien und der in ihnen ermöglichten Multiplikation von Spielformaten erweist sich die Erforschung nicht nur von Spiel und Spielen, sondern auch von Spielbegriffen und ihrer Nutzung als dringendes kultur- wie sozialwissenschaftliches Forschungsdesiderat, das sich auch und gerade jenseits der spezifisch auf Computerspiele fokussierenden Game Studies stellt. Mit Beiträgen u.a. von Hans-Ulrich Gumbrecht und Martin Zenck.
Walther Ch. Zimmerlis philosophische Bemühungen sind von Grenzgängen zwischen und Überschreitungen von Disziplinen gekennzeichnet und von der Grundüberzeugung getragen, dass Philosophie sich einzumischen und einzubringen hat. Sie muss sich also mit den Lebensfragen der Menschen selbst auseinandersetzen. Zimmerlis philosophisches Ziel ist immer, die Problemlösungsqualität zu steigern. Um dies zu erreichen haben ihn Zeit seines akademischen Lebens weder disziplinäre Grenzen noch systematische Zuordnungen interessiert, sondern er hat Fragen der Technikbewertung (z.B. Kernenergie), der gentechnisch verfahrenden Biotechnologie (sog. Life Sciences), des Umgangs mit Computern philosophisch thematisiert. Bezugspunkt dabei war stets die öffentliche Vernunft als ein abwägendes Bemühen, politische Willensbildung, ökonomische Interessen, technologischen Fortschritt und gesellschaftliche Entwicklung mit ihrer lebensweltlich unterschiedlichen Kommunikativität aufeinander zu beziehen und das bessere Argument zur Geltung zu bringen. Sich im öffentlichen Raum zu bewegen, heißt für ihn, begründet Position zu beziehen, reflektiert Gestaltungsspielräume auszunutzen und persönliche Verantwortung zu übernehmen. Davon ist sowohl seine akademische als auch seine hochschulpolitische Karriere sowie seine Tätigkeit in der Wirtschaft geprägt. Allen Bestrebungen gemeinsam ist die Suche nach Neuem und die Frage, wie es entsteht? Handlungsleitend für Walther Ch. Zimmerli war und ist aber stets, ob und wie diese Innovationen eine Verbesserung für die Menschen in Gegenwart und Zukunft darstellen.
Im Spätsommer 1916 trafen hoch über London deutsche Zeppeline als die ersten Langstreckenbomber der Geschichte auf die Jagdflugzeuge der britischen Armee und Marine. Die Luftkämpfe von 1916 markieren den Höhepunkt und den Anfang vom Ende des ersten strategischen Bombenfeldzuges. Frederik Gerhardt beschreibt, wie u. a. die rasche Entwicklung der Luftfahrt dazu führte, dass man nunmehr in der Lage war, Produktionsstätten, Verkehrswege und Zivilbevölkerung anzugreifen. In Deutschland als Wunderwaffe gefeiert, wurden die Zeppeline in England aufgrund der Bombardierung von Zivilisten, Frauen und Kindern als sogenannte „Baby Killers“ aufs Schärfste verurteilt. Die Luftangriffe trugen zusammen mit dem Einsatz von Giftgas bei Ypern und der Versenkung des Passagierdampfers Lusitania wesentlich dazu bei, das Bild der Deutschen als „barbarische Hunnen“ zu formen.
Wie lässt sich mit typographischer Gestaltung die Gehirntätigkeit steuern? Warum kaufen Menschen im Supermarkt plötzlich die doppelte Menge an Dosensuppen? Und was bewirkt der Halo-Effekt beim Branding? Es gibt viel, was Design und Marketing von Neurowissenschaften und Psychologie lernen können. Dieses Buch will Designern und Marketingexperten einen Zugang zu diesem wichtigen Bereich ermöglichen. Dazu führt es in die Grundlagen des Neuro-Designs ein und vermittelt konkrete Techniken für die Berufspraxis.
Die Beiträge von Karsten Berr und Hans Friesen, Arno Görgen und Rudolf Inderst, Rüdiger Vaas, Karsten Weber, Klaus Wiegerling sowie Thomas Zoglauer zeigen die unglaubliche Spannweite des Themas, wie Philosophie und Phantastik zusammenhängen: Sowohl eher grundsätzliche und theoretische Fragen als auch der Umgang mit Zukünften oder philosophischen Ideen in der phantastischen Literatur, dem Film und in Computerspielen werden behandelt. Dabei spielt stets eine Rolle, wie wir über das Mögliche, aber (noch) nicht Seiende nachdenken können; ebenso wird behandelt, wie mit dem Nachdenken über das Mögliche Antworten auf schon lange debattierte Fragen der Philosophie gegeben werden können. Phantastik erweitert dabei den Raum des Möglichkeiten bis an die Grenzen des Denkbaren; so werden Szenarien zugänglich, die für realistische Überlegungen nicht erreichbar sind.
