Das Besondere an diesem Wein Die Region Saumur an der Loire ist das zweitwichtigste Schaumwein-Zentrum Frankreichs – direkt nach der Champagne. Bouvet-Ladubay wiederum gilt als der angesehenste Produzent der Gegend und stellt seine Schaumweine nach den gleichen hohen Standards wie in der Champagne üblich her. Aufgrund des deutlich niedrigeren Preisniveaus und der vergleichbaren Qualität lohnt der Blick auf die Loire-Schaumweine aber unbedingt. Der Brut Blanc Trésor von Bouvet-Ladubay zählt hierbei unstrittig zu den Besten der Besten. Nicht nur wurde er ganz wie ein Champagner in traditioneller Flaschengärung hergestellt. Er verbrachte zudem Zeit in Eichenholzfässern, um dem Schaumwein mehr Struktur und aromatische Vielschichtigkeit zu verleihen. In Hinblick auf die eingesetzten Rebsorten gibt es an der Loire allerdings einen markanten Unterschied zur Champagne, der auch auf den Trésor zutrifft. Die hier dominierende, weiße Rebsorte ist nicht etwa Chardonnay, sondern Chenin Blanc. Und das ist natürlich kein Zufall: Die Voraussetzungen an der Loire sind für Chenin Blanc ideal, und so kann er seine gute Säure sowie das ansprechende Aromaprofil in einem hochwertigen Schaumwein bestens ausspielen. Wer Schaumweingenuss auf Champagner-Niveau erleben möchte ohne dafür sonderlich tief in die Tasche greifen zu müssen, ist mit dem Bouvet-Ladubay Saumur Brut Blanc Trésor bestens beraten. Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Aus dem Glas strahlt ein hell leuchtendes Gold. Die Kohlensäure steigt in sehr feinen Perlensträngen an die Oberfläche. Der Geruch erinnert an grüne Äpfel, Zitronenabrieb und weiße Blumen. Aber auch würzigere Noten, die auf den Holzausbau hinweisen, treten in Erscheinung. Am Gaumen wunderbar frisch und überraschend gut strukturiert. Die Zitrusnoten bilden mit der leichten Süße und der frischen Säure eine wunderbare Einheit im erstaunlich langen Abgang.
Das Besondere an diesem Wein Schaumweine in der Rosé-Variante erfreuen sich großer Beliebtheit. Im Vergleich zu den klassisch weißen Vertretern, bringen Rosés eine Extraportion rote Frucht ins Spiel, die bei vielen Weinfreunden für Hochstimmung sorgen. Stammt der Schaumwein dann auch noch von einem der bestens Produzenten dieses Genres, sind besonders genussvolle Momente garantiert. Bouvet-Ladubay ist der namhafteste Schaumweinhersteller im mittleren Loire-Tal. Hier wird ausschließlich die aufwändige Flaschengärung eingesetzt. Die AOP Saumur, in der Bouvet-Ladubay seinen Sitz hat, ist nach der Champagne das wichtigste Schaumwein-Zentrum des Landes. Hier herrschen ideale Bedingungen für Rebsorten, die mit einer guten Säurestruktur daherkommen müssen. Für hochwertigen Schaumwein absolut unabdingbar. Der Rosé Trésor besteht zu 100% aus genau einer solchen Rebsorte: Cabernet Franc ist die wichtigste rote Rebsorte an der Loire und nimmt somit den Stellenwert eines Pinot Noir in der Champagne ein. Aufgrund des Ausbaus des Rosé Trésor in Holzfässern bei Bouvet-Ladubay erhält der eingesetzte Cabernet Franc zusätzlich Struktur und prägt den Charakter des Weines nachhaltig. Das macht den Wein nicht nur zu einem fruchtbetonten Aperitif, sondern auch zu einem idealen Essensbegleiter. Dabei ist er aufgrund der leichten Süße auch für rotfruchtige Desserts geeignet. Keine Frage: Rosé-Champagner ist ein prestigeträchtiges Edel-Getränk. Doch lässt ein so hochwertiger, rosafarbener Schaumwein von der Loire genüsslich daran zweifeln, ob der deutlich höhere Preis gerechtfertigt ist. Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Aus dem Glas strahlt ein zartes Rosa. Die Kohlensäure steigt in sehr feinen Perlensträngen an die Oberfläche. Der Geruch ist fruchtig, aber auch würzig. Erdbeeren und Himbeeren, wie auch blumige Noten lassen sich ausmachen. Umrahmt wird dieser Eindruck durch die typische Hefenote, die an frisch gebackenes Brioche erinnert. Im Mund dann wieder mit leicht würzigen Noten, einem zarten Vanille-Aroma, aber auch mit einem wunderbar frisch wirkenden Eindruck von roten Beeren. Die leichte Süße wird von der lebhaften Säure bestens gekontert, so dass ein insgesamt sehr harmonisches Mundgefühl entsteht.
