Das Besondere an diesem Wein Benjamin de Rothschild, Nachfahre aus der sogenannten „Pariser Linie“ der verzweigten Rothschild-Dynastie, verstarb tragisch früh. Einer seiner großen Lebensträume konnte er dennoch rechtzeitig verwirklichen: Mit seinem neuseeländischen Rimapere ist ihm ein großer Wurf gelungen, der alles in sich vereint, was einen formidablen Sauvignon Blanc auszeichnet. Für das Juwel im familiären Investment-Portfolio musste zunächst einmal eine passende Schmuckschatulle her. Fündig wurde Benjamin schließlich in Neuseeland und dort im prestigeträchtigen Weinbaugebiet Rapaura, was sich als eine ganz vorzügliche Ortswahl für den Aufbau eines Weingutes erweisen sollte. Auch ein passender Name war schnell gefunden: Rimapere. In der Sprache der indigenen Māori steht der Begriff für „fünf Pfeile“. Eben jene, die man auch im Wappen der Rothschild-Dynastie entdecken kann. Dort stehen sie nämlich für die fünf Söhne von Gründervater Mayer Amschel Rothschild, die einst auszogen, um die Welt zu erobern – und das bekanntlich auch taten. Selten sind Alte und Neue Welt eine so schlüssige Verbindung eingegangen, möchte man sagen. Vor hundert Jahren noch durchzog ein Fluss das Gebiet im Wairau-Tal, das zu den sonnigsten Neuseelands zählt und von den Ureinwohnern darum auch „Kei puta te Wairau“ genannt wird, was so viel wie „Loch in der Wolke“ bedeutet. Heute ist das fruchtbare Terroir von Schwemmlandböden aus großen Flusskieseln geprägt. Als „ein sich natürlich entwässerndes Land“, beschreibt es Anne Esacalle, die bei Rimapere die technische Leitung des Betriebs innehat. Stolz erklärt sie, wie perfekt sich die neuseeländischen Winzer inzwischen darauf verstehen, erlernte Weinbautechniken aus der ganzen Welt auf die klimatischen Bedingungen ihrer Heimat abzustimmen. Heimtückische Stürme etwa, die im Südpazifik eher die Regel als die Ausnahme bilden, werden bereits an der Nordinsel gebremst und scheitern schlussendlich an den neuseeländischen Südalpen, die dem auf diese Weise optimal gelegenen Terroir wirksamen Schutz gewähren. Das Weingut Rimapere erstreckt sich über 24 Hektar Rebfläche, von denen 20 mit Sauvignon Blanc und 4 Hektar mit Pinot Noir bestockt sind; das Durchschnittsalter liegt bei etwa 15 Jahren. Der Weinberg wird nachhaltig bewirtschaftet, seit fünf Jahren wird der Betrieb schrittweise auf biologische Verfahren umgestellt. Die Ernte erfolgt auf dem Höhepunkt der Traubenreife, teilweise von Hand. Nach der Maische mit den Schalen, dem pneumatischen Pressen und dem Kaltabsetzen werden die Säfte zwei Wochen lang bei niedrigen Temperaturen vergoren und reifen anschließend sechs Monate lang auf der Hefe. Wie jeder vorzügliche Sauvignon Blanc eignet sich der Rimapere sowohl als Solist wie als vielseitiger Speisebegleiter. Vorzugsweise zu Kalbfleisch und Geflügel und natürlich auch zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Der Rimapere Sauvignon Blanc zeigt sich im Glas ganz typisch für seine Zunft in einem hellen Strohgelb, mit leuchtenden grünen Reflexen. In der Nase entfalten sich konzentrierte Düfte von weißen Blüten, Zitrusfrüchten und Zitronensorbet, unterlegt mit würzigen Anklängen. Am vollmundigen Gaumen wieder Zitrus, dazu Akzente von Passionsfrucht. Eine große Lebendigkeit prägt den langen Abgang dieses neuseeländischen Kunststücks, das dem Lebenswerk von Benjamin de Rothschild ein würdiges Gedenken setzt.
Das Besondere an diesem Wein Die spanische Top-Appellation Rioja ist weltweit bekannt für ihre Rotweine, die mit Kraft und Struktur, mit expressiver Frucht und der Kunst der Holzreife beeindrucken. Dass die Region am Oberlauf des Ebro aber auch überraschend frische und animierende Weißweine hervorbringt, gerät dabei nur zur leicht in Vergessenheit. Da kommt der Blanco von Barón de Ley gerade recht. Der Weißwein punktet nicht nur mit wunderbarer Fruchtaromatik, sondern mit seiner dezenten Struktur ist er auch eine große Entdeckung als Begleiter von Fischgerichten und mediterranen Speisen. Zudem trumpft der trockene Rioja-Blanca aus dem Haus Barón de Ley mit echter Frische auf. Diese Leichtfüßigkeit führt vor, wie wohltuend der kühle, atlantische Einfluss in der nördlichen Rioja für Weißweine ist. Nicht zu vergessen ist bei diesem Weinkalkül auch die Höhe, in der die Rebflächen mit Viura und Malvasia liegen. Die Lage in 500 Metern und höher sorgt für eine deutliche Abkühlung in der Nacht, was wiederum wichtig ist, damit die Trauben langsam reifen und ihre Säure nicht verlieren. So erhält sich die Frische und der animierende Stil der weißen Rioja-Weine. Der Blanco von Barón de Ley ist eine Cuvée aus Viura und Malvasia, zwei charakteristischen weißen Rebsorten der Rioja. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Helles, leuchtendes Gelb, das mit grünen Reflexen funkelt macht den Auftakt bei dem DOCa-Wein. Der Duft von frischen, weißen Aprikosen, von Apfel und Zitrusfrucht macht die Verführung komplett. Im Begleitprogramm florale Einschläge und frische Kräuter. Im Mund zelebriert der Blanco sein Aromenspiel mit trockener Spritzigkeit und knackigem Trinkfluss. Ebenso füllig wie elegant und mit gefährlich gefälligem Finale.
