Deine Suche ergab leider keine Ergebnisse. Bitte ändere die zuletzt verwendeten Filter und versuche es erneut.
Anzeige
Angebote unserer Partner-Shops
"
Chronos
"
Filtern
Sortieren:
Beste Treffer
Beste Treffer
Preis: niedrig bis hoch
Preis: hoch bis niedrig
Ansicht:
Chronos Vor-Bilder. Nach-Bilder. Zeit-Bilder, Fachbücher von Anna Lehninger
Kommerzielle Mal- und Zeichenwettbewerbe erfreuen sich in der Schweiz seit dem frühen 20. Jahrhundert grosser Beliebtheit, sowohl bei den Initiatoren als auch bei den rege teilnehmenden Kindern und Jugendlichen. Vor welchem gesellschaftlichen Hintergrund wurden solche Wettbewerbe erdacht, durchgeführt und von den zeichnenden Kindern aufgenommen? Inwiefern reflektieren Wettbewerbszeichnungen historische Ereignisse und gesellschaftliche Prozesse, aber auch Bildtraditionen und die sich wandelnden Methoden des Schulzeichnens? Die Autorin unternimmt anhand der Bilder aus Schweizer Zeichenwettbewerben einen Streifzug durch die Bildgeschichte des 20. Jahrhunderts. Zeichnungen aus den Globi-Künstleralben, aus Wettbewerben schweizerischer Unternehmen wie SBB oder Coop, dem Pestalozzi-Schülerkalender und anderen Quellen zeigen die kreative Auseinandersetzung von Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungen.
Chronos Reformation als bäuerliche Revolution, Sachbücher von Peter Kamber
Nicht allein im alten Zürcher Rathaus an der Limmat wurde die Reformation gemacht, sondern ebenfalls auf der Zürcher Landschaft. Die städtische und die bäuerliche Reformation verliefen nur zeitweise parallel. Wenn die Meinungen grundlegend auseinandergingen und die Landbevölkerung sich schliesslich sogar gegen den städtischen Rat erhob, setzte dies zwar eine spätmittelalterliche Aufstandstradition fort, gewann aber auch eine neue, zukunftsweisende Qualität. Sollte die neue reformatorische Lehre die Grundlage einer Befreiungstheologie bilden? Oder würde sie umgekehrt der städtischen Herrschaft eine neue Legitimation als Obrigkeit über die Untertanen liefern? Diese kulturgeschichtliche Forschungsarbeit entstand aus einem Nationalfondsprojekt zum Thema bäuerliche Reformation an der Universität Bern. Sie liegt nun erstmals als Buch vor. Dem Autor lag daran, die Fülle der Quellen zur Reformation zu erfassen.
Chronos Entwicklungspolitische Solidarität, Sachbücher von Konrad J. Kuhn
Das Buch "Entwicklungspolitische Solidarität" von Konrad J. Kuhn bietet eine umfassende Analyse der Entwicklungspolitik und der Solidaritätsbewegungen der 1980er Jahre in der Schweiz. Es beleuchtet die Herausforderungen und Errungenschaften der Dritte-Welt-Bewegung und thematisiert die Rolle von Hilfswerken sowie die politischen Rahmenbedingungen, die die Entwicklungshilfe beeinflussten. Durch die Betrachtung von Aktionen, Manifesten und politischen Initiativen wird ein tiefes Verständnis für die Dynamiken der Solidarität und der Entwicklungspolitik vermittelt. Das Werk ist nicht nur eine historische Rückschau, sondern auch eine kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kräften, die die Entwicklungspolitik prägen. Mit 464 Seiten bietet das Buch eine fundierte Grundlage für alle, die sich für Sozialwissenschaften, Politik und die Geschichte der Entwicklungshilfe interessieren.
