Villa Donoratico - 2022 - Tenuta Argentiera - Italienischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Dieser Rotwein aus der Lage Villa Donoratico vom Weingut Argentiera im toskanischen Bolgheri ist Jahr für Jahr ausgesprochen konsistent in seiner Qualität. Er zeigt immer ein hohes Maß an Komplexität und einen tiefgründigen Charakter. Beides Attribute, die der Rosso seiner Herkunft zu verdanken hat: Hinter der Villa Serristori aus dem 17. Jahrhundert liegt der Weinberg namens Villa Donoratico, direkt an der Grenze zwischen dem trockenen offenen Land und dem kühlenden Effekt der dichten Vegetation hier. Die Reben wurzeln sowohl in sandigen als auch in felsigen Böden, finden aber in beiden ausreichend Nährstoffe sowie viele mineralische Spurenelemente für die Trauben. In diesem nach Norden ausgerichteten, 12 Hektar großen Weinberg ist der Boden von Sand geprägt, während der Untergrund in den höheren Bereichen von Flysch durchsetzt ist. Dieses tiefgründige, marine Schichtgestein hat einen äußerst positiven Einfluss auf die Weinqualität. Das macht den Villa Donoratico von Argentiera zu der Verkörperung eines außergewöhnlichen Terroirs und ist gleichzeitig ein authentischer Ausdruck dessen, was Bolgheri einzigartig macht: Einen auf Bordeaux-Rebsorten basierenden Wein, der den ganzen Reiz und die Strahlkraft eines Supertoskaners auf den Punkt bringt. Dabei steht der Wein aus der Lage Villa Donoratico für einen lebendigen, aromatischen Gaumen, mit Aromen von frischer Minze und einer faszinierenden, wilden Note von mediterranem Buschwerk. Der Villa Donaratico besteht zu ungefähr gleichen Teilen aus Merlot und Cabernet Sauvignon. Des Weiteren kommen Cabernet Franc und etwas Petit Verdot zum Einsatz. Klassischer kann eine Bordeaux-Cuvée kaum ausfallen. Die Trauben dafür werden streng selektiv geerntet und rund 25 Tage in Edelstahltanks vergoren. Der darauffolgende Ausbau findet 12 Monate lang in französischen und österreichischen 500-Liter-Tonneaux statt, um dem Wein nur eine milde Holzprägung zu verleihen. Vor der Abgabe in den Handel verbringt der Villa Donoratico weiter sechs Monate zur Reife in der Flasche. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Tiefes, glänzendes Rubinrot. Nuancierter und komplexer Duft mit Himbeeren, Blumen, Minze und Lakritze. Am Gaumen zeigt sich die Fruchtaromatik reifer als in der Nase und wird durch Noten von Kaffee, Garrigue und Zedernholz ergänzt. Der weiche Abgang zeigt eine anhaltende, florale Charakteristik. Was Kritiker zu dem Wein sagen 94 Punkte von James Suckling „Attraktiver Rotwein auf Cabernet-Basis mit Aromen von Johannisbeeren und Beeren und Untertönen von Bleistift und Gewürzen. Kräuter. Vollmundig mit Walnüssen, Schokolade und Früchten. Sehr feine Tannine mit einer Finesse und Schönheit. Trinkbar, aber besser im Jahr 2025“.
Das Besondere an diesem Wein Das 1695 vom deutschen Einwanderer, Nicolaas Cleef, in der südafrikanischen Weinregion Stellenbosch gegründete Weingut Kleine Zalze, kann auf eine mehr als 300-jährige Weinbautradition zurückblicken. Heute gilt es als eines der renommiertesten Weingüter des Landes. Zahlreiche Kleine Zalze Weine, die alljährlich national und international für ihre außerordentliche Qualität prämiert werden, sind hierfür der beste Beweis. So wie der Cabernet Sauvignon aus der Vineyard Selection des Hauses, ein eleganter, raffinierter Rotwein aus 100 % Cabernet Sauvignon. Das meiste Lesegut für diesen Wein stammt von sorgfältig ausgewählten und speziell bewirtschafteten Weinbergen des Weingutes. Die Trauben werden per Hand gelesen. Alle Weinbergsblöcke werden dabei zum optimalen Reifezeitpunkt separat geerntet und vinifiziert. Trotz sorgfältiger Auswahl im Weinberg werden die Trauben im Weingut noch einmal von Hand sortiert, um sicherzustellen, dass nur die besten Früchte für den Wein zum Einsatz kommen. Nach dem Abbeeren werden die Trauben in einer Kombination aus Edelstahltanks und offenen Gärbehältern vergoren. Der Rotwein reift anschließend für 18 Monate in französischen Eichenfässern, wobei zu 40 % neue sowie zu je 30 % Fässer zweiter und dritter Füllung zum Einsatz kommen. Erst danach werden die verschiedenen Partien zu diesem attraktiven Tropfen vereint. Der Kleine Zalze Vineyard Cabernet Sauvignon ist ein hervorragender Begleiter zu den meisten Fleischgerichten wie kurzgebratene Steaks oder Wild. Er passt aber selbstverständlich auch zu einer Auswahl von edlen, reifen Käsesorten. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Tiefrot in der Farbe, mit funkelnden violetten Reflexen präsentiert sich der Cabernet Sauvignon im Glas. Das zunächst verschlossene Bouquet öffnet sich im Glas zu ausgeprägten Aromen von dunklen Beerenfrüchten und reifen Pflaumen, untermalt von würzigen Holznoten und gefolgt von feuchtem Fynbos. Am Gaumen setzen sich diese Aromen fort, machtvoll und finessenreich zugleich. Die geschmeidige Tanninstruktur verleiht dem Wein eine wundervoll ausbalancierte Zurückhaltung und Eleganz. Das Finale klingt noch lange, mit schöner, subtiler Würze nach.
