Missing Out is a meditation on reality and opportunity by Adam Phillips. We all have two lives - the life we live and the life of our fantasies. But it is the life unlived - the person we have failed to be - that can trouble and even haunt us. In Missing Out acclaimed psychoanalyst Adam Phillips delves into the gap between who we are and who we are not, to discover whether not getting what we want may be the unlikely key to the fully lived life. Praise for Adam Phillips: '"Phillipsian" would evoke a vivid, paradoxical style that led you to think that you had picked up an idea by the head, only to find you were holding it by the tail' Lisa Appignanesi, Guardian 'He's brilliant' John Carey 'Phillips radiates infectious charm' Sunday Times Adam Phillips is a psychoanalyst and the author of several previous books, all widely acclaimed, including On Kissing, Tickling and Being Bored, Going Sane and Side Effects. His most recent book is On Kindness, which was co-written with historian Barbara Taylor.
Ab dem Moment, als Ausreißerin Carla in den Zug nach Frankreich gestiegen ist, kann es schiefer nicht laufen: Das ganze Geld ist weg, das Gepäck ebenfalls, der One-Night-Stand, mit dem sie ihre Notunterkunft erkauft hat, zeigt auf dem Ultraschall Folgen und für eine Abtreibung ist es zu spät. Eine Katastrophe sondergleichen - wäre da nicht die eigensinnige und patente Lucy, die zwar keinen Schulabschluss und keinen festen Wohnsitz, dafür aber eine brillante Idee hat: Carla soll doch das Baby unter ihrem Namen bekommen und dann wie geplant nach Lyon auf die Modeschule gehen - Lucy will sich kümmern. Die fleißige, zielstrebige Carla hat sich ihr Leben nun wirklich anders vorgestellt, aber Lucys Charme und ihr unbeirrbarer Optimismus bezaubert sie schon sehr. Also bindet die eine sich den Bauch flach, die andere stopft ihn sich aus und dem häuslichen Glück stünde nichts mehr im Wege, wäre da nicht Lucys drogensüchtiger und diebischer Bruder und diverse kleinkriminelle Kumpels...
Thomas, ein Konditor aus Berlin, hat eine Affäre mit Oren, einem verheirateten Mann aus Israel. Auf der Suche nach Lebenszeichen des Geliebten begibt Thomas sich in dessen Heimat und kommt dort der Familie zunehmend näher. Doch je tiefer Thomas in Ordens Leben eintaucht, desto mehr verstrickt er sich in einem Netz aus Lügen. The Cakemaker, Israels Beitrag für den Auslands-Oscar 2019, ist ein stiller, sensibler Film über eine deutsch-israelische Liebe jenseits der Geschlechtergrenzen.
Der zehnjährige Nori und sein Vater Gezim verkaufen zusammen Zigaretten auf den Straßen des Vorkriegskosovo der 90er Jahre. Auf Noris Mutter möchte Gezim nicht angesprochen werden. Der Vergangenheit zu entfliehen gehört zur Stärke des Vaters. Nun will er dem Kosovo entfliehen, ohne Nori. Doch der Sohn stellt sich quer und versucht mit allen Mitteln ihn davon abzuhalten. Es kommt zu einem Unfall. Der entsetzte Vater bringt er seinen Sohn ins Krankenhaus. Als Nori entlassen wird, ist sein Vater heimlich gegangen. Voller Wut und Entschlossenheit folgt er ihm auf diese gefährliche Reise und findet tatsächlich seinen Vater in Deutschland wieder. Mit kindlicher Konse-quenz konfrontiert er ihn mit seiner Tat, die er ihm nicht verzeihen kann. Pressestimmen: "Denkbar weit entfernt von Heil liegt das Spielfilmdebüt Babai ("Vater") des in Priština geborenen und in Köln ausgebildeten Regisseurs Visar Morina. Das im Kosovo der frühen 1990er Jahre angesiedelte, gänzlich unprätentiöse Vater-Sohn-Flüchtlingsdrama erhielt drei der vier Förderpreise und darf damit als großer Gewinner