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Kampa Verlag 1984 A1079004255
London im Jahr 1984. Winston Smith arbeitet im Ministerium für Wahrheit und schreibt die Fakten aus Geschichte und Gegenwart so um, dass sie in das Narrativ der Regierungspartei passen. Er ist eine Marionette in einem totalitären Regime, dessen Überwachung bis in den hintersten Winkel der Wohnungen, in die Sprache und das Denken der Menschen hineinreicht. Doch als sich Winston in die geheimnisvolle Julia verliebt, beginnen sie gemeinsam, das System zu hinterfragen. Ein Verbrechen, auf das die Todesstrafe steht – und das in einer Welt ohne jegliches Vertrauen nicht lange unentdeckt bleibt.
Als Siebenjährige debütierte sie mit Mozarts Klavierkonzert dMoll und Beethovens Klavierkonzert CDur; sie studierte unter anderem bei Friedrich Gulda in Wien und erlangte spätestens mit dem Sieg beim Internationalen ChopinWettbewerb 1965 weltweiten Ruhm; ihre intuitiven und temperamentvollen Interpretationen sind legendär: Martha Argerich ist eine der virtuosesten und bekanntesten Pianistinnen unserer Zeit. Und sie fasziniert nicht nur mit der Kraft ihres Spiels, sondern auch mit ihrer unabhängigen, eigenwilligen und geheimnisvollen Persönlichkeit. Olivier Bellamy ist als einer von nur wenigen Journalisten in den Genuss mehrerer längerer Gespräche mit dem Musikstar gekommen. Mit diesem Band lässt er uns daran teilhaben.
Jack McEvoy ist Polizeireporter bei den Rocky Moun tain News in Denver. Als er vom Tod seines Zwillingsbruders Sean, Detective bei der Mordkommission, erfährt, gerät sein Leben vollkommen aus dem Gleichgewicht. Die Polizei geht von Selbstmord aus: Jacks Bruder soll sich in seinem Auto erschossen haben. Einen Abschiedsbrief habe er auch hinterlassen, auf der Windschutzscheibe: Out of space. Out of time. Ein Zitat von Edgar Allan Poe. Jack glaubt nicht, dass sein Bruder sich selbst das Leben genommen hat und ermittelt auf eigene Faust. Dabei stößt er auf eine ganze Reihe ungelöster Todesfälle: Sean ist nicht der einzige Polizist, der unter ungeklärten Umständen umgekommen ist und Verse von Edgar Allan Poe hinterlassen haben soll. Jack sieht seine Zweifel an der Selbstmordthese bestätigt. Aber wer ist dieser »Poet«, der es vor allem auf Polizisten abgesehen hat? Was ist sein Motiv? Und wer wird das nächste Opfer sein?
London im Jahr 1984. Winston Smith arbeitet im Ministerium für Wahrheit und schreibt die Fakten aus Geschichte und Gegenwart so um, dass sie in das Narrativ der Regierungspartei passen. Er ist eine Marionette in einem totalitären Regime, dessen Überwachung bis in den hintersten Winkel der Wohnungen, in die Sprache und das Denken der Menschen hineinreicht. Doch als sich Winston in die geheimnisvolle Julia verliebt, beginnen sie gemeinsam, das System zu hinterfragen. Ein Verbrechen, auf das die Todesstrafe steht - und das in einer Welt ohne jegliches Vertrauen nicht lange unentdeckt bleibt.
Zehn Jahre nachdem Straßenmusiker Orlando Merced auf der Mariachi Plaza mitten in Los Angeles angeschossen wurde, stirbt er an den Folgen der Verletzung. Offiziell heißt es, der Schuss sei der Querschläger einer Bandenschießerei gewesen, doch die von der Gerichtsmedizin geborgene Kugel, die jahrelang im Rücken des Opfers steckte, erzählt eine andere Geschichte: Sie stammt aus einem Jagdgewehr. Harry Bosch übernimmt den Fall gemeinsam mit der aufstrebenden Starermittlerin des LAPD Lucia Soto. Doch obwohl auf den entscheidenden Hinweis eine große Belohnung ausgesetzt wird und daraufhin ganz L.A. helfen will, ist Soto mit einem Fall aus ihrer eigenen Vergangenheit beschäftigt: das Feuer in einer illegalen Kindertagesstätte, in dem sieben Kinder zu Tode kamen und dem sie nur knapp entrann. Nach all der Zeit wähnen die Täter sich in Sicherheit, doch Soto und Bosch lassen die Vergangenheit nicht ruhen, ehe der Gerechtigkeit Genüge getan wurde.