»Soziologie ist ein Kampfsport« – mit dieser Aufforderung stellte sich der Philosoph, Soziologe und streitbare Intellektuelle Pierre Bourdieu der gemächlichen Elfenbeinturmdenkerei in den Weg. Er zählt zu den bedeutendsten Denkern des 20. Jahrhunderts; einer der wenigen, die schon zu Lebzeiten den Rang eines modernen Klassikers innehatten. Bourdieu beginnt mit Feldstudien in Algerien, erarbeitet das epistomologische Konzept der Praxeologie und entwickelt daraus ein imponierendes Werk. Konzepte wie Habitus, Klasse und Sozialraum eröffnen fundamental neue Perspektiven auf gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse. Wer sich einen Weg durch das komplexe Werk bahnen möchte, findet hier auf unterhaltsame und verständliche Weise einen fundierten Überblick. Die zahlreichen Illustrationen erwecken das Œuvre Bourdieus zum Leben und unterstützen dabei das Textverständnis. Und natürlich bietet der Comic viel Spannendes über den politischen Aktivisten Pierre Bourdieu, der stets dem Anspruch treu blieb, dass die Soziologie keinen Moment der Mühe wert sei, »...sollte sie bloß ein Wissen von Experten für Experten sein.« (Pierre Bourdieu)
Die Beiträge des Bands analysieren die vielen Gesichter der Gewalt und fragen nach übergreifenden Wesenszügen des Phänomens Gewalt. In phänomenologischer Perspektive rücken sie das erfahrende Subjekt ins Zentrum der Analyse. Der Band fokussiert Gewalt als ein perspektivisches Phänomen, als erlittene, verübte oder aus der Perspektive Dritter erfahrene, etwa bezeugte Gewalt, ohne zu unterstellen, dass sich schlicht von der Gewalt reden ließe. Dass der Sinn der Gewalt immer perspektivisch erfahren wird, besagt nicht, dass zwischen Gewalt als Widerfahrnis, als Intention und als sozialem Ereignis ein unüberbrückbarer analytischer Abgrund bestünde, wie er handlungs- und diskurstheoretische Ansätze traditionell trennt. Vielmehr ist dem Sinn der Gewalt nur im Rückgang auf jenes Zwischenreich von subjektivem Sinn und objektiven Ordnungen auf die Spur zu kommen, in dem wir als leibliche Wesen der Welt Sinn abgewinnen, in dem aber auch unsere vielfältige Verletzlichkeit gründet.
Geschrieben für Bachelor-Studenten, für gebildete Laien und für Wissenschaftler in anderen Feldern als der Philosophie - Der Mythos der religiösen Neutralität bietet eine radikale Neuinterpretation der allgemeinen Beziehungen zwischen Religion, Wissenschaft und Philosophie. Übersetzung von: Clouser, Roy A., The Myth of Religious Neutrality. An Essay on the Hidden Role of Religious Belief in Theories. Notre Dame, London: University of Notre Dame Press, 2005 (1991) erw. u. verb. Neuausgabe
Wir gehen selbstverständlich davon aus, vieles über eine unabhängig von uns existierende Welt zu wissen. Kaum einer dürfte daran zweifeln zu wissen, dass er in einer Welt von Stühlen, Steinen und Sträuchern lebt. Umso erstaunlicher ist, durch welche bestechend einfache skeptische Überlegung sich dieses Selbstverständnis in Frage stellen lässt. Erfordert unser Wissen über die Welt nicht eine Rechtfertigung der entsprechenden Überzeugungen? Und setzt dies nicht wiederum voraus, dass wir ausschließen können, einer perfekten Täuschung zu erliegen? Aber wie sollte so etwas möglich sein, da die ins Auge gefasste Täuschung doch perfekt ist? Wir stehen vor einer Herausforderung. Entweder wir können aufzeigen, an welcher Stelle dem Skeptiker ein Fehler unterläuft, oder aber wir müssen unsere Selbsteinschätzung korrigieren. Ausführlich argumentiert der Autor dafür, dass das skeptische Argument tatsächlich einwandfrei ist und uns nur die Einsicht bleibt, nichts über die Außenwelt zu wissen.
