Testurteil: "7.8 / 10"
Test: Einzeltest: Tales of Symphonia: Dawn of the New World
Zitat: Pro: + gelungene Fortsetzung des ersten „Symphonia“ Teils; detailreiche Figuren mit Charme und Witz (vor allem in den Skits); moderate Spielzeit; ordentliche Monstermenge zum Fangen (rund 200 Kreaturen warten auf die Gefangennahme); ordentliche Synchronisation – zwar Englisch aber mit deutschen Untertiteln; Wiedersehen mit bekannten Charakteren
Contra: z.T. sehr lange Ladezeiten; matschige Texturen; nicht immer flüssige Animationen – vor allem im Kampf; Fortsetzung für Einsteiger partiell unverständlich; gesamt recht wenig Neuerungen gegenüber dem ersten Teil auf dem Cube, so dass eine Eigenständigkeit des Titels nicht gegeben ist
Spiel ich es oder spiel ich es nicht – das ist hier die Frage?! Und das ist eine verdammt gute Frage, die wir versuchen wollen zu beantworten … Auf jeden Fall ist „Dawn of the New World“ eine durchaus anständige Fortsetzung des einstigen Cube-Vorzeige-Rollenspiels und da liegt dann allerdings auch der Hund begraben, denn damit nimmt man dem Titel seine Eigenständigkeit! Viele Handlungspunkte als auch die gezeigten Ortschaften sind arg mit dem Vorgänger verknüpft, so dass man den Titel in erster Linie nur denjenigen wirklich empfehlen kann, die bereits den Cube-Teil gespielt haben. Natürlich können auch ambitionierte RPG’ler einen Versuch wagen und sich in die Welt von „Symphonia“ entführen lassen, aber dann sollten sie gewahr sein, dass nicht alles sinnig und schlüssig erscheint. Immerhin tauchen auch alte Bekannte, u.a. Lloyd und Colette, auf und auch der eine oder andere Geschichtsstrang ist mit den Geschehnissen von einst verknüpft. Lässt man diese Punkte einmal außer Acht, präsentiert sich ein grundsolides Rollenspiel, das sich nicht verstecken muss, allerdings auch keine Referenz darstellt. Der Fakt, dass man Monster jagen, fangen und aufziehen kann, so dass sie im Kampf zur Verfügung stehen, ist ein netter Aspekt, hebt das Spiel nur leider wenig von Genre-Kollegen ab. Am Ende führt es wieder dazu, dass man sich zu sehr auf den Vorgänger eingelassen hat, der nicht nur seinerzeit ein Hammertitel gewesen ist. Ergo bleibt uns nur zu sagen: Wer den Vorgänger gespielt hat, sollte auf jeden Fall zugreifen und die Geschichte zu Ende führen. Wer den Vorgänger noch nicht kennt, der nutzt am besten die Abwärtskompatibilität der Wii und spielt erst den Cube-Teil von „Symphonia“ und schließt dann nahtlos mit „Dawn of the New World“ an. Am Rande bemerkt sei noch, dass dies der optimale Weg wäre … Wer einfach nur ein Rollenspiel für die Wii möchte, mit dem er gut und gerne rund 35 Stunden (je nach Erledigung der Aufgaben u. Dungeons auch weniger bzw. mehr), ist gleichfalls gut bedient. Nettes Futter ist es alle Mal, das hübsch in Szene gesetzt, nur leider ein bisschen hinter seinen Möglichkeiten zurück geblieben ist.