Testurteil: "9.5 / 10"
Test: Einzeltest: Assassin´s Creed 2
Zitat: Gold Award
Pro: + grafisch, tontechnisch, spielerisch und inhaltlich einfach genial!; bietet erstmals Uplay-Features an; reißt einen durch ein realistisches und äußerst packendes Szenario in seinen Bann; wie eh und je krasse Kletter-Einlagen, die eine fantastische Übersicht über die lebendige Karte liefern; sehr offene Welt mit einem kleinen Wirtschafts-System (klauen, kaufen, bauen); intelligente NPCs, die klug agieren; die Möglichkeit, sein Ziel auf dutzende denkbare Möglichkeiten zu erreichen und auszuschalten; die neuen Spielelemente (wie anheuerbare Fraktionen, die coole Schusswaffe, Fahrezeuge, usw.)
Contra: Videos nicht Lippensynchron; einfaches Kampfsystem mit theoretisch einem Klick (obwohl das einfacher gesagt als getan ist); Steuerung wieder recht komplex - auch für Kenner der Serie; einige Clippingfehler beim Klettern; langwierige Rätsel und Kletterpassagen, die nerven, bis man durch Trial-and-Error Verfahren den richtigen Weg findet; einige Logikfehler
Wo soll man nur mit dem Lob enden und endlich mit Kritik anfangen? Assassin’s Creed 2 lässt für Zweiteres wahrlich wenig Platz. AC2 ist, um es kurz und bündig in einem Satz zu präsentieren, wie Assassin’s Creed (also der Vorgänger), nur besser! Einerseits wurde das Gameplay erheblich aufgemotzt und mit abwechslungsreichen Missionen, perfekt an die Geschichte angepassten Nebenquests und allerhand „normalen“ Aufträgen bestückt, dass sich Stunden und gar Tage an effektiver Spielzeit ergeben. Natürlich kann man sich auch einfach nur durch hetzen und Story-Mission an Story-Mission setzen, 100% des Spieles und damit alle Erinnerungen kann man dadurch nicht sammeln. Wobei wir auch bei einem guten Stichwort wären, die zuletzt angekreidete „Sammelwut“ (nach Federn, Fahnen und sonstigem Gedöns) fällt diesmal zwar nicht komplett weg, wurde aber viel schöner in Szene gesetzt und der Geschichte angepasst. So kann Ezio seiner Mutter Adler-Federn aufsammeln und bringen, seit diese ihren jüngsten Sohn verloren hat, welcher eben diese Federn gesammelt hat. Eine solche Einbindung der Objekt-Hatz in die Story ist jedenfalls hübscher, als ein trostloses „Sammle alles für dieses langweilige Achievment“. Technisch brilliert Assassin’s Creed 2 natürlich und überzeugt durch seine durchgehend perfekte grafische wie tontechnische Umsetzung, die es wahrlich vermag, uns ins Italien des 15. Jahrhunderts zurückzuversetzen. Es gibt zwar durchaus mal Passagen, die man als Spieler vielleicht eher als störend und in die Länge ziehend empfindet, so etwa ewige Kletter- und Hüpfpassagen in den Assassinengräbern, diese sind aber größtenteils freiwillig und gehören nicht zum Hauptstorystrang. Nichts desto trotz ist auch Assassin’s Creed 2 ein Meisterwerk, dank seiner dichten Atmosphäre und Geschichte verzückt es Spieler und zieht sie in ihren Bann. Wer den ersten Teil gespielt hat, muss förmlich auch diesmal zugreifen und wird sich sicherlich auf Teil drei, voraussichtlich das Ende der Trilogie, freuen. Wer bisher noch nicht zugegriffen hat, sollte es schleunigst tun – ein Stück Videospielgeschichte rauscht hier an einem vorbei. Für diese dichte Handlung, die mitreißende Atmosphäre, die packende Sounduntermalung sowie das abwechslungsreiche Gameplay gibt es auch heuer wieder einen Gamezone-Award in Gold und für die Spieler eine absolute Kaufempfehlung! Absolutes Schmankerl: Das Spiel bietet als Erstes das neue Uplay-Feature an, mit dem man aus "Win-Points" Ingame-Inhalte machen kann.