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BoD - Books on Demand Abendliche Häuser (Großdruck) A1056461546
Eduard von Keyserling: Abendliche Häuser. Roman Lesefreundlicher Großdruck in 16-pt-Schrift Der späte Roman des zu Unrecht fast vergessenen Keyserling vermittelt das Lebensgefühl des untergehenden Adels im ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Hoffnungslosigkeit und den Niedergang einer dekadenten Gesellschaft schildert der Autor anhand eines schließlich tödlich endenden Dreiecksverhältnis. Thomas Mann sah in Eduard von Keyserling einen großen Vertreter des deutschen Impressionismus. Großformat, 210 x 297 mm Berliner Ausgabe, 2019 Durchgesehener Neusatz mit einer Biographie des Autors bearbeitet und eingerichtet von Theodor Borken Erstdruck in »Neue deutsche Rundschau«, Nr. 25: 1914. Textgrundlage ist die Ausgabe: Eduard von Keyserling: Gesammelte Erzählungen in vier Bänden, Berlin: S. Fischer, 1922. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Adolph Menzel, Hausecke bei Mondschein, 1883. Gesetzt aus der Minion Pro, 16 pt. Henricus Edition Deutsche Klassik UG (haftungsbeschränkt)
Prag, im frühen 19. Jahrhundert: Mit Einbruch der Dunkelheit kehrt die Angst in Prag ein, denn die Nächte der Stadt werden von blutgierigen Vampiren beherrscht - allen voran Graf Jiri, Anführer der Vampire. Auf seinen pompösen Bällen wählt er schöne junge Frauen als Beute für die Orgien der Vampire aus. Ein Objekt seiner Begierde ist auch Karolina, eine junge Adelige. Auf der Flucht vor Graf Jiri wird sie von einem geheimnisvollen Mann gerettet: Fürst Dominik Karolyi. Vom ersten Moment an ist Karolina von dem düsteren Dominik fasziniert, nicht ahnend, dass auch er zu den Vampiren gehört und von Graf Jiri höchstpersönlich erschaffen wurde! Einem Hilferuf ihrer Freundin Adela folgend, reist Karolina zum unheimlichen Schloss von Graf Jiris Mätresse, in dem Vampire ihr Unwesen treiben. Der Fluchtplan der Freundinnen scheitert, und Adela wird im Schloss gefangen gehalten. In ihrer Angst sieht Karolina keinen anderen Ausweg, als Dominik um Hilfe zu bitten. Der Fürst verspricht ihr zu helfen - aber er verlangt eine Gegenleistung von Karolina ... Teil 1 der Dcera-Trilogie.
Harrassowitz Lebenswelten von Frauen der deutschen Oberschicht im Baltikum (1800-1939) A1001170107
Auf der Basis von über 160 Autobiografien erweitert der in dieser Untersuchung herangezogene und von der Historiografie zu den Deutschen in den Ostseeprovinzen des Russischen Reichs bislang vernachlässigte Genderansatz die Forschungen, indem erstmalig der Fokus auf die Lebens- und Erfahrungswelten von Frauen der deutschen Oberschicht gelegt wird. Gerade das „lange 19. Jahrhundert“ bietet im Untersuchungskontext den vor allem politischen und ökonomischsozialen Rahmen, der voller Einbrüche und Veränderungen seine Wirkungsmacht auf die untersuchten „Generationen“ von Frauen spürbar werden lässt. Neben Modernisierung, Technisierung und Nationalisierungsprozessen lassen sich aus den Autobiografien Reaktionen auf gesellschaftliche Veränderungen lesen, die die Auswirkungen der politischen, kulturellen und z.T. ökonomischen Entmachtung der deutschen Minderheit im Laufe des Untersuchungszeitrahmens auf das Genderkonstrukt belegen. Beim Aufbau einer Vergleichsebene mit Zeitgenossinnen im Inneren des Russischen Reichs und in Westeuropa konnte eine erstaunlich deutliche Nähe zu den Lebenswelten von Frauen des Bürgertums und des Adels in weiten Teilen Deutschlands herausgearbeitet werden. Regionale Spezifika andererseits konnten aufgrund der sozial-politischen Minderheitenposition in ein Erklärungsmodell gebettet werden.
Hollitzer Gisela Frankl, Biografien von Ursula Erhart-Schwertmann
Die Biografie von Gisela Frankl bietet einen tiefen Einblick in das Leben einer bemerkenswerten Persönlichkeit des kulturellen Lebens des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Gisela Frankl, geboren 1860 in Wien, war nