Testurteil: "90%"
Test: Einzeltest: Nikon D5200 mit AF-S 18-55 mm 3.5-5.6 VR DX G ED
Zitat: Pro: + Flexibler Bildschirm erlaubt Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven
+ Abgesehen vom Set-Objektiv gute Bildqualität
+ Umfangreiche Ausstattung sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene
+ Viele Anschlussmöglichkeiten inklusive Stereo-Mikrofon für Videoaufnahmen
Contra: - Kleiner Sucher mit Abschattungen bei Brillenträgern
- Setobjektiv mit sehr schwacher Randauflösung bei allen Brennweiten sowie starken Farbsäumen im Weitwinkel
- Etwas klein geratener Handgriff
- Vor allem im Live-View sehr langsamer Autofokus und hohe Auslöseverzögerung
Mit der D5200 ist Nikon eine gute Modellpflege gelungen. Die Hobby-DSLR glänzt mit einer guten Ausstattung und trotz Kunststoffgehäuse einer hochwertigen Verarbeitung. Zwar dürfte der Handgriff gerne etwas ausgeprägter sein, sie lässt sich vor allem mit kleineren Händen dennoch sicher tragen. Für die Bedienung bietet die D5200 durchaus viele Knöpfe, fast schon zu viele, um übersichtlich zu bleiben. Beispielsweise verwirren die "info"- und "i"-Taste, suggerieren sie doch eine identische Funktion. Der bei der Motivverfolgung, nicht jedoch bei der Geschwindigkeit leistungsstärkere Autofokus gepaart mit der deutlich feineren Belichtungsmessung machen sich nur bei Verwendung des klassischen Spiegelreflexsuchers bemerkbar. Die D5200 ist bei Nikon das einzige DSLR-Modell mit klapp- und schwenkbarem Bildschirm, was die Live-View-Funktion noch interessanter macht. Leider reagiert der Autofokus äußerst langsam, auch die Auslöseverzögerung ist mit Live-View viel zu hoch. Schade auch, dass Nikon nach wie vor keinen Touchscreen verbaut, gerade bei Makroaufnahmen sind Live-View und Touch-Autofokus äußerst nützlich. Abgesehen vom Setobjektiv, das einige typische Schwächen wie Verzeichnung, schwache Randauflösung und starke Farbsäume am Bildrand besitzt, zeigt die D5200 eine subjektiv und messtechnisch ansehnliche Bildqualität bis ISO 800. Am besten schneidet sie jedoch bei ISO 100 und 200 ab. Oberhalb von ISO 3.200 muss man allerdings mit starken Einbußen leben.