Rioja Gran Reserva - 2019 - Barón de Ley - Spanischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Barón de Ley ist eines der renommiertesten Weingüter in der Rioja. Das Angebot der Bodega ist zwar mittlerweile vielfältig, doch sind es der Reserva und Gran Reserva, die für die Identität und Popularität von Barón de Ley stehen. Dabei markiert der Gran Reserva die qualitative Spitze des klassischen Rioja-Reglements. Zwei Jahre verbringt der Wein in kleinen Eichenholzfässern und weitere drei Jahre reift der Gran Reserva in der Flasche. Erst dann gelangt der Wein in den Handel. Und ehrlich gesagt ist der Gran Reserva von Barón de Ley erst weitere drei Jahre später auf dem Höhepunkt seiner Trinkreife. Aber das lange Warten auf diesen Wein lohnt: Der Rioja Gran Reserva von Barón de Ley hat eine extrem klassische Gestalt. Die feinen Holzaromen verbinden sich wunderbar mit der rotfruchtigen, frischen Charakteristik des Weines. Heutzutage ist diese Machart nur noch selten in der Rioja anzutreffen, da viele Weingüter eine vermeintlich modernere Stilistik verfolgen. Der Gran Reserva wird aus Tempranillo-Trauben hergestellt, die von Barón de Leys Rebflächen in Cenicero stammen. Hier ist die Ausrichtung der Reben ideal und der atlantische Einfluss sorgt für reife, aber nicht überreife Trauben. Unglaublich wichtig, um die Frische in dem Wein zu bewahren. Der Ertrag wird ganz absichtlich gering gehalten: Nur eine bestimmte Anzahl von Trauben werden pro Rebstock geduldet, um diese mit der idealen Nährstoffmenge versorgen zu können. An dem Gran Reserva von Barón de Ley wirkt nichts künstlich oder gemacht. Es ist eine wunderbar ursprüngliche Interpretation eines Riojas. Seine große Reife, betörende Frucht und belebende Frische scheint nie aus der Mode zu kommen. Grandioso! Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Attraktives Rubinrot mit mittlerer Tiefe und hellen Reflexen am Rand. Der Duft des Weines offenbart eine große aromatische Intensität. Reife rote Beeren, die mit Toast- und Balsamico-Noten kombiniert sind. Nach einiger Zeit im Glas entwickeln sich zudem Spuren von Räucherstäbchen, Gewürzen und Tabak. Im Mund wirkt der Wein rund und harmonisch, zeigt seidige Tannine, bleibt aber auch frisch und lebendig. Im Abgang sehr anhaltend und an Toast und Rosinen erinnernd.
Das Besondere an diesem Wein Der Rioja von den Bodegas Solagüen hatte sich bei uns schnell zu einem Kundenliebling gemausert. Zum fünften Weinfreunde Geburtstag holen wir nun seinen „großen Bruder“ zur Verstärkung: eine Reserva, die 16 Monate in französischen und amerikanischen Eichenfässern reifte und die übrige Zeit in der Flasche verbrachte. Denn „Reserva“ darf sich in der Rioja ein Wein nur dann nennen, wenn er mindestens drei Jahre Reifezeit vorweisen kann. Doch dieser zeitaufwendige Prozess allein macht noch keinen exzellenten Wein. Es sind die „Zutaten“, die darüber entscheiden. Beim Reserva von Solagüen sind da beispielsweise besonders alte Reben zu nennen – Weinberge mit 40 bis 50 Jahre alten Tempranillo-Pflanzen stehen für den Wein Pate. Wiederum nur die Trauben der besten Parzellen kommen für die Reserva zum Einsatz. Selektiert und geerntet wird selbstverständlich in aufwendiger Handarbeit. Der Start der alkoholischen Gärung wird dann quasi dem Zufall überlassen, denn es werden keine Reinzuchthefen verwendet, vielmehr vertraut man auf die natürlich in der Luft und auf den Beerenschalen vorkommenden Hefen. Vielschichtigere Aromen im Wein sind das Ergebnis. Gutes Stichwort: Um die Aromen im Wein zu erhalten und mit noch weiterer Komplexität zu versorgen, stammen 80 Prozent der kleinen Eichenholz-Barriques aus Frankreich und nur 20 Prozent aus den USA. Französisches Holz ist feiner und mit weniger Holzaroma ausgestattet, so dass die Reserva ihre eigene, natürliche Charakteristik bewahren kann. Dies resultiert in einem wahrhaft modernen Rioja-Stil, selbst in der Reserva-Variante. Das klingt nicht nur nach viel Aufwand, die Bodegas Solagüen haben für die Reserva – unserem Jubiläumswein – wirklich alle Register gezogen. Vielen Dank dafür und Prost! Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Die Farbe des Weines ist ein dunkles Rubinrot mit einem rosafarbenen Rand. Der Duft ist komplex, intensiv und erinnert an Kakao, dunklen Kirschen und einen Hauch Minze. Der Holzeindruck wirkt sehr gut eingebunden und wird durch mineralische und balsamische Noten ergänzt. Im Mund dann sehr voll und körperreich. Reife Beeren und eingelegte Pflaumen dominieren das vielschichtige Aromenspiel. Im Abgang mit sehr reifen, angenehmen Tanninen und einem wunderbar seidigen Mundgefühl.