Chronos Buchenwaldkinder' eine Schweizer Hilfsaktion, Sachbücher von Madeleine Lerf
Sommer 1945, der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die Dimensionen der europäischen Katastrophe werden fassbar. Gleichzeitig zeichnen sich die Konturen einer neuen weltpolitischen Ordnung ab. Die Schweiz beteiligt sich am Wiederaufbau, will aber ihre Unabhängigkeit bewahren und sich nicht dem Hilfswerk der Siegermächte anschliessen. In dieser Situation bietet das vom Bundesrat initiierte Hilfswerk Schweizer Spende den Alliierten an, für ein halbes Jahr 2000 Kinder aus Konzentrationslagern zur Erholung aufzunehmen. Die Autorin untersucht die Entstehung, Planung und Umsetzung der Hilfsaktion, die in der Tradition der humanitären Kinderhilfe stand. Dabei kam vieles anders als geplant. Es wurden nicht 2000 Kinder, sondern 370 junge Erwachsene aus dem Konzentrationslager Buchenwald aufgenommen. Die beteiligten Institutionen verfolgten unterschiedliche Ziele, was zu Konflikten, aber auch zu...
Chronos Triathlon – auf der Strecke und darüber hinaus, Ratgeber von Yonca Krahn
Triathlon boomt. Der kräftezehrenden Verbindung von Schwimmen, Radfahren und Laufen verschreiben sich auch in der Schweiz immer mehr Menschen. Längst besitzt der Sport prominente Aushängeschilder. Anbieter konkurrieren mit immer herausfordernderen Wettkämpfen und verschieben so die Machbarkeitsvorstellungen von Athletinnen und Athleten. Triathlon verändert den Alltag: Er wird zu einem umfassenden Lebensstil. Seiner Aufschlüsselung widmet sich dieses Buch aus einer kulturwissenschaftlich-anthropologischen Perspektive. Die Autorin macht die eigenen Erfahrungen als Triathletin zum Ausgangspunkt einer ethnografischen Untersuchung. Sie gibt Einblicke in Selbstbilder, Körperkonzepte und Szenenwissen, in Emotionen und Rituale auf der Suche nach den Grenzvorstellungen und zeigt die Erfahrungsdimensionen von Körper, Bewegung und Raum im Rahmen dieser sportlichen Trias in ihrer Vielschichtigkeit auf. Was die Wechselzone und das Trainingslager mit methodischen Erhebungen zu tun haben, ist ebenso Thema wie Finisher-T-Shirts, die eine Geschichte von vergangenen Leistungen erzählen. So hilft Babypuder nicht nur beim Anziehen eines Neoprens, sondern signalisiert Wissensbestände, Lebensstile und Exklusivität, durch die das Triathletendasein bezeugt wird. Die Studie fragt zudem, wie Leistungsvorstellungen, Streckenerleben und Technologien zusammenhängen, analysiert die entstehenden Bedeutungszuschreibungen, zeigt Varianten von Schmerzen auf und legt offen, wie der Ironman Hawaii zu einem modernen Mythos werden konnte.
Chronos Ein Mann des Volkes, Sachbücher von Werner Baumann
Wie wird man als Bauernsohn vom Land im 19. Jahrhundert Jurist? Wie wird man als linker Demokrat im vom Freisinn beherrschten Thurgau des frühen Bundesstaats zum Ständerat gewählt - als „Mann des Volkes“ gegen die freisinnige Elite? Und wie geht das Leben weiter, wenn man kurz darauf in der Irrenanstalt landet? Das Leben eines längst vergessenen Provinzpolitikers gibt Einblicke in eine Epoche der Schweizer Geschichte, die wenig bekannt ist. Dieses kaum dokumentierte, aber aussergewöhnliche Leben wirft zum einen ein Schlaglicht auf das Bildungswesen des 19. Jahrhunderts im damals fortschrittlichen Thurgau, zum andern erhellt es einen Wendepunkt der politischen Entwicklung der Schweiz. Der schweizweit kommentierte thurgauische Ständeratsersatzwahlkampf von 1889 ist einer jener Momente, welche die Krise der freisinnigen Alleinherrschaft sichtbar machen und zur Umgruppierung der politischen Kräfte um 1890 führen. Das moderne Parteiensystem entsteht: Die Liberalen verbünden sich mit den Katholisch-Konservativen, um gemeinsam die aufstrebende Linke in Schach zu halten. Die kurze Karriere eines Lokalpolitikers am linken Rand des politischen Spektrums ist ein Mosaikstein dieser Veränderung. Die Hälfte der letzten fünfzehn Jahre seines Lebens verbrachte Ulrich Baumann in Irrenanstalten. Das Buch dokumentiert anhand der Krankenakte ein damals nicht seltenes Schicksal: das Leiden an den Spätfolgen der Syphilis und die Hilflosigkeit von Medizin und Psychiatrie im Umgang damit.
