Athen und Sparta sind die beiden bekanntesten griechischen Stadtstaaten. Ihre äußere und innere Machtentfaltung und ihre gegensätzlichen Strukturen beeinflußten und beeindruckten bereits die gesamte griechische Welt. Aber wo lagen ihre grundsätzlichen Unterschiede? Wie entwickelte sich ihr Staats- und Gesellschaftsaufbau - hier Demokratie, dort Aristokratie? Wer waren die politisch und militärisch maßgeblichen Persönlichkeiten in diesem Prozeß? Welche geschichtlichen Ereignisse sind für die beiden Städte von prägender Bedeutung gewesen, wie sah ihre imperiale Politik aus? Warum brachte Athen ein blühendes Kulturleben hervor - und wie äußerte es sich -, während Sparta zunehmend kulturell verarmte? Welche Bedeutung kam dem Kult in beiden Städten zu? Und wieso war die Stellung der Frauen in beiden Gesellschaften so verschieden? Martin Drehers moderne Einführung in die Geschichte Athens und Spartas gibt auf diese und viele andere Fragen erste Antworten, nennt die maßgeblichen Quellen und weist den Weg zu weiterführender Literatur.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 2,0, Technische Universität Chemnitz (Europäische Geschichte des 19. & 20. Jahrhunderts), Veranstaltung: Politische Utopien, Sprache: Deutsch, Abstract: Wenn Platon mit der Politeia das utopische Denken zum politischen Faktum machte, und als Entwicklungs- und Ausgangspunkt des politischen Utopischen benannt werden kann, dann war es Thomas Morus der mit seinem Roman Utopia dieses Faktum zum Bestandteil gesellschaftlicher Kultur machte. Utopia wurde mit seiner Eindringlichkeit der Neuheit zum Ursprung des etymologischen Entwicklungsprozesses der Utopie, und darüber hinaus. [...] Bloch verkannte inwiefern sich Platon von Spartas Gesellschaftsprinzip der Unterdrückung löste, wenn auch zugleich bei Platon das gesellschaftliche Prinzip der Moralität und Authentizität Spartas Vorbild blieb. Laut Bloch äußert sich die direkte Adaption Spartas durch Platon durch die Übernahme des Helotenstandes, des Spatiatentums, und der Gerusia - der Ältestenrat, was aber eine unzulässige Vermischung von Gesellschaftsprinzip und Staatskonstruktion ist.
Das antike Sparta gilt weithin als Inbegriff von Disziplin und militärischer Exzellenz. Der vorliegende Band ergänzt dieses eindimensionale Bild, indem er einen größeren Fokus auf Kultur, Alltag, Religion und die Frauen des griechischen Stadtstaates legt. Darüber hinaus bietet er auch eine gut lesbare Übersicht über die wichtigsten historischen Ereignisse, in die die Großmacht Sparta verwickelt war.