Uhudler - Das Original - Trummer - Österreichischer Roséwein
Das Besondere an diesem Wein Um die Entstehungsgeschichte des Uhudlers und damit auch diesen Wein von der Familie Trummer zu verstehen, lohnt ein Blick auf die interessanten Hintergründe: Die Reblaus-Katastrophe zerstörte Ende des 19. Jahrhunderts fast den gesamten Rebbestand in Europa. Die Rettung kam in Form von reblausresistenten Wurzeln nordamerikanischer Reben. Die europäischen Pflanzen wurden kurzerhand auf diese Wurzeln gepropft, um sie vor der Reblaus zu schützen. Will meinen: Heute stehen fast alle Reben Europas auf amerikanischen Wurzeln. In Zeiten der Reblaus-Katastrophe kamen aber nicht nur die Wurzeln nach Europa, sondern komplette Rebstöcke. So ergab sich, dass einige Winzer anfingen mit diesen amerikanischen Reben Wein herzustellen. Die Amerikarebe ist biologisch betrachtet eine andere Spezies als die in Europa genutzten Reben. Sie wird Vitis labrusca oder auch amerikanische Wildrebe genannt. Vitis vinifera ist wiederum die gängige europäische Rebenspezies zu der alle bekannten und international genutzten Rebsorten gehören – von Albariño über Cabernet Sauvignon, Merlot und Riesling bis hin zu Zweigelt. Der Anbau der Amerikareben in Europa wurde aber leider sehr schnell äußerst kritisch gesehen. Dem daraus entstandenen Weinen wurde fälschlicherweise ein zu hoher Methanol-Gehalt unterstellt. So war die Herstellung und der Verkauf dieser Weine in den letzten Jahrzehnten immer wieder verboten. Es scheint fast als wollte man den ungewöhnlichen Charakter dieser Weine einfach nicht in Europa dulden. Seit Anfang der 1990er Jahre dürfen Weine aus Amerikareben in manchen Regionen Europas wieder angebaut werden. Zum Beispiel im österreichischen Südburgenland. Von hier stammt der Uhudler – ein Wein mit besonders langer Tradition in der Region, der sich mittlerweile in ganz Österreich großer Beliebtheit erfreut. Und auch in Deutschland befindet sich der Uhudler auf dem Vormarsch. Wie auch der hier angebotene Uhudler, entstehen die Weine vor allem aus den Rebsorten Concord und Ripatella. Die Vorteile dieser Rebsorten liegen auf der Hand: Sie sind als wurzelechte „Direktträger“ nicht nur gegen die Reblaus resistent, sondern auch gegen viele Pilzkrankheiten. Daher kann auf chemischen Pflanzenschutz gänzlich verzichtet werden. Ein echtes Naturprodukt also! Nicht ohne Grund steht der Uhudler unter dem Schutz der Slow Food Stiftung für Biodiversität. Eine besondere Eigenschaft, die Weinen aus Amerikareben zugeschrieben wird, findet sich auch in diesem Uhudler von Trummer: der sogenannte Foxton. Ein Duft, der einigen Weinfreunden als Fehler gilt, ist beim Uhudler ein willkommenes Erkennungszeichen. Am ehesten vergleichen lässt sich der Foxton mit einer Mischung aus intensivem Erdbeer-Aroma und Jasminduft. Ein Fehler ließe schlimmeres erwarten. Übrigens: Der Uhudler besitzt seinen Namen wahrscheinlich wegen der Legende, dass die Winzer früher in der Erntezeit mangels Mobilität oft eine ganze Woche in den Weinbergen und Weinkellern verbringen mussten. Als die Ernte vorbei war und die Winzer ins Dorf zurückkehrten, sagten ihre Frauen: „Wieder hast du Augen wie ein Uhu“, weil sie dachten, ihre Ehemänner hätten zu viel getrunken. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Der Uhudler glänzt im Glas mit einem dunklen Rosérot. Der Duft ist von einem intensiven Eindruck von Jasmin und Erdbeere geprägt. Aber auch rote Johannisbeeren, Himbeeren und frische Weintrauben sind präsent. Durch den Duft erwartet man im Mund einen gewissen Süßeeindruck, der dann aber ausbleibt. Der Wein ist trocken und mit einer guten Säure ausgestattet. Das eigenständige Aromaprofil wirkt auch im Abgang lange nach.
Ultra Malbec - 2022 - Kaiken - Argentinischer Rotwein
Der Malbec "Ultra" von Kaiken präsentiert sich in ultrarubinroten Tönen und verspricht ein vielschichtiges Aroma, das vor allem von reifen Beeren mit delikaten kirsch- und cremigen Schokoladennoten geprägt ist. Hier präsentieren wir einen echtes Schwergewicht aus Lateinamerika.
Ungeheuer Riesling Großes Gewächs trocken (Bio) - 2022 - Reichsrat von Buhl - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Nicht zuletzt durch die viel zitierte Aussage von Reichskanzler Bismarck über diesen Wein verfügt das Grosse Gewächs Ungeheuer über eine weltweite Bekanntheit. Doch kam der Ausspruch Bismarcks nicht von ungefähr: Dieser Riesling erhält durch die komplexe Bodenstruktur der Lage Forster Ungeheuer eine ausgeprägte Würzigkeit und eine mineralische Klarheit, die sofort begeistern und den Wein zu etwas ganz Eigenständigem machen. Es ist ein geradezu raumgreifender Wein, der mit beeindruckender Länge daherkommt und für die Ewigkeit gebaut zu sein scheint. Beeindruckend auch der Aufwand im Vinifikationsprozess: Dieses Grosse Gewächs wurde im 2.400 Liter fassenden Doppelstück-Fass sowie im kleineren Tonneau ausgebaut – mehr als neun Monate verbrachte er auf der Vollhefe. Den Holzeinsatz merkt man dem Wein aromatisch kaum an, doch sorgt diese Zeit für ein Plus an Struktur und Länge. Zudem macht es den Wein zu einem Langstreckenläufer. In seiner Jugend ist dieses Grosse Gewächs noch recht verschlossen. Erst nach drei bis fünf Jahren läuft er auf Hochtouren auf. Und in 10 Jahren erst dürfte er auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung sein. Ungeheuerlich! Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Mit strahlend hellem Gold im Glas. Der Duft ist von steiniger Mineralität, Nelken, Rosenwasser und etwas Hefe geprägt. Das Aroma von gelben Früchten ist bisher nur im Hintergrund zu erahnen. Am Gaumen mit sehr stürmischem Auftritt und einem komplexen Potpourri an sensorischen Eindrücken. Hier zeigt sich auch ein moderater Eindruck des Holzeinsatzes. Im Abgang extrem mineralisch und mit einer präzisen, wie von einem Laserstrahl gezogenen Säure.
