Einer der besten Spiele überhaupt. Viele Wendungen und jeder entdeckt die korrupte Seite in sich.
Vorab: die Neuauflage ist von Design und Ausstattung her wirklich nicht so mein Ding. Aber das ist nebensächlich.Es ist natürlich ein Klassiker, habe viele Stunden mit Freunden damit verbracht und riesigen Spaß gehabt. Herumgespielt halt und alle haben sich als Ober-Möchtegern der Bananenrepublik gefühlt. Es hat aber, nüchtern betrachtet (vielleicht ist das auch schon der Fehler), zwei Schwächen:a) Es ist eins von diesen Spielen, bei denen die Interaktion zwischen den Spielern wichtig ist. Das hat, wenn die Spielmechanik wie hier funktioniert (Spieler entscheiden im Grundsatz nach dem Mehrheitsprinzip, wer Vorteile bekommen soll), aber zur Folge, dass am Schluss alle schätzen, wer in Führung liegt und sich dann gegen den verbünden. Zwar schaffen es die Spieler manchmal, einander zu irrationalen Aktionen zu verleiten, aber im Prinzip wird immer der mutmaßlich führende boykottiert. Viele Spiele haben diesen Effekt, mir fällt da extrem "Intrige" ein, aber auch "Siedler" oder auch "Risiko", wenn man mit Vielen spielt.b) Das hat ein anderer Rezensent schon geschrieben: Wenn geputscht wird, dann dauert es. Lange. Und zum Schluss wird oft geputscht, siehe oben.Fazit: Es ist mehr so ein Spiel zum Spaßhaben (ein anderer Rezensent nannte es "Rollenspiel", das ist so falsch nicht), sich reinfuchsen und Strategien entwickeln geht nicht so richtig. Wäre nicht der Nostalgie-Faktor, müsste ich eigentlich noch einen Stern abziehen.
Das Spiel ist mit das beste, das ich kenne.Laden Sie sich die urpsüngliche Spielanleitung herunter, diese Neuauflage hat eine erheblich langweilgere und angepasste Variante, deshalb nur vier Sterne.(Die Originale beginnt mit einer wichtigen Warnung: "Spielen Sie dieses Spiel nur mit Menschen, die Sie wirklich gut kennen, oder die Ihnen völlig egal sind.")Damit es Spass macht, braucht man allerdings wirklich fünf Menschen, damit entsprechend viele Koalitionsmöglichkeiten entstehen, und es langwirige Haushaltsverhandlungen (in der alten Anleitung "ausdrücklich erwünscht abseits vom Spieltisch") gibt und der Junta-Putsch Sinn macht.Aber dann stellen Sie sich ein auf einen mehrstündigen Spielprozess, den derjenige gewinnt, der sich wirklich am besten in die Rolle des korrupten Politikers reingibt. Weswegen, eben, Sie dieses Spiel wirklic nur mit Leuten spielen sollten, die SIE gut kennen, oder die Ihnen völlig egal sind.Die schönste Einfluss-Karte bleibt für mich übrigens:"Studentendemonstration - Keine Auswirkungen"
als geschenk für einen politikstudenten gekauft. mir wurde berichtet, dass es sobald man den dreh raus hat, was allerdings ein paar stunden dauerrn kann, ein gutes spiel sei
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