Test: Das sind die besten Gaming-Headsets
Zitat: Sollten Sie wirklich rund 300 bzw. 330 Euro für ein Gaming-Headset ausgeben? Nein, eigentlich nicht. Es sei denn, Sie haben das Geld gerade wirklich „übrig“ – denn es lässt sich nicht leugnen, dass das Astro A50 und das Siberia 800 von SteelSeries die Creme de la Creme der Headset-Riege bilden. Kabellos, exzellente Konstruktion, hervorragender Sound, allumfassende Qualität – in Schulnoten ausgedrückt entspricht das einer 1 mit Sternchen in jeder Kategorie. Doch das schlägt sich auch im Preis von gut 300 Euro nieder.
Das A50 ist dabei die Standard-Empfehlung für jeden Gamer und sticht das Siberia 800 noch in einigen weiteren Punkten aus: geringfügig besserer Sound, ein etwas klareres Mikrofon und sehr intuitive Bedienung. Genau genommen ist letzteres sogar das „Killer-Feature“ des A50: Für ein kabelloses Headset ist das A50 unglaublich einfach in der Handhabung.
Der Lautstärkeregler an der rechten, unteren Ohrmuschel ist einfach zu finden, Astros Mixamp-Technologie ist in die Seite eingebaut, verschiedenste Equalizer-Funktionen lassen sich über einen Knopfdruck auswählen und wer das Mikrofon nach oben klappt, aktiviert damit den Lautlos-Modus. Kinderleicht.
Haupt-Kritikpunkt am Astro 50: Der Akku hält lediglich 8 bis 10 Stunden, bis Sie das Headset mittels Mikro-USB zum Aufladen anschließen müssen. Das mitgelieferte Ladekabel ist zudem gerade mal 15 Zentimeter lang – absurd kurz. Am besten tauscht man es direkt gegen ein altes, längeres Handyladekabel.
An dieser Stelle glänzt das Siberia 800 von Steelseries : Zwar ist die Soundqualität geringfügig schlechter als beim A50, ebenso wie das Mikrofon. Dafür besitzt das Headset ein austauschbares Akku-System. Im Lieferumfang enthalten sind zwei austauschbare 20-Stunden-Akkus – einer kann also immer im Betrieb sein, während der andere in der Basis-Station auflädt.
Für die Auswahl der einzelnen Funktionen nutzt das Siberia 800 keine speziellen Knöpfe. Stattdessen gibt es ein einzelnes, klickbares Rädchen – standardmäßig lässt sich darüber die Lautstärke einstellen. Sie können damit aber auch beispielsweise durch die Menüs auf dem OLED-Bildschirm der Basis-Station navigieren.
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern sich die beiden Headsets auch im Bereich Komfort. Das A50 hat leicht längliche Ohrmuscheln aus Filz – die liegen zwar toll an, werden aber schnell zu warm und schwitzig, vor allem im Sommer. Die Kunstleder-Muscheln des Siberia 800 halten ein wenig kühler, doch die kreisrunden Ohrmuscheln bieten weniger Tragekomfort. Zudem sitzt das Headset ein wenig zu stramm auf dem Kiefergelenk.
Letztlich bleibt die Entscheidung zwischen Astros A50 und SteelSeries‘ Siberia 800 also Ihre eigene. Jedes der Headsets hat seine Vor- und ein paar wenige Nachteile. Auch preislich sind kaum Unterschiede vorhanden. Lassen Sie also Ihren Geschmack und Ihr Bauchgefühl entscheiden.