Chronos Botenkommunikation und metonymisches Erzählen, Fachbücher von Sabine Chabr
Boten standen in den letzten Jahrzehnten immer wieder im Zentrum unterschiedlicher Forschungsarbeiten. Dabei faszinierte unter anderem, dass in der Botenkommunikation generell eine Eigenheit vormoderner Medien zutage tritt, nämlich eine ausgeprägte Teilhabe an Abwesendem. Literarische Texte wie der Parzival Wolframs von Eschenbach (um 1200) integrieren diese Eigenschaft der Botenkommunikation in imaginäre Welten und spielen sie auf der Ebene des Dargestellten wie der Darstellung durch: Der Parzival weist in seiner Erzählwelt nicht nur überdurchschnittlich viele, variantenreiche und komplexe Botenszenen auf, es zeigt sich an diesem Text auch eine ausgeprägte Reflexion des Erzählens selbst. Die Studie verfolgt mit einer Analyse der Botenkommunikation das Ziel, einerseits Einsichten in mediale Erscheinungen der Vormoderne zu gewinnen, andererseits wesentliche Erkenntnisse über die Bedeutung.
Chronos Die Praxis der Baustelle um 1900, Sachbücher von Christoph Rauhut
Im 19. Jahrhundert veränderte sich das Bauwesen weitreichend, was sich vielfältig an der zentralen Produktionsstätte, der Baustelle, zeigt. Insbesondere auf den Baustellen städtischer Gebäude, wie Wohnhäusern, Geschäftshäusern oder Schulen, wird erkennbar, dass es um 1900 eine Überlagerung von tradierten und neuen Verfahren und Ansätzen gab. Anhand der Baustelle des Zürcher Stadthauses, 1898-1901 vom zweiten Stadtbaumeister Gustav Gull errichtet, geht das Buch der Gleichzeitigkeit von Althergebrachtem und von Neuerungen nach. Zentrale Themen sind das System der Arbeit, die verwendeten Materialien, Produkte und Praktiken, die Prozesse der Planung sowie die benutzten Baugeräte. En détail und reich bebildert wird der Bauprozess eines Gebäudes aufgezeigt - in der Gänze zeichnet das Buch ein umfassendes Bild vom Zürcher Bauwesen um 1900, vor allem unter wirtschaftlichen und technischen Aspekten.
Chronos Mitgestalten, anpassen, bestehen, Fachbücher von Bettina Gross
Das Seminar Unterstrass, ein privates Lehrerseminar im Kanton Zürich, stand in seiner über 150-jährigen Geschichte wegen grundlegender Veränderungen im Lehrerbildungssystem mehrfach vor grossen Herausforderungen. Die vorliegende historische Analyse konzentriert sich auf drei Brennpunkte: die Gründungsphase um 1870, die 1930er-Jahre, als im Kanton Zürich eine Tertiarisierung der Lehrerbildung und damit eine Trennung von Allgemein- und Berufsbildung angestrebt wurde, und die 1990er-Jahre, als die schweizerischen Lehrerseminare in pädagogische Hochschulen überführt wurden. Als private, christliche Lehrer*innenbildungsstätte bewegte sich das Seminar Unterstrass im Kontext bildungspolitischer Einflüsse, kirchlicher Ansprüche und finanzieller Herausforderungen. Die Bildungspolitik definierte die Rahmenbedingungen für private Bildungsinstitutionen, die christliche Gemeinschaft bot finanzielle und personelle Unterstützung. Daneben bestand eine der Hauptsorgen darin, genügend Seminarist*innen aufnehmen und so den Schulbetrieb finanzieren zu können. Der Direktor und der Vorstand des Seminars wandten verschiedene Strategien an, um die Probleme zu bewältigen. Neben Anpassungen im Schulprofil, etwa bei den Aufnahmekriterien oder der religiösen Ausrichtung, gehörten dazu vielfältige Formen des Lobbyings.
