„Hölle im Paradies“; im Jahr 1939 abgeschlossen, ist ein reflektierender Bericht über ein exemplarisches Leben. Und doch gerät das Werk zu sehr viel mehr als einer reinen Autobiografie. Denn Martin Gumpert, 1897 als Sohn eines jüdischen Mediziners geboren, durchlebt und erleidet das Schicksal seiner Generation und seines Glaubens. Früh entdeckt er seine Liebe zum Schreiben und veröffentlicht schon als Schüler erste Gedichte. Nach der Machtübernahme durch das NS-Regime immer mehr an der Ausübung des Arztberufs gehindert, flieht Gumpert ganz in die Literatur und setzt mit seinen erzählerischen Texten dem Faschismus ein klares Nein entgegen, bevor er 1936 in die USA emigriert. Seine bewegte Lebensgeschichte verortet der Arzt, der eben auch ein begabter Erzähler ist, eindrucksvoll im politischen, geistigen, sozialen Kontext der Zeit, der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. So entsteht vor den Augen des Lesers ein facettenreiches Bild dieser Welt von gestern. „Hölle im Paradies“ ist gleichsam ein Abschied Martin Gumperts von Deutschland und von Europa, nicht aber von seiner Liebe zur Heimat, zur deutschen Sprache, zur europäischen Kultur. Die eindringliche Lebensbeschreibung eines liberalen Zeitzeugen.
In den späten Siebzigern wurde in Sibirien eine tiefe Tagebaumine zu einem Versuchsbohrloch. Die Crew um einen Erdbebenforscher bohrte auf der Suche nach Wissen über die Tiefe und fand mehr als sie suchte. Das Lager wurde abgebrochen, das Bohrloch versiegelt und alles zur Geheimsache erklärt. Jahre später sucht eine Minengesellschaft nach Diamanten und öffnet unbemerkt das Siegel. Der Versorgungskonvoi findet nur noch ein Massaker und einen erforenen Amokläufer vor. Alles wird übermäßig viel Vodka bei einem labilen Mann zugeschrieben. Als ein gerade in Frankfurt eingetroffener Litauer ohne Grund in einer Mondfinsternisnacht Amok läuft, beginnt für den provinziellen Jungjournalisten Johann Alvarez eine Odyssee. Er recherchiert Hintergründe und begibt sich auf eine ungewisse Reise durch die halbe Welt, die ihn in die Vergangenheit führt; seine eigene Vergangenheit holt dabei schneller auf als er laufen kann. Er trifft auf eine geheimnisvolle Bruderschaft, neue russische Oligarchen und eine Legende, die realer ist als er jemals befürchtet hätte.
“Lauf! Du hast keine Chance zu entkommen”; hörte ich diese tiefe, furchterregende Stimme hinter mir brüllen. Meine Beine trugen mich so schnell sie konnten. Es war wie im Traum- vollkommen surreal. Ich spürte nicht einmal mehr, dass ich lief. Zudem hatte ich keine Ahnung, wie lange ich schon unterwegs war. Es fühlte sich an, wie eine automatische Bewegung, die meine Beine antrieb. Mein Rock störte dabei. Meine Beine konnten sich nicht so weit auseinanderbewegen, wie sie gerne würden und meine Schritte waren dadurch viel kleiner, als sie sein könnten. Das verschaffte ihm einen Vorteil. Ein Vorteil, der mich allerdings mein Leben kosten könnte...