Unoaked Tinto - 2024 - Quinta Nova - Portugiesischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Der Unoaked Tinto bietet eine hervorragende Möglichkeit die typischen roten Rebsorten der Quinta Nova, ja Portugals, in einer besonders gut gemachten Cuvée zu probieren. Touriga Nacional, Touriga Franca, Tinta Roriz (Tempranillo), Tinta Amarela und Tinto Cão finden in einem Wein zusammen, der eine interessante Besonderheit besitzt: Bei der Herstellung wurde gänzlich auf eine Reifezeit im Eichenholzfass verzichtet – beim Unoaked ist also der Name Programm. Diese holzfreie Variante ist in der traumhaften Region am Douro nicht nur selten anzutreffen, sie präsentiert die Rebsorten auch besonders ehrlich und unverfälscht. Intensive Fruchtaromen spielen im Unoaked die Hauptrolle, Röstaromen oder Vanillenoten sind in dem Wein nicht zu finden. Durch die Kraft und Struktur der verwendeten Rebsorten ist der Unoaked aber keineswegs ein Leisetreter. Er besitzt jeden Menge Volumen und dürfte sich in den nächsten fünf bis sieben Jahren sogar noch weiter positiv entwickeln. Der Quinta Nova Unoaked wurde im Jahrgang 2003 erstmalig produziert. Die fünf eingesetzten Rebsorten stammen von terrassierten Weinbergen, die direkt oberhalb des Flusses Douro liegen. Der Boden hier ist von Schiefer geprägt – eine Parallele zum deutschen Moselgebiet, das auch landschaftlich nicht unähnlich wirkt. Die Schieferböden sorgen für eine Klarheit spendende Mineralität im Unoaked. Eine Eigenschaft, die vor allem einem körperreichen Rotwein ausgesprochen guttut. Das Weinland Portugal erhält in Deutschland noch immer nicht die Aufmerksamkeit, die es verdient hätte. Ein Wein wie der Quinta Nova Unoaked ist in der Lage dies zu ändern, denn er präsentiert fünf typische Rebsorten der Region am Douro besonders fruchtbetont und aromatisch. Ganz ohne Reifezeit in Holzfässern und dennoch mit beeindruckender Kraft sowie einem tollen Alterungspotential. Felicidades! Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Im Glas mit einem satten Rubinrot. Der Duft verströmt Aromen von roten und schwarzen Früchten – rote Johannisbeere, Heidelbeere, Pflaume und Kirsche geben den Takt an. Im Mund sehr üppig wirkend und mit einer mineralischen Frische. Die Balance zwischen Fruchtaromen, guter Struktur und Alkoholeindruck ist ausgesprochen gut gelungen. Im Abgang sehr lang und mit einem saftigen Mundgefühl.
Ursprung - 1,5 L-Magnum - 2022 - Markus Schneider - Deutscher Rotwein
Das Besondere am Ursprung von Markus Schneider Markus Schneider hat es wie kaum ein anderer Winzer geschafft deutschem Wein etwas zeitgemäßes, ja geradezu etwas „hippes“ zu verleihen. An dieser Wahrnehmung haben seine reduziert gestalteten, sehr modern wirkenden Etiketten einen großen Anteil, doch sind es es vor allem Weine wie der „Ursprung“, die die Erfolgsgeschichte des Pfälzer Weinguts erzählen. Als 1998 der erste Jahrgang dieses Weines erscheint, ist das Image von deutschem Rotwein nicht das Beste – von hochwertigem Spätburgunder vielleicht einmal abgesehen. Doch das Cuvèe des preisgünstigen „Ursprung“ trifft den Geschmack des deutschen Rotweintrinkers so eindrucksvoll gut, dass der Wein den großen Erfolg des Weinguts Markus Schneider erst so richtig begründet. Aktuell kommen für den Wein vor allem Cabernet Sauvignon, Merlot und Portugieser zum Einsatz – teils im Holz ausgebaut, teils nur mit Edelstahlkontakt. Das war und ist für einen deutschen Rotwein alles nicht sehr gewöhnlich. Es ist demnach wenig verwunderlich, dass der „Ursprung“ in Blindproben selten als deutscher Wein erkannt wird. Wenn man die Weine von Markus Schneider noch nicht kennt oder einfach ein überzeugendes Beispiel für einen guten, erschwinglichen deutschen Rotwein erhalten möchte, sollte unbedingt den „Ursprung“ probieren. Alle anderen Weinfreunde sind ohnehin schon Stammkunden. Wie der Wein schmeckt: samtig & weich Im Glas mit einem strahlenden Rubinrot. Die Aromen des Weins erinnern vor allem an reife Kirschen, rote und schwarze Johannisbeeren und Pflaumenmus. Aber auch leichte Gewürzanklänge und Noten von Kaffee und Kakao laden zum Schwelgen ein. Im Mund mit einer Frische spendenden Mineralik sowie einer Tanninstruktur, die dem Wein auch als Essensbegleiter die nötige Struktur verleiht.
Ursprung - 2022 - Markus Schneider - Deutscher Rotwein
Das Besondere am Ursprung von Markus Schneider Markus Schneider hat es wie kaum ein anderer Winzer geschafft deutschem Wein etwas zeitgemäßes, ja geradezu etwas „hippes“ zu verleihen. An dieser Wahrnehmung haben seine reduziert gestalteten, sehr modern wirkenden Etiketten einen großen Anteil, doch sind es es vor allem Weine wie der „Ursprung“, die die Erfolgsgeschichte des Pfälzer Weinguts erzählen. Als 1998 der erste Jahrgang dieses Weines erscheint, ist das Image von deutschem Rotwein nicht das Beste – von hochwertigem Spätburgunder vielleicht einmal abgesehen. Doch das Cuvèe des preisgünstigen „Ursprung“ trifft den Geschmack des deutschen Rotweintrinkers so eindrucksvoll gut, dass der Wein den großen Erfolg des Weinguts Markus Schneider erst so richtig begründet. Aktuell kommen für den Wein vor allem Cabernet Sauvignon, Merlot und Portugieser zum Einsatz – teils im Holz ausgebaut, teils nur mit Edelstahlkontakt. Das war und ist für einen deutschen Rotwein alles nicht sehr gewöhnlich. Es ist demnach wenig verwunderlich, dass der „Ursprung“ in Blindproben selten als deutscher Wein erkannt wird. Wenn man die Weine von Markus Schneider noch nicht kennt oder einfach ein überzeugendes Beispiel für einen guten, erschwinglichen deutschen Rotwein erhalten möchte, sollte unbedingt den „Ursprung“ probieren. Alle anderen Weinfreunde sind ohnehin schon Stammkunden. Wie der Wein schmeckt: samtig & weich Im Glas mit einem strahlenden Rubinrot. Die Aromen des Weins erinnern vor allem an reife Kirschen, rote und schwarze Johannisbeeren und Pflaumenmus. Aber auch leichte Gewürzanklänge und Noten von Kaffee und Kakao laden zum Schwelgen ein. Im Mund mit einer Frische spendenden Mineralik sowie einer Tanninstruktur, die dem Wein auch als Essensbegleiter die nötige Struktur verleiht.