Das Besondere an diesem Wein Seit fast 300 Jahren werden auf dem im Jahr 1695 vom deutschen Einwanderer – Nicolaas Cleef – gegründeten Weingut Kleine Zalze am Fuß der atemberaubenden Stellenbosch-Berge in Südafrika Weine erzeugt. Doch erst nach der Übernahme des Weinguts durch die Familie Basson im Jahre 1996 hat sich das Weingut zu dem entwickelt, was es heute ist. Ein Aushängeschild des modernen südafrikanischen Weinbaus. Hauptsächlich verantwortlich dafür zeichnen der erfahrene Kellermeister Alistair Rimmer und sein Mitstreiter RJ Botha, die im Weinkeller traditionelle Methoden mit modernster Technik vereinen. Mehrfach wurde Kleine Zalze in den letzten Jahren als „Weingut des Jahres“ in Südafrika ausgezeichnet. Regelmäßig werden auch die Weine mit nationalen und internationalen Preisen prämiert. Der reinsortige Chardonnay aus der Vineyard Selection des Hauses ist ein solch vielfach prämierter Spitzenwein. Die Trauben für diesen Weißwein stammen aus drei Parzellen rund um Stellenbosch und einer in Robertson. Während die höher gelegenen Stellenbosch-Parzellen mit Blick auf die False Bay für die Textur und die Frucht des Weines verantwortlich sind, steht die Parzelle in Robertson für Mineralität in dem Chardonnay. Während der Lese werden die Trauben schon sehr früh am Morgen von Hand gepflückt und im Keller für die Maische-Zeit leicht angequetscht. Hier wird der Traubenmost für mindestens 12 Stunden mit der Schale in Kontakt belassen, bevor er abgepresst wird. Für die Vineyard Selection wird dabei nur der Freilaufanteil des Saftes verwendet. Insgesamt verbringt der Wein acht Monate in Holzfässern, wobei eine Kombination aus 60 % neuen Fässern und 40 % Fässern aus französischer Eiche der zweiten und dritten Füllung verwendet wird. Erst danach findet die Assemblage und Abfüllung des Weines statt. Der Kleine Zalze Chardonnay aus der Vineyard Selection flirtet gerne mit Fisch- und Geflügelgerichten, insbesondere in Verbindung mit kräftigen Soßen. Doch er passt auch gut zu herzhaftem Brie oder Frischkäse. Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Mit sattem Goldgelb im Glas. Ein Duft von feinen tropischen Früchten, Zitrus und Ananas, auch ein Hauch von Orangenschalen entströmt dem Glas. Am Gaumen finden sich mineralisch geprägte Fruchtnoten, die an Pfirsich und Zitrone erinnern. Dazu feines Buttergebäck mit gut eingebundenen Eichenholznoten. Ein äußerst harmonischer Wein mit einer idealen Balance und einem eleganten Säurespiel. Enorm langes, angenehmes und cremiges Finale.
Das Besondere an diesem Wein Als Kobus Basson im Jahre 1996 das jahrhundertealte Weingut Kleine Zalze am Fuße der atemberaubenden Berge in Stellenbosch erwarb, erwartete niemand, dass aus dem als Nebengeschäft gedachten Weingut, das werden würde, was es heute ist: ein Aushängeschild des südafrikanischen Weinbaus, mit einem Portfolio an herausragenden, zum Teil hochdekorierten Rot- und Weißweinen. Die Grundlage für das preisgekrönte Wein-Portfolio von Kleine Zalze bildet das Team rund um RJ Botha, den Chef-Önologen des Hauses. Mit Leidenschaft sorgt es dafür, dass die Weine im Stil unverkennbar südafrikanisch, frisch und ausbalanciert daherkommen. Und das stets auf einem beeindruckend hohen Niveau. Der Sauvignon Blanc aus der Vineyard Selection des Weinguts beweist dies besonders markant. Die Trauben für den Wein stammen aus Top-Lagen in Stellenbosch, Durbanville und Darling, wo die gemäßigten Tagestemperaturen und kühlen Nächte zu einer bemerkenswerten Traubenqualität führen. Schon sehr früh am Morgen werden die Trauben für diesen Sauvignon Blanc gelesen. Jeder Schritt im Prozess – von der Ernte bis zur Abfüllung – wird unter größtmöglicher Vermeidung von Sauerstoff durchgeführt. Bereits im Weinberg wird den Behältern Trockeneis zugegeben. Nach dem Abbeeren und Quetschen erhalten die Trauben noch mindestens 24 Stunden Schalenkontakt. Anschließend verbringt der Wein sieben Monate auf der Feinhefe, bevor dieser erstklassige Sauvignon Blanc assembliert und abgefüllt wird. Zu Schalentieren, Austern und anderen Meeresfrüchten ist der Sauvignon Blanc Vineyard Selection eine wahre Gaumenfreude. Aber auch zu Spargelgerichten, Wok-Gemüse mit Fisch und Sommersalaten harmoniert dieser Weißwein wunderbar. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Der Sauvignon Blanc fließt mit einem klaren Strohgelb ins Glas. In der Nase verspielte und vielschichtige Aromen von Johannis- und Stachelbeeren, Pfirsich und Melone. Abgerundet durch leicht kräuterige, grasige Noten. Am Gaumen dann sehr aromatisch und komplex, mit intensiven Aromen von Stachelbeeren und Kiwi, einer leichten Säure und schönen mineralischen Struktur. Im Mund besticht der Wein mit einem kräftigen Körper im harmonischen Zusammenspiel von Frucht- und Barriquenote. Lang im Abgang.
Vinfusé - Les Vignerons d'Uni-Medoc - Französischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Merlot meets Hanfblüte - eine Idee, die aus Jamaica stammen könnte, aber in Bordeaux umgesetzt wurde. Der Vinfusé verbindet einen fruchtigen Bordeaux mit einer Kräuterinfusion aus Hanfblüten, eine ganz besondere Verschmelzung. Das CBD aus den Hanfblüten sorgt für eine zusätzliche entspannende Wirkung und veredelt den Wein um eine ganz eigene Nuance. Bevor es Verwechslungen gibt: der Wirkstoff, der Cannabis zum Rauschmittel macht, heißt THC und ist im Vinfusé nicht enthalten. CBD hat lediglich eine leicht entspannende Wirkung und wird zum Beispiel auch in Salben bei Muskelschmerzen verwendet. Und was heißt das für den Wein? Aus unserer Erfahrung ist der Vinfusé vor allem in geschmacklicher Hinsicht außergewöhnlich. Eine veränderte Wirkung haben wir im Weinfreunde-Selbstversuch nicht festgestellt. Aus Sicht des Weins ist besonders erfreulich, dass Hanf und Wein vom selben Produzenten und somit demselben Terroir stammen. So ist der Herkunftsgedanke, der gerade bei einer Flasche Bordeaux so wichtig ist, auch voll gewahrt. Und warum sollte Hanf nicht genauso sensibel auf Böden reagieren wie Merlot? Eine Antwort bekommen wir leider erst, wenn der Vinfusé Schule macht und es auch andere Fusions-Weine zum Vergleich gibt. In der Weinwelt, die sonst vor allem auf Tradition baut, ist es erfrischend, mal eine echte Innovation im Glas zu haben. Vor den Mut, neue Wege zu gehen, können wir nur den Hut ziehen. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Riecht man an dem Wein, überwiegt zunächst der Eindruck der Hanfblüten. Das ist auch kein Wunder, ist Hanf doch verwandt mit Hopfen, der ebenfalls stark duftet. Der Vinfusé riecht allerdings nicht nach Hopfen oder gar Marijuana, sondern weicher, wie Grüner Tee oder Artischocke. Am Gaumen dann ist der Wein wieder Wein. Frucht und Frische stimmen und stehen in der Balance. Die grünen Noten des Hanfs treten in den Hintergrund und erinnern an frisches Baumharz, Grünen Tee und Piniennadeln.
Vintage Port - 2019 - Quinta Nova - Portugiesischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Dieser Vintage Port aus dem Hause Quinta Nova überrascht schon vor dem ersten Schluck: Die genaue Rebsortenzusammenstellung für den Wein bleibt nämlich unklar. Grund dafür sind die einhundert Jahre alten Weingärten mit Schieferböden, in denen nicht sortenrein angepflanzt wurde. Was in Österreich Gemischter Satz heißt, wird in der Portwein-Amtssprache Englisch, Field Blend genannt. So ist bei diesem Vintage Port aus dem Douro-Tal lediglich gesichert, dass er zum Großteil aus Tinta Roriz (Tempranillo) besteht und die übrigen Trauben ein Mix aus autochthonen, portugiesischen Rebsorten ist. Das daraus gewonnene, exzellente und vollreife Lesegut wird traditionell in den Lagares genannten, großen Steinbecken mit den Füßen angequetscht – keine Maschine könnte das so sanft bewerkstelligen – um dann zu Wein zu vergären und anschließend mit Brandy aufgespritet zu werden. Der Ausbau des Quinta Nova Vintage Port erfolgt für zwei Jahre in gebrauchten französischen 550-Liter-Fässern, Pipas genannt. Das Ergebnis ist ein formidabel gelungener Vintage Port mit viel Kraft und Fruchtaromatik, der jetzt langsam zu seiner Blüte reift. Parker sieht ihn erst 2029 auf seinem Höhepunkt und traut ihm eine Entwicklung bis 2060 zu. Mit anderen Worten: Bei diesem Port ist alles andere als Eile angesagt. Wer noch keine oder wenige Erfahrungen mit Portwein gesammelt hat, dem bietet dieser Vintage einen besonders hochwertigen Einstieg. Der gespritete Wein besitzt ein ausgezeichnetes Gleichgewicht zwischen Zucker und Säure, was einen Port mit großer aromatischer Intensität, satter Struktur, Komplexität, Tiefe und hoher Präzision entstehen lässt. Das passt als Digestif gereicht, aber auch als Begleiter zu intensivem Käse, tiefdunkler Schokolade oder zu einer hochwertigen Zigarre. Ein wirklich gelungener Vintage Portwein für einen vergleichsweise moderaten Preis aus dem Hause Quinta Nova de Nossa Senhora do Carmo, das auch für seine exzellenten Weiß- und Rotweine bekannt ist. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Dieser Vintage Port kommt mit einer tiefvioletten Farbe mit bläulichen Reflexen ins Glas. Sein Duft ist vielschichtig, benötigt allerdings etwas Luft, um sich entfalten zu können. Dann lassen sich Noten von Brombeeren, Pflaumen, Rosenblättern, Grafit und Schiefernoten entdecken. Balsamische Anklänge verleihen dem Aroma zusätzliche Komplexität. Am Gaumen mit viel Volumen und Struktur. Intensiv, tiefgründig und geradezu explosiv wirkt er hier. Im lang anhaltenden Abgang mit schöner Balance zwischen Alkohol, Säure und Zucker sowie einem klaren und präzisen Mundgefühl. Was Kritiker zu dem Wein sagen 90 Punkte von Robert Parker „Beim ersten Öffnen schien dieser Port nicht ganz so süß zu sein, wie die Analysedaten vermuten lassen, aber die Frucht und der Zucker dominierten immer noch die Struktur. Der nächste Tag war eine ganz andere Geschichte: Er wirkte in der mittleren Gaumentiefe leichter, viel süßer und gleichzeitig kraftvoller. Nach dem ersten Öffnen dachte ich, er sei weich genug, um jung getrunken zu werden. Als ich ihn am nächsten Tag noch einmal probierte, änderte sich meine Meinung. Nun, das dominierende Merkmal war genau das, was ich vermutet hatte: der Zucker. Süß und traubig, ein etwas zu eindimensional wirkender Port. Eine Rettung ist, dass das ernsthafte Rückgrat ihm ermöglicht, zu altern und mit zunehmendem Alter mehr Gravitas zu erlangen. Das bedeutet auch, dass es trotz dieser süßen Note schwieriger sein wird, ihn jung zu trinken. Das heißt nicht, dass Leute ihn jetzt nicht mögen werden, weil er einfach ziemlich lecker ist. Es ist nur nicht klar, ob die Frucht so ausdrucksstark wird wie der Zucker. Ein guter Start, aber es geht im Moment nur um das Potenzial. Von 2029 bis 2060 zu trinken“.