Die Hölle? Die liegt am Flughafen Schwechat – wo Himmel und Erde einander berühren. Und niemand anderer als Elfriede Jelinek ist der perfekte Guide durch die zeitgenössische Hölle, wo – so wie bei Dante – die Sünder von heute unterwegs sind. Ein literarisches Schurkenstück der Sonderklasse. In Dantes mittelalterlicher Hölle schmorten seine Zeitgenossen: Lustmolche, Zuhälter, Korrupte und jede Menge anderer Sünder. So eine Hölle schreit zu jeder Zeit nach einer Aktualisierung, schließlich werden Sünden nie alt und nie anders. Während Dante auf seiner Tour durch die Unterwelt vom Dichter Vergil geführt wurde, braucht die heutige Hölle eine neue Führerin – und dafür eignet sich niemand besser als Österreichs „prima poetessa“ Elfriede Jelinek. Auch heute ist die Hölle an einem Ort angesiedelt, wo Himmel und Erde einander berühren: am Flughafen Schwechat. In den Gates sind unsere aktuellen Sünder zu besichtigen, und wie es sich für ein ordentliches Jenseits gehört, statten auch ein paar Tote der neuen Hölle einen Besuch ab. Am Flughafen angekommen, beginnt ein literarisches und assoziationsreiches Absolvieren von für die Menschheit bedeutsamen Stationen und Menschen. Wir begegnen u.a. Robert Pfaller, wir begegnen den mittlerweile handysüchtigen Geschwistern aus Jelineks Roman „Die Ausgesperrten“; wir begegnen dem Dichter Peter Hammerschlag und vielen anderen mehr. 75 Jahre Elfriede Jelinek, 700 Jahre Dante Alighieri, 67 Jahre Flughafen Schwechat – hier kommt der Roman, der all das auf das Gewitzteste zusammenführt. Geistreich, provokant und sehr unterhaltsam.
Tim und Michael sind endlich frei. Ihnen ist die Flucht aus der behüteten Welt ihrer Kindheit gelungen und nun stehen sie zum ersten Mal in ihrem Leben auf eigenen Beinen in der wirklichen Welt. Einer düsteren Welt, in der die Menschen sich in den Überbleibseln einer längst vergangenen Zivilisation verstecken und jeden Tag aufs Neue um das eigene Überleben kämpfen müssen. Zusammen mit Vi, diesem kampfeslustigen und eigenwilligen Mädchen, das ihnen bei ihrer Flucht geholfen hat, bereitet sich Michael auf den großen Kampf gegen den gemeinsamen Feind vor. Doch während Michael tiefer und tiefer in die Welt von Krieg und Kampf eintaucht, versucht Tim herauszufinden, wie die Welt überhaupt zu dieser Hölle auf Erden hatte werden können. Und die Wahrheit, die er dabei entdeckt, droht erneut, alles ins Wanken zu bringen was die beiden zu wissen glauben. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Oliver Brunottes zweiter Roman schließt nahtlos an den ersten Teil der Reihe an und doch könnte der Kontrast zwischen den Büchern kaum größer sein. Wurde im ersten Band eine paradiesische Welt gezeigt, in der all unsere heutigen Probleme gelöst zu sein schienen, so erwartet den Leser im zweiten Buch eine wahre "Hölle auf Erden" und die Geschichte nimmt rasant an Fahrt auf. Doch trotz aller Action und Spannung verlieren die beiden Jungen, die schon im ersten Teil auf ihre ganz eigene, erfrischend kindliche Art die Geheimnisses des "Neuen Paradieses auf Erden" gelüftet hatten, nie ihre Neugier und den Entdeckermut. Gemeinsam mit ihnen wird der Leser auf eine spannende Reise genommen, in der aktuelle Themen wie das Coronavirus, der Klimawandel, Krieg, Fake News und die Gefahren und Chancen der künstlichen Computerintelligenz auf unterhaltsame und gleichzeitig kritische Weise beleuchtet werden. Passend zum Thema wurden dabei sämtliche Kapitel mit Bildern illustriert, die ausschließlich von künstlichen Intelligenzen "gezeichnet" wurden. Die Hölle auf Erden ist ein Buch für Jugendliche und Erwachsene, die vor den großen Problemen unserer Zeit nicht die Augen verschließen wollen und die sich gleichzeitig nicht von der Gefahr einer bedrohlichen Zukunft lähmen lassen wollen. Ein Buch für all diejenigen, die, genau wie die beiden Kinder in der Geschichte, lieber nach Lösungen suchen, als vor einer vermeintlich unvermeidbaren Zukunft zu kapitulieren.
