Test: Einzeltest: Masse mit Klasse
Zitat: Das Erscheinungsbild und insbesondere die auf perfekten Hochglanz gebrachten Aluminiumoberflächen des Transrotor Massimo prädestinieren ihn nicht gerade dazu, unauffällig auf dem Rack sein Dasein zu fristen. Doch dafür wäre er ja auch viel zu schade.
Schließlich gibt es an der klanglichen Performance des Massimo kaum etwas zu kritisieren. Er baut sein Klangbild von ganz unten auf, wo er ungemein fest und stabil agiert und tiefer als viele Kollegen in den Basskeller hinabsteigt. Die gelegentlich beschworenen glühenden Mitten sind seine Sache nicht, da bleibt der Transrotor lieber neutral in der Spur und riskiert dafür, etwas weniger Emotionen zu versprühen. Keinesfalls geizt er freilich mit Feinstinformationen, die er insbesondere im tonal gut eingebundenen Hochtonbereich vor dem Hörer vollständig auszubreiten weiß.
Der stoisch gelassen die schwarzen Scheiben drehende Transrotor Massimo stellt eine ausgezeichnete Basis für Versuche mit unterschiedlichen Tonarm-Tonabnehmer-Kombinationen dar, deren klangliche Eigenheiten ziemlich ungefiltert durchgereicht werden, da keine relevante Einmischung vonseiten des Laufwerks zu befürchten ist. Dessen ungeachtet kann die von mir hauptsächlich mit dem Massimo gehörte Kombi aus SME 5009 und dem MC Figaro selbst verwöhnte Ohren überzeugen und darf nicht zuletzt wegen des stimmigen Preis-Leistungs-Verhältnis empfohlen werden.