Us de la Meng trocken - 2023 - Meyer-Näkel - Deutscher Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Bereits die saloppe Namensgebung signalisiert, dieser Rotwein setzt auf unkomplizierten Spaß. Die Cuvée besteht zum Großteil aus Spätburgunder und erhält ihren eigenen Akzent durch etwas Frühburgunder und Dornfelder. Die erste Auflage des Weines geht tatsächlich auf eine spontan und intuitiv kreierte Cuvée von Werner Näkel zurück. Es war seine Antwort auf die Frage, ob er nicht einen tollen Rotwein für eine Party hätte. Da Näkel die Cuvée quasi aus der Hand schüttelte, stand der Name schnell fest: Us de la meng. Dabei handelt es sich um eine Verballhornung des französischen Wortes für Hand, la main. Die Redensart stammt aus der Zeit, als die Franzosen die linke Rheinseite besetzt hielten. Doch locker und leicht ist nur der Name, nicht aber die Herstellung des Weines. Schonende Verarbeitung der Trauben, eine bewusst kürzer gehaltene Maischestandzeit, biologischer Säureabbau sowie die Reife im großen Holzfass lassen einen sehr zugänglichen Rotwein entstehen. Gerade wegen des unkomplizierten Auftretens und des wunderbaren Trinkflusses ein echtes Schmuckstück von der Ahr. Wie der Wein schmeckt: samtig & weich Im Glas funkelt der Us de la meng in einem mittleren Purpurrot. An der Nase stellen sich sofort Aromen von dunklen Früchten, von Blaubeere und Pflaumen ein. Ebenso präsent sind würzige Noten, die an Nelke und Zimt erinnern. Am Gaumen gewinnen die Fruchtaromen an Fülle und Saftigkeit. Die Würztöne spielen durchgehend die Begleitmelodie. Die Tannine geben dem Wein Struktur und Länge. Auch als Essensbegleiter zu kräftigeren Speisen zu empfehlen.
Vache d'Automne Chardonnay - 2025 - Anne de Joyeuse - Französischer Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Chardonnay ist erst seit rund 50 Jahren im Languedoc zu Hause – in der Weinwelt ist das kaum mehr als ein Wimpernschlag. Doch was die Winzer von Anne de Joyeuse in der Region Haute Vallée de l'Aude daraus machen, ist beeindruckend. Der Vache d'Automne Chardonnay stammt aus einer der kühlsten Lagen des Languedoc, hoch oben in den Ausläufern der Pyrenäen, wo die Weinberge auf rund 400 Metern Höhe wachsen. Hier, auf kalkhaltigen Lehmböden, die Wasser speichern und den Reben auch in heißen Sommern Stabilität geben, entsteht ein Wein mit einer Balance, die im Languedoc selten ist. Die Höhenlage sorgt für heiße, sonnige Tage und kühle Nächte – eine Kombination, die den Trauben Zeit gibt, Aromen zu entwickeln, ohne ihre Frische zu verlieren. Die ältesten Rebstöcke werden nachts maschinell gelesen, um die Trauben kühl und unversehrt in den Keller zu bringen. Nach der Gärung reift der Wein auf der Feinhefe und wird regelmäßig aufgerührt – eine Technik, die dem Chardonnay Fülle und Textur verleiht, ohne ihn schwer zu machen. Das Ergebnis ist ein Wein, der südliche Reife mit burgundischer Eleganz verbindet. Ein Chardonnay, der zeigt, dass das Languedoc mehr kann als kraftvolle Rotweine Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Die Nase ist herrlich frisch und einladend: Pfirsich und Aprikose treffen auf zarte Blütennoten von Akazien und grüne Konturen von Geißblatt. Am Gaumen zeigt sich der Wein präzise und klar, die Aromen setzen sich nahtlos fort. Der Mittelteil ist dicht und vollmundig, dabei perfekt ausbalanciert durch eine saftige Säure, die den Mund wässrig macht und Lust auf den nächsten Schluck weckt. Der Abgang ist lang und komplex, mit einer feinen Mineralität. Ein Wein, der zu gegrilltem Fisch, Meeresfrüchten oder cremigen Risottos eine wunderbare Begleitung ist – oder einfach pur genossen werden will.
