Testurteil: "5.5 / 10"
Test: Einzeltest: Der Goldene Kompass
Zitat: Pro: + Zwei spielbare Figuren (Lyra und Iorek), dank der Verwandlungskünste von Pantalaimon einige nette Spezialfähigkeiten, zusätzlicher geschichtlicher Inhalt aus dem Buch, das Spiel orientiert sich an der schriftlichen Vorlage, zusätzliche und im Kino nicht vorhandene Filmszenen
Contra: Träges und einschläferndes Gameplay mit Lyra, mit der Zeit fehlende Abwechslung bei Iorek, langweilige und mit der Zeit aufgrund Wiederholung nervige Minispiele, gnadenlos veraltete Animationen und Grafiken, teilweise verwirrendes und altbackenes Leveldesign, Hintergrundmusik kommt nicht richtig zur Geltung, deutsche Synchronisation miserabel
Schade, wirklich schade! Als Fan kann man dem Spiel zwar noch ein wenig was abgewinnen, muss aber durchaus gestehen, dass der Titel durchschnittliche und bisweilen nervige spielerische, aber vor allem auch präsentationstechnische Kost bietet. Die Geschichte wird zwar in großen Teilen ausführlich erläutert und zahlreiche Randnotizen liefern zusätzlich einen gewissen Grad an Background-Wissen, das altbackene Gameplay kann aber kaum überzeugen. Die langsamen und trägen Passagen der Lyra Belacqua wirken einschlafend, während dem wuchtigen Bären Iorek Byrnison alsbald die Abwechslung ausgeht. Die Kletter- und Konversationseinlagen mitsamt langweiligen Minispielen gehen einfach zu monoton und behäbig von der Hand, während das Buttonsmashing eintönig wird. Das Spiel ist durchaus solide und sicherlich für Kinder nicht schlecht, sieht man mal von den unmöglich schweren Alethiometer-Deutungen ab, aber selbst für die Kleinen finden sich bessere Alternativen für Weihnachten. Dieser Titel ist wirklich nur den Hardcore-Fans der Buchvorlage zu empfehlen.