»Und was haben wir bisher so getrieben in unserer Dienstzeit?« »Die Bösen gefangen und hinter Schloss und Riegel gebracht.« »Genau. Aber wenn wir mal schneller wären? Wenn wir ein Mal, nur ein einziges Mal verhindern könnten, dass etwas passiert?« Familiendrama am Rande des Nationalparks Schwarzwald: Auf ihrem Bauernhof machen sich Vater und Sohn das Leben zur Hölle. Die Heimat verkaufen? Niemals! Ein heftiger Streit entbrennt. Das Unheil scheint unvermeidbar, aber eine Verwandte will das Schlimmste verhindern. Verzweifelt bittet sie den Karlsruher Kommissar Oskar Lindt um Hilfe. Ist es schon zu spät, oder kann der erfahrene Mordermittler eine Bluttat gerade noch verhindern?
Eine Witwe hatte zwei Töchter, von denen war eine schön und fleißig, die andere hässlich und faul. Sie hatte aber die hässliche und faule, weil sie ihre rechte Tochter war, viel lieber, und die andere musste alle Arbeit tun.
Die Siegerbeiträge des Stockstädter Literaturwettbewerbs 2022/2023 der Gemeinde Stockstadt am Rhein, das Thema lautete "Himmel und Hölle". Das Buch "Himmel und Hölle" wird herausgegeben von der Gemeinde Stockstadt am Rhein. Es enthält die Siegertexte des so betitelten Wettbewerbs, den die Gemeinde im Jahre 2022 ausgeschrieben hat. Es ist im März 2023 zur 26. Buchmesse im Ried in Stockstadt erschienen. "Gerade Schreibende sind es ja, die auf aktuelle Veränderungen in der Welt reagieren, sie spiegeln und verarbeiten. Um den herausragenden Autorinnen und Autoren in unserem Umkreis dazu einen Anstoß zu geben, war das Thema 'Himmel und Hölle' sicher geeignet. Wir freuen uns, wenn wir durch den Wettbewerb Menschen zu Reflexionen über unsere Lebenswelt und in der Folge zu interessanten Geschichten anregen können! Wer unsere Siegerbücher verfolgt, kann sich immer wieder auf großartige Texte ganz unterschiedlicher Art freuen – die noch dazu oft Bezug auf unsere Region nehmen oder direkt in ihr entstanden sind." Aus dem Vorwort des Bürgermeisters der Gemeinde Stockstadt am Rhein, Thomas Raschel. Die Preisträger des Stockstädter Literaturwettbewerbs 2022/2023 sind: Ingrid Becker, Beate Blacker, Nina Brenke, Klaus Brunn, Robin Dietz, Arri Dillinger, Fredy Gareis, Nathalie-Sophie Hammer, Gerd Henze, Tamara Krappmann, Brigitte Morgenroth, Marga Rodmann, Gabriele Schättel, Fritz Stock, Josephine Szallies und Heidelinde Zimmer.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Theaterwissenschaft, Tanz, Note: 1,7, Universität Leipzig, Sprache: Deutsch, Abstract: Sartres Werk widersetzt sich jedem Versuch einer Einordnung. In kritischer Anlehnung an Hegel, Freud, und Heidegger entwickelte Sartre eine existentialistische Phänomenologie, die ontologisch und anthropologisch ausdifferenziert wurde. In dem Kapitel "Der Blick" aus Sartres "Das Sein und das Nichts" gibt er eine mögliche Antwort auf die Frage, weshalb die Anderen für uns zur Hölle werden können: Es sind die Blicke der Anderen, die uns in eine Höllensituation bringen können. Warum? Die Ursache dafür sieht Sartre in mehreren Punkten. An erster Stelle das menschliche Schamgefühl und die scheinbar sinnlose Existenz aller Dinge in der Welt, was Sartre bereits 1935 in seinem Roman "Der Ekel" geschildert hatte. Der Blick des Menschen ist eine objektive Sichtweise. Alles was wir in unserer Umwelt wahrnehmen, begreifen wir zunächst als Objekt, so auch die anderen Menschen. Unser Schamgefühl bezeichnet Sartre als das begreifen dessen, das man von Anderen gesehen wird und so zum Objekt des Betrachters gemacht wird. Das Höllische daran ist nun, laut Sartre, dass wir nicht imstande sind den uns Betrachtenden unsere Subjektheit, unser eigenes Wesen zu vermitteln. "Insofern bilden die andren zunächst eine Hölle, weil sie uns dazu verdammen, etwas zu sein, was wir nicht sind, und uns damit unserer Freiheit berauben, uns zu dem zu machen, was wir wirklich sind." Das bedeutet, dass der Betrachter nicht in der Lage ist unser inneres Wesen zu erfassen. Der erste Eindruck, bleibt immer ein äußerlicher, den man durch Gestik, Mimik und Aussagen des Gegenübers erfährt. So verhält es sich auch mit den Figuren des Dramas "Geschlossene Gesellschaft". Drei Charaktere treffen hier aufeinander, von denen je einer den Blicken und Meinungen der zwei Anderen ausgesetzt ist und bleibt. Auch der Zuschauer wird niemals in die Situation gelangen, dass wahre Wesen eines der Charaktere zu erfassen. Es ist und bleibt der Blick, der das Schamgefühl, als ein ich werde gesehen in uns wach ruft und damit den Anderen zum Feind macht, der nicht unser Wesen, sondern unsere Existenz als ein Objekt unter Objekten erfährt. "Der Andere wird zunächst als die Hölle erfahren, als der Feind, der einen durch seinen Blick im weitesten Sinne tötet, weil er festlegt, versteinert, zu einem Objekt, zu einem Ding macht , das ihm passiv ausgesetzt ist."