Vintages Riesling (Bio) trocken - Dreissigacker - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Wer sich darüber wundern sollte, dass dieser Wein keinen Jahrgang auf dem Etikett trägt, sollte sich zunächst mit dem überraschenden Konzept des Vintages Riesling von Jochen Dreissigacker beschäftigen. Gleich fünf verschiedene Jahrgänge kommen für den Wein zum Einsatz. Was nach einer verrückten Idee klingt, ist vielleicht eine, doch geht sie auf: Dreissigacker präsentiert mit dem Wein eine ganz besondere Art von Cuvée, die Riesling völlig neu inszeniert. Die jeweils ganz individuellen Eigenschaften der Jahrgänge 2017 bis 2021 finden in dem Weißwein dank Jochen Dreissigacker meisterhaft zusammen. Dabei steht der Jahrgang 2021 für zugängliche Fruchtaromatik, 2020 steuert mineralische Frische bei, 2019 bringt eine große Menge an Eleganz ein, der Jahrgang 2018 lässt den Wein ausgewogener wirken und der Riesling aus 2017 besitzt bereits eine feine Reife. Dass man dies beim Verkosten des weißen Vintages alles nachvollziehen kann, ist nur dem Ausnahmetalent von Jochen Dreissigacker zu verdanken. Wer glaubt, es handele sich schlichtweg um eine Cuvée aus existierenden Riesling-Weinen, liegt falsch. Bereits bei der Arbeit im Weinberg stand fest, dass der daraus entstehende Wein für den Vintages genutzt werden soll. So wurden die biozertifizierten Trauben recht spät geerntet, damit jeder Jahrgang in der späteren Cuvée einen intensiven, klar erkennbaren Ausdruck findet. Dies wurde durch eine vergleichsweise lange Mazerationszeit verstärkt: Die selektiv geernteten Trauben verbringen bis zu acht Stunden auf der Maische, um möglichst viele Aromastoffe aus den Beerenschalen zu lösen. Das Ergebnis ist eine ganz besondere Weinerfahrung, die die Vielfältigkeit der Rebsorte Riesling mit einem einzigen Wein zum Ausdruck bringt. Dass solch ein vielschichtiger Wein ein guter Essensbegleiter ist, liegt auf der Hand. Dabei kommen die Empfehlungen zum Wine-Food-Pairing sogar direkt vom Weingut. Zum Vintages Riesling soll grüner Spargel mit Kräuter-Dressing, Ei und Bacon besonders gut passen. Und als vegetarische Alternative ist ein Pad-Thai mit knusprigem Tofu und Erdnuss-Topping die erste Wahl vom Weingut Dreissigacker. Wer macht die Probe aufs Exempel? Tipp: Im Weinfreunde-Shop ist auch der rote Vintages vom Weingut Dreissigacker erhältlich. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Mittleres Goldgelb mit hellen Reflexen im Glas. Steinig-würzig an der Nase, mit vielschichtigen tropischen Aromen: Passionsfrucht, Mango. Aber auch Mandarinen-, Zitronen- und Limettenschale lassen sich entdecken. Warmer Zitronenkuchen und reifer Pfirsich runden den komplexen Eindruck ab. Am Gaumen dicht, würzig und mit moderatem Säureeindruck. Dichter Körper. Jetzt mehr Pfirsich, als in der Nase. Feine Gerbstoffe und etwas Salz im eindringlichen Abgang.