Chronos Konfessionalisierung und Konfessionskonflikt in Graubünden 16.-18. Jahrhundert, Sachbücher
Der Forschungsansatz der Konfessionalisierung achtet auf die Entsprechungen, die sich bei der Bildung und Erhaltung der verschiedenen Konfessionskirchen zeigen. Eine dieser Parallelen besteht in der Disziplinierung des Kirchenvolks. Unterstützten also die Konfessionskirchen die Staatsbildung, indem sie die Intensivierung staatlicher Herrschaft durch Sozialdisziplinierung förderten? Einen interessanten Testfall für diese bekannte These bieten die Drei Bünde. Im frühneuzeitlichen Graubünden, einem schwach entwickelten Staatsgebilde, etablierten sich zwei Konfessionsgruppen - in oftmals unfriedlicher Koexistenz. Gerade die Schwäche des Staates führte hier zur doppelten Konfessionalisierung, zur (zwar späten) Ausbildung fester konfessioneller Milieus, zur (desto längeren) Persistenz konfessionskirchlicher Glaubensformen. Nebst den Drei Bünden werden auch deren Untertanengebiete betrachtet.
Chronos Die Dramen zum Toggenburgerkrieg 1712, Fachbücher von HansPeter Niederhäuser
Die Dramen zum Toggenburgerkrieg 1712 bietet eine umfassende Sammlung von vier Theaterstücken, die im Kontext des Toggenburgerkriegs entstanden sind. Diese Dramen, die in der Zeit vor der Aufklärung verfasst wurden, brechen mit der religiös motivierten Theaterfeindlichkeit der damaligen Zeit und reflektieren die politischen und kulturellen Umwälzungen in der Eidgenossenschaft. Die Edition präsentiert die Stücke erstmals in gedruckter Form und macht sie somit für die Forschung sowie für literatur- und kulturhistorisch Interessierte zugänglich. Jedes Drama beleuchtet die Themen von Sieg und Niederlage und thematisiert die Suche nach einer neuen Ordnung von Einigkeit und Frieden. Die handschriftliche Überlieferung dieser Werke zeigt ihre Bedeutung für die literarische Entwicklung in Zürich und Bern im 18. Jahrhundert und eröffnet neue Perspektiven auf die Geschichte der Schweizer Theaterliteratur.
Chronos Die Standrede, Fachbücher von Leonie Rohner, Philipp Hubmann
Theologen gingen bei Hinrichtungen nicht nur dem Armesünderzug vom Gefängnis zur Richtstätte voran, sondern hatten auch die Aufgabe, sich nach der Vollstreckung des Urteils in einer kurzen Ansprache an das nicht selten Hunderte, gar Tausende von Menschen zählende Publikum zu richten. Sie waren fester Bestandteil des Theaters des Tötens. Der Standrede kam dabei eine doppelte Funktion zu. Einerseits sollte sie dem richterlichen Urteilsspruch Legitimität verschaffen, indem die Geistlichen vor den Zuschauern all die sittlichen Verfehlungen in den Biografien der Täterinnen und Täter aufspürten, die zu ihrem Abgleiten in die Kriminalität geführt hatten. Andererseits diente sie der Abschreckung, da sie den Zuschauern am Beispiel der Exekutierten die Gefahren einer unangepassten, eigensinnigen Lebensweise deutlich machen sollte. Im Zuge der von der Aufklärung ausgelösten Medienrevolution wurden die Reden in Form von handlichen Broschüren in Umlauf gebracht und etablierten sich auf dem Buchmarkt als eigenständiges Genre. Im Gegensatz etwa zu den populären Nacherzählungen berühmter Gerichtsfälle und zu Novellen mit kriminalistischem Einschlag akzentuieren sie eine genuin theologische Perspektive auf das Verbrechen. Die vorliegende Edition versammelt für den Zeitraum von 1750 bis 1850 ein umfassendes Korpus dieser bislang eher marginal behandelten Predigtgattung und macht sie so als Quelle für kulturhistorische Studien zugänglich.