Fünf Jugendliche aus einem Dorf, das so klein ist, dass die Straßen keine Namen haben, locken einen Gleichaltrigen in den Wald und erschießen ihn. Ein Motiv haben sie nicht, die Suche nach dem Kick beginnt als Scherz und endet tragisch. Ein Vater tötet seine Frau und schießt auf beide Söhne, dann richtet er sich selbst. Der ältere Sohn überlebt schwer verletzt - und empfindet keinen Hass: Ihm bleiben die Erinnerungen an schöne Zeiten und ein Abschiedsbrief, in dem sein Vater schrieb, er wolle seine Familie zusammenhalten. Zwei Männer gründen eine rechtsradikale Gruppe. Ein Mitglied ist so stolz darauf, dazugehören, dass er im Dorf prahlt und damit das Schweigegelübde bricht. Sein Leben endet in einem mit Steinen beschwerten Sack im Thunersee. Bevor sie Bestsellerautorin wurde, berichtete Christine Brand über fünfundzwanzig Jahre lang als Gerichtsreporterin von Prozessen, lernte Täter*innen und Opfer, Zeug*innen und Hinterbliebene kennen. Dieser Band versammelt wahre Kriminalfälle und erzählt von Menschen, die nicht mehr weiterwissen, und von der Banalität der Umstände, die zuweilen zu schrecklichen Taten führen.
Vor siebzehn Jahren hat Fin Macleod seine raue Heimat auf der Isle of Lewis vor der schottischen Küste hinter sich gelassen - und das aus guten Gründen. Jetzt verschlägt es den Detective Inspector von der Kriminalpolizei Edinburgh wieder auf die Insel: Ein Mann wurde grausam ermordet und in einem Bootshaus aufgehängt, und der Fall weist Parallelen zu einer Tat in der Hauptstadt auf. Sofort wird Fin in seine Kindheit zurückversetzt: Mit dem Opfer, Angus Macritchie, ist er zur Grundschule gegangen. Und im Laufe der Ermittlungen begegnet er auch Marsaili wieder, seiner ersten und einzigen Liebe, und seinem ältesten Freund Artair, der inzwischen mit Marsaili verheiratet ist. Um das Rätsel um die Morde zu lösen, muss Fin noch einmal an der Guga-Jagd teilnehmen, einer lokalen Tradition, bei der junge Männer auf der unbewohnten Insel An Sgeir Tausende von Jungvögeln abschlachten. Kann Fin die Verbrechen aufklären und mit seiner Vergangenheit abschließen?
Die ersten Symptome zeigen sich ein, zwei Stunden nachdem das Gift in den Magen gelangt ist. Émile hört den regelmäßigen Atem seiner Frau neben sich, spürt ihre Wärme, nimmt ihren Geruch wahr, an den er sich nie hat gewöhnen können. Er fühlt sich nicht anders als an jedem anderen Sonntag. Und doch: Elf Monate lang hat er sich auf diesen Tag vorbereitet. Alle Probleme, die seine Ehe mit sich brachte, werden gelöst sein, Émile wird für immer frei sein. Er selbst wäre nicht auf die Idee gekommen, Berthe zu heiraten, damals, als er an die Côte d'Azur kam, aber für sie, Erbin einer Pension unweit von Cannes, war es die große Liebe. Und Émile, der Koch, machte aus dem einfachen Lokal ein Paradies für Gourmets. Erst als das Hausmädchen Ada eingestellt wird, überkommt Émile eine nie gekannte Leidenschaft, die alles verändert.
Gerade ist nach langer Ehe Paraskewias Mann gestorben, in ihrem Haus hoch oben auf dem Berg, das im tiefsten Wintervon der Außenwelt abgeschnitten ist. Und so schreibt sie die Nachricht von seinem Tod in großen Buchstaben in den Schnee, damit die Menschen unten im Tal davon erfahren. Ihre Enkelin Maja erlebt das Sterben ganz anders. Im Urlaub auf einer heißen Südseeinsel begegnet sie einem schwerkranken Zauberkünstler, in dem sie ihren Vater zu erkennen glaubt. Der Tod kommt schnell, plötzlich. Majas Mutter Ida möchte noch ein Mal ihr Elternhaus sehen. Im Schneetreiben verunglückt sie mit dem Autound findet Unterschlupf bei einem älteren Ehepaar, das eine Sterbeklinik für Tiere unterhält, und begegnet auch ihrer Mutter Paraskewia - in einer mythischen Vision.
»›Ich habe Durst ...‹; murmelte sie. Jemand reichte ihr ein Glas, ihres oder ein anderes, das war nicht mehr wichtig.« Nichts ist mehr wichtig, Bettys Leben liegt in Scherben. Ihr Mann hat sie bei einem Seitensprung erwischt, sie aus dem großbürgerlichen Haus gejagt; ihre beiden Töchter darf Betty nichts mehr sehen. Drei Tage lässt sie sich von Bar zu Bar treiben, bis ihre selbstzerstörerische Odyssee im Le trou bei Mario endet, wo sie völlig zusammenbricht. In einem Hotel in Versailles wacht sie auf. Laure, die Geliebte von Mario, kümmert sich rührend um Betty, richtet sie wieder auf, hilft ihr, mit ihrer dunklen Vergangenheit ins Reine zu kommen. Aber wer ist Betty wirklich, was will sie vom Leben? Und welchen Preis muss sie, müssen die anderen dafür zahlen?
