Klassisches, aber innovatives Adventure
Wir spielen die Tochter eines Professors, der spurlos verschwunden ist - offenbar entführt. Da die Polizei nicht reagiert, denn vermisste Personen müssen erst eine zeitlang nicht zurückkehren bis sie eingreift, müssen wir in Form der Tochter aktiv werden und beginnen mit Nachforschungen. Dabei stoßen wir ziemlich schnell auf den Begriff Tunguska, der uns erstmal herzlichst wenig sagt, bis wir von einem jungen Wissenschaftler, der bei unserem Vater arbeitet erfahren, dass damit eine Katastrophe in Sibieren aus dem Jahre 1908 gemeint ist bei der eine Kraft von 2000 Hiroshimabomben freigesetzt wurde und bis heute niemand weiß, was damals geschah. Das hat einen realen Hintergrund, denn Tunguska gab es wirklich und tatsächlich weiß bis heute niemand, was die Ursachen dafür waren. Die Geschichte beginnt im heutigen Berlin. Im Laufe des Spiels fährt man jedoch in alle möglichen Länder. Die Geschichte ist sehr schön und die Graphik ebenfalls. Es handelt sich um ein typisches Click&Point Adventure. Innovativ ist allerdings, dass es eine sogenannte Spielhilfe gibt, mit der man sich Gegenstände anzeigen lassen kann (endlich kann man nichts mehr übersehen) und zu einigen Coderätseln kann man sich Tipps anzeigen lassen. Wer das nicht will kann allerdings die sogenannte Spielhilfe deaktivieren. Wobei man sagen muss, dass man auch bei aktivierter Spielhilfe nur dann Hilfe bekommt, wenn man dies ausdrücklich mit Tastendruck wünscht. Wer jetzt aber denkt, dass das Spiel dadurch viel zu einfach ist, wird sich ziemlich schnell eines besseren belehrt sehen. Es fallen lediglich die aus meiner Sicht nervenden Suchereien nach den Gegenständen weg. Das sollte Schule machen. Die Rätsel an sich, haben ein ziemlich hohes Niveau. Aber alles ist lösbar und es kommt zu keinen Frustgefühlen wie es zum Beispiel bei Black Mirror der Fall ist, wo man ja quasi ohne Komplettlösung aufgeschmissen ist. Die Stimmen sind auch sehr gut, nur die der Tochter ist manchmal etwas zickig und stresst mich etwas, aber ok das ändert nichts an der Tatsache, dass das Spiel ein absolutes Muss für jeden Adventure-Fan ist.