Chronos Bildungsstandardisierung im politisch-administrativen Kontext, Schulbücher von Susanne Ender
In vielen Ländern werden standardisierte Tests eingesetzt, um die Leistungen der Schülerinnen und Schüler an festgelegten Standards zu messen. International vergleichende Leistungsmessungen wie PISA haben diese Entwicklung angestossen und vorangetrieben. Während die Schweiz 2015 noch als Land ohne nationales Testsystem hervorstach, fügt sie sich heute in die Reihe der Länder mit solchen Tests ein. Ist die Schweiz damit Teil eines entstehenden globalen Bildungswesens geworden? In dieser Studie wird die Schweizer Bildungsstandardisierung in die Geschichte des Schweizer Bildungswesens eingeordnet. In drei Zeiträumen werden Projekte betrachtet, in denen schweizerische und internationale Akteure zusammenarbeiteten und zur Standardisierung beitrugen: die statistischen Bildungsindikatoren Ende der 1980er-Jahre, die erste PISA-Studie im Jahr 2000 und das Schweizer Bildungsmonitoring ab 2009. Als Akteure stehen das Bundesamt für Statistik, die Schweizerische Konferenz der Kantonalen Erziehungsdirektoren und die OECD im Mittelpunkt. Die Studie leistet einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der jüngeren Veränderungen im Schweizer Bildungswesen und bearbeitet bislang kaum erschlossene Quellen. In theoretischer Hinsicht geht sie über den bereits erforschten Einfluss internationaler auf nationale Geschehnisse hinaus und betrachtet Bildungsstandardisierung als „travelling policy“. So lässt sich internationale Bildungsgeschichte als Teil der Schweizer Bildungsgeschichte und Schweizer Bildungsgeschichte als Teil der internationalen Bildungsgeschichte auffassen.
Chronos Der Armut auf den Leib rücken, Fachbücher von Sonja Matter
Soziale Arbeit trägt heute massgeblich zur sozialen Sicherheit bei. Pionierarbeit hierfür leisteten in der Schweiz Frauen, die nach dem Ersten Weltkrieg Schulen für Sozialarbeiterinnen gründeten und damit wesentlich zur Etablierung dieses Berufs beitrugen. Bemühungen zur Akademisierung der Sozialen Arbeit hingegen scheiterten bis weit ins 20. Jahrhundert. Die damit vorgegebenen Rahmenbedingungen der Ausbildung wirkten sich auf die Geschlechterordnung, die Wissensproduktion und die Professionalisierung der Sozialen Arbeit in der Schweiz aus. Im ausgehenden 19. Jahrhundert setzte zunehmend Kritik an der traditionellen Armenpflege ein. Diese galt als unsystematisch und wenig effizient. Ein Blick über die Landesgrenzen hinaus zeigte Möglichkeiten zur Reform: Die Methoden der Armutsbekämpfung mussten wissenschaftlich entwickelt und in spezifischen Ausbildungsstätten unterrichtet werden. Die Professionalisierung der Sozialen Arbeit in der Schweiz war wesentlich von internationalen Vorbildern geprägt, wobei die 1920er und 1950er Jahre besonders intensive Phasen des transnationalen Austausches darstellten. So verstärkten die Gründung des Völkerbundes wie auch die Etablierung der Vereinten Nationen eine Internationalisierung der Sozialen Arbeit. Ausgehend von einer geschlechtergeschichtlichen und transnationalen Perspektive beleuchtet die Autorin die treibenden Kräfte der Professionalisierung der Sozialen Arbeit in der Schweiz und zeigt ihre transnationalen Netzwerke auf. Sie analysiert die Prozesse der Wissensproduktion und untersucht, wie die Sozialhygiene, Psychiatrie und Psychoanalyse die Soziale Arbeit prägten. Zudem geht sie der Frage nach, welche normativen Leitbilder für die Bekämpfung von Armut wegweisend waren.
Chronos Schaffhauser Jazzgespräche, Sachbücher von Niederhäusern, Frank von Niederhäusern
Schaffhauser Jazzgespräche ist ein fesselndes Sachbuch, das sich mit der Schnittstelle von Jazz, Politik und Ästhetik auseinandersetzt. In einer Sammlung von Essays und Gesprächen beleuchten verschiedene Autorinnen und Autoren die Herausforderungen und Chancen, die der Jazz in der heutigen Gesellschaft bietet. Die Beiträge reichen von politischen Überlegungen über die Rolle des Jazz in der Kultur bis hin zu persönlichen Erfahrungen von Musikerinnen und Musikern. Die Diskussionen sind geprägt von einem tiefen Verständnis für die Kunstform und deren Einfluss auf Identität und Austausch. Die Autorinnen und Autoren, darunter prominente Stimmen wie Alain Berset und Wolfram Knauer, bieten Einblicke in die Dynamik zwischen Jazz und anderen Musikrichtungen sowie in die Herausforderungen der Musikproduktion und -verbreitung. Dieses Buch ist nicht nur für Jazzliebhaberinnen und -liebhaber von Interesse, sondern auch für alle, die sich für die kulturellen und politischen Dimensionen der Musik interessieren.
Chronos Die Camera dAmore in Avio, Fachbücher von Sabine Sommerer
"Die Camera d'Amore in Avio" ist ein umfassendes Fachbuch, das sich intensiv mit der mittelalterlichen Profanmalerei, insbesondere der Monumentalmalerei, auseinandersetzt. Es beleuchtet die beeindruckenden Wandmalereien, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts im Castello di Sabbionara in Avio (Trentino) entstanden sind. Diese raumfüllenden Kunstwerke sind nicht nur visuelle Darstellungen, sondern auch aktive Medien, die den Betrachter zu einer tiefen Auseinandersetzung anregen. Durch innovative Bildfindungen und komplexe Erzählstrukturen wird die Wechselwirkung zwischen Bild und Betrachter thematisiert. Das Buch untersucht, wie die Malereien durch ihre illusionistische Qualität und die Inszenierung des Raumes eine besondere Wirkung entfalten und somit den gehobenen Anspruch ihrer Entstehungszeit widerspiegeln. Die Autorin, Sabine Sommerer, bietet mit diesem Werk einen tiefen Einblick in die Wahrnehmung und Wirkung der Malerei im Trecento und schärft das Bewusstsein für den impliziten Betrachter.
Wien, Mitte des 21. Jahrhunderts. Doktor Alexander Nápad entwickelt eine Apparatur für Zeitreisen. Den ersten bemannten Test führt er selbst durch und reist in die Vergangenheit. Als er wieder zurückkehrt, erscheint ihm vieles anders. Zunächst wird er tagelang gegen seinen Willen in einer medizinisch-psychiatrischen Anstalt festgehalten und wie ein Kranker behandelt. Als ihm der Ausbruch gelingt, sind die Dinge da draußen scheinbar nicht mehr ganz so, wie sie vorher waren...
Chronos Vom Lehrling zum Lernenden, Schulbücher von Lena Freidorfer
"Vom Lehrling zum Lernenden" ist eine umfassende Studie, die sich mit der Rolle von Jugendlichen in der beruflichen Grundbildung in der Schweiz zwischen 1950 und 1970 beschäftigt. Diese Zeitspanne war entscheidend für die Entwicklung des dualen Berufsbildungssystems und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Lernenden. Die Autorin Lena Freidorfer analysiert, wie Lehrlinge und Lehrtöchter in dieser Periode aus der Sicht der Gesellschaft betrachtet wurden und welche Veränderungen in ihrer Ausbildung und Freizeitgestaltung stattfanden. Durch eine diskursanalytische Herangehensweise werden drei unterschiedliche Lehrlingsbilder herausgearbeitet, die den Wandel von konform arbeitenden zu selbstbestimmt lernenden Individuen verdeutlichen. Diese Studie bietet nicht nur historische Einblicke, sondern auch eine kritische Reflexion über die Entwicklung der Berufsbildung und die damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen.
Chronos Schaffhauser Migrationsgeschichte seit dem Zweiten Weltkrieg A1075267583
Band 97 der Schaffhauser Beiträge zur Geschichte ist dem Thema Migration in Schaffhausen seit dem Zweiten Weltkrieg gewidmet. Ausgehend vom 50-jährigen Bestehen der Integrationsfachstelle in Schaffhausen untersuchen zehn Autor:innen wichtige Teilbereiche der Schaffhauser Migrationsgeschichte. Sie analysieren die Entwicklung in den vergangenen 80 Jahren unter demografischen, wirtschaftlichen, bildungspolitischen und geschlechtsspezifischen Aspekten. Der Schaffhauser Asylpolitik und der Einwanderung aus Italien, aus (Ex-)Jugoslawien und aus Deutschland sind je eigene Beiträge gewidmet.