Testurteil: "38%"
Test: Einzeltest: Supreme Ruler: Cold War
Zitat: Jedes PC-Spiel hat genauso wie jede Sportart Regeln. Diese sorgen für gleiche Voraussetzungen und Nachvollziehbarkeit. Grätschen wir beim Fußball einen Spieler im eigenen Sechzehner von hinten um, gibt’s Elfmeter. Unser virtueller Elfmeter in Supreme Ruler: Cold War war der Angriff auf die BRD. Allerdings blieb der Pfiff in Form einer scharfen Reaktion der Alliierten aus. Supreme Ruler: Cold War versteckt diese Nachvollziehbarkeit unter einem Mantel der Pseudo-Komplexität. Überflüssige Statistiken, Bedienungsmängel in Form eines unübersichtlichen und obendrein fehlerhaften Interface, grobe Gameplayschwächen sowie ein Handbuch, das anscheinend absichtlich viele Fragen offen lässt, ersticken jeglichen Spielspaß im Keim. Abgesehen davon ist es geradezu schon lächerlich für ein Spiel, welches Komplexität für sich beansprucht, wenn es sich ebenso im Autopilot durch die KI-Minister gewinnen lässt. Auch die trockene Präsentation reißt nicht vom Hocker. Im Gegenteil versprüht sie den Charme einer Tabellenkalkulation. Strategie-Fans machen am besten einen weiten Bogen um Supreme Ruler: Cold War.