Das Besondere an diesem Wein Die Reben für den Vache d'Automne Réserve Royale stehen auf Terrassen mit Südausrichtung und kargen Böden. Direkt im Gebiet des Cers genannten Windes haben Syrah und Marselan großartige Bedingungen für ihr Wachstum. Viel Sonne, da der Wind die Wolken vertreibt, trockene Weinberge, da der warme Wind im Sommer die Rebstöcke trocknet und ein kühler Winter, da der Cers dann kältere Luft aus Nordwesten mitbringt. Die kargen, steinigen Böden tragen ihren Teil zu der Qualität des Weins bei. Je mehr sich die Reben anstrengen müssen, um Trauben zu erzeugen, desto aromatischer wird in der Regel auch der Wein. Syrah ist weltweit verbreitet und gehört hier im Languedoc zum üblichen Portfolio, Marselan hingegen ist eine relativ neue und nicht sehr verbreitete Sorte. Es ist eine Neuzüchtung, die als Kreuzung aus Grenache und Cabernet Sauvignon Vorzüge beider Sorten verbindet. Sie ist 1961 in Südfrankreich gezüchtet worden und speziell ausgelegt auf den Anbau in heißen Gebieten. Die größte Verbreitung hat sie auch hier, in ihrer Ursprungsregion Languedoc, wo aus Marselan hervorragende Weine gekeltert werden. Im Vache d'Automne Réserve Royale sorgt sie für Konzentration und Eleganz, während die Syrah Struktur beiträgt. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Aromatisch gibt es eine Menge zu entdecken: reife Brombeeren, etwas Pflaume, Zigarrenkiste, Oliven, Leder, Pfeffer und Kräuter, am Gaumen dann viel Frucht und süße Extraktion. Kühlt man den Wein etwas, wirkt die Nase schlanker, die Kräuter werden definierter, minziger, dazu tritt die Brombeerfrucht weiter in den Vordergrund. Am Gaumen ist die Frucht hingegen ein wenig zurückgenommen, wenn der Wein kühler serviert wird. Je nach Temperatur ist der Vache d'Automne Réserve Royale also extrem vielseitig. Etwas wärmer eignet er sich solo als Glas unter guten Freunden, während er leicht gekühlt gut zu Fleisch vom Grill oder deftigen Schmorgerichten passt.
Vacqueyras Les Christins - 2022 - Famille Perrin - Französischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein In nunmehr fünfter Generation widmen sich die Perrins dem Weinbau. Mit ihrem Namen stehen sie heute für Großgewächse von Weltrang, für handwerklich gekonnte Alltagsweise, wie für spektakuläre Markterfolge, unter denen der „Brangelina“ Rosé von Château Miraval nur ein Beispiel unter vielen markiert. Als eine der großen Winzerdynastien Frankreichs gelten die Perrins überdies als Pioniere des biologischen Weinbaus im Land – an der südlichen Côtes-du-Rhône ist ihr Status nochmals exponierter. Hier gelten sie schlicht als die „First Family“. Châteauneuf-du-Pape bildet den Mittelpunkt des Perrin-Universums, wo das familieneigene Château Beaucastel zu den renommiertesten Erzeugern des legendären Weins der Päpste zählt. Zugleich ist das prächtige Schloss auch der Stern, um den zahlreiche weitere Rhône-Crus kreisen, die hier den vinophilen Schliff erhalten, um sich später eines Perrins würdig zu erweisen. Deren neun bilden die Spitze der Großregion Côtes-du-Rhône, deren drei versammeln sich an den Hängen der Dentelles de Montmirail – und einer davon lautet dort auf den Namen Vacqueyras, zu Deutsch: das Tal der Steine. Unter den geschmacklich nicht immer leicht zu differenzierenden Crus – die Unterschiede zwischen einem Rasteau und einem Gigondas, einem Lirac und einem Vinsobres sind bisweilen verschwindend gering – gelten die Weine aus Vacqueyras als vergleichsweise markant. Der englische Weinkritiker Andrew Jefford hat es mit den Worten beschrieben: „Man möge sich einen Burgunder im südlichen Rhône-Kontext vorstellen.“ Damit hebt er pointiert auf die Eleganz und Finesse der Weine aus Vacqueyras ab und führt den Les Christins von Perrin sogleich als Paradebeispiel an. Die acht Hektar große Parzelle Les Christins liegt an den Südhängen des Bergmassivs der Dentelles de Montmirail und zählt dort geografisch zur Gemeinde Sarrians. Lehmige Böden mit Geröll aus der Ouvèze, die sich weiter flussabwärts zu einem Nebenarm der Rhône aufbaut, prägen das Terroir, auf dem durchschnittlich 50 Jahre alte Grenache- und Syrah-Reben wurzeln. Diese finden hier offenkundig vorzügliche Bedingungen, denn sie verleihen dem Wein eine enorme Struktur sowie einen betont fleischigen Charakter, der die besagten Pinot-Noir-Anklänge konkret greifbar macht. 75 % Grenache und 25 % Syrah definieren eine durchaus klassische Rhône-Cuvée. Ungewöhnlich jedoch: sie werden zusammen im Weinberg kultiviert, was einigermaßen komplex ist, da der Reifeunterschied zwischen den beiden Sorten etwa fünf bis zehn Tage betragen kann. Der Erntetermin richtet sich daher nach der Reife des Grenache, wobei in der Folge der Syrah schon fast überreif geerntet wird. Die Trauben werden von Hand gelesen, bei der Ankunft im Keller streng selektiert, gepresst und sogleich in Fässer gefüllt. Die Gärung dauert recht lange, wobei die Extraktion durch manuelles Abstechen erfolgt. Bei der Weinbereitung geht es ganz klassisch zu, mit wenig Holzeinsatz. Nach der malolaktischen Gärung werden die Weine ein Jahr lang in Stahlfässern ausgebaut. Ein elegant-komplexer Rhône-Cru, der die Einzigartigkeit des Terroirs genauso eindringlich unterstreicht, wie das Qualitätsversprechen im Namen Perrin. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Im Glas zeigt der Vacqueyras eine dunkelgranatrote Farbe mit violettfarbenen Reflexen. In der Nase entfaltet sich ein intensives wie komplexes Bouquet von schwarzen Früchten, Gewürzen und Trüffeln sowie einem Hauch von frischem Menthol. Schon beim ersten Schluck gibt er sich ungeheuer muskulös, zugleich perfekt strukturiert. Dichte Tannine und wieder dunkle Früchte balancieren gekonnt, schaffen Substanz und Tiefe bei anhaltender Frische.