Vintages Spätburgunder St. Laurent Edition II (Bio) trocken - Dreissigacker - Deutscher Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Rotwein-Cuvées sind nichts außergewöhnliches. Ganz im Gegenteil: Ob im Bordeaux, an der südlichen Rhône oder in Portugal – das Vermählen von Rebsorten hat Tradition. Was Jochen Dreissigacker allerdings mit seinem roten Vintages präsentiert, ist ein etwas anders gelagertes Konzept. Der in dem Wein enthaltene Spätburgunder und St. Laurent stammt nämlich jeweils aus zwei verschiedenen Jahrgängen. In der Edition II sind es die Jahre 2017 und 2018. Somit handelt es sich um eine Multi-Jahrgangs-Cuveé. Da ein Weinetikett offiziell nur einen Jahrgang tragen darf, kommt der rote Vintages vom Weingut Dreissigacker ganz ohne Nennung eines Jahrgangs daher. Die Inspiration für den Vintages lieferte eine Reise von Jochen Dreissigacker in die Champagne. Hier besitzt das Verschneiden von Grundweinen unterschiedlicher Jahrgänge eine lange Tradition. Sie verleihen den edlen Schaumweinen mehr Komplexität und Tiefe, zudem ermöglichen diese Cuvées einen konstanten Haus-Stil der NV Champagner. Zurück im rheinhessischen Bechtheim wurden – beginnend mit dem Jahrgang 2016 – viele Tests durchgeführt, um herauszufinden, ob sich das Konzept auch auf Stillweine übertragen lässt. Dabei ging es nie darum, existierende Weine aus unterschiedlichen Jahrgängen miteinander zu vermählen, sondern bereits das Winemaking wurde im Vorfeld auf die Entstehung eines Multi-Jahrgangs-Cuvées ausgelegt. Das Ergebnis ist ein wahres Rotweinerlebnis. Der Vintages Spätburgunder St. Laurent Edition II verbindet unterschiedliche Jahrgangs-Charakteristika und Reifestadien zu einem harmonischen Ganzen. Dabei liefert der Spätburgunder Leichtfüßigkeit und eine komplexe Aromatik. Der St. Laurent leistet seinen Beitrag hauptsächlich durch ein Mehr an Struktur und Würzigkeit. Der rote Vintages von Dreissigacker wird drei Jahre lang auf seiner Hefe zu 100 % in Barriques ausgebaut. Dadurch präsentiert er sich jetzt mit perfekter Trinkreife: Balanciert, harmonisch und vielschichtig. Die Empfehlung einer Speisebegleitung fällt bei dem Rotwein ganz klassisch aus. Ein Steak vom Grill mit prominenten Röstnoten, gereicht mit einem aromatischen Ratatouille, passt hervorragend zu dem Vintages Spätburgunder St. Laurent. Tipp: Im Weinfreunde-Shop ist auch der weiße Vintages vom Weingut Dreissigacker erhältlich. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Mit einem hellen Rubinrot im Glas. Der initiale Duft zeigt etwas flüchtige Säure, mit mehr Luft dann dunkle Früchte – Brombeere, Pflaume und saure Schwarzkirsche. Fein, frisch und gut strukturiert am Gaumen. Tabak, Rosmarin und Pfeffer überführen zu einem vielschichtigen Gesamteindruck von tertiären Reifenoten. Im langen Abgang gut balanciert und durch eine optimal integrierte Säure stets leichtfüßig wirkend.
Das Besondere an diesem Wein Der ""Virgin"" stammt von einem der renommiertesten Rosé-Produzenten der Provence, von Estandon. Diese Genossenschaft erreicht mit der Chefönologin Cathérine Huguenin unglaubliche Qualitäten. Die Weine sind durch die Bank geprägt von einer künstlerischen Sensibilität, die für die klare Handschrift der Chefin spricht. Und wer gute Weine machen kann, der bringt schon beinahe alles mit, was es braucht, um gute alkoholfreie Weine zu machen. Denn mit der Grundlage ist die Entalkoholisierung nur noch ein technischer Prozess. Der Wein darf als entalkoholisiertes Produkt nicht seine Herkunft auf dem Label tragen, aber das Rosa und die herrlich frische Art verraten, dass er aus dem Stammland von Estandon kommt. Da hält jeder Schluck das Versprechen, das von der Farbe gemacht wird. Man fühlt sich erinnert an Yachten, die in der Bucht von Saint Tropez vor Anker liegen und auf denen dem süßen Nichtstun gefrönt wird. (Auch wenn Estandon im Inland, in Brignoles liegt.) Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Der Virgin von Estandon kommt frisch und expressiv aus dem Glas. Er duftet nach Erdbeere, Pfirsich, frischer Zitrusfrucht, aber hintergründig auch süßer Mandarine. Dazu ein leichter Hauch von Wasserlilie. Am Gaumen blitzt nur kurz ein Hauch Süße auf, der gleich zu einer erfrischenden Note von Zitronenzeste abschmilzt. Sehr erfrischend und ganz und gar Rosé. Am besten als erfrischender Solist, mit dem man ohne schlechtes Gewissen direkt nach dem Lunch anfangen kann. Herrlich unbeschwert! Hinweis: Produkte mit der Bezeichnung 'alkoholfrei' dürfen laut Gesetzgeber bis zu 0,5 Prozent Alkohol enthalten.
Das Besondere an diesem Wein Das italienische Wort Vitello kennt der ein oder andere von der Speisekarte seines Lieblingsitalieners, denn es bedeutet Kalb. Daher macht der markante Kopf eines jungen Bullens auf dem Etikett des Vitello Primitivo mehr als Sinne. Bei diesem Süditaliener ist die auffällige Etikettengestaltung aber keine reine Designidee, vielmehr besitzt sie eine sehr interessante Entstehungsgeschichte: Der Chef eines Importunternehmens für Wein und Feinkost grillte eines Abends für Freunde hochwertige Steaks aus den schottischen Highlands und öffnete dazu ein paar unetikettierte Flaschen Rotwein, die er von dem kleinen Weingut Tagaro aus Apulien mitgebracht hatte. Die Weine passten überraschend perfekt zu dem leckeren Fleisch. Vor allem die komplexen Aromen, ihre Dichte und Wärme machten sie zu idealen Begleitern von solch edlem Fleisch. Einer dieser Weine war der hier angebotene Primitivo, der von alten Reben stammt. Doch wie kam es zu dem außergewöhnlichen Etikett? Ein befreundeter Graffiti-Künstler, Ali Mojahedi, war so begeistert von der gelungenen Paarung zwischen Fleisch und Wein, dass er spontan begann ein Etikett zu entwerfen. Er wollte einen künstlerischen Bezug zwischen den beiden Hauptakteuren des Abends herstellen. Nach ein paar schnellen Skizzen war allen Anwesenden klar: Ein außergewöhnliches Etikett war geboren, das seitdem die außergewöhnliche Weinserie Vitello ziert. Neben dem Primitivo existiert auch ein Vitello Cabernet Sauvignon. Beides sind beeindruckende Weine, die in kleinen Barrique-Fässern aus Eichenholz gereift wurden. Es sind aber nicht nur ideale Begleiter von gegrillten Steaks, die beiden Weine sind auch wunderbare Solisten für einen Abend am Kamin oder als Begleiter guter Gespräche, oder für eine fröhliche Runde von Weinfreunden, die sich mit einer Käseplatte verwöhnen. Wie der Wein schmeckt: samtig & weich Ein Wein von tiefroter Farbe mit violetten Reflexen. Sein intensiver und fruchtiger Duft zeigt zarte Gewürznoten und edle Kirscharomen. Im Mund mit gutem Volumen und einer dezenten Fruchtsüße. Im Abgang körperreich und harmonisch.
