Testurteil: "5.5/10"
Test: Einzeltest: Stellar Impact
Zitat: Pro: + Gutes Trägheitsgefühl
+ Direkte Steuerung der Schiffe möglich
+ Taktische Kämpfe sind herausfordernd
Contra: - Maue Grafik
- Schrecklicher Soundtrack
- Keine Sprachausgabe
- Kostenpflichtige DLCs, die die Balance beeinflussen
- Lange Respawn-Zeiten
- Zu lange Matchzeiten
Schade! Das geht mir durch den Kopf, wenn ich Stellar Impact spiele, denn dass das Spiel grosses Potenzial hätte, sieht man sofort. In einigen Teilen des Strategietitels blitzen geniale Momente durch. So wird das Trägheitsmoment der Raumschiffe faszinierend gut eingefangen. Jedes Schiff fühlt sich anders an, und stetig hat man das Gefühl, in einem dicken Kreuzer zu stecken. Doch der etwas trägere Ansatz des Gameplays hätte weitere Konsequenzen mit sich ziehen müssen. Die Schlachten sind zu kurz, die Support-Jäger zu belanglos und die Respawn-Zeiten viel zu lang. Dadurch bläht sich die Zeit eines Matches künstlich auf. Auch bietet das Spiel absolut keine Möglichkeiten für Solozocker, und das Tutorial ist zu trocken gestaltet. Zusammen mit der belanglosen Hintergrundmusik bleibt so nur ein mittelmässiges Spiel mit sehr guten Ansätzen. In den letzten Monaten sind Mehrspieler-Strategiespiele urplötzlich deutlich beliebter geworden. Obwohl das deutsche Arena Wars bereits vor Jahren gezeigt hat, wie ein schneller Genrevertreter aussehen muss, wird das Genre gerne mal als neues, grosses Ding angepriesen. Und Stellar Impact will von diesem Kuchen etwas abhaben. Irgendwie, irgendwo, irgendwann im All Blicken wir ausnahmsweise mal in unser Regal voller Gesellschaftsspiele. Was macht ein Siedler von Catan eigentlich aus? Warum ist das Spiel beliebter als so manch anderes Strategiespiel? Und dann fallen einem neben der guten Spielmechanik auch gleich die hübschen Visualisierungen und die knappe, aber nicht unwichtige Hintergrundgeschichte ins Auge. Letztere hilft dem Spieler, sich mit dem Pioniergeist zu identifizieren.