Das Besondere an diesem Wein Ventaglio steht für die expressive Summe der Rebsorte Cabernet Franc, angebaut in der toskanischen Prestige Appellation Bolgheri. Die Einzellage Ventaglio erstreckt sich auf einem kleinen, von Wald geschützten Bergrücken auf 120 Metern Höhe, nur zwei Kilometer vom Tyrrhenische Meer entfernt. Lediglich eineinhalb Hektar Cabernet Franc bilden einen anmutigen Ring um eine majestätische Steineiche. Die roten, sandigen Böden der Küste gehen hier in Lehm und Kalkstein über, die die klassischen felsigen Strukturen dieser Gegend bilden. Dieser Weinberg ist nicht nur von herausragender Schönheit, er bringt auch den besten Cabernet Franc des Weinguts Argentiera hervor. Die ungehinderte Sonne sorgt den ganzen Tag für intensives Licht und lässt die Trauben perfekt reifen. Allerdings existieren innerhalb des Weinbergs nochmals unterschiedliche Mikroklimata: Die nach Nordwesten ausgerichteten Rebstöcke bringen knackige, spritzige „Morgenbeeren“ hervor, während die nach Süden ausgerichteten „Mittagsbeeren“ sehr süß und konzentriert sind, sowie die nach Westen ausgerichteten Rebstöcke schließlich sehr elegante und fein-aromatische „Abendbeeren“ entstehen lassen. Die Arbeiten an der Begrünung und die Ernte erfolgen ausschließlich manuell, sie sind auf ein Minimum reduziert und alle landwirtschaftlichen Praktiken sind auf volle ökologische Nachhaltigkeit und den Erhalt der Vitalität der Böden ausgerichtet. Der Ventaglio ist ein ungewöhnlicher Wein aus 100 Prozent Cabernet Franc in limitierter Auflage, der weltweit Verehrer besitzt und von den wichtigsten Weinkritikern mit Höchstpunktzahlen bedacht wird. Er war der erste Einzellagenwein des Weinguts Argentiera und ist das Ergebnis eines jahrzehntelangen Experiments mit der reinsortigen Vinifizierung. Sein großes Entwicklungspotenzial und die lange Lagerfähigkeit machen ihn zu einem vinophilen Sammlerstück. Die alkoholische Gärung des Ventaglio bei 28 bis 30 Grad Celsius in konischen Fässern aus französischer Eiche. Für den weiteren Ausbau des Weines kommen für 14 Monate französische und österreichische 225-Liter-Fässer sowie 500-Liter-Tonneaux zum Einsatz. Doch damit nicht genug: Weitere drei Jahre reift der Ventaglio Cabernet Franc in der Flasche, erst dann wird er vom Weingut freigegeben. Die Wartezeit lohnt. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Mit einem strahlend glänzenden Rubinrot im Glas. Der intensive Duft offenbart Rosen, ein Hauch von frischem Salbei und Lavendel sowie Schwarze Johannisbeeren und Brombeeren. Im Mund mit vollem Körper und Tanninen, die wunderbar integriert sind. Im langen Abgang sehr präzise balanciert, frisch, klar und auf der floralen Aromatik nachwirkend. Was Kritiker zu dem Wein sagen 98 Punkte von James Suckling „Äußerst aromatische, reiner Cabernet-Franc-Charakter, mit Schwarzen Johannisbeeren und Blumen wie Veilchen und Geißblatt. In der Nase ist er sehr subtil. Mittel- bis vollmundig. Hervorragende Tannine, die sehr lang und präzise sind. Ein Referenz-Cabernet Franc für die Region. 1,5 Hektar Cabernet-Franc-Parzelle in den Hügeln von Bolgheri, umgeben von natürlichen Bäumen. 3.000 Flaschen. Jetzt schon beeindruckend, aber 2028 wird er noch besser sein“. 96 Punkte von Robert Parker „Dieser reine Cabernet Franc aus einer kühleren Vegetationsperiode ist geradlinig und straff, mit präzisem Fokus und einer Schicht nach der anderen von tiefer Intensität. Das Bouquet ist duftend, süß und würzig zugleich, mit enormer Länge und polierten Tanninen. Das Bouquet bietet rote und schwarze Kirschen, Johannisbeeren, Zimt und Vanilleschoten sowie eine würzige Blumennote mit getrockneten Rosenblättern. Am Gaumen ist er süßer als in der Nase. Zu trinken zwischen 2024 und 2045“.
Vermentino - 2025 - La Carraia - Italienischer Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Ein Vermentino zum Verlieben liefert uns das Weingut La Carraia aus Umbrien. Seine intensive Frucht und die mineralische Frische machen ihn zu einem äußerst gelungenen Sommerwein mit Dolce-Vita-Effekt. Und dass der Wein mit einem besonders guten Preis-Genuss-Verhältnis überzeugen kann, liegt vor allem an einem Mann: Ricardo Cotarella. Mit seinem Weingut Falesco ist es ihm gelungen dem zuvor praktisch unbekannten Umbrien zu internationaler Aufmerksamkeit als ernst zu nehmende Weinregion zu verhelfen. Doch nicht nur für sein eigenes Weingut ist er tätig, er unterstützt auch andere Produzenten der Region mit seinem Know-How und seiner Qualitätsbesessenheit. So zum Beispiel auch La Carraia. Hier, knapp 120 Kilometer nördlich von Rom, sind es vor allem die von Vukanstein geprägten Böden, die beste Voraussetzungen für den Weinbau darstellen. Die Reben profitieren von vielen Nährstoffen im Boden und einem guten Wasserdurchfluss. Auch die mineralische Prägung des Weines ist dem Boden zu verdanken. Dadurch ist der Vermentino von La Carraia neben seiner Fruchtbetontheit auch mit einer guten Frische ausgestattet. Für sommerliche, leichte Speisen dadurch ein sehr guter Essensbegleiter. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Im Glas strahlt der Wein in blassem Zitronengelb. Der Geruch erinnert ans Zitrusfrüchte, grüne Äpfel und Mandeln. Im Mund wirkt der Vermentino sehr frisch und mit schöner Mineralik ausgestattet. Auch hier sind die fruchtigen Aromen präsent und sehr intensiv ausgeprägt. Im Abgang wirkt der Wein sehr klar und durch seine gute Säure wird er zu einem idealen Begleiter von hellem Fleisch und Fischgerichte.
