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Gutkind Verlag Seltsame Sally Diamond A1079570679
»Nugent: Eine Klasse für sich« Deutschlandfunk »Ein herausragender Psychothriller« Der Spiegel "Entsorg mich mit dem Müll", sagte er immer. "Wenn ich sterbe, kannst du mich einfach mit dem Müll entsorgen." Sally Diamond kann nicht verstehen, warum es seltsam sein soll, was sie getan hat. Sie hat doch einfach nur befolgt, was ihr Vater ihr aufgetragen hat. Aber plötzlich interessieren sich alle für die zurückgezogen lebende Frau: Medien, Polizei und eine unheilvolle Stimme aus ihrer Vergangenheit - an die sie keine Erinnerungen hat. Während sie nach und nach die Schrecken ihrer Kindheit versteht, entdeckt Sally zum ersten Mal wirklich die Welt. Sie findet neue Freunde, trifft weitreichende Entscheidungen und lernt, dass Menschen nicht immer meinen, was sie sagen. Doch wer ist der Fremde, der Sally Nachrichten schickt? Und warum scheint ihr Nachbar geradezu besessen von ihr zu sein? Ein Roman, der unter die Haut geht mit einer unvergesslichen Protagonistin.
Mein Vater wurde 1927 geboren und erlebte Hitlers Machtergreifung sehr eindrucksvoll: Am Tag seiner Einschulung 1933 gab es in der Schule Würstchen! Nach einer für damalige Verhältnisse sehr schönen Kindheit im Riesengebirge mit Lehrgängen an der Segelflugschule in Hirschberg, kam er mit sechzehn Jahren zum Reichsarbeitsdienst. Vom siebzehnten Geburtstag an hielt ihn dann nichts mehr: Er wollte in den Krieg ziehen und für den Führer und das Vaterland kämpfen. Nach anfänglicher Euphorie folgte relativ bald Ernüchterung. Dem Tode mehrfach entronnen, kehrte er als einer von siebzehn Kameraden von 150!! jungen Männern zwischen siebzehn und zweiundzwanzig Jahren, ausgezehrt und halb verhungert aus dem Krieg zurück. Seine schlesische Heimat gab es zu dem Zeitpunkt nicht mehr. Der zweite Text mit dem Titel: Eine transsexuelle Lebensgeschichte, erzählt meine eigene transsexuelle Problematik und die damit verbundenen Schwierigkeiten in Familie, Beruf und Gesellschaft.
Vieweg & Teubner Die Stadt des Neuen Bauens A1017566279
Vorwort Hans Schmidt wurde am 1 0. Dezember 1893 in Basel geboren und starb am 18. Juni 1972 während einer Tagung des BSA in Soglio. Zum Anlass seines 1 00. Geburtstages im Jahre 1993 wird das Werk von Hans Schmidt von den verschiedensten Seiten her bearbeitet und gewürdigt. Dass sich die vorliegende Untersuchung auf die städtebaulichen Theo rien von Hans Schmidt konzentriert, ist einmal aus meinem eigenen lehr gebiet des Städtebaus erklärlich. Vor allem aber ist Hans Schmidt für mich derjenige unter den Architekten der Moderne, der sich am konsequentesten mit den städtebaulichen Theorien auseinandergesetzt undzeitseines Lebens mit einer unbeirrbaren Überzeugung nach den wesentlichen Grundlagen des Städtebaus geforscht hat. Für ihn gab es keine Trennung zwischen sei ner politischen, philosophischen Auffassung und seiner Tätigkeit als Stadt planer, eines bedingte unmittelbar das andere. Mit Hans Schmidt verbinden mich mehrere persönliche und fachliche Begebenheiten. Da er ein Freund meines Vaters Fritz Huber war, bin ich Hans Schmidt und seiner Familie schon als Kind öfters begegnet und seine Zeichnungen von Räubergeschichten schmückten mein Kinderzimmer. Als Architekt unseres Vaterhauses in Riehen hat Hans Schmidt die Architektur und Raumerfahrungen meiner Kindheit massgebend geprägt. ln meiner Stu dienzeit wurde eine Renovation an unserem Hause notwendig; Hans Schmidt hat mich bei der Durchführung dieser Arbeiten hilfreich beraten und dabei mit mir allgemeine Fragen der Architektur diskutiert.