Viña Albali Gran Reserva - 2019 - Félix Solis - Spanischer Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Fünf Jahre muss ein Gran Reserva reifen, bevor er in den Handel kommen darf, davon mindestens zwei Jahre im Fass. Diese Bedingungen erfüllt der Viña Albali Gran Reserva aus dem Jahr mit Leichtigkeit. Er stammt aus der spanischen Region Valdepeñas und wird aus der Rebsorte Tempranillo hergestellt. Valdepeñas liegt im Süden der Region Kastilien-La Mancha in Zentralspanien. Das Klima hier ist gemäßigt und stark kontinental, da die Sierra Morena im Süden die meisten Einflüsse des Mittelmeers abschirmt. Die Temperaturen können im Sommer bis zu 40 Grad Celsius erreichen und im Winter auf bis zu -10 Grad Celsius fallen. Die Böden sind überwiegend kalkhaltig mit Kreideablagerungen aus alten geologischen Formationen, die Weinberge liegen überwiegend in einer Höhe von 700 Metern. Der Viña Albali Gran Reserva gehört zur Albali-Linie des Weinguts Félix Solis. Seinen Namen verdankt er einem Stern im Sternbild des Wassermanns. Für Félix Solis spiegelt dieser Wein die Lebensfreude und Lebendigkeit der Spanier wider. Wie der Wein schmeckt: charakterstark & kräftig Im Glas zeigt der Gran Reserva eine kirschrote Farbe mit bernsteinfarbenen Reflexen. In der Nase entfalten sich Noten von Vanille, roten Beeren, Kirschen, Leder, Pfeffer und Gewürzen. Am Gaumen ist er weich, mit einer schönen Holznote und saftigen Fruchtaromen. Die Balance zwischen Würze, Frucht und Tanninen ist im Abgang bemerkenswert gut.
Viña Esmeralda - 2025 - Miguel Torres - Spanischer Weißwein
Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Dieser Weißwein ist frisch und lebendig und besitzt eine erstaunliche Aromen-Vielfalt. Die Cuvée aus Muscat d`Alexandria und Gewürztraminer ist komplex, fruchtig und im Nachhall offenbart er eine feine Vanille-Note.
Viña Sol Parellada (Bio) - 2025 - Miguel Torres - Spanischer Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Der Viña Sol Parellada von Miguel Torres ist ein frischer und fruchtiger Weißwein aus der spanischen Region Katalonien. Ein ungewöhnlicher Stillwein aus einer Region, die für ihre Schaumweine bekannt ist. Die Cuvée besteht zu 85 % aus Parellada und zu 15 % aus Garnacha Blanca, zwei der wichtigsten Rebsorten für die Herstellung von Cava. Parellada ist eine aromatische und elegante Rebsorte mit feiner Säure und delikater Frucht. Die Garnacha Blanca verleiht dem Wein mehr Körper und Fülle. Die Trauben für diesen unkomplizierten Weißwein stammen aus Weinbergen in den kühleren Höhenlagen des Penedès, wo die Trauben langsam reifen und ihre Frische bewahren. Der Wein wurde im Edelstahltank ausgebaut. Das Ergebnis ist ein charmanter Weißwein, der sich bestens als „Wein für jeden Tag“ eignet. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Im Glas präsentiert sich der Viña Sol Parellada in einem hellen Strohgelb. Das Bouquet ist geprägt von frischen Aromen von Melone, Limette, Apfel und Ananas, begleitet von floralen Noten. Am Gaumen ist der Wein saftig und harmonisch, mit energiereicherr Säure und fruchtigem Abgang.
Vom Kalkmergel Chardonnay trocken - 2024 - Fogt - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Durchaus im doppelten Sinne darf man Georg Fogt als einen bodenständigen Winzer bezeichnen. Denn der Geheimtipp aus Rheinhessen zählt nicht nur zu der bescheidenen Sorte Menschen, mit dem Boden verbindet sich auch ein gutes Stück seiner Weinphilosophie. Georg Fogt ist nämlich aus Profession und Passion ein Suchender. In welcher Lage bringt eine Rebsorte ihre spezifischen Aromen besonders klar und einprägsam hervor – das ist seine Frage aller Fragen. So erklärt sich auch, warum Georg Fogt seinen Weinen die Bezeichnung des Bodentyps beistellt. Das reicht von Sandmuschel und vom Löss bis hin zum Kalkmergel, der diesem Chardonnay den besonderen Wein-Kick gibt: nämlich eine ordentlich Portion Mineralität. Die mineralische Prägung des Bodens sorgt für Klarheit, Präzision und feine, würzige Noten im rheinhessischen Chardonnay. Und genau das ist das Spiel, auf das man sich beim Weingut Fogt einlässt. Die Verheißung der einzelnen Lagen mit dem aromatischen Versprechen der einzelnen Rebsorten in Balance zu bringen, das ist die Interpretation von Terroir, die Georg und Vater Karl-Heinz in einzigartige Weine übersetzen wollen. Eine Kostprobe dieses außergewöhnlichen Winzerhandwerks liefert der Chardonnay vom Kalkmergel. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Im Glas glänzt ein helles Strohgelb. Der Wein duftet nach gelben Früchten, Birne und hellem Pfirsich, dazu offenbart er noch den Duft von weißen Blumen sowie feine nussige Töne. Im Mund präsentiert sich der Chardonnay saftig und von einem wunderbaren Schmelz getragen, dabei gibt er sich weich und sehr balanciert. Tolles Finale.