Das Besondere an diesem Wein Vernatsch ist die meist angebaute Rebsorte in Südtirol und das nicht ohne Grund: Die daraus gewonnenen Weine verfügen über bezaubernde Aromen und einen leichten, äußerst frischen Gesamtcharakter. Bei der Kellerei Eisacktal stehen die Rebstöcke für diesen Wein auf warmen, tiefgründigen Vulkanverwitterungsböden, die dem Vernatsch seine mineralische Klarheit schenken. Zudem befinden sich die Weinberge auf Höhen zwischen 400 und 700 Metern – perfekt, um in dem Wein viel Frische und Frucht zu bewahren. So ist dieser Vernatsch einem Spätburgunder stilistisch nicht ganz unähnlich. Die helle Farbe, die intensive Aromatik und auch der frische Charakter zeigen die Parallelen deutlich auf. In Deutschland spielt Vernatsch vor allem in Württemberg unter dem Namen Trollinger noch eine große Rolle, doch nehmen die Rebflächen kontinuierlich ab. In Südtirol hingegen ist der Erfolg der Weine ungebrochen. Das Geheimnis des Erfolgs findet sich in der eigenständigen Stilistik, die nur durch den Einfluss der Höhenlagen zustande kommen kann. Die Bedingungen dort passen einfach hervorragend zu der Rebsorte, da sie besonders unverfälschte Weine mit aromatischem und klarem Charakter entstehen lassen. Dieser Vernatsch ist kein körperreicher Rotwein mit fetter Struktur. Vielmehr überzeugt er mit einem gerbstoffarmen Mundgefühl und einer wunderschönen Aromatik. Diese leisen Töne passen auch bei wärmeren Außentemperaturen ganz ausgezeichnet ins Glas. Muss man probiert haben! Wie der Wein schmeckt: samtig & weich Der Wein leuchtet mit einem sehr hellen Rubinrot im Glas. Der expressive Duft des Weines wirkt vielschichtig und besonders rein. Rote Beeren, allen voran reife Himbeeren, aber auch ein feiner Duft von Veilchen und Rosen lassen sich entdecken. Am Gaumen mit einer gelungenen Kombination aus Frische und Eleganz. Der fehlende Tannineindruck lässt den Wein praktisch frei von Gerbstoffen daherkommen. Im Abgang sehr klar und präzise nachwirkend.
Das Besondere an diesem Wein Der Vigna Sessina der Fattoria di Dievole entstammt einem der höchsten und am stärksten exponierten Weinberge im Gebiet von Vagliagli im Chianti Classico, auf etwa 400–450 Metern über dem Meeresspiegel. Die Lage erstreckt sich über rund 5,5 Hektar und ist nach Süden ausgerichtet, was eine besonders gute Sonneneinstrahlung fördert und zu einer gleichmäßigen Reife der Trauben beiträgt. Der Boden ist geprägt von fossilreichem Macigno-Sandstein, einem Sedimentgestein, das Wärme speichert und gleichzeitig eine gute Durchlässigkeit besitzt, was der Sangiovese-Rebe hilft, Tiefe und Frische auszubilden. Die Reben werden ökologisch angebaut und einzeln geerntet, sodass der Wein im Keller getrennt vinifiziert werden kann. Dieses Terroir mit seiner Höhenlage, der südlichen Ausrichtung und der besonderen Bodenstruktur verleiht dem Vigna Sessina eine ausgeprägte Klarheit und Präzision, die den Charakter dieses spezifischen Weinbergs innerhalb des Chianti Classico hervorhebt. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig In der Nase zeigt sich eine klare, rote Frucht, die zunächst frisch und fast jugendlich wirkt, dabei jedoch von bemerkenswerter Tiefe getragen wird. Noten von roten Johannisbeeren und Granatapfelkernen prägen das Bild, begleitet von einer dezent holzigen Würze. Anklänge von Sesam und schwarzem Pfeffer verleihen zusätzliche aromatische Spannung und einen leicht herben Akzent. Am Gaumen präsentiert sich der Wein sanft und ausgewogen, mit seidigem, gut eingebundenem Tannin. Die Frische der Frucht wird von einer würzigen Struktur aufgefangen, die dem Wein Länge und Substanz verleiht. Im Finale verbinden sich Würze und Tiefe zu einem anhaltenden, ruhigen Ausklang.
Das Besondere an diesem Wein Die Appellation Cheverny liegt im Nordosten des Loire-Bereichs Touraine. Die Weinberge hier erstrecken sich auf etwas über 2.000 Hektar Rebfläche und sind in allererster Linie durch sandige Tonböden geprägt. Sie schmiegen sich in Terrassenform an das linke Ufer der Loire. Das durch den Fluss geprägte Mikroklima bringt in Kombination mit der lockeren Bodenstruktur optimale Voraussetzungen für den Anbau von Weißwein, insbesondere für den Loire-typischen Sauvignon Blanc. Wenn man den Vignes des Marnières aus dieser Appellation das erste Mal im Glas hat, wird sofort klar, dass die Loire viel mehr zu bieten hat als die großen Namen Sancerre und Pouilly Fumé. Dieses weniger bekannte Juwel eines trockenen Weißweins liefert die weltweit so geschätzten Eigenschaften eines Loire-Weins auf beeindruckende Art und Weise: Töne von frischen Kräutern vermischen sich mit rauchigen Anklängen von Feuerstein. Doch es ist vor allem ein besonderer Winzer-Kniff, der den Vignes des Marnières so außergewöhnlich macht: Neben Sauvignon Blanc kommen noch 15 Prozent Chardonnay zum Einsatz. Diese gekonnte Addition verleiht dem Wein mehr Reichhaltigkeit und einen überraschend reifen Charakter. Eine Kombination, die erstaunlich gut funktioniert und bei einem so geringen Anteil noch den offiziellen Statuten entspricht. Die Domaine Delaille beweist mit dem Wein, dass die Erfahrung aus fünf Generationen Winzerdasein an der Loire nicht imitiert werden kann. Zudem sind die Erträge der Weine bewusst begrenzt, um höchste Qualität zu gewährleisten. Im Vergleich zu den namhaften Appellationen an der Loire ein echter Geheimtipp, auch preislich betrachtet. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Im Glas mit einem sehr hell strahlenden Zitronengelb. Der feine Duft ist klar und frisch und präsentiert Aromen von Zitrusfrüchten, Stachelbeere sowie Wiesenkräutern. Im Hintergrund auch eine würzige, rauchige Note. Im Mund wunderbar klar und rein sowie von einer großen Frische gekennzeichnet. Der Abgang ist sehr mineralisch geprägt und wirkt enorm präzise.