Ich bin geboren den 2. April 1798 zu Fallersleben, dem Hauptorte des gleichnamigen Amtes im ehemaligen Churfürstenthum Hannover. Mein Vater war Heinrich Wilhelm Hoffmann, Kaufmann und Bürgermeister (¿ 23. April 1819), meine Mutter Dorothea geb. Balthasar (¿ 3. December 1842), sie stammte aus Wittingen. In der Taufe erhielt ich die Namen August Heinrich. Meine Pathen waren Heinrich August Hoffmann, nachheriger Pastor zu Mühlhausen im Waldeckschen und Frau Maria Wolff zu Havelberg. Mein elterliches Haus, jetzt im Besitze meines Schwagers Georg Friedrich Boes, ist noch vorhanden. Auf dem Querbalken über der Hausthür steht die Inschrift: BESSER NEIDEN DEN BECLAGEN WEN ES GOTT THVT BEHAGEN WER AFV GOTT THRAWT HAT WOWL GEBAWT ER WIRT MIR GEBEN WAS MICH DIENT ZVM LEBEN In meiner frühesten Kindheit war ich körperlich sehr schwach und krankte in Einem fort. Außer den damals gewöhnlichen Kinderkrankheiten, Pocken und Masern, bekam ich auch hinterdrein noch das Friesel. Ich mußte viel ausstehen und nahm geduldig ein und that Alles was der Arzt und die Eltern für gut hielten. Ich erinnere mich, daß ich an einem bösartigen Ausschlage über den ganzen Körper litt und eine Zeit lang fast blind war, so daß ich das Tageslicht nicht vertragen konnte und mich gerne in einen dunkelen Gang zwischen zwei Thüren einsperren ließ, aber auch da noch jammerte, wenn der Widerschein der Sonne durch die kleinen Spalten der vorderen Thüre drang. Eine leichte Reizbarkeit der Nerven habe ich seit dieser Zeit ...
Fischer Taschenbuch Verlag Im Herzen der Gewalt A1050457970
Vom Autor des Romans ›Das Ende von Eddy‹ und ›Wer hat meinen Vater umgebracht‹ In seinem autobiographischen Roman ›Im Herzen der Gewalt‹ rekonstruiert der französische Autor Édouard Louis die Geschehnisse einer dramatischen Nacht, die sein Leben für immer verändert. Auf der Pariser Place de la République begegnet Édouard in einer Dezembernacht einem jungen Mann. Eigentlich will er nach Hause, aber sie kommen ins Gespräch. Es ist schnell klar, es ist eine spontane Begegnung, Édouard nimmt ihn, Reda, einen Immigrantensohn mit Wurzeln in Algerien, mit in seine kleine Wohnung. Sie reden, sie lachen. Aber was als zarter Flirt beginnt, schlägt um in eine Nacht, an deren Ende Reda Édouard mit einer Waffe bedrohen wird. Indem er von Kindheit, Begehren, Migration und Rassismus erzählt, macht Louis unsichtbare Formen der Gewalt sichtbar. Ein Roman, der wie schon ›Das Ende von Eddy‹ mitten ins Herz unserer Gegenwart zielt – politisch, mitreißend, hellwach.
