Testurteil: "7.4 / 10"
Test: Einzeltest: Cursed Mountain
Zitat: Pro: + Die Story hat viel Potential; kreative und unkonventionelle Ideen, wie etwa der tolle (wenn auch seltene) Einsatz der Bewegungserkennung; authentische Umsetzung der buddhistischen Elemente; gute Soundkulisse und überzeugende deutsche Sprecher; außergewöhnliche Kameraperspektiven
Contra: Sehr linearer Spielverlauf; kreatives, aber auf Dauer zu langweiliges Kampfsystem; gleich zu Beginn zu starke Waffen; Geister stellen kaum eine Bedrohung dar; beklemmende Atmosphäre wird durch zu einfachen Schwierigkeitsgrad aufgehoben; keine echten Rätsel sondern nur Schlüssel-Tür-Interaktionen; die eigentlich gute Story wird in langweiligen Standbildern/Collagen erzählt
Mit „Cursed Mountain“ erschien auf der Wii endlich mal wieder ein vielversprechendes Survival Horror Game. In den ersten Minuten scheint es sich auch um ein verdammt gutes Spiel zu handeln, doch leider bröckelt die Fassade bereits nach kurzer Zeit. Die spannende Atmosphäre, die anfangs durchaus beklemmend ist, wird dadurch entwertet, dass die Geister keine echte Bedrohung für den Spieler darstellen. Man besitzt schon sehr früh eine äußerst starke Waffe, verfügt über unendlich „Munition“ und ist fast ständig in der Lage sich zu heilen. Wo bleibt denn da die Panik? Die ganze Spielmechanik wiederholt sich recht schnell. Alles läuft nach dem gleichen Muster ab, kreative Rätsel gibt es nicht (finde Schlüssel – öffne Tür) und auch die gute Story hätte man besser in Szene setzen können. Das Kampfsystem ist eintönig, der Spielverlauf zu linear und es wird einfach zu wenig Abwechslung geboten. Allerdings wird die Thematik sehr authentisch dargeboten und ab und an sorgen die außergewöhnlichen Kameraperspektiven für ein Highlight. Die Grafik erzeugt trotz matschiger Texturen ein stimmiges Gesamtbild und die guten deutschen Sprecher überzeugen auf ganzer Linie. Man kann „Cursed Mountain“ aufgrund der überwiegend negativen Punkte nicht uneingeschränkt empfehlen. Wer keinen Hit erwartet und die Schwächen in Kauf nimmt, der sollte sich den Titel dennoch zulegen. Spaß macht der Bergtrip auf jeden Fall und um die Wartezeit auf Silent Hill zu verkürzen reicht es allemal. Man darf nur nicht zu viel erwarten.