Das Besondere an dem Wein Das Weingut aus der Rioja ist ein international bekanntes Flaggschiff der Top-Region am Ebro. Der Reserva von Barón de Ley ist daran nicht ganz unschuldig, liefert er doch einen wunderbaren Reserva mit allen Merkmalen eines sehr guten Weins zu absolut günstigen Konditionen. Reserva, das bedeutet in der Rioja eine ausgesprochen lange Reifezeit für den Wein. Ganze 20 Monate verbrachte der Barón de Ley Reserva in Fässern aus amerikanischer Eiche. Weitere 24 Monate Flaschenreife schließen sich dem Ausbau im Barrique an. Doch es ist nicht nur die lange Reife des Tempranillo, die für den eindringlichen und vielschichtigen Genuss der Reserva verantwortlich ist. Sorgsame Pflege der Rebflächen, grüne Lese, um möglichst gesunde und extraktreiche Trauben zu gewinnen, oder auch die Selektion der gelesenen Trauben per Hand stehen für die hohen Standards bei Barón de Ley. Bereits zwei Mal wurde das Weingut aus Mendavia, als spanischer Weinerzeuger des Jahres ausgezeichnet. Wie der Wein schmeckt Bevor man den Wein trinkt, sollte man ihm ein wenig Luft können. Die Geduld lohnt sich, sobald der Reserva bei aller Kraft seine Balance und Eleganz gewinnt. Der Wein zeigt im Glas ein tiefes, intensives Kirschrot und liefert bereits an der Nase ein echtes Schauspiel ab. Intensive Aromen von reifen Kirschen und Pflaumen zeigen sich ebenso wie würzig-kräuterige Noten und die Eindrücke der Holzreife – Vanille und Schokolade. Am Gaumen gewinnen diese Aromen an Vielfalt und profitieren von der guten Struktur und den reifen, eingebundenen Tanninen. Gute Länge. Jetzt schon zu Genießen, aber durchaus noch mit dem Potential, zwei bis drei Jahren nur die Vorfreude zu hegen.
Das Besondere an diesem Wein Der Tempranillo ist die spanische Edelrebe schlechthin und keine andere Weinregion des Landes hat den exzellenten Ruf der Rebsorte so sehr geprägt wie die Rioja. Dabei sind es zuallererst die ebenso körperreichen wie eleganten Rotweine mit langer Holzreife, die für die Weinregion am Oberlauf des Ebro stehen. Doch die Rioja und die Bodegas Barón de Ley können auch anders. Der Rosado des Top-Erzeugers ist gleichfalls aus 100 Prozent Tempranillo gekeltert. So erklärt sich die wunderbare Fruchtaromatik und der saftige, füllige Auftritt des Rioja-Rosés. Das sucht seinesgleichen in der Rosé-Welt. Bereits die vergleichsweise dichte Farbe des Rosado fällt ins Auge. Dazu präsentiert er seine frischen roten Fruchtnoten mit überraschender Opulenz und großer Zugänglichkeit. So zeigen sich Temperament und Charakter eines Tempranillo aus der Rioja klar und deutlich auch in diesem Roséwein. Kein pinker Leisetreter, wenn man ihn mit Rosé aus der Provence oder gar von der Loire vergleicht. Diese Attribute machen den Rosado von Barón de Ley zu einem hervorragenden Speisebegleiter. Bei Meeresfrüchten und gegrilltem Fisch, bei knackigen Salaten und mediterranem Gemüse ist er voll in seinem Element. Solo eine Entdeckung als anregende Eröffnung des Abends. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Der Rosaton des Rosés erinnert an Erdbeere und leuchtet dicht mit ermunternden Reflexen im Glas. Der Duft nimmt die Assoziation von Erdbeere auf, vor allem aber satte Kirschtöne und frische Himbeeren locken zum ersten Schluck. Im Mund zeigen sich Struktur und Fülle des Rosatos. Mit schönem Trinkfluss, dank der angenehmen Säure. Ein Rosé mit zu beachtendem „Festtrink“-Potenzial.
Rivaner Alte Rebe trocken - 2024 - Hiss - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Nicht ohne Grund zählt Rivaner – auch als Müller-Thurgau bekannt – zu den sogenannten Bukett- oder Aroma-Rebsorten. Der Wein macht bereits mit seinem Duft deutlich, worum es ihm geht: Mit einem ganzen Fruchtkorb möchte er die Sinne stimulieren. Dabei vermischen sich Noten von Apfel und Aprikose mit exotischen Anklängen von Ananas und Banane. Ergänzt von dem typischen, in diesem Wein sehr dezent ausfallenden Muskatton. Auf Basis dieser wunderbaren Eindrücke ist es kaum nachvollziehbar, warum Weine dieser Rebsorte in den letzten Jahren so sehr an Popularität verloren haben. Andreas Hiss macht mit seinem Rivaner Alte Reben deutlich, dass es sich lohnt auf alte Rebbestände zurückzugreifen und beim Anbau auf strenge Ertragsreduzierung zu setzen. Zudem sorgt die gleichsam sonnige und windige Lage für voll ausgereifte Beeren, die durch den kühlenden Wind noch über genügend Frische verfügen. Eine wichtige Voraussetzung für einen hochwertigen Weißwein. Und was viele Weinfreunde nicht wissen: Rivaner gibt einen sehr guten Speisenbegleiter ab. Der Wein passt beispielsweise bestens zu weißem Spargel und auch Geflügelgerichte sowie leichte Sommersalate bieten ihm eine perfekte Bühne. Probieren lohnt sich! Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Mit einem leuchtenden Hellgelb im Glas. Der Duft des Rivaners verführt mit fruchtigen Komponenten, die einerseits an Apfel und Aprikose erinnern und andererseits durch einen feinen Duft nach Banane und Ananas ergänzt werden. Diese Verbindung aus klassischen Früchten mit einem Hauch Exotik macht den Rivaner Alte Reben ganz besonders. Die typische Muskatnote fördert die Vielschichtigkeit des Rivaners. Im Mund ein leichter Wein mit harmonischem Mundgefühl und einem dezenten Säureeindruck, der ausreichend Frische liefert.