Verlag DeBehr Geboren in Schlesien – Eine Familiengeschichte - Autobiografie A1051586815
… Die Frau sagt: „Herr und Frau Mosler, erziehen Sie bitte Ihre netten Kinder im Geiste des Nationalsozialismus und unseres Führers.“ Sie geht zur Tür, dreht sich siegessicher um und meint: „Schmücken Sie Ihre Wohnung mit dem Bildnis unseres Führers Adolf Hitler!“ Fort war sie. Meine Eltern atmen tief aus, so was kann schieflaufen, die NSDAP sieht überall ihre Feinde, sagt Vater … Februar 1934 in Oberschlesien: Der kleine Günter erblickt das Licht der Welt, geboren in eine Grubenarbeiterfamilie. Am 1. September 1939 wird Polen überfallen und das Leben ändert sich. Seine Kindheit prägt bald der Krieg. Der Vater wird von den Russen ins Donezbecken verschleppt, wo er in einer Kohlemine ums Überleben kämpft. Nach Kriegsende kommen die Polen, Kinder seiner Schulklasse mit deutschen Vornamen erfahren die offene Ablehnung ihres Lehrers, eines Auschwitz-Überlebenden. Günter Mosler erlebt seine Jugendzeit in Oberschlesien, nun Polen, leistet den harten Militärdienst, wandert in die DDR aus. Das Schicksal treibt ihn später um die halbe Welt – und wird ihn und seine Frau Helene im Alter noch einmal mit vollster Härte treffen.
Verlag DeBehr eBooks Geboren in Schlesien - Eine Familiengeschichte - Autobiografie A1051588997
... Die Frau sagt: "Herr und Frau Mosler, erziehen Sie bitte Ihre netten Kinder im Geiste des Nationalsozialismus und unseres Führers." Sie geht zur Tür, dreht sich siegessicher um und meint: "Schmücken Sie Ihre Wohnung mit dem Bildnis unseres Führers Adolf Hitler!" Fort war sie. Meine Eltern atmen tief aus, so was kann schieflaufen, die NSDAP sieht überall ihre Feinde, sagt Vater ... Februar 1934 in Oberschlesien: Der kleine Günter erblickt das Licht der Welt, geboren in eine Grubenarbeiterfamilie. Am 1. September 1939 wird Polen überfallen und das Leben ändert sich. Seine Kindheit prägt bald der Krieg. Der Vater wird von den Russen ins Donezbecken verschleppt, wo er in einer Kohlemine ums Überleben kämpft. Nach Kriegsende kommen die Russen, Kinder seiner Schulklasse mit deutschen Vornamen erfahren die offene Ablehnung ihres Lehrers, eines Auschwitz-Überlebenden. Günter Mosler erlebt seine Jugendzeit in Oberschlesien, nun Polen, leistet den harten Militärdienst, wandert in die DDR aus. Das Schicksal treibt ihn später um die halbe Welt - und wird ihn und seine Frau Helene im Alter noch einmal mit vollster Härte treffen.
BoD – Books on Demand Überlebt, ... wenn auch nur ganz knapp! A1078410744
Schon seit früher Kindheit zählte für mich das Autofahren zu den faszinierendsten und erotischsten Dingen überhaupt. So kam für mich eigentlich nur das Taxifahren infrage, um dieser Sehnsucht auch dauerhaft nachkommen zu können - trotz aller Warnungen meines Vaters! Hinzu kam noch das unbändige Verlangen, außergewöhnliche Dinge erleben zu wollen. Und beides konnte ich jetzt doch ganz hervorragend miteinander verbinden. Was ich während dieser Tätigkeit als Taxifahrer so alles erleben konnte, hat mich in der Rückschau, noch Jahrzehnte später, so manches Mal fast ungläubig staunen lassen. Hätte ich es alles nicht selbst erlebt, so würde ich wohl meine Schwierigkeiten haben, dies alles glauben zu können. Fast jeden Tag diese aufregenden Dinge zu erleben, die mir dort begegnet sind, kam förmlich einem Dauertrip gleich. Vielleicht habe ich aber auch Situationen solcher Art angezogen. Jedenfalls verfolgten sie mich immer auf Schritt und Tritt. Ohne Netz und doppelten Boden und mit vollem Risiko zu leben, fand ich schon von jeher ungleich spannender, als die langweilige Vorgehensweise, immer alles abzusichern und ständig Garantien einzufordern.
