Test: Einzeltest: Watch Dogs
Zitat: Mir fehlten einige klassische Freeplay-Ziele, um das Spiel neben der eigentlichen Story abwechslungsreicher zu gestalten. Für mich nicht nachvollziehbar ist der Umstand, dass die Tötungen im Nahkampf oder per Kopfschuss mit Abstand die meiste/n Punkte/Erfahrung brachten. Man hätte gerade bei so einer Umsetzung die Spieler für ausgeklügelte Kills belohnen sollen. Dann könnte man sich gegebenenfalls bei der Befriedung von Verstecken mehr Mühe mit dem Interieur geben, statt von Deckung zu Deckung zu springen und jedem Wachposten einen Kopfschuss mit der schallgedämpften Waffe zu verpassen (die man auch noch quasi mit Spielstart zur Verfügung hat).
Handling und damit die Spielbarkeit und das Spielgefühl sind für mich sehr dicht mit dem Spielspaß verwoben. Wie bereits ausführlich angesprochen (und leider gäbe es da noch mehr kleinere Punkte, die hier aber den Rahmen und die Lesbarkeit sprengen) ist das meines Erachtens das größte, vielleicht einzig echte Problem mit Watch Dogs . Es ist das Grand Theft Auto 5 - GTA V der Moderne, indem es das Mafia/Syndikatimage in ein zeitgenössischeres Setting überführt. Dabei erreicht es nicht annähernd die spielerischen Qualitäten des Rockstar-Games Klassikers. Es hat super Ansätze, aber die Probleme beim Handling des Spiels haben mich sogar zum Abbruch genötigt, so interessant ich die Welt, ihre Möglichkeiten und die Thematik auch empfand!