Das Besondere an diesem Wein Ohne Zweifel zählt der Frédéric Garrabou zu den besten Weinmachern im Languedoc. Sein Geheimnis: Er beherrscht die Arbeit im Weinberg und Keller auf der ganzen Klaviatur. In fast allen Kategorien macht er und die Producteurs Réunis einfach tolle Gewächse, sei es aus einzelnen Rebsorten oder in gemeinsamer Vermählung, die stets von Freude und Charme zeugen. Der Vilain wurde aus Syrah (65 %) und Grenache (35 %) vinifiziert und reifte in Betontanks und in Fässern aus französischer Eiche. Wie der Wein schmeckt: samtig & weich Im Glas kleidet sich der Wein mit einer konzentrierten rubinroten Robe. Es steigt ein sanfter Duft nach schwarzem Pfeffer auf, gepaart mit Dörr-Pflaume und blauen Brombeeren. Im Mund kleidet die Cuvée komplett den Gaumen mit sanftem Tannin aus, es fällt besonders die Noten nach schwarzem Pfeffer auf, die den Wein klar um einen schmelzigen Kern strukturieren. Im Finale ist der Wein dann noch lange präsent. Wundervoll!
Das Besondere an diesem Wein Bereits im Jahr 1931 erblickte der Toskana-Klassiker der Marchese Antinori das Licht der Weinwelt. Der Villa Antinori Bianco stammt also noch aus der Ära von Niccolò Antinori, was besonders zählt, da Philosophie und Rebsorten-Cuvée des Weines seitdem nicht mehr verändert wurden. Gut die Hälfte der Cuvée bestreiten seit dem ersten Jahrgang Trebbiano und Malvasia, die andere Hälfte teilen sich Pinot Grigio, Pinot Bianco und Riesling Renano auf. Diese Komposition erklärt die aromatische Pracht des Antinori Weißweins, die durch die schlanke Vinifizierung im Stahltank noch unterstrichen wird. Nur am Rande: auch das Etikett ist seit 1931 unverändert. Die Trauben für den Villa Antinori werden entrappt und sorgsam gepresst. Anschließend wird der Most auf etwa 10 Grad Celsius runtergekühlt und nach zwei Tagen für die alkoholische Gärung in Stahltanks umgefüllt. Dieser Prozess läuft temperaturkontrolliert ab, damit die Gärung möglichst langsam und gleichmäßig abläuft. Das heißt konkret, die Temperatur im Stahltank überschreitet nicht die 18 Grad. Bis zur Abfüllung erfolgt die weitere Reife wiederum im Stahltank. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Im Glas funkelt der Villa Antinori Bianco in einem mittleren Zitronengelb und zeigt dabei grünliche Reflexe. Mit ebenso subtilem wie eleganten Duft von Orangen, Ananas und Bananen setzt sich das Vergnügen fort. Die Fruchtaromen präsentieren sich frisch und mit einem blumigen Nachhall. Im Mund tanzen sie ausgewogen miteinander daher und gewinnen dank der moderaten Säure zusätzliche Länge. Frisch und balanciert auch das Finale, in dem die mineralischen Nuancen noch einmal hervortreten.
Das Besondere an diesem Wein Der Villa Antinori wurde 1928 von Marchese Niccolò Antinori als erster Chianti Classico präsentiert, der über ein echtes Alterungspotential verfügt und dadurch mit fortschreitender Reifezeit immer besser wird. Bald darauf ließ sich der Villa Antinori in den renommiertesten Weinkellern von Botschaften, königlichen Häusern, wichtigen Hotels und Restaurants wiederfinden. Die gute Reifefähigkeit ist heute noch eine wichtige Charaktereigenschaft des Villa Antinori Rosso. Grund dafür ist unter anderem, dass die Cuvée aus Sangiovese, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah eine Auswahl der besten Trauben aus dem toskanischen Umland darstellt. Zudem verhelfen 12 Monate Reifezeit im Barrique und weitere acht Monate in der Flasche zu einem langen Leben. Und da sich der Wein stilistisch immer noch stark an dem Wein der Anfangszeiten orientiert, hat man über die letzten 90 Jahre das Etikettendesign schlichtweg unverändert gelassen. Der Villa Antinori ist ein wichtiger Eckpfeiler für das Weingut Antinori. Man könnte den Wein auch als Aushängeschild bezeichnen. Der Wein repräsentiert die Qualität des renommierten Weinguts auf eindrucksvolle Art und Weise. Und das zu einem Preis, der noch fernab von Antinori Spitzencuvées wie Solaia oder Tignanello liegt. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Der Wein ist in einem tiefen Rubinrot gekleidet. Sein Duft ist intensiv und vielschichtig. Das Aroma von roten Früchten wird durch einen Hauch Leder, Gewürze und Vanille ergänzt. Im Mund wirkt der Wein sehr vollmundig und rund. Seine geschmeidigen und samtigen Tanninen zeigen sich im langen Abgang in Harmonie mit viel Fruchtaroma.