Tredition Ines Hagemeyer Gedichte in der Literaturzeitschrift Dichtungsring 1984-2017 A1053561637
Im Gedichtzyklus 1984-2017 von Ines Hagemeyer wird die Fremdheit zwei- und zwiesprachig gebannt. Es ist das ganze Leben, nicht nur ein erlebter Teil, nicht nur die politische Vergangenheit und der Tod, der Meister aus Deutschland, ist das Thema. Flucht: „aus der Wiege gespült an einen weißen Strand ...“ und zweisprachige Kindheit: das familiäre Deutsch einerseits, Spanisch in Uruguay andererseits: „bezweifelte Einwurzelung“ (Rückblende). So wird die Sprache die eigentliche Heimat, obwohl auch immer wieder ein „Absturz der Worte“ (inhärent) droht – das Nichtbegreifenkönnen des erfahrenen Grauens. Nichts aber wäre das Leben ohne das Suchen nach Worten und Sätzen, um die eigene Existenz und die Fremde zu begreifen, die uns umgibt, und die „Erschütterung die dich zwischen Tür & Angel kalt erwischt hat“ ... „die ererbte Asche aus heiterem Himmel“. Asche und Sand ... sind nicht zu tragen ohne Hoffnung: „die Last deiner Väter gebeugt zu tragen brauchst du nicht mehr“ (Vision II). Aber quälend vertraut bleiben die „langen Schatten der Mythen“ – und der eigene Tod am Ende des Lebens. Es liegt manchmal eine Melancholie in den Versen, deren Schönheit bedrohlich gleißt und in die Augen brennt. Schmerzende Wahrheit: homo homini lupus. Und doch – die Kindheit war „nicht nur Schatten und Alb“, es gab „bunte Blätter“ und duftende Erde (Herbst). Und es gibt die Poesie der Sprache! Im „Lied für Gitarre“ heißt es: „was das Gedicht sagt wenn es schweigt hüllt sich in Stille ohne zu verstummen“. Also gibt es doch Hoffnung auf Sagbares und auf Verstehen, auf Übersetzung der Stille in Wissen und Antwort. In einem der schönsten Gedichte, „Lied für Madrid“, scheint das Leben hart und starr und leblos, und doch gibt es „in meinem Wald aus Stein benetzte Utopie weht sanft eine Brise trägt meine Haut ein Lied“. (aus dem Vorwort von Ulrich Bergmann)
'Nugent: Eine Klasse für sich' Deutschlandfunk 'Ein herausragender Psychothriller' Der Spiegel "Entsorg mich mit dem Müll", sagte er immer. "Wenn ich sterbe, kannst du mich einfach mit dem Müll entsorgen." Sally Diamond kann nicht verstehen, warum es seltsam sein soll, was sie getan hat. Sie hat doch einfach nur befolgt, was ihr Vater ihr aufgetragen hat. Aber plötzlich interessieren sich alle für die zurückgezogen lebende Frau: Medien, Polizei und eine unheilvolle Stimme aus ihrer Vergangenheit - an die sie keine Erinnerungen hat. Während sie nach und nach die Schrecken ihrer Kindheit versteht, entdeckt Sally zum ersten Mal wirklich die Welt. Sie findet neue Freunde, trifft weitreichende Entscheidungen und lernt, dass Menschen nicht immer meinen, was sie sagen. Doch wer ist der Fremde, der Sally Nachrichten schickt? Und warum scheint ihr Nachbar geradezu besessen von ihr zu sein? Ein Roman, der unter die Haut geht mit einer unvergesslichen Protagonistin.