Rivaner vom Porphyr trocken - 2024 - Fogt - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Der Rivaner vom Porphyr besteht zu 100 % aus Rivaner-Trauben, die auf vulkanischem Verwitterungsgestein bei Badenheim in einem wahren Steinmeer wachsen. Das auf 250 Höhenmetern gelegene Terrain gehört zu den kühleren Klimazonen in Rheinhessen, was eine langsame Reife der Trauben begünstigt. Der Rivaner vom Porphyr stammt vom langjährigen Weinfreunde.de-Partner Fogt. Das Weingut wird von Georg und Anna-Maria Fogt geführt, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, für jede Rebsorte den richtigen Boden zu finden. Der Betrieb bewirtschaftet 36 Hektar Rebfläche in unterschiedlichen Lagen, die von vulkanischem Porphyr, Tonmergel, Kies und Muschelkalk geprägt sind. Die Trauben tragen vielfältige Einflüsse in sich, die die Weine von Georg Fogt zum Ausdruck bringen. Das Lesegut für den Silvaner vom Porphyr wird Ende September von Hand geerntet und selektiert, anschließend schonend gepresst und der Most geklärt. Die Gärung erfolgt im Edelstahltank bei kontrollierter Temperatur, um die fruchtigen Aromen zu erhalten. Der Wein bleibt einige Monate auf der Feinhefe. Dadurch erhält er Fülle und Schmelz. Dieser Rivaner besitzt einen moderaten Alkoholgehalt und eine harmonische Säure. Er ist ein leichter und erfrischender Wein, der zu vielen Gelegenheiten passt. Der Rivaner ist eine früh reifende, ertragreiche Rebsorte, die sich an verschiedene Böden anpassen kann. Sie ergibt leichte, fruchtige und blumige Weine, oft mit Muskatnoten. Häufig ein unkomplizierter Wein, der jung getrunken werden kann. Rivaner ist eine andere Bezeichnung für Müller-Thurgau, eine Kreuzung aus Riesling und Madeleine Royale, die 1882 von dem Schweizer Botaniker Hermann Müller aus dem Kanton Thurgau gezüchtet wurde. Der Name Rivaner wurde 1970 vom Deutschen Weininstitut eingeführt, um den Wein von den minderwertigen Müller-Thurgau-Weinen zu unterscheiden, die damals in großen Mengen produziert wurden. Der Rivaner ist noch heute die dritthäufigste Weißweinsorte in Deutschland und wird vor allem in Rheinhessen, Franken und der Pfalz angebaut. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Der Duft dieses hellgelben Rivaners erinnert an Zitrone, Aprikose und weiße Blüten, darunter liegt eine leichte Note von Muskatnuss. Am Gaumen begeistert der Wein mit einer saftigen Frucht und einer nahezu steinigen Mineralität. Im Abgang mit viel Zug.
Das Besondere an diesem Wein Knapp 150 Jahre ist es her, dass im Castello di Brolio, dem Weingut der Barone von Ricasoli, die klassische „Rezeptur“ des weltberühmten Chianti erfunden wurde. Drei typische Rebsorten der Toskana vereinigte der damalige Baron zu jenem Geschmacksmuster, das bis heute stilbildend für die traditionellen Topweine der Region sind: Zum prägenden Sangiovese fügte er Anteile von Cannaiolo und Malvasia hinzu. Der Rocca Ricasoli zeigt jedoch, dass auch diese Erfolgsformel nicht unantastbar ist. Noch immer ist es der Sangiovese, der mit seinen wunderbaren Kirscharomen, dem modernen Toskaner seinen Stempel aufdrückt. Doch an die Stelle der beiden anderen autochthonen Rebsorten treten beim Rocca Ricasoli die französischen Rebsorten Merlot und Cabernet Sauvignon. Zu je einem Drittel machen sie nun die Cuvée aus. Die moderne Interpretation eines Klassikers! Alle drei Reben fühlen sich auf den Kalk-Lehmböden sowie dem fruchtbaren Schwemmland des Arbia-Tals besonders wohl. Lese zum perfekten Reifezeitpunkt und sorgsames Winzerhandwerk machen den Rocca Ricasoli zu einem neuen toskanischen Klassiker. So reifte der Wein neun Monate in großen Eichenfässer („Tonneaux“), um die Cuvée noch harmonischer, runder und vor allem vielschichtiger zu gestalten. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig In einem mittleren Rubinrot strahlt der Rocca Ricasoli im Glas. Der Duft von Kirschen sowie dunklen und roten Beeren wird von zusätzlichen Würznoten umspielt. Im Mund gewinnt der Wein an Fülle, Eleganz und der richtigen Portion Frische. Die Fruchtaromen spielen noch einmal groß auf, dazu zeigen sich körnige Tannine und angenehme Röstnoten. Ganz viel Toskana und Klasse, dabei sehr zugänglich.
