Oft unterschätzt und immer wieder spannend
Volles Risiko, raus aus dem Schloss, Rosen sammeln und schnell wieder zurück oder doch in sicherer Umgebung bleiben und neue Herausforderungen sammeln? Vielleicht doch eine Mischung aus beidem, aber bloß nicht zu weit entfernen? Die "richtige" Strategie habe ich noch nicht gefunden, aber es ist immer wieder spannend.
Doch alles auf Anfang: In diesem Spiel sind wir Vampire, die das Schloss verlassen und auf die Jagd gehen – allerdings mit einem gewissen Zeitdruck und immer vor der Entscheidung, ob und wen / was man jagen soll. Einige Jagdziele verlangsamen uns, geben uns aber wertvolle Punkte, andere hingegen bieten Vorteile und helfen bei der Erfüllung unserer Ziele. Und dann gibt es noch die Rosen, die sich allerdings sehr weit vom Schloss entfernt befinden – ob man dann noch den Weg zurück ins sichere Schloss schafft ist dabei immer ungewiss. Denn irgendwann grinst die Sonne wieder über dem Horizont und ein Vampir sollte dann lieber nicht mehr auf offener Straße unterwegs sein ;-)
Die Spielerreihenfolge kann sich ebenfalls verändern und man kann diese mit ein wenig Geschick sogar beeinflussen. Wir haben das Spiel auf der SPIEL22 mit einigen Freunden angespielt und waren direkt begeistert – aber auch zu zweit macht es unglaublich viel Spaß. Die Regeln waren dabei recht schnell verinnerlicht und offene Fragen gab es bei uns keine. Wir waren schon sehr gespannt darauf, ob es auch deutschsprachige Erweiterungen geben wird, aber auch das Grundspiel ist schon sehr unterhaltsam.
The Hunger hat bei uns einen festen Platz in unserem Spielrepertoire gefunden und wird bestimmt bald wieder aufgebaut.
Spannendes Rennen um Blut, Schätzen und den rettenden Unterschlupf
Bei diesem Spiel schickt Autor Richard Garfield die Spieler aus, um als Vampire eine idyllische Siedlung zu terrorisieren. Dabei geht es natürlich vorrangig darum, die ahnungslosen Dörfler auszusaugen – aber auch vor Sonnenaufgang die rettende Gruft zu erreichen.
Das Spielmaterial besteht aus dem großformatigen, doppelseitig bedruckten Spielplan, der eine idyllische Landschaft mit Ablageflächen für Karten und Marker zeigt. Hinzu kommen die über 100 Jagdkarten mit möglichen Opfern. Diese verfügen nicht nur über Siegpunkte, sondern auch über eine Bewegungsreichweite und etwaige Sonderfähigkeiten. Im Spielverlauf werden diese Karten auf dem separaten Jagdplan abgelegt. Für jeden Spieler gibt es eine Startausstattung bestehend aus sechs Karten und zwei Holzmarkern. Verschiedene Pappmarker, beispielsweise für Schätze, ergänzen das Spielmaterial.
Ist ein Spieler an der Reihe, deckt er drei Karten aus seinem Deck auf. Diese bestimmen die Bewegungsreichweite auf dem Spielplan, aber auch die Möglichkeit Opfer auszusaugen. Sonderfähigkeiten beeinflussen diese Reichweite oder andere Aspekte des Spielablaufs, bringen beispielsweise zusätzlich Handkarten oder erleichtern die Jagd. Hat ein Spieler einen Dorfbewohner „erbeutet“, wird dieser dem Kartendeck hinzugefügt und kann in kommenden Runden gezogen werden. Anschließend ist der Nächste an der Reihe.
Gespielt werden insgesamt 15 Runden – wie gewohnt siegt der Spieler mit den meisten Punkten. Allerdings muss der Vampir dazu zurück in der Gruft oder auf dem Friedhof sein, sonst zerfällt er zu Staub und seine Punkte werden nicht gewertet.
Richard Garfield kombiniert hier sehr gelungen einen Deckbuilding-Mechanismus mit dem „Push Your Luck“-Prinzip. Es braucht einige Runden, bis die Spieler die richtige Balance zwischen Punkten und Geschwindigkeit gefunden haben. Dafür werden sie mit einem stimmigen, lockeren aber auch taktischen Spiel belohnt. Die verschiedenen Elemente greifen sehr gut ineinander, machen die Jagd nach Opfern abwechslungsreich, ohne dabei allzu glücksabhängig zu sein. Auch die Gestaltung kann rundum überzeugen. Das Material ist hochwertig und durchdacht. Die Illustrationen sind durchweg stimmig, aber trotzdem humorvoll – ebenso wie das Spiel selbst eine gelungene Kombination.
Da das Spiel ja bei vielen YouToubern nicht so gut weggekommen ist, möchte ich hier mal eine Lanze für das Spiel brechen. Vorab: Artwork ist wirklich wunderschön und auch das Material ist sehr hochwertig!
Haben das Spiel bereits mehrfach gespielt, auch mit unterschiedlicher Personenanzahl (2 und 4) und es hat immer super geklappt und kam richtig gut an bzw. gab dann oft gleich noch ne Folgepartie.
Würde das Spiel allerdings nicht mit mehr als 4 Personen spielen, da es sonst eine zu lange Downtime gibt.
Positiv möchte ich zudem noch erwähnen, dass es auch eine Einsteigervariante für das Spiel gibt (Spielbrett ist doppelseitig bedruckt), welche ich selbst auch als Vielspieler wirklich sinnvoll fand.
Grober Ablauf:
Wir sind Vampire und ziehen los, um Menschen zu jagen, Gehilfen zu rekrutieren oder unserer Vampierfähigkeiten zu verbessern. Wir muss man die nötige Balance finden, da gejagte Menschen einen oft ausbremsen und das Kartendeck verstopfen. Je weiter wir uns vom Startpunkt entfernen, umso mehr Punkte können wir durch die Jagd bekommen, jedoch ist hier vorsicht geboten. Schafft man es nicht vor Sonnenaufgang (insgesamt 15 Spielrunden) zurück ins Schloss zu kommen (alternativ auch kurz davor, jedoch dann mit Punktabzug), so zerfällt man zu Staub und kann das Spiel nicht mehr gewinnen.
Absolut super auch für Neueinsteiger Ins Hobby
Mittlerweile eines unserer Alltime favourites. Spielmechanik super gebalnaced. Deckbau und freie Entscheidungen. Liebevoll gestaltetes board. Die chars haben wir mittlerweile selber als minis geprinted und bemalt. Preis Leistung ist absolut top. Klare Empfehlung
mehr Ergebnisse anzeigen