S. Fischer Publishing Autobiografie meines Körpers, Biografien von Lize Spit
Die "Autobiografie meines Körpers" von Lize Spit ist ein eindringliches Werk, das die komplexe Beziehung zwischen Kindheit, Familie und dem eigenen Körper thematisiert. In einem kleinen belgischen Dorf aufgewachsen, wird die Protagonistin von den Herausforderungen einer alkoholkranken Mutter und einem unberechenbaren Vater geprägt. Diese Erfahrungen hinterlassen tiefe Spuren in ihrem Leben und Körper. Der Mut, sich mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen, wird besonders deutlich, als die Mutter an Krebs erkrankt und Lize den Schritt wagt, das Schweigen zu brechen. Das Buch bietet nicht nur eine bewegende Erzählung, sondern auch eine besondere Ausstattung: Der Schutzumschlag ist mit winzigen Ausstanzungen versehen, die beim Lesen eine tiefere metaphorische Bedeutung entfalten. Lize Spit öffnet mit ihrer Geschichte die Tür zu den dunkelsten Räumen ihrer Familiengeschichte und lädt die Leser*innen ein, sich mit den Themen Einsamkeit, Unsicherheit und dem Aufbrechen toxischer Familiendynamiken auseinanderzusetzen.
Mein Name ist Elli... und im achtzehnten Sommer meines Lebens fing mein Leben erst so richtig an.In diesem schmalen Spalt zwischen blumiger Kindheit und tristem Erwachsensein erlebte ich alles das erste Mal:Die erste große Reise und das erste Nein zum Vater. Das erste Auf-sich-allein-gestellt-Sein und das erste Am-Boden-zerstört-Sein - aber eben auch das erste Ich-stehe-trotzdem-wieder-Auf. Die erste Liebe... ja... und dann die erste neue Frisur.Dass mein verschollen geglaubter Bruder dabei eine so große Rolle spielen würde, kam, nun ja, ziemlich überraschend. Sein Auftauchen brachte alles durcheinander und damit auch irgendwie alles in Ordnung... in mir und um mich herum.Na ja, dieser schmale Spalt entpuppte sich in diesem Sommer ´98 jedenfalls als nicht allzu schmal, und auch als gar kein Spalt. Dafür passte einfach viel zu viel hinein.
Vom Zweimannbetrieb zum Weltmarktführer Die Buchreihe „Mein Leben, meine Firma, meine Strategie“ porträtiert herausragende Unternehmerinnen und Unternehmer, die in ihren Branchen einen bedeutenden Beitrag geleistet haben – von den Patriarchen etablierter Familienunternehmen bis hin zu aufstrebenden Köpfen der Gründerszene. Die Autoren der WirtschaftsWoche schreiben nicht über sie, vielmehr lassen sie die Unternehmer selbst zu Wort kommen. Jeder Band ist einer Persönlichkeit gewidmet, die sich in mehreren langen Interviews den Fragen der Autoren stellt. Die Gespräche über Erfolge, Krisen, Verantwortung, Führung und unternehmerischen Mut zeichnen ein authentisches Bild der Unternehmer. Sie zeigen auch den Menschen hinter dem Firmenlenker: seinen Blick auf sich selbst, seine Familie und die Gesellschaft. Der erste Band der Reihe widmet sich Reinhold Würth , der aus dem Zweimannbetrieb seines Vaters einen Weltmarktführer für Befestigungs- und Montagetechnik mit 77.000 Mitarbeitern machte. Würth erzählt von seiner Kindheit, den Anfängen des Betriebs und den Erfolgsgeheimnissen des jahrzehntlangen Wachstums. Er spricht über Werte wie Fleiß, Verantwortung und Vorbildhaftigkeit ebenso wie über seine Rolle als Chef, Ehemann, Familienvater und Kunstmäzen. Reinhold Würth blickt auf ein beispielloses Unternehmerleben zurück und richtet gleichzeitig – stets bestens informiert – den Blick nach vorn.