Das Besondere an diesem Wein Die Cave d’Esclans widmet sich exklusiv Roséweinen und das mit großem Erfolg. Mit Weinen, wie dem Whispering Angel feiert das Weingut aus der Provence international Erfolge. Mit dem Rock Angel zeigt man nun eine maskuline Seite: Die Vinifikation sowie die sechsmonatige Reife auf der Feinhefe – inklusive regelmäßiger Bâtonnage – erfolgt sowohl im Edelstahltank als auch in französischen Eichenfässern. Das verleiht dem Wein mehr Struktur und Komplexität als der Whispering Angel besitzt. In Kombination mit der feinen Mineralität ist ein Rosé entstanden, der einem Sancerre nicht unähnlich ist. Der Rock Angel wird aus streng selektionierten Trauben hergestellt, die hauptsächlich von gutseigenen Weinbergen stammen. Zusätzlich kauft Cave d’Esclans noch Lesegut aus Weinbergen nahe des Esclans-Tals und der Region Côtes de Provence zu. Durch die mineralisch geprägten Böden hier besitzt der Rock Angel eine wunderschöne Mineralität und Feinheit, die in Kombination mit der Cremigkeit und Struktur des Holzausbaus eine mehr als gelungene Symbiose ausdrückt. Das macht den Wein zu weit mehr als einem typischen „Swimmingpool-Rosé“ aus der Provence. Der Rock Angel eignet sich hervorragend als vielseitiger Essensbegleiter und hält dabei auch aromatischen Gerichten stand – etwa vom Grill. Dabei wirkt er immer stilvoll, aber gleichzeitig auch mit ganz eigenständigem Charakter ausgestattet. Mit anderen Worten: ein engelsgleicher Rockstar! Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Im Glas mit einem strahlend hellen, aber dennoch zartem Rosé. Der aromatische Duft verströmt Noten von roten Beeren, aber auch steinig-mineralische Anklänge. Im Hintergrund weiße Blumen und mediterrane Kräuter. Im Mund wirkt der Rock Angel gehaltvoll und komplex. Seine cremige Textur erhöht die Wahrnehmung von Vielschichtigkeit. Im Abgang mit einer schönen Kombination aus Eleganz und Druck. Die Säure wirkt wunderbar harmonisch, geradezu seidig nach.
Roda I Reserva - 2020 - Bodegas Roda - Spanischer Rotwein
Das Besondere am Roda ǀ Reserva Durch eine neue Generation von Winzern und Önologen kam es Ende der 1980er Jahre zu einem unheimlichen Aufschwung und Engagement in vielen spanischen Weinregionen. Zu den Enthusiasten gehörten auch Mario Rotllant und Carmen Daurella, die ins Rioja-Gebiet nach Haro kamen und nach und nach ein erfahrenes Spitzen-Team für Ihre Kellerei um sich versammelten. Heute besitzen sie 150 ha Weinberge in den unterschiedlichsten Mikroklimazonen, die auf Höhen zwischen 380 – 650 m über dem Meeresspiegel liegen. In diesen Lagen findet man natürlich zudem noch die verschiedensten Böden wie Sand, Ton-Kalkstein, Ton und Kiesterrassen. So kann man sich vorstellen, wie komplex die Roda-Weine durch diese Vielfalt an Weingärten werden können. Nach eingängiger Prüfung werden die besten Weinberge für die Produktion ausgewählt. Der Roda ǀ ist eine Tempranillo-Ikone. In manchen Jahrgängen kann es allerdings sein, dass ein kleiner Anteil Graciano als erfrischend Ergänzung Eingang in den Wein findet. Die einzelnen Weinbergs-Parzellen werden im Keller separat ausgebaut. Sie vergären temperaturkontrolliert in großen Holzbottichen, den sogenannten „tinas“, aus französischer Eiche und reifen danach 16 Monate in Barriques, wobei die fast Hälfte der Fässer ganz neu sind. Jedes Fass wird verkostet und einzeln selektioniert. Im Speziellen ist man auf der Suche nach dunkler Fruchtaromatik und Mineralität. Nachdem die Weine für den Roda ǀ Reserva zusammengeführt wurden, reift dieser noch für 20 Monate auf der Flasche weiter, denn Mario und Carmen ist es wichtig, dass die Weine immer absolut genussreif in den Verkauf kommen. Seine tolle Struktur macht ihn zu einem sehr langlebigen Spitzen-Rioja. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Im Glas leuchtet ein sattes Rubinrot mit orangenen Reflexen am Rand. Der Duft ist sehr einnehmend und komplex mit intensiven Aromen von Schwarzkirschen, Brombeeren und Zwetschken, gepaart mit süßlichen Vanillenoten und Röstaromen sowie einem balsamischen Touch im Hintergrund. Am Gaumen spiegeln sich die Aromen in ihrer ganzen Fülle wider. Der Roda ǀ ist wahnsinnig dicht und kraftvoll, hat eine schöne Frische und Mineralität, samtige Tannine und ein perfekt eingebundenes Holz. Insgesamt zeigt er sich ausgesprochen balanciert. Im Nachhall bleiben Aromen von Trockenfrüchten und feinen Mokkanuancen noch lange präsent. Ein einzigartiger, tiefgründiger Rioja, der genussreif auf die Flasche gezogen wird und über ein sehr gutes Potenzial verfügt.