unter den deutschen Produktionen gelten. Neben Morinas Regie und Drehbuch wurden die beiden Hauptdarsteller ausgezeichnet, Astrit Kabashi als Vater sowie Val Maloku als zehnjähriger Sohn. Lange Einstellungen und eine ritualisierte, mitunter versagende Sprache: In seiner spröden Art erinnert der Film an den türkischen Berlinale-Sieger Bal - Honig von 2010. Der Jury-Entscheidung für Babai wohnt ein starker Wille zur Symbolik inne." (Kaspar Heinrich, Die Zeit online) "Im Stil des neorealistischen italienischen Films der Nachkriegszeit gelingt es dem Regisseur mit "Babai", seine Figuren so menschlich wie möglich und dabei ohne jegliche moralische Wertung zu zeichnen. Eindringlich werden die Umstände und Widrigkeiten einer Flucht dargestellt. Auch wenn sie im Falle des verlassenen Sohnes eine im doppelten Sinne bewegende Suche nach dem Vater ist, wird offenkundig, welchen lebensbedrohlichen Risiken und Gefahren sich Flüchtlinge aussetzen müssen, um zu ihrem Ziel zu gelangen. Insofern lässt sich "Babai" dann doch auch als Flüchtlingsfilm sehen. Mit einer politischen Dimension, die beispielhaft über ganz unterschiedliche Motive aufklärt, warum Menschen sich gezwungen sehen, ihre Heimat und ihre Familie zu verlassen. Daneben und darüber hinaus besticht er aber vor allem mit einer starken zwischenmenschlichen Kompetente, der anhand einer authentisch wirkenden und emotional aufwühlenden Vater-Sohn-Geschichte zeigt, wie eigentlich stabile Familienbande durch Flüchtlingsschicksale auf eine Zerreißprobe gestellt werden können." (Matthias Liedtke, Neue Osnabrücker Zeitung) "Schon ab der ersten Minute des Films ist man mittendrin." (Saarbrücker Zeitung) "Eine ungeheuer kraftvoll erzählte Flüchtlings-Odyssee mit einem herausragenden kindlichen Protagonisten." (Christoph Petersen, Filmstarts.de) "Denn durch die Strategie des Auslassens entkommt Morina jeder Betroffenheitssentimentalität, jedem Anflug von Migrationspornographie. Wenig wird erklärt, viel wird gezeigt - und der Zuschauer wird dadurch gefangengenommen. Warum wohnen Vater und Sohn bei der Verwandtschaft? Was ist mit Gesims Frau? Wer ist Valentina, die einen uralten Mann im Rollstuhl pflegt und die Nori ab und zu besucht? Es wird nicht alles auserzählt; was unwichtig ist für die Story, für den emotionalen Spannungsbogen, wird im Hintergrund belassen - und das macht die Meisterschaft des Films aus." (Harald Mühlbeyer, kino-zeit.de)
Angeregt von dem "Pilotprojekt" zur digitalen Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz, spürt Gerd Conradt der Bedeutung des Gesichts im digitalen Zeitalter nach. Denn mit Hilfe des Facial Action Coding System (FACS) soll es möglich werden, die Geheimnisse des Gesichts - des Spiegels der Seele - zu entschlüsseln. In FACE_It! stellt Gerd Conradt Menschen vor, die sich mit der Überwachung durch digitale Gesichtserkennung kritisch auseinandersetzen - er trifft Datenschützer, Künstler, einen Medienrebellen, eine Kunsthistorikerin, die Staatsministerin für Digitalisierung. Er stellt einen Human Decoder vor, der das populäre FACS anwendet und stellt die Frage, ob diese Systematik die Gefahr birgt, dass der nicht endende mimische Austausch von Gesicht zu Gesicht zu ausdrucks- und geschichtslosen FACES reduziert wird, zu Wesen immerwährender alters- und geschlechtsloser Gegenwärtigkeit. Die Protagonisten werden mit Videoclips konfrontiert, in denen das Gesicht als Kunstwerk verhandelt wird. Am Modell der Nofretete tastet ein blinder Mann das "schönste Gesicht der Welt" ab. Der Film fragt: Wem gehört das zum Zahlencode gewordene Gesicht?