PHILOTAS. So bin ich wirklich gefangen? Gefangen! Ein würdiger Anfang meiner kriegerischen Lehrjahre! O ihr Götter! O mein Vater! Wie gern überredte ich mich, daß alles ein Traum sei! Meine frühste Kindheit hat nie etwas anders, als Waffen, und Läger, und Schlachten und Stürme geträumet. Könnte der Jüngling nicht von Verlust und Entwaffnung träumen? Schmeichle dir nur, Philotas! Wenn ich sie nicht sähe, nicht fühlte, die Wunde, durch die der erstarrten Hand das Schwerd entsank! Man hat sie mir wider Willen verbunden. O der grausamen Barmherzigkeit eines listigen Feindes! Sie ist nicht tödlich, sagte der Arzt, und glaubte mich zu trösten. Nichtswürdiger, sie sollte tödlich sein! Und nur eine Wunde, nur eine! Wüßte ich, daß ich sie tödlich machte, wenn ich sie wieder aufriß, und wieder verbinden ließ, und wieder aufriß Ich rase, ich Unglücklicher! Und was für ein höhnisches Gesicht itzt fällt mir es ein mir der alte Krieger machte, der mich vom Pferde riß! Er nannte mich: Kind! Auch sein König muß mich für ein Kind, für ein verzärteltes Kind halten. In was für ein Zelt hat er mich bringen lassen! Aufgeputzt, mit allen Bequemlichkeiten versehen! Es muß einer von seinen Beischläferinnen gehören. Ein ekler Aufenthalt für einen Soldaten! Und anstatt bewacht zu werden, werde ich bedienet. Hohnsprechende Höflichkeit!
»Ich kann nicht poetisch schreiben, ich bin kein Dichter. Ich kann durchs Deuten und Pantomime meine Gesinnungen und Gedanken nicht ausdrücken. Ich kann es aber durch Töne; ich bin ein Musikus.« – W. A. Mozart Paul Barz erzählt in diesem biografischen Roman die Entstehung der wohl meistgespielten Oper Mozarts und lässt in Dialogen und Rückblenden auf der Basis der Zeugnisse aus der Zeit, vor allem der Briefe Mozarts und anderer, das bewegte Leben des Komponisten Revue passieren: seine Kindheit unter dem ehrgeizigen Vater, der das Wunderkind auf ausgedehnten Konzertreisen, oft zusammen mit seiner Schwester Maria Anna (genannt Nannerl), in ganz Europa vorführte; seine ständige Suche nach Aufträgen, die Wechselbäder zwischen Erfolg und Misserfolg; seine Liebesaffären und seine Ehe mit Constanze Weber; seine Konflikte mit der Familie, mit Auftraggebern und Konkurrenten. Dieses Buch ist eine ungekürzte, unbearbeitete Neuauflage des 2005 erschienenen Buches von Paul Barz auf Basis des Originalmanuskriptes.
Frölich und Kaufmann Das Hundeauge. Eine deutsche Familiengeschichte. 7067410
Die Inflation vernichtete die Ersparnisse meiner Familie ... - so beginnen in Deutschland viele Geschichten. Auch die des kleinen Rolf Nagel, der 1929 in eine ganz normale Hamburger Familie hineingeboren wird. Als die Nazis die Macht ergreifen, ändert sich seine Kindheit. Der Vater tritt in die NSDAP ein. Der Junge erlebt mit, wie Häftlinge ermordet werden, denn die Wohnung der Familie liegt nahe einer Außenstelle des KZ Neuengamme. Der fünfzehnjährige Rolf lässt sich für die »Werwölfe« anwerben. Vorgeblich eine geheime Partisanengruppe Heinrich Himmlers; in Wahrheit nichts anderes als Kanonenfutter. Kurz darauf endet dann der Krieg. Rolf Nagel wird Schauspieler am Hamburger Thalia Theater, steht neben Harald Juhnke oder Horst Tappert vor der Kamera. Doch das Geschehene lastet auf ihm, genau wie der Blick eines schwarzen Hundeauges, ein Bild, das ihn verfolgt. Eine Auseinandersetzung mit persönlicher und familiärer Schuld sowie mit der Entscheidung, Rechenschaft über das eigene Tun abzulegen.
