Testurteil: "6"
Test: Einzeltest: Warhammer: Chaosbane
Zitat: Monster verdreschen, Beute sammeln, aufleveln - der Kern von Chaosbane funktioniert. Wer nicht mehr als ein simples Hack & Slay auf den Spuren von Diablo erwartet und keinen Wert auf Langzeitmotivation oder stabilen Online-Koop legt, könnte also seinen Spaß damit haben. Mich hat Chaosbane aber vor allem gelangweilt. Im Vergleich zur Konkurrenz fehlt´s den Kämpfen an Wums, der Beute an Reiz, der Charakterentwicklung an Tiefe, den Levels an Abwechslung - da hat ein Nachmittag in Path of Exile mehr zu bieten. Dass ihr trotzdem keine 5 im Wertungskasten findet, ist dem lokalen Koop zu verdanken, dort entfaltet Chaosbane noch seinen größten Reiz. Denn hier sorgen das clever eingedämpfte Interface und das simple Itemsystem für guten Spielfluss, weshalb sich Chaosbane locker für ein paar gemütliche Sofa-Runden eignet. Wem das genügt, darf gerne zugreifen - allerdings würde ich zumindest auf einen Preisnachlass warten. 50 Euro sind dafür einfach zu viel.
+ Hübsche Umgebungen
+ Nette Bosskämpfe in jedem Akt
+ Durchdachter lokaler Koop
+ Ordentlich designte Klassen
+ Solides Talentesystem
+ Gute Gamepad-Steuerung
- Sehr eintöniges Leveldesign
- Oberflächliches Beutesystem
- Wenig Gegnertypen
- Fade Story, kaum Lore
- Keine Highlights, Überraschungen oder Zufallsereignisse
- Lizenz weitestgehend verschenkt
- Bugs im Online-Multiplayer
- Wenig Umfang, dürftiges Endgame
- Vollpreis plus teure DC-Booster
- Geringer Wiederspielwert