»Eure Blicke begegnen sich in der Stille. Es braucht keine Worte. Dies ist eine ehrliche Begegnung.« Zum ersten Mal sehen sie sich in einem Pub in South East London. Beide sind schwarz, beide haben schon in der Schule nicht recht dazugehört. Und beide versuchen nun als junge Künstler - er ist Fotograf, sie Tänzerin - ihren Platz zu finden in der englischen Hauptstadt, die sie mal umarmt und mal abstößt. Sie teilen so viel miteinander, die Liebe zu afroamerikanischen Autoren, zum Hip- Hop, und er weiß schon bei der ersten Begegnung, dass sie füreinander bestimmt sind. Aber sie bewegen sich nicht im luftleeren Raum, und die Welt kann ein grausamer Ort sein. Caleb Azumah Nelson erzählt auf schmerzlich schöne Weise die große Liebesgeschichte zweier junger Menschen und erkundet zugleich Fragen von Identität, Diskriminierung und Unterdrückung. Wie (über)lebt man in einer Welt, in der man nicht gesehen wird, in einer Gesellschaft, die einem ein Label aufdrückt? Was heißt es, jedes Mal Angst haben zu müssen, sobald man seine Wohnung verlässt, was, verletzlich zu sein, wenn nur Stärke zu zählen scheint? Und wie fühlt es sich an, in der Liebe Geborgenheit zu finden - und wieder zu verlieren? Caleb Azumah Nelson hat einen der aufregendsten und aufrichtigsten, einen der wichtigsten Debütromane des Jahres geschrieben.
Seit vier Jahren ist Harry Bosch im Ruhestand. Nun muss der ehemalige Detective des LAPD seinen einstigen Mentor John Jack Thompson zu Grabe tragen. Von ihm hat Bosch zu Beginn seiner Karriere gelernt, dass jedes Leben zählt, dass es keine Toten erster und zweiter Klasse gibt. Ein Credo, das Bosch immer beherzigt hat. Thompsons Witwe übergibt Bosch eine Akte, die ihr Mann offensichtlich entwendet und zwanzig Jahre unter Verschluss gehalten hat: Sie dokumentiert die Ermittlungen im Mordfall eines schwulen Junkies, der als Polizeispitzel tätig war. Warum hat Thompson die Akte an sich genommen, als er das LAPD verließ? Da Bosch offiziell nicht mehr selbst ermitteln darf, bittet er Detective Renée Ballard um Hilfe. Gemeinsam machen sich der pensionierte Cop und die junge ehrgeizige Polizistin an die Arbeit, und zum ersten Mal kommen Bosch Zweifel an der Integrität seines verstorbenen Mentors: Hat Thompson die Akte gestohlen, um im Ruhestand an dem Fall weiterzuarbeiten? Oder im Gegenteil: Wollte er, dass der Mord niemals aufgeklärt wird?
Acht Monate ist es her, dass der kleine David Angus verschwunden ist, und die Polizei von Lafferton tappt noch immer im Dunkeln. Detective Chief Inspector Simon Serrailler, den der Fall schwer belastet, ist kurz davor, die Hoffnung aufzugeben - dann gibt es endlich einen Hinweis, eine Spur. Serrailler höchstpersönlich nimmt die Verfolgung auf. Und schließlich macht der Täter einen gewaltigen Fehler - und geht der Polizei ins Netz. Zur selben Zeit wird die junge Pastorin Jane von einem verwirrten Witwer als Geisel genommen. Ganz Lafferton ist in Aufruhr, die Nerven liegen blank! Und auch privat liegt bei Simon Serrailler einiges im Argen. Seine Ex-Freundin Diana scheint die Trennung noch nicht überwunden zu haben, Cat, die Zwillingsschwester des Detective Chief Inspector, will mit ihrer Familie nach Australien auswandern - und dann stirbt auch noch Serraillers Mutter.
2. Juni 1953, Elizabeth II. wird zur Königin gekrönt. Familie Clagg aus Sheffield fährt mit dem Zug nach London, um die Feierlichkeiten aus nächster Nähe zu sehen. Will, der Vater, platzt vor Stolz: Dank guter Beziehungen ist es dem Stahlarbeiter gelungen, erstklassige Plätze an der Prozessionsstrecke vom Buckingham Palace zur Westminster Abbey zu ergattern. Außer der mürrischen Großmutter, die den Ausflug für Geldverschwendung hält, sind sich alle einig: Für so ein Erlebnis, von dem man noch seinen Enkelkindern erzählt, verzichten sie sogar auf ihren Sommerurlaub. Der elfjährige Johnny freut sich auf die königliche Garde und die Kavallerie, seine Schwester Gwendoline bewundert Elizabeth wie eine Märchenprinzessin, und Violet, die Mutter, kann kaum glauben, dass sie selbst den Luxus erleben darf, den sie sonst nur aus ihren Zeitschriften kennt. Doch in London angekommen stellt sich heraus: Die Karten sind gefälscht. Eine Katastrophe! Vor allem für die Kinder. Trotzdem wird der Krönungstag zu einem unvergesslichen Erlebnis - wenn auch ganz anders, als Familie Clagg es sich vorgestellt hat.