"Der Anfang meiner Liebe für die Bienen verliert sich in frühester Kindheit und nur so viel weiß ich noch, daß ich als ganz kleiner Knabe nichts lieber tat, als dem mich beaufsichtigenden Dienstmädchen zu entwischen und zu Nachbar Gottlob Richters Bienen zu laufen. Kam dann die holde Maid nach, um mich zurückzuholen, so stellte ich mich mitten in den Flug der Bienen und rief ihr höhnend zu: krieg mich doch, krieg mich doch! Am 28. Juni 1822, meinem 7. Geburtstage, kaufte mir mein Vater den ersten Bienenstock. [...] Vergleicht man eine Königin, eine Arbeitsbiene und eine Drohne, so wird man die wesentlich verschiedene Körpergestalt dieser drei Tiere sofort wahrnehmen. Die Königin ist z.B. in die Augen fallend länger und glatter als die Arbeitsbiene, die Drohne dicker als beide und kürzer als die Königin; die Königin hat einen krummen, ziemlich dicken, die Arbeitsbiene einen geraden, feinen, die Drohne gar keinen Stachel usw. " [...] Der deutsche Bienenforscher und Erfinder des beweglichen Wabenrähmchens schildert in dem vorliegenden Werk ausführlich das Wesen der Biene. Er erläutert detailliert die Aufzucht, Pflege und den Nutzen der Biene, schildert den Bau des Bienenhauses und des beweglichen Wabenrähmchens. Dieses historisch bedeutsame Buch ist ein unveränderter Nachdruck der längst vergriffenen Originalausgabe der zweiten Auflage von 1869.
Tolino media Glück und Leid liegen oft nah beieinander A1075107289
Sie hatte eine schöne Kindheit, wuchs mit vier Brüdern auf. Gemeinsam mit den Eltern und der Oma lebte sie auf dem Dorf, in einem großen Haus. Auf dem Hof gab es viele Tiere, hinter der Scheune war eine schöne Wiese, auf der sie mit ihren Brüdern Fußball spielte. Da gab es den großen Gemüsegarten, die alten Kopfweiden und den kleinen Graben. Mit einer Freundin aus der Nachbarschaft spielte sie gern das Spiel „Vater; Mutter, Kind“. Dafür verwandelten die beiden Holzstücke aus dem Schuppen mit Stoffresten in Puppen, aus den weißen Holunderblüten, Sand und Wasser kochten sie eine leckere Suppe für die „Familie“. Dann lernte sie einen Mann kennen, ihre erste große Liebe. Mit ihm wollte sie gern dieses Spiel aus den Kindertagen weiterspielen. Aber oft musste sie sich fragen: „Gibt es dieses Spiel auch im wahren Leben?“ Sie hatte diesen Traum, diesen Wunsch, ein Leben mit Vater, Mutter, Kind. Leider musste sie schmerzlich erfahren, dass Glück und Leid nah beieinander liegen. Oft sagte sie: Es wird alles gut, ich schaff das schon. Ich möchte hier die Geschichte einer Frau erzählen, die nie aufgab, die sich mit einem starken Willen und Freude am Leben nach jedem Leid ein neues Glück aufbaute. Es ist meine Geschichte.