Ronchedone - 2022 - Cà dei Frati - Italienischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Die Weinfamilie Dal Cero ist mit ihren Weißweinen berühmt geworden, dennoch wollten sie zeigen, dass im Bereich des Gardasees auch kraftvolle und ausdrucksstarke Rotweine gedeihen können. Mit dem Ronchedone habe sie das eindrucksvoll und nachhaltig bewiesen! Der Vino Rosso ist eine Cuvée aus Marzemino, Sangiovese und einem kleinen Anteil Cabernet Sauvignon, gewachsen in Desenzano am Gardasee auf kalk- und tonhaltigen Böden, geprägt von einem warmen, aber gemäßigten Seeklima. Die reifen und gesunden Trauben werden nach Rebsorten getrennt geerntet und ausgebaut. Die Maischegärung erfolgt mit einem ausgedehnten Kontakt mit den Schalen, um einen extraktreichen und dichten Wein zu erhalten. Der Ronchedone wird außerdem 14 Monate im Barrique gereift und noch zehn weitere Monate auf der Flasche, bevor er das Weingut verlassen darf. So rund und harmonisch kommt er dann zu Dir nach Hause! Wie der Wein schmeckt: samtig & weich Ein tiefes Rubinrot mit violetten Reflexen erstrahlt im Glas. Im Bukett zeigt sich ein unglaublich intensiver Duft von verschiedenen saftigen Beerenfrüchten wie Heidelbeeren, Himbeeren, roten und schwarzen Johannisbeeren sowie Waldfruchtkonfitüre, gepaart mit balsamischen Noten und süßlichen Eindrücken von Vanille, Karamell und Zedernholz. Am Gaumen spiegeln sich die Aromen genauso intensiv wider. Der Körper ist kraftvoll und die Tannine seidig weich. Insgesamt zeigt sich der Ronchedone sehr animierend-frisch, mit einer guten Struktur und einen feinen Mineralität. Die Fruchtfülle bleibt auch im angenehmen Abgang lange erhalten.
Das Besondere an diesem Wein Die Rebsorte Pinotage ist eine Kreuzung aus Cinsault und Pinot Noir und entstand 1924 an der Universität in Stellenbosch. Seitdem hat sich Pinotage zum Synonym für den typisch südafrikanischen Rotwein entwickelt. Die Sorte bringt extrem kräftige, fruchtintensive, aber auch maskulin wirkende Weine hervor, die mittlerweile auf der ganzen Welt geschätzt werden. Das renommierte Weingut Kaapzicht hat aus Überzeugung einen besonderen Faible für Pinotage – nicht zuletzt aus Verbundenheit zu dem unvergleichlichen Heimatbezug der Rebsorte. Damit allein würde sich der Winemaker Danie Steytler bei Kaapzicht allerdings nicht zufrieden geben. Mit gutem Grund gewinnen seine Weine Jahrgang für Jahrgang internationale Auszeichnungen. So ist der Kaapzicht Rooiland Pinotage ein besonders gelungenes und ausdrucksstarkes Exemplar dieser Rebsorte. Geduldige 24 Monate verbringt der Wein in französischen Eichenfässern, um ihn noch vielschichtiger und runder werden zu lassen. Ein großer, aber lohnenswerter Aufwand, der den Kaapzicht Rooiland Pinotage in Kombination mit dem hervorragenden Traubenmaterial zu einer echten Referenz in dieser Preisklasse werden lässt. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Ein dunkles Violett schimmert im Glas. Der Duft ist ein Potpourri aus Pflaumen, Wildbeeren und geröstet wirkenden Zedern- und Vanille-Aromen. Am Gaumen rassig mit einem rotfruchtigen Kern und festen Tanninen. Aromatisch komplex mit Sauerkirschen, grünen Oliven, Cola und Rauch. Absolut typisch für die Rebsorte. Am Gaumen rassig, mit einem rotfruchtigen, hellen Kern und festen Tanninen. Der Wein ist im Mund vielschichtig und erinnert hier an Sauerkirsche, Cola, grünen Oliven und Rauch. Ein unverwechselbarer Ausdruck der Rebsorte, der durch den zwei Jahre dauernden Ausbau in französischen Eichenfässern noch unterstrichen wird.
Rosa dei Frati - 2025 - Cà dei Frati - Italienischer Roséwein
Das Besondere an diesem Wein Es gibt am Gardasee ein geschütztes Herkunftsgebiet für Rosé: die DOC Riviera del Garda Classico. Mit dem hochwertigen Rosa dei Frati probierst Du einen würdigen, ja exemplarischen Rosé dieser Gattung! Die Cuvée muss immer aus bestimmten Anteilen der roten Rebsorten Groppello, Marzemino, Sangiovese und Barbera hergestellt werden. Der Protagonist ist hierbei der Groppello. Sein Name geht zurück auf den Ausdruck „Gropo“, was „Knoten“ bedeutet und die Form der Trauben beschreiben soll, die kompakt und dicht wachsen. Alle Weinberge des Weinguts Cà dei Frati liegen unweit des Gardasees und profitieren vom milden Seeklima, welches die Trauben langsamer und gesund ausreifen lässt. Die verschiedenen Rebsorten werden in der Kellerei getrennt voneinander vinifziert, um später zu einem harmonischen Ganzen zusammengefügt zu werden. Der Saft der Trauben bleibt wenige Stunden in Kontakt mit den Schalen und erhält so seine dezente rosa Farbe. Anschließend wird der Rosa temperaturkontrolliert im Edelstahltank vergoren und bleibt für volle sechs Monate auf der Feinhefe liegen. Das verleiht ihm seine angenehme Cremigkeit und einen bemerkenswerten Körper. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Ein brillantes, zartes Lachsrosé zeigt sich im Glas. Ein feiner, vielseitiger Duft begeistert mit Nuancen von Rosen und weißen Blüten, gepaart mit fruchtigen Aromen von Äpfeln und frischen hellroten Kirschen sowie einem Hauch von Mandeln im Hintergrund. Die Aromen spiegeln sich am Gaumen dann etwas kraftvoller wider. Der Rosa dei Frati wirkt sehr saftig-frisch und überzeugt mit einem guten Körper, seinem eleganten Säurespiel und einer feinen Mineralität.