Andy Donaldson suchte eine Wohnung in London und durchforstete bekannte Immobilienportale im Internet. Die Traumwohnung fand er dort zunächst nicht, dafür aber einen ganz anderen Schatz: Jede Menge überraschend skurrile Fotos. Fotos von Häusern, Wohnungen und Gärten, die alles waren, nur nicht seriös, vielversprechend, einladend oder gar werbend. Dafür aber sehr lustig. Als er auf ein Haus stieß, das konsequent im 45-Grad-Winkel fotografiert worden war, beschloss er, die Fotos in einem Blog zu sammeln und mit seinen Freunden zu teilen. Innerhalb von nur einem Jahr wurde sein Blog so bekannt, dass er heute über acht Millionen Besucher zählt. Viele von ihnen auf der ganzen Welt helfen mittlerweile beim Sammeln für TerribleRealEstateAgentPhotographs.com.
Die Reihe Studien zur deutschen Literatur präsentiert herausragende Untersuchungen zur deutschsprachigen Literatur von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Offen besonders auch für komparatistische, kulturwissenschaftliche und wissensgeschichtliche Fragestellungen, bietet sie ein traditionsreiches Forum für innovative literaturwissenschaftliche Forschung. Alle eingesandten Manuskripte werden doppelt begutachtet. Informationen zum Bewerbungsverfahren und zu Druckkostenzuschüssen erhalten Sie beim Verlag. Wenden Sie sich dazu bitte an den zuständigen Lektor Dr. Marcus Böhm (marcus.boehm [ at ] degruyter.com).,The series Studien zur deutschen Literatur (Studies in German Literature) presents outstanding analyses of German-speaking literature from the early modern period to the present day. It particularly embraces comparative, cultural and historical-epistemological questions and serves as a tradition-steeped forum for innovative literary research. All submitted manuscripts undergo a double peer-review process. Please contact the editor Dr. Marcus Böhm (marcus.boehm [at] degruyter.com) for further information regarding manuscript submission and subsidies.
Tredition Von der Hölle in die Unabhängigkeit A1056522357
Mit Mut zur Ehrlichkeit gegen sich selbst und mit dem starken Willen aus einer oft belächelten Krankheit wieder zu sich selbst zu finden beschreibt die Autorin Marry Nilles ihren harten Weg aus der Depression. Die Autorin empfindet ihr Buch als ein Aufdecken der Realität und der Wahrheit vieler Situationen von Menschen, die ihr nahe stehen oder standen. Sie hofft anderen Menschen, die Ähnliches durchleben, damit Hinweise zu geben um frühzeitig etwas gegen diese Krankheit zu unternehmen. Dieses Buch stellt keinen Ratgeber dar, sondern zeigt dem interessierten Leser, wie schnell man in de Spirale einer Krankheit hineingeraten kann und wie viel innerliche Kraft und Stärke dazu gehört, sich der Gesellschaft zu öffnen und Dinge anzusprechen, um seine Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen. „ Von der Hölle in die Unabhängigkeit „ Ein Buch über Höhen und Tiefen und über den starken Willen sein Ziel zu erreichen.