Das Ding ist das non plus Ultra.
Es gibt meiner Meinung nach keinen besseren Kocher. Durch die drei verschiedenen Düsen kann ich alle gängigen Brennstoffe nutzen. Und durch den robusten Bau kann ich den Kocher auch mal quer durchs Lager treten ohne das er kaputt geht. Am besten gefällt mice jedoch das er so unfassbar leise ist. Bei anderen Herstellern muss man die Stimme heben wenn der Kocher läuft bei MSR nicht.
Vielfältiger und unkomplizierter Multifuel- und Gaskocher
Ein unkomplizierter hybrid Kocher für Multifuel oder Gaskartuschen, der bei gemäßigten Bedingungen leicht zu bedienen ist und angenehm und leise brennt. Durch die Brenntechnologie mit Flüssiggaseinspeisung kann er selbst im Gasbetrieb bei mäßigen Frost betrieben werden. Idealer Kocher wenn man einen leistungsstarken Gaskocher bevorzugt aber auf die Möglichkeit andere Brennstoffe zu nutzen nicht verzichten will. Lieferumfang ist mit Pumpe und Gasadapter, aber ohne Brennstofflasche. Beim Wechsel des Brennstoffs (Benzin / Petroleum / Gas) muß nur die Düse und ggf. der Adapter gewechselt werden, das geht in 2 Minuten.
+ Die zwischenzeitlich gestanzten Füße sind hervorragend gelöst, da sie sich selber im Dreieck einstellen und auch den Topf rutschfrei halten. Alles passt in den robusten Transportbeutel, der auch eine kleine Reißverschlusstasche für das kleine Wartungsset und die Düsen hat, ein Windschutz wird auch mitgeliefert.
+ Das Anzünden ist sehr einfach, weil man die Menge des Brennstoffs in der Vorwämschale gut dosieren kann. Mit Gas ist es noch einfacher.
- Man kann im Gasbetrieb sehr gut mit 110 und 230 g Gaskartuschen arbeiten. Für die 440g Kartusche ist der Schlauch schon sehr kurz, da man die Kartusche zum anzünden erst aufrecht stellt. Aber es geht. Beim Vorheizen mit flüssigen Brennstoffen verrußt er dagegen auf der Aussenseite, das ist unschön und man bekommt rußige Hände.
- Leider lässt er sich im Benzinbetrieb, aber auch bei Flüssiggaseinspeisung (mit umgedrehter Gaskartusche) nicht so exakt regeln, bzw. auf kleiner Flamme betreiben wie der Dragonfly- mein Favorit.
- Bei Expeditionen unter extremen Bedingungen, mit schlechten Brennstoff oder bei extremer Kälte erreicht er nicht die Zuverlässigkeit des XGK-EX, den ich im Benzinbetrieb vor allem in polaren Gegenden bevorzuge. Diese beiden Kocher von MSR sind auch Multifuelkocher für Benzin, Kerosin, Petroleum, zur Not brennt bei diesen beiden sogar Diesel, beide sind aber nicht für Gas. Der Whisperlite erreicht im Benzinbetrieb auch nicht ganz deren Leistung.
Man kann ggf. auch überlegen ob man nicht alternativ die günstigere Version International kauft, der ebenso mit Multifuel (Kocher-Benzin, Autobenzin, Petroleum), aber nicht mit Gaskartuschen betrieben werden kann. Vor allem wenn man ohnehin nur in Ländern reist, wo keine Gas-Schraubkartuschen verfügbar sind. (
Aufpassen: Es gibt den Whisperlite (ohne international bzw. universal) auch in einer "nur Reinbenzin" Version.
Bilder: Dragonfly und Whisperlite Universal für Benzinbetrieb / Whisperlite Universal mit zusätzlicher Möglichkeit für Gasbetrieb
fast perfekt -- meckern auf hohem Neveau
Der Brenner selbst ist ausgereift und wird nehezu unverändert seit über 20 Jahren gefertigt. Im wesentlichen wurde nur das Material des Mischrohres von Messing auf Aluminium geändert und ein Flammenring weggelassen. (Vergleich mit meinem alten Whisperlite) Der Brenner gehöhrt zu den Besten seiner Art, weil seine Eigenschaften sehr ausgewogen sind.
Die positiven Eigenschaften zähle ich nicht noch einmal auf.
Wo streiten sich die Geister?
simmern ... Die Simmereigenschaften würde ich mit ausreichend beschreiben.
Durch die konsrtuktionsbedingte Verzögerung ist das Simmern gewöhnungsbedürftig aber machbar. Ein Optimus Polaris ist da deutlich besser.
Brennstoffwechsel ... Vor dem Wechsel des Brennstoffes heist es Düsen und ggf. den Anschlussadapter wechsel.
Manche loben den einfachen Wechsel andere bemängeln die mitzuführenden Kleinteile (Verlustgefahr).
Ein Optimus Polaris kommt ohne Wechsel aus.
Der größte Kritikpunkt ist die Pumpe.(Zu den MSR-Pumpen habe ich in über 20 Jahren ein sehr gespaltenes Verhältnis.)
Die Kunststoffpumpe hat in laufe der Jahre immer einmal wider Veränderungen erfahren. Mit jeder Verbesserung gingen Verschlechterungen an einer andern Stelle einher. Das aktuellen Modell funktioniert zwar, macht aber einen sehr klapprigen Eindruck. Der Austausch des Pumpenleders durch Kunststoff / Gummi erhöht mein Vertrauen auch nicht.
Am ärgerlichsten finde ich die Dichtung zum Flaschenhals. Durch die spezielle Form, ist man auf Flaschen von MSR (neu) angewiesen. Der Nachteil kommt auf Flugreisen zum tragen. Wird z.B. die Brennstoffflasche eingezogen, muss man Ersatz beschaffen, was nicht immer möglich ist. Für solche Fälle hatte ich immer eine SIG-Getränkeflasche im Gepäck die problemlos als Ersatz genutzt werden konnte.
Die gute Nachricht: Es gibt eine Lösung.
Der Gasadpter hat ein Lindaleanschluss. An diesem Anschluss kann man Primuspumpen oder Optimus Polaris Pumpen anschliessen.
Daduch wird man Unabhängig von der Marke der Brennstofflasche! Als Nebeneffekt Verbessern sich die Simmereigenschaften noch etwas.
Die schlechte Nachricht:
Diese Metallpumpen kosten ca. 60 € und der Gewichtsvorteil des Whisperlite geht nehzu vollständig verlohren.
Ich benutze den Whisperlite in Verbindung mit einer Optimus Polaris Pumpe. In dieser Kombination ist der Kocher für mich nahezu prefekt.
Die Wahl viel auf diese Pumpe, da ich auch diesen Kocher besitze.
Zur Vollständigkeit sei erwähnt, dass auch der Polaris nicht perfekt ist. Er ist lauter. (Das lässt sich mit einer Dawg2 für 50 € beheben)
Der MSR-Brenner ist etwas effektiever.
In der modifizierten Variante sind beide Kocher in der Summe der Eigenschaften für mich gleichwertig, mit einer etwas anderen Verteilung der Stärken.
Ich nutze die Kocher von ca -15 °C bis zu hochsommerlichen Temperaturen, von Schottland bis ins Hochgebirge zum "kochen". Das soll heisen eher Outdoo-gormet-küche und nicht nur schneeschmelzen und Teewasser kochen.