Testurteil: "7 / 10"
Test: Einzeltest: Virtua Tennis 2009
Zitat: Pro: + Leicht zugängliches Gameplay; übersichtliche Steuerung; gute KI; großer, vor allem aber abwechslungsreicher Umfang; 12 witzige Minigames; einige frei schaltbare Bonis; tiefgängiger, vor allem aber zeitintensiver Karrieremodus; „Davis Cup“ ist spielbar; Online-Modus endlich auch auf der PS3 möglich; über 20 Originalspieler; „over-the-shoulder“-Kamera; passende Animationen; komplette Lokalisierung;
Contra: Kaum Änderungen beim Gameplay, Umfang und Technik im Vergleich zum Vorgänger; oberflächliches Gameplay ohne größeren Realitätsbezug; sehr begrenztes Schlagrepertoir; Karrieremodus gibt sich anfangs kaum fordernd; mittelmäßige Grafik, vor allem schwache Hintergründe; Spielergesichter mit Plastikeffekt; schwacher Sound; Performanceprobleme;
„Virtua Tennis 2009“ fehlt es an Weiterentwicklung, fehlt es an Änderungen, fehlt es an dem entscheidenden Unterschied zum Vorgänger. Natürlich gibt es ein paar marginale Erweiterungen am Gameplay, der Technik oder dem Umfang – aber all dies ist nicht so tief greifend, dass sich Besitzer des Vorgängers wirklich ernsthaft den Kauf des aktuellen Ablegers überlegen sollten bzw. müssten. Trotzdem ist der Titel nicht wirklich schlecht und vor allem Serienneueinsteiger können durchaus mehr als einen Blick riskieren. Witzige Minispielchen, ein fordernder Online-Modus und eine tiefgängige Karriere bieten neben dem nötigen Umfang auch die entsprechende Abwechslung. Und ganz wichtig: Die extrem leichte Zugänglichkeit bringt sofort Spielspaß ohne irgendwelchem Trainingsaufwand. Dafür muss man aber auch mit einer total veralteten Technik leben, welche sich in der mittelmäßige Grafik, einem Sound zum Weghören und den leider ständig präsenten Performanceproblemen mehr als deutlich zeigt. Sicher, „Virtua Tennis 2009“ besitzt Potential und hätte bei konsequenter Weiterentwicklung ohne Probleme in höhere Wertungsregionen vorstoßen können, allerdings kämpft der Titel eben auch mit diesem Problem, dass man als Spieler ständig auf den direkten Vorgänger blickt und zu selbigen keinen Fortschritt sieht. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass man besagten Vorgänger „Virtua Tennis 3“ mittlerweile sicher für einen Bruchteil des Preises der „2009“-Version bekommt, dann stellt sich noch mehr die Frage nach dem so wichtigen Kaufgrund.