Das Besondere an diesem Wein Der Rosado stammt von sehr alten Rebstöcken in der Weinregion Binissalem, in der auch das Weingut Macià Batle liegt. Hier stehen die Weinberge mit bis zu 20 Jahre alten Reben, die diesem Rosé seinen Charakter geben. Wie es typisch für das Weingut ist, werden lokale Sorten mit international bekannten Sorten zu einer Cuvée kombiniert. Im Fall des Rosado steht die Manto Negro für den lokalen Anteil, Merlot und Cabernet Sauvignon steuern das internationale Flair bei. Dabei steht der Rosé an sich eher in einer spanischen Weintradition. Er hat sehr viel Farbe und viel Frucht, besonders verglichen mit einem blasseren Provence-Rosé, der subtiler im Duft ist. Der Rosado schert sich nicht um Eleganz, hier geht es vor allem um Spaß. Dieser saftige Charakter macht einfach ganz viel Vergnügen und regt sofort die Phantasie an, was man dazu grillen kann. Denn das wird das perfekte Einsatzgebiet sein, man kann ihn sich fantastisch vielseitig vorstellen, zu gegrilltem hellen Fleisch, zu Fisch vom Grill wie auch zu Sommersalaten. Selbst mit Rind oder scharf gewürzten Merguez dürfte dieser Wein brillieren. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Die Aromen saftiger Frucht steigen sofort aus dem Glas auf. Die Basis bilden rote Beeren, Erdbeere und Himbeere, aber tatsächlich ist das Fruchtbouquet noch reichhaltiger mit reifem Apfel und Blutorangen. Der Charakter zeigt sich dann noch deutlicher am Gaumen, hier spielt die Frucht die Hauptrolle, eine zarte Bitternote bildet das Rückgrat. Das macht richtig Laune!
Das Besondere an diesem alkoholfreien Wein Die Manufaktur Jörg Geiger wendet bei diesem alkoholfreien Prickler ein ausgeklügeltes Handwerk an. Der Prisecco wurde mit Säften aus Streuobst (Apfel & Himbeere) erzeugt, sowie mit Minze und ein hauch Vanille. Die Kohlensäure würde zugesetzt. Wie der alkoholfreie Wein schmeckt: fruchtig & frisch Intensität und die Brillanz fallen sofort auf, sobald man den roséfarbenen Prickler im Glas hat. Er riecht herrlich nach roten Beeren, und Minze. Am Gaumen gut konzentriert und mit sanftem Druck, und durchaus mit komplexer Struktur – eine alkoholfreier Prickler, der sich zum Anstoßen anbietet und zur Begleitung zu vegetarischen Fingerfood eignet. Durchschnittliche Nährwerte pro 100 ml Brennwert 190 g Fett < 0,1 g davon gesättigte Fettsäuren < 0,01 g Kohlenhydrate 10,7 g davon Zucker 10,2 g Eiweiß < 0,1 g Salz < 0,005 g
Rosso di Montalcino (Bio) - 2024 - Poggio Landi - Italienischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Poggio Landi liegt im Herzen von Montalcino, jener toskanischen Hügellandschaft, die für einige der bedeutendsten Sangiovese-Weine Italiens steht. Während der Brunello di Montalcino jahrelange Reife verlangt, ist der Rosso di Montalcino sein zugänglicherer, lebendigerer Bruder – kein kleiner Brunello, sondern ein eigenständiger Charakter mit jugendlicher Energie und klarer Identität. Die Weinberge von Poggio Landi erstrecken sich zwischen 180 und 500 Metern Höhe, die Reben wurzeln in Tonböden mit Mergeleinlagerungen. Südwest-Ausrichtung, 18 bis 25 Jahre alte Rebstöcke, moderate Erträge – alles Faktoren, die dem Wein Substanz und Ausdruck verleihen. Die Sangiovese-Trauben werden sorgsam gelesen und vinifiziert, anschließend reift der Wein zwölf Monate in großen Fässern aus französischer Eiche. Diese Zeit verleiht ihm Struktur und Tiefe, ohne die Frucht zu überdecken. Das Ergebnis ist ein Rotwein, der seine Herkunft nicht verleugnet, aber keine Geduld einfordert – er ist jetzt bereit, Freude zu bereiten. Poggio Landi versteht es, Tradition und Trinkfreude zu verbinden. Der Rosso di Montalcino ist kein Wein, der sich hinter seinem großen Bruder versteckt, sondern einer, der selbstbewusst seinen eigenen Weg geht. Er zeigt, was Sangiovese kann, wenn er auf großem Terroir wächst und mit Respekt vinifiziert wird – ohne Kompromisse, aber mit Leichtigkeit. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig In der Nase entfalten sich balsamische, fast pudrige, Noten; begleitet von süßer Kirsche und zarten Blütendüften. Ein Hauch von Minze und Grafit sorgt für Frische und Tiefe. Am Gaumen zeigt sich der Wein saftig und fruchtbetont, mit deutlichen Aromen von Brombeeren, Heidelbeeren und schwarzen Johannisbeeren. Grafit und eine Spur Salzkaramell setzen spannende Akzente, während die belebende Säure und die milden Tannine für Balance sorgen. Der Abgang ist lang, mineralisch und von einer Frische geprägt, die zum nächsten Schluck einlädt. Ein Rotwein, der zu herzhaften Speisen ebenso passt wie zu entspannten Abenden mit Freunden – unkompliziert, aber niemals beliebig.