BoD – Books on Demand Himmel über West- Es geht weiter-50er Jahre A1059369201
Autobiographie der Autorin: Erinnerungen an meine sorglose und behütete Kindheit, wie sie wohl so mancher zu der Zeit erlebt hat. Kleine Geschichten mit hoffnungsvollen Kindheitsträumen in den Nachkriegsjahren im Korbmacherdorf Exten bei Rinteln im Weserbergland. Sie fielen zusammen mit dem Wiederaufbau nach dem Krieg in den Jahren 1947 bis 1957. Es wurden aber auch die Weichen gestellt für die Welt von heute. Unbewußt erlebte ich eine stürmische Entwicklung und den Aufbruch in eine moderne Zeit! Gerade als Kind habe ich dieses hautnah miterlebt und gebe dieses Erlebte in kleinen Geschichten wieder. Ich wuchs unter Korbmachern auf. Meine erste Bekanntschaft mit dem "Plumpsklo", beim Kaufmann, Kinderverschickung, dem ersten Kaba-Kakao, mein Lieblingsaufstrich dem Rübenzapp. Erste Fernsehsendungen, die Liebe zur Musik, verbunden mit dem Schifferklavier meines Vaters, seine Angelleidenschaft, Kindergottesdienst und vieles mehr! Da gab es im Jahre 1951 kostenlose Impfungen und den Sieg über die Kinderlähmung. Der erste Hula-Hoop-Reifen, Schneider-Bücher, Möbel im 50er-Jahre-Stil, Hausbau, Zitronenlimonade mit Eierlikör. Freute mich über die erste Puppe, das erste Fahrrad und den Zusammenhalt innerhalb unserer Familie.1957 erlebte ich die ersten Fernsehsendungen. Ich begeisterte mich für das erste Tonband, den Plattenspieler und die ersten Single-Schallplatten. Rockn Roll fesselte mich, Sänger, wie Peter Kraus und Elvis Presley, aber besonders begeisterte mich Caterina Valente mit ihren Liedern und ihren Musikfilmen. Neugierig geworden? Dann lassen Sie sich von diesem Buch inspirieren! Neuaflage von "Weidenkäpsel" (2011)
1940, als eine Luftschlacht in einem bisher noch nicht gekannten Ausmaß über England tobte, wurde in Dresden ein Kind geboren, das bereits 1943 seinen Vater an der Ostfront verlor. Im Jahr 1945 überlebte dieses Kind zwei Luftangriffe und verlor 1946 seine Mutter. Das dabei Erlebte wird in diesem Buch authentisch geschildert. Fast verhungert gelangte der Knabe 1947 mit seinem Bruder in ein Heim für Schwererziehbare. Weiterhin wird die harte Nachkriegszeit als Vollwaise, in der ich fast verhungert wäre, wie auch die weitere Kindheit und Jugend bei Pflegeeltern im Rahmen des Neuaufbaus meiner Heimatstadt aus meiner Sicht abgebildet. Die Studienjahre mit Begebenheiten aus meinem Nebenjob bei den Dresdner Verkehrsbetrieben und der Einstieg in die Berufswelt einschließlich der familiären Entwicklung zeigen die Möglichkeiten einer persönlichen Entwicklung in der Zeit der 1960-iger Jahre in der DDR auf. Die immer stärkere Wandlung dieses Staates in ein totalitäres System und zum Mangelverwalter, deren restriktive persönliche Auswirkungen immer deutlicher wurden, und viele Schicksalsschläge prägten mein Handeln in den 1970-iger bis Anfang der 1980-iger Jahre. Unser Ausreisebegehren im Jahr 1986, die Reaktionen des Staates und seiner Spitzel, unser unermüdliches Bestreben aus der Staatsbürgerschaft der DDR entlassen zu werden, wird im Zeitabschnitt 1986 bis 1989 dargelegt. Das erste Buch endet mit der Schilderung unserer Übersiedelung in die BRD am 15.09.1989. Dieses ereignisreiche Werk schafft beim Leser Bilder, die Ihn an das Buch binden und es Ihm ermöglichen sich jede Situation genau vorzustellen, zugleich auch viele geschichtliche Ereignisse und Fakten aufzufrischen und deren Wirkung aus heutiger Sicht zu beurteilen.