Testurteil: "62,5 Punkte"
Test: Einzeltest: M wie Mega
Zitat: Das Leben mit einer Leica der M-Serie entschleunigt. Ob man will oder nicht. Manuelles Fokussieren zwingt zum langsamen, überlegten Fotografieren – am besten vom Stativ. Allerdings ist ein Messsucher nicht jedermanns
Sache, zumal bei einer 60-Megapixel-Kamera, die mangelnde Präzision beim Scharfstellen nicht verzeiht. Die Alternative ist das Scharfstellen im Live-View mittels Lupenund Peaking-Funktion. Fertigungs- und Materialqualität der
M11 entsprechen dem gewohnt hohen Leica-Standard.
Die Bedienung kommt all jenen entgegen, die sich nicht gern mit einem Übermaß an Technik und Funktionalität belasten. Der Verzicht auf Video ist da wohl nur konsequent, während man die Bildstabilisierung schon eher vermisst. Der On-Board-Speicher ist dagegen ein nachahmenswertes
Novum. In Summe hat Leica die M11 nach dem Prinzip „weniger ist mehr“ konstruiert. Für die Anschaffungskosten von 8350 Euro gilt das freilich nicht, doch immerhin ist der Aufpreis zur M10-R mit 200 Euro moderat