Das Besondere an diesem Wein Aus dem Herzen Italiens, der Region Marken, stammt dieser gelungene Rotwein. Die Marken liegen an der Adria mit der Hauptstadt Ancona, östlich der Toskana. Hier wird der Rosso Piceno Superiore aus den Rebsorten Montepulciano und Sangiovese erzeugt. Die Reben wachsen auf kalk- und lehmhaltigen Böden in Höhenlagen zwischen 350 und 400 Metern. Die Weine der Tenuta De Angelis sind vielfältig und lebendig. Sie gehören zur Spitze Italiens und werden regelmäßig mit weltweit anerkannten Preisen ausgezeichnet. Der Rosso Piceno Superiore wird auf traditionelle Weise hergestellt, wobei die Maischegärung etwa 12 Tage dauert – bei einer kontrollierten Temperatur von 27 Grad Celsius. Danach reift der Wein sechs Monate in Edelstahltanks und eine kurze Zeit in der Flasche, bevor er in den Handel gelangt. Der Rosso Piceno Superiore ist ein nach strengen Richtlinien zertifizierter Bio-Wein. Wie der Wein schmeckt: samtig & weich Intensiv rubinrot liegt der Piceno im Glas, mit einem weichen, runden und ausgewogenen Duft, der an Waldbeeren, Kirsche, feuchter Erde und Zimt erinnert. Am Gaumen ist der Rotwein trocken, vollmundig und frisch-fruchtig, mit sehr feinen Tanninen und einem balancierten Abgang.
Das Besondere an diesem Wein Dieser Rosé von Klumpp ist ein echter Allrounder. Durch die schönen, roten Beerenaromen und das gelungene Zusammenspiel von dezenter Süße und lebendiger Frische macht der Wein sowohl auf der sonnigen Terrasse als auch am reichhaltig gedeckten Essenstisch einen blendenden Eindruck. Ob Pizza, Pasta oder leichte Gerichte vom Grill: Dieser Rosé passt irgendwie immer. Daher auch wenig verwunderlich, dass sein harmonisches Wesen nicht selten bei Weinfreunden für leere Gläser sorgt. Da hilft nur: nachschenken! Bei seinem moderaten Alkoholgehalt ein Impuls, der durchaus in Kauf genommen werden darf. Gleich vier verschiedene, rote Rebsorten kommen für diesen Rosé zum Einsatz. Die Kombination ist wunderbar gelungen und beweist, dass die beiden Klumpp-Brüder nicht nur bei Weißweinen ein gutes Händchen haben. Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Im Glas mit einer satten, roséroten Farbe. Der Duft erinnert vor allem an Erdbeeren, Himbeeren und rote Johannisbeeren. Im Hintergrund zudem feine Töne von Paprika und weißem Pfeffer. Im Mund dann mit der Fortsetzung von rotfruchtigen Aromen und einer schönen Kombination aus feiner Süße und sehr guter Frische. Dadurch wirkt man dem Wein seinen dezenten Zuckergehalt kaum an. Im Abgang wirkt dieser Zusammenschluss sehr harmonisch nach.
Das Besondere an diesem Wein Dass Spätburgunder auch tolle Roséweine hervorbringen kann ist eigentlich keine neue Erkenntnis. Doch ist es der Vorliebe des Winzers oder der Winzerin überlassen, welche Stilistik sich letztlich in der Flasche offenbart. Manchmal geraten Roséweine übermäßig fruchtig, ein anderes Mal kommen sie mit zu viel Restsüße daher. Ganz anders der Rosé aus dem III Freunde Projekt von Joko Winterscheidt und Matthias Schweighöfer: Dieser Wein liefert nicht nur das feine Aroma von roten Beeren, sondern begeistert vor allem durch eine wunderschöne Frische. Dadurch passt der Wein automatisch in den Sommer und verdient sich auf Anhieb das Prädikat 'lecker'. Aber auch jenseits warmer Temperaturen weiß der III Freunde Rosé als guter Essensbegleiter zu überzeugen. Dabei macht er sowohl zu Gemüse und Fisch als auch hellem und rotem Fleisch eine gute Figur. Ein echter Allrounder also. Zudem beweist er einmal mehr, dass die III Freunde Weine kein reiner Marketing Coup von Prominenten ist, sondern ein ernstzunehmendes Weinprojekt mit viel Herz und Leidenschaft. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Zartes Rosé mit orangenen Reflexen. Himbeeren, Kirschen und Erdbeeren lassen sich in der feinen Aromatik des Weines ausmachen. Im Hintergrund auch etwas frische Kräuter und eine laktische Note, die an Erdbeerjoghurt erinnert. Im Mund dann rote Beeren und etwas Estragon. Getragen wird der Rosé aber durch seinen frischen Charakter. Ein deutlich wahrnehmbarer Eindruck von Süße existiert nicht, da die Säure den dezenten Zuckergehalt bestens ausbalanciert. Im Abgang rotfruchtig und besonders klar nachwirkend.