Sieben Pfeile zeigt nicht eine andere Welt – das Buch selbst ist eine andere Welt, in die wir – lesend – eintreten. Bilder und Text bieten nicht nur hinreißende Schönheiten zur Betrachtung und Kontemplation, sondern erschließen – zumal für uns Europäer – einen neuen Raum der Erfahrung. Und dieser Raum enthält nicht mehr und nicht weniger als dies: Möglichkeiten einer besseren Erfahrung von uns selbst. Heute ist viel von „alternativem Leben“ die Rede. In Sieben Pfeile ist ein Angebot darauf konkretisiert. Nicht das „Weltbild“ eines bestimmten Indianerstamms übt diese Faszination aus; das wäre, für sich genommen, schwer übertragbar; sondern ein anderes Verhältnis zur Natur, zur Natur in uns, wird eröffnet: Mitmenschlichkeit in der Brüderlichkeit der Naturgeschöpfe. Der Begriff der Mitmenschlichkeit wird präzisiert (und erweitert) als Angebot auf Mit-Tierlichkeit. Man probiere einmal die Rolle des tapferen, opferbereiten und zugleich in der Selbstsuche nicht nachlassenden „Springenden Maus“ als eine Form der Identitätsfindung! Dieses Buch fasziniert nicht nur, es belebt. So kann es mit seiner Fremdheit uns Europäer lehren, die Verfremdung, die wir an uns selbst als Wesen einer Welt der Nur-Zivilisation erleben, umzuwandeln in eine neue Vertrautheit mit uns selbst. Als „weißer Mann“ sind wir schon einmal in die Welt gegangen, die das Buch wiederaufleben lässt: als Eroberer damals und Zerstörer. Auf Einladung des „roten Mannes“; „des Menschen“; wie er sich nennt, könnten wir noch einmal darin eintreten: als Lernende, als Brüder, als Mitnatur.
Martin Scorsese ist einer der bedeutendsten Regisseure der Gegenwart. Von Taxi Driver bis hin zu The Wolf of Wall Street hat er Filmklassiker geschaffen, die höchste künstlerische, ja spirituelle Ansprüche stellen, zugleich aber wunderbar unterhalten. Scorseses Filme sind historisch klar situiert. Bis auf Die letzte Versuchung Christi und Kundun spielen sie in den USA, vor allem in New York, vom 19. Jh. bis in die Gegenwart. Im Vordergrund stehen Gewalt und Kriminalität, doch auch hier gibt es eine spirituelle Ebene – nicht als erbauliche Botschaft, sondern als eine mythische Parallelwelt, die dem Alltag eine besondere Dimension verleiht. Es ist die Welt von Kampf und Sport, Kunst und Politik, eine Welt widerstreitender moralischer Kräfte. Diese schillernde „Oberflächlichkeit aus Tiefe“ hat nichts mit Nietzsche oder den Griechen zu tun, sie erklärt sich ganz aus dem Katholizismus, der den Sohn italienischer Einwanderer tief geprägt hat: „I’m a lapsed Catholic. But I’m Roman Catholic, there’s no way out of it.” Martin Scorsese ist einer der bedeutendsten Regisseure der Gegenwart. Von Taxi Driver bis hin zu The Wolf of Wall Street hat er Filmklassiker geschaffen, die höchste künstlerische, ja spirituelle Ansprüche stellen, zugleich aber wunderbar unterhalten. Scorseses Filme sind historisch klar situiert. Bis auf wenige Ausnahmen, wie zuletzt Silence, spielen sie in den USA, vor allem in New York, vom 19. Jh. bis in die Gegenwart. Im Vordergrund stehen Gewalt und Kriminalität, doch auch hier existiert eine spirituelle Ebene – nicht als erbauliche Botschaft, sondern als eine mythische Parallelwelt, die dem Alltag eine besondere Dimension verleiht. Es ist die Welt von Kampf und Sport, Kunst und Politik, eine Welt widerstreitender moralischer Kräfte. Diese schillernde »Oberflächlichkeit aus Tiefe« hat nichts mit Nietzsche oder den Griechen zu tun, sie erklärt sich ganz aus dem Katholizismus, der den Sohn italienischer Einwanderer tief geprägt hat: »I’m a lapsed Catholic. But I’m Roman Catholic, there’s no way out of it.«