Vom Löss Spätburgunder trocken - 2024 - Franz Keller - Deutscher Rotwein
Das Besondere an diesem Wein Neben dem Grau- und Weißburgunder existiert mit diesem Spätburgunder vom Löss auch ein Rotwein im Gutswein-Angebot von Franz Keller. Die Weine möchten mit erstaunlich hoher Qualität zu günstigen Preisen neue Fans des Weinguts gewinnen. Ein Vorhaben, das auch bei dem Spätburgunder bestens aufgeht. Er transportiert die ganz typische Stilistik der Rebsorte und begeistert mit Feinheit und Eleganz – dem lockeren Löss-Boden sei Dank. Wirklich überraschend ist das tolle Niveau dieses Spätburgunders eigentlich nicht. Zumindest wenn man weiß, dass bei Franz Keller allein vier Weine dieser Rebsorte entstehen, die vom VDP als Grosses Gewächs klassifiziert werden. Man ist der Rebsorte also besonders zugewandt und konsequenterweise begnügt man sich auch bei einem Gutswein nicht mit durchschnittlicher Qualität. Der Spätburgunder vom Löss bietet einen hervorragenden Vorgeschmack auf die Top-Rotweine von Franz Keller. Wie der Wein schmeckt: samtig & weich Mit einem hellen Kirschrot funkelt der Wein im Glas. Der Duft ist von Kirschen sowie roten und schwarzen Johannisbeeren geprägt. Abgerundet wird dieser Eindruck mit Gewürznoten, die an Vanille und Sternanis erinnern. Mit etwas mehr Luft ist auch eine mineralische Aromatik zu finden, die an Feuerstein denken lässt. Im Mund mit dezenter Säure und guter Balance. Im Abgang wirken die Früchte und Gewürze angenehm nach.
Vom Löss Weißburgunder trocken - 2024 - Franz Keller - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Sozusagen im Paarlauf stammt dieser Weißburgunder von den gleichen Böden wie auch der Grauburgunder vom Löss. Durch den sehr lockeren Untergrund kann der Wein nicht nur seine schönen Fruchtaromen ausspielen, sondern diesem Weißburgunder bleibt auch ein frischer und mineralisch geprägter Charakter erhalten. Als säurebetont ist er zwar nicht zu bezeichnen – es bleibt ein Weißburgunder - doch wirkt dieser Wein im Vergleich zu vielen anderen Weißburgundern aus Deutschland extrem elegant und leichtfüßig. Er führt damit vor, dass die Zielsetzung des Weinguts rund um Fritz und Friedrich Keller Früchte trägt: Eine Stilistik zu erreichen, die an Weine aus dem Burgund erinnert, ohne die Herkunft aus dem Kaiserstuhl zu vergessen. Ein toller Einstieg in die Weine von Franz Keller. Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Die Farbe des Weins ist ein blasses Zitronengelb. Der Duft erinnert an Äpfel, Birnen, Quitte, Zitronenschalen und nasse Steine. Im Mund sehr saftig wirkend. Durch das gute Zusammenspiel zwischen Frucht und Säure mit schönem Trinkfluss im klaren und balancierten Abgang.
Vom Löss Weißer Burgunder trocken - 2024 - Fogt - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Georg Fogt aus Rheinhessen ist ein Winzer, dem eine Bandbreite an Bodentypen zur Verfügung steht. So auch der Lösslehm, der maßgeblich für diesen Weißburgunder ist. Am Gaumen merkt man erst sein ganzes Potenzial, denn unterschiedliche Lesetermine und Standorte der Trauben lassen einen sehr vielschichtigen Wein entstehen. Wie der Wein schmeckt: harmonisch & mild Wirklich hinreißend ist dieser im Duft zunächst eher zurückhaltende Weißburgunder. Der saftig-frische Eindruck von Zitronen und Orangen wird am Gaumen ergänzt durch pralle Aromen reifer Birnen und gelber Frucht, insgesamt sehr ausgewogen, mit einer perfekten Länge.
Vom Muschelkalk Riesling feinherb - 2024 - Fogt - Deutscher Weißwein
Das Besondere an diesem Wein Die Namensgebung der Weine hat bei Winzerfreund Georg Fogt aus Rheinhessen System. Er hält diese Angabe für so wichtig, dass er neben der Rebsorte stets auch den Bodentyp benennt, der dem Wein zu eigen ist. Doch was bedeutet das für diesen feinherben Riesling? Muschelkalk ist ein geologisches Überbleibsel aus jener Urzeit, als – nicht nur – Rheinhessen von einem riesigen Meer bedeckt war. Der enthaltende Kalk entzieht dem Boden die natürliche Säure, da er alkalisch ist. Die Rebe reagiert darauf, indem sie selbst die Ausbildung eines guten Säurespiels in den Trauben verstärkt anstößt. Dieses Plus an Säure in den Trauben kontert Georg Fogt, indem er den Riesling halbtrocken ausbaut. So gewinnt der Riesling eine zusätzliche Dimension, aber auch mehr Resonanz für seine wunderbaren Fruchtaromen. Der Riesling feinherb präsentiert sich sehr ausbalanciert und gleichzeitig fruchtig intensiv. Das einehmende Spiel von Süße und Säure macht den Muschelkalk Riesling zu einem exzellenten Begleiter zu Gerichten der asiatischen Küche. Als Solonummer überzeugt er mit unkompliziertem Charme. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Funkelndes Zitronengelb frohlockt im Glas. Schnell begrüßt uns der Duft von Pfirsich und Birnen sowie dezenten Zitrusaromen im Hintergrund, Grapefruit insbesondere. Mit intensiver Frucht und liebkosendem Spiel von Süße und Säure spielt der Muschelkalk Riesling im Mund auf. Dabei lässt es der Wein an Frische nicht fehlen und setzt im Finale lustvoll nach.
Von Buhl Lion Lite alkoholfrei - Reichsrat von Buhl - Alkoholfreies Getränk
Das Besondere an diesem Wein Im Weingut Von Buhl kennt man sich aus mit Sekt. Spätestens seit vor einigen Jahren öffentlichkeitswirksam der frühere Chef de Cave vom Champagnerhaus Bollinger, Mathieu Kauffmann, zu Von Buhl in die Pfalz gewechselt ist, liegt ein besonderes Augenmerk des Weinguts auf seinen Schaumweinen. Etliche Preise sprechen dafür, dass Von Buhl für Winzersekt erster Klasse steht. Zwar ist Kauffmann weitergezogen, aber Von Buhl ist weiterhin eine hervorragende Adresse für Sekt. Dass man diesen Ruf nicht mit einem zweitklassigen entalkoholisierten Sekt auf Spiel setzen würde, war an sich logisch. Der Lion Lite bietet tatsächlich den vollen Buhl-Genuss ohne Abstriche, was beim Niveau bei von Buhl schon eine Ansage ist. Das "Lite" im Namen bezieht sich also keinesfalls auf den Geschmack, sondern nur auf den Alkoholgehalt. Das Weingut behält sich vor, die jeweils am besten passenden Partien aus ihren Weinbergen auszuwählen, deswegen ist keine Sorte angegeben. Bei der ersten Füllung werden zwei Rebsorten kombiniert, eine bringt frische Säure, die andere aromatischen Duft in die Cuvée. So kommt eine Mischung zustande, die dem Wein genug Substanz gibt, um auch nach dem Prozess der Entalkoholisierung interessant zu bleiben. Der entalkoholisierte Wein wird schließlich versektet. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Die Nase ist subtil, aber schön präzise mit Apfel und Aprikose. Mit ein wenig Luft kommen Zitrone und auch ein wenig Melone dazu. Am Gaumen zeigt er dann seine ganze Klasse. Die Perlage ist eher weich, erinnert fast an einen Wein aus traditioneller Herstellung, der eine zweite Gärung in der Flasche vollzogen hat. Die Frische steht stramm da, die Frucht am Gaumen nicht zu aufdringlich. Im Finale scheinen dann noch Noten von Wiesenkräutern auf. Der Wein ist animierend und würde sowohl als Aperitif solo wie auch zu leichten Vorspeisen eine gute Figur machen.
Von Buhl Secco Rosé trocken - Reichsrat von Buhl - Deutscher Perlwein
Das Besondere an diesem Wein Der Von Buhl Secco Rosé ist ein erfrischender, trinkanimierender Secco aus der Pfalz, der mit seiner attraktiven, rotfruchtigen Aromatik überzeugt. Hergestellt aus Spätburgunder-Trauben vom renommierten VDP-Weingut Reichsrat von Buhl, reflektiert dieser Perlwein die große Expertise des Betriebs bei der Herstellung von Schaumwein. Die Trauben stammen aus ausgewählten Lagen der Pfalz und werden nach der schonenden Herstellung im Edelstahltank zu einem prickelnden Secco veredelt. Der Von Buhl Secco Rosé zeichnet sich durch seine feine Beerenfrucht aus, die an reife Erdbeeren, saftige Himbeeren und zarte Rote Johannisbeeren erinnert. Diese fruchtigen Aromen verleihen dem Wein eine angenehme Leichtigkeit und machen ihn besonders erfrischend. Die Verperlung des Stillweins sorgt für ein feines Mousseux, das den Secco spritzig macht und ihm eine anregende Frische verleiht. Durch seine trockene Stilistik wirkt der Secco Rosé stets ausgewogen und elegant, wodurch er sich als perfekter Aperitif zu vielen Gelegenheiten eignet. Sein leichtes und fruchtiges Profil macht ihn darüber hinaus zu einem vielseitigen Begleiter für viele Gerichte: Besonders gut passt er zu mediterranen Vorspeisen oder leichten Salaten, mit denen die fruchtigen Aromen und der prickelnde Charakter wunderbar harmonieren. Dank seiner Vielseitigkeit eignet sich der Von Buhl Secco Rosé auch hervorragend als Basis für erfrischende Cocktails. Die Verbindung aus feiner Fruchtigkeit und spritziger Perlage macht ihn zur idealen Wahl für leichte, sommerliche Mixgetränke, die durch seine lebendige Frische aufgewertet werden. Wie der Wein schmeckt: fruchtig & frisch Der Secco präsentiert sich in einem zarten Roséton. Die feine Kohlensäure steigt rasch an die Oberfläche. Der Duft wird von Beerenfrucht geprägt, die Aromen erinnern besonders an reife Erdbeeren, begleitet von dezenten floralen Noten. Im Mund zeigt sich der Secco Rosé erfrischend leicht und prickelnd, mit einer Wiederholung der Beereneindrücke. Die lebendige Perlage unterstützt den frischen Charakter des Perlweins am Gaumen, der auch im Abgang lange nachwirkt.