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Chronos Xaver Suters Reise nach Amerika 1849 A1045388100
Im Frühling 1849 beschloss Xaver Suter, Rapperswil zu verlassen und nach Amerika auszuwandern. Für die Reise über Le Havre und New Orleans bis St. Louis benötigte er ganze elf Wochen. Sein abenteuerliches Unterfangen schrieb der junge Mann in einem siebzehnseitigen Brief nieder. Dieser authentische und teils dramatische Bericht ist Ausgangspunkt der vorliegenden Publikation. Sie schildert im ersten Teil Xaver Suters Schicksal als Beispiel für einen Amerikaauswanderer, der allein und nicht in erster Linie aus wirtschaftlicher Not auswanderte. Viel verbreiteter war jedoch die Emigration aus blanker Armut und Ausweglosigkeit. Strukturelle Probleme und eine gravierende Ernährungskrise verursachten um 1850 einen Massenexodus. Auch in den Dörfern des Linthgebiets schnürten unzählige Familien ihre Bündel und reisten teils in grossen Gruppen ins ferne Amerika. Das St. Galler Linthgebiet zählte in den 1840er-Jahren schweizweit zu den Regionen mit den höchsten Auswanderungsraten. Ursachen, Verlauf und Formen dieser Emigration sind das Thema des zweiten Teils der Publikation.
Chronos Der menschliche Körper im Spiegel des Rechts A1070479285
In-vitro-Fertilisation, Pränataldiagnostik, Leihmutterschaft, Eizellspende, Crispr-Cas9, Hirntodkriterium oder informed consent sind nur einige der Begriffe, Regeln und Praktiken im Zusammenhang mit der medizinisch assistierten Fortpflanzung, der Transplantationschirurgie oder der modernen Humanforschung. Sie stehen für die Hoffnung auf medizinischen Fortschritt, wecken aber auch die Befürchtung, dass mit der biomedizinischen Spezialgesetzgebung grundlegende Persönlichkeitsrechte und die Menschenwürde verletzt werden. Vor diesem Hintergrund wird in dieser Studie der Frage nachgegangen, als was der menschliche Körper im Verlauf der Zeit begriffen wird und wie mit ihm umgegangen werden darf. Aufschluss darüber gibt ein rechts-historischer Rückblick, der den Wandel der Rechtsnormen nachzeichnet, die den menschlichen Körper als ungeborenen, als toten oder als -lebenden im Bereich der modernen Humanforschung betreffen. In den normativen Texten seit der Antike ist er entweder eine Sache, etwas Unverfüg-bares oder Teil der Persönlichkeit, der Würde zu- oder abge-sprochen oder -anteilsmässig gewährt wird. In der Gegenwart etabliert sich die Biomedizin als Leitwissenschaft für das Medizinrecht, und zunehmend setzen sich utilitaristische Argumente durch, während die Grenzen, die verfassungsmässig garantierte Grundrechte oder zivil- und strafrechtliche Normen ziehen, als einem konser-vativen Geist entsprungene Verbote und Freiheitsbeschränkungen wahr-genommen werden. Damit wird eine wesentliche Funktion des Rechts, der Schutz des Individuums, verkannt.
Chronos Ludwik Fleck und das nicht nach ihm benannte Fleckfieber A1058430006
1909 gelang Charles Nicolle am Institut Pasteur in Tunis der Nachweis, dass das Fleckfieber von Läusen übertragen wird. Im Ersten Weltkrieg brach die Krankheit auf dem östlichen Kriegsschauplatz aus. Der Erreger wurde von Howard Ricketts und Stanislaus von Prowazek isoliert und nach ihnen benannt. Beide Forscher steckten sich bei den Laborarbeiten an und starben. Hier tritt Ludwik Fleck auf, der später als Wissenschaftstheoretiker bekannt wurde. Der junge jüdische Militärarzt aus dem österreichischen Lemberg arbeitete in einem k. u. k. Militärlabor mit Rudolf Weigl an der Herstellung eines Impfstoffs gegen Fleckfieber. Für Fleck und andere beteiligte Juden wurde das Fleckfieber zum Schicksal. Als Häftling im KZ Buchenwald produzierte Fleck in einem SS-Labor Fleckfieberimpfstoff, den er auch Häftlingen gab. Befreit aus Buchenwald und zurück in Polen, konnte er dort als Jude nicht wieder Fuss fassen und emigrierte nach Israel, wo man ihm vorwarf, mit der SS kollaboriert zu haben. Besiegt wurde das Fleckfieber schliesslich durch DDT, das die Überträger, die Läuse, vernichtet.
Chronos Arbeit im Wandel Travail en mutation A1063865023
Neue technische Möglichkeiten wie digitale Plattformen oder Roboter verändern derzeit auf radikale Art und Weise die Bedingungen, die Wahrnehmung und die Charakteristiken von Arbeit. Gleichzeitig hat sich das Verständnis von Arbeit durch feministische Kritik am Konzept der Lohnarbeit oder durch sozial- und globalhistorische Studien zu Formen von unfreier Arbeit gewandelt; die historische Migrationsforschung hat gezeigt, dass Arbeitsmigration der historische Normalfall war. Die Beiträge im Band orientieren sich an diesen konzeptionellen Debatten. Sie untersuchen in historischen Fallstudien soziale Konstellationen von Arbeit von der Zeit des frühen Kolonialismus und dem Wandel der Agrarsysteme bis zur digitalen Transformation. Dabei geraten Beziehungen zwischen Menschen und Tieren oder Maschinen und Menschen genauso ins Blickfeld wie Arbeitskämpfe, Geschlechterverhältnisse und die Rolle von Wissen in Arbeitsprozessen.
Chronos: Before the Ashes ist ein atmosphärisches Rollenspiel das die Geschichte der Abenteuer eines Helden erzählt der versucht seine Heimat vor einem schrecklichen Übel zu retten. Werden Sie weiser stärker und mächtiger während Sie die Tiefen des geheimnisvollen Labyrinths erkunden. Aber Vorsicht: Das Vordringen durch das Labyrinth hat einen hohen Preis. Jedes Mal wenn der Held stirbt verliert er ein Lebensjahr! [Video-1] Eigenschaften: Abenteuer-RPG: Eine großartige Kombination aus Abenteuerspielelementen und RPG-Mechaniken. Heftige Kämpfe: Dem Spieler stehen bei der Erfüllung seiner Mission eine Vielzahl an Waffen Fertigkeiten und Kräften zur Verfügung. Einzigartiger Alterungsmechanismus: Jedes Mal wenn der Spieler stirbt altert er um ein Jahr. Die Spieler müssen sich an ihr fortgeschrittenes Alter anpassen während sie ihren Charakter weiterentwickeln. Beginnen Sie das Spiel jung agil und schnell und beenden Sie es weise und mehr im Einklang mit der Magie.
Web Furniture Moderner TV-Ständer für das Wohnzimmer Chronos
Ein klares und markantes Einrichtungselement begleitet den Wohnbereich mit visueller Ausgewogenheit. lässt dem Bildschirm Raum und sorgt für Ordnung im Ambiente. Chronos interpretiert das TV-Lowboard mit einer klaren. essenziellen Linienführung. die das Gesamtbild optisch auflockert und die Wohnwand hervorhebt. ohne den Raum zu beschweren. Die Struktur zeichnet sich durch präzise Formen und ausgewogene Proportionen aus. mit einer großzügigen Ablagefläche. auf der Fernseher. Bücher und kleine Deko-Accessoires ordentlich Platz finden. Die Wirkung bleibt dezent und dennoch präsent – ideal für moderne. minimalistische und zeitgemäße Wohnbereiche. in denen jedes Element zu einer gepflegten und entspannten Atmosphäre beiträgt.Die offene Silhouette sorgt für mehr Luftigkeit im Raum und erleichtert das Unterbringen von Aufbewahrungslösungen oder Geräten unter der Ablage. was eine praktische Organisation des Entertainment-Bereichs ermöglicht. Die Konstruktion wirkt solide und ist dafür ausgelegt. bis zu 30 kg zu tragen und den Alltag u
Chronos Vom Scharfrichteramt ins Zürcher Bürgertum A1050617376
Der Beruf des Scharfrichters entstand im Spätmittelalter und war bis ins 19. Jahrhundert ein wichtiges Amt im Dienst der Regierung. Der Scharfrichter war nicht nur für Hinrichtungen, sondern auch für Körperstrafen und Folter zuständig. Gewöhnlich hatte er auch das Abdeckerwesen unter sich; zudem betätigte er sich oft als Arzt. Rechtlich und sozial bildeten die Scharfrichter eine isolierte Kaste, aus der auszubrechen schwierig war. Die Autoren beschreiben auf der Basis umfangreicher genealogischer Forschungen den Beruf des Scharfrichters und geben erstmals einen Überblick über das schweizerische Scharfrichterwesen und die dieses Amt ausübenden Dynastien. Sie schildern das Alltagswerk und die Lebensumstände dieses Berufsstandes, wobei Zürich den Schwerpunkt der Untersuchung bildet. Seit dem 16. Jahrhundert führte die gesellschaftliche und rechtliche Isolation zur Bildung von Scharfrichterdynastien – in Zürich waren dies zunächst das Geschlecht der Grossholz, dann das der Volmar, die jeweils Strategien entwickelten, um für ihre Nachkommen die Stellung zu erhalten und auszubauen. Einem Zweig der Familie Volmar gelang es, die Scharfrichterkaste zu verlassen und unter dem Namen «Steinfels» – trotz zahlreicher Rückschläge – Teil des Zürcher Bürgertums zu werden. Ende des 18. Jahrhunderts war die soziale Stellung der Familie gesichert und damit die Basis für den Aufstieg im Industriezeitalter gelegt.
Die Tischleuchte CHRONOS von Nova Luce ist eine schlichte und moderne Leuchte die zeitgenössische Innenräume aufwertet. Sie ist entweder aus sandfarbenem oder weißem Aluminium gefertigt und verfügt über ein minimalistisches Design das verschiedene Einrichtungsstile ergänzt. Die Leuchte ist mit einer...
Chronos Die Frau des Metzgers, Sachbücher von Susanna Schwager
Ich wollte aber wissen, warum sie in einem Loch versank und verlöschte. Warum aus dieser sinnlichen, sprühenden Frau die Greisin wurde, die an ihren Seelenschmerzen zerbrach. Ich wollte wissen, was aus der Liebe geworden war, die ich als Kind spürte, wenn ich meine Grosseltern wie ein Wesen auf dem schmalen Sofa fand, schlafend. Susanna Schwager führt uns zurück in die Kindheit und Jugend einer Generation, die daran ist, uns zu verlassen. Dort, in einer armen Grossfamilie aus dem Solothurnischen, beginnt die Geschichte von Hildi Meister, der Frau des Metzgers. Zu ihr, der Schweigsamen, die vor fünfzehn Jahren starb, führt uns ein Geflecht von Stimmen, die sich erinnern, wie sie als Kind mitten in einer Schar von Geschwistern aufwuchs, wie sie als Jugendliche in der Fabrik arbeitete, um den dringend benötigten Lohn nach Hause zu bringen. Von der Unwissenheit beim Erwachsenwerden ist die Rede, vom Tändeln und von der ersten Liebe, vom Kinderkriegen und vom Heiratenmüssen. Und dann kam das Leben an der Seite von Hans Meister, dem jungen Metzgerburschen, der ganz unten anfing und sie, als es bergauf ging, vom Dorf in die Stadt verpflanzte. Eine Familie wurde gegründet, ein eigenes Geschäft. Wer war diese Frau und wer wurde sie? Unter dem Erzählen der Stimmen, die sich überkreuzen und verknoten, formen sich die zeitgeschichtlichen Bilder, die Person scheint uneinholbar.
Chronos Medizinische Behandlungen bei Pflegekindern, Fachbücher von Tabea Berger
Pflegekinder leben ausserhalb des Elternhauses, beispielsweise in einer Pflegefamilie oder in einem Heim. Sie befinden sich in einer Ausnahmesituation, weshalb ihr Recht auf Partizipation von besonderer Bedeutung ist. Dabei ist die Mitwirkung von Pflegekindern bei medizinischen Behandlungen als einem zentralen Lebensbereich besonders wichtig, was in der Praxis aber oft unzureichend umgesetzt wird. Die Arbeit analysiert die medizinische Unterversorgung von Pflegekindern aus rechtlicher Perspektive und skizziert Lösungsmöglichkeiten, wie ihre medizinische Versorgung verbessert werden kann. Sie zeigt die bestehenden Unsicherheiten bei Entscheidungszuständigkeiten und Informationsflüssen zwischen Herkunftseltern, Pflegeeltern respektive Heimerziehenden, Ärzten und weiteren Beteiligten auf. Wer darf über eine Behandlung entscheiden? Wer erhält welche Informationen? Und vor allem: Wie können Pflegekinder mitwirken? Durch die Verbindung rechtlicher Analyse mit den Bedürfnissen der Praxis liefert die Arbeit konkrete Ansätze, wie die Rechte von Pflegekindern gestärkt, ihre Mitwirkung gefördert und eine kontinuierliche Gesundheitsversorgung sichergestellt werden können. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des schweizerischen Kindesschutzrechts.
Chronos Zäsur in einer Tradition, Sachbücher von Urs Wisel Ochsner
Volker Hesses Neuinszenierung des Einsiedler Welttheaters 2007 löste über die Schweiz hinaus hitzige Debatten aus. Eine Rolle spielten divergierende Interessen im Macht- und Wirkungsgefüge der Schlüsselakteure. Was waren die Voraussetzungen, unter denen die Einsiedler Welttheater-Tradition weitergeführt werden konnte und sollte? Die Studie zeichnet die Aufführungstradition ab 1924 nach und erläutert die Beweggründe für Thomas Hürlimanns Neufassung des Jahres 2000. Im Zentrum steht die zweite gemeinsame Inszenierung von Hürlimann und Hesse 2007, die eigentliche Zäsur in der Aufführungstradition. Der Autor folgt dem Produktionsablauf vom Casting über den Probenprozess bis zur Premiere aus der Sicht der Regie, des musikalischen Leiters und der Hauptdarstellenden und vergleicht die Inszenierung mit Hürlimanns Textfassung. Mit einer Betrachtung der Wirkungsgeschichte der Welttheater-Saison.
Chronos Strahlenmedizin, Fachbücher von NiklausIngold, DominicStuder, SibylleMarti 9783034014137
Energiereiche Strahlen werden in der Schweiz bei jeder zweiten Krebspatientin und jedem zweiten Krebspatienten zur Zerstörung von Tumorzellen eingesetzt. Doch wie ist diese Strahlenmedizin entstanden? Die Atombombenabwürfe am Ende des Zweiten Weltkriegs waren das folgenreiche Ereignis. Sie gaben medizinischem Wissen über Strahlenwirkungen sicherheitspolitisches Gewicht und trieben zugleich die Umsetzung ziviler Anwendungen der Atom- und Strahlenforschung an - auch in der Schweiz. Hatten bis dahin Radiumstiftungen die Strahlenmedizin gefördert, trugen nun Bundesgelder zum Ausbau der hochtechnisierten Radiotherapie bei. Die Computertechnik des Kalten Kriegs dynamisierte diese Entwicklung. Kritische Debatten zu den Folgen der Technisierung der Medizin setzten ein. Niklaus Ingold, Sibylle Marti und Dominic Studer zeigen, wie vielfältige Interessen die Anwendung von Strahlen in der Medizin gestalteten.
Chronos Hans Potthof, Fachbücher von Georg M. Hilbi
Das Fachbuch "Hans Potthof" von Georg M. Hilbi bietet eine umfassende Analyse des künstlerischen Schaffens von Hans Potthof, einem bedeutenden Vertreter der Fotografie und des Neuen Sehens. In diesem Werk werden verschiedene Aspekte seines Lebens und seiner Kunst beleuchtet, darunter seine frühen Arbeiten, die Teilnahme an der Olympiade 1936 in Berlin und seine Verbindungen zur Kunstszene in Ascona und Paris. Der Leser erhält Einblicke in die Entwicklung von Potthofs Stil, der von der Sachlichkeit und dem expressiven Realismus geprägt ist. Das Buch enthält zudem eine Vielzahl von Fotografien, die die verschiedenen Phasen seines Schaffens dokumentieren. Mit einem umfangreichen Anhang, der Anmerkungen, eine Bibliografie und einen Index umfasst, ist dieses Werk sowohl für Kunstinteressierte als auch für Fachleute von grossem Wert.
Chronos Nahbeziehungen eines europäischen Gelehrten, Sachbücher von Dunja Bulinsky
Der Zürcher Mediziner und Naturforscher Johann Jakob Scheuchzer war gut vernetzt und korrespondierte mit zahlreichen Gelehrten aus der Schweiz und Europa. Neuere Forschungen über Wissenschaft und Wissenschaftler in der Frühen Neuzeit richten den Fokus auf die Briefwechsel unter den Mitgliedern der Gelehrtenrepublik, denn Korrespondenz spielte in der Wissensproduktion eine wichtige Rolle. Diese Studie untersucht Scheuchzers soziales Netz unterhalb der Schwelle der Gelehrtenrepublik und schliesst damit eine Forschungslücke. Frühneuzeitliche Naturforschung war häufig ein Familienprojekt, zahlreiche Helfer waren daran beteiligt. Die Autorin beleuchtet den wissenschaftlichen Beitrag von Susanna Vogel, der Ehefrau Scheuchzers, den gemeinsamen Söhnen, dem jüngeren Bruder Johannes und drei Schülern, die ihr Lehrjahr bei Scheuchzer in Zürich verbrachten. Sie zeigt Scheuchzers Einbettung in Zürcher Institutionen auf – er war Kurator der Bürgerbibliothek und Kunstkammer, Mathematiklehrer am Collegium Carolinum und aktives Mitglied der Akademie Collegium der Wohlgesinnten – und erläutert die Bedeutung dieser Orte des Wissens für seine Forschung. Schliesslich widmet sie sich der naturgeschichtlichen Mitarbeit von Ungelehrten wie Jägern oder Bauern, mit denen Scheuchzer auf seinen zwischen 1694 und 1711 unternommenen wissenschaftlichen Bergreisen zusammentraf. Durch den Einbezug bislang kaum untersuchter Quellen gewährt die Studie einen neuen Blick auf die verborgenen Mechanismen der Wissensgenerierung in der frühneuzeitlichen Naturforschung.
Chronos Johannes Seluner. Findling, Sachbücher von Rea Brändle
Plötzlich ist einer da. Niemand weiss, woher er gekommen ist. Er scheint keinen Namen zu haben, kein Vorleben, kann weder schreiben noch sprechen und versteht keine der Fragen, die man ihm stellt. Ein solcher Mensch ist im September 1844 auf Alp Selun im oberen Toggenburg aufgetaucht. Er war vielleicht sechzehnjährig, fast nackt, stumm. Weil sich trotz steckbrieflicher Ausschreibung keine Angehörigen meldeten, wurde er im Armenhaus interniert. Seinen Namen erhielt er vom Fundort, dem Selun und dem Schutzpatron der Gemeinde Alt St. Johann. Von diesem Johannes Seluner und den Geschichten um seine Person erzählt Rea Brändle in ihrem Buch. Sie tut es aus verschiedenen Perspektiven: Für die Behörden war Johannes Seluner ein Kostenfaktor, den man so schnell wie möglich loswerden wollte. Für die Wissenschaft war er, mit seinen Behinderungen, ein nützlicher Idiot. Und für die Leute wurde er, wie.
Chronos Richesse / Reichtum, Fachbücher von Pierre/Rathmann-, Karine/Eichenberger, Crousaz
Schwerpunkt / Dossier thématique Editorial. Reichtum. Einblicke in die 5. Schweizerischen Geschichtstage. Karine Crousaz, Pierre Eichenberger, Anja Rathmann-Lutz. Property Devolution, Sharia, and the Making of the Modern Middle East. Beshara Doumani. Zusammenfassung. From Marketplace to Cosmos. The Emergence of a New Model of Balance and its Impact on Thought, 1250-1375. Joel Kaye. Zusammenfassung. Sewantketten und Castorhüte. Gebrauchspraktiken von Geld und Mode in der Kolonie Nieuw Nederland. Eva Brugger. Zusammenfassung. Reichtum als Gefahr für die Handelsrepublik. Ökonomischer Patriotismus in der niederländischen Aufklärung. Lina Weber. Zusammenfassung. Neoliberale Wohnungspolitik avant la lettre? Staatliche Regulierung und private Interessen im Wohnungsbau in der Schweiz (1936-1950). Florian Müller. Zusammenfassung. Sécurité sociale et normes d'égalité. Les débats au sein de l'Organisation internationale du travail, 1970-2000. Sandra V. Constantin, Carola Togni. Zusammenfassung. Unsichtbarer Reichtum. Wie Schweizer Künstler der frühen Neuzeit den Handel visuell verpacken. Urte Krass. Dokument. Reich, reicher, Grab im Münster. Die Stiftung des Hans Muntprat in der Konstanzer Bischofskirche. Lukas-Daniel Barwitzki. Freier Artikel. Im Namen der «Befreiung». Von der Rückeroberung des eigenen Körpers zum Recht auf eine selbstbestimmte Existenz in der schweizerischen Frauenbewegung, 1970-1990. Anja Suter. Porträt. La Cinémathèque suisse. Des sources pour l'histoire du cinéma und mehr. Christine Tourn. Allgemeine Buchbesprechungen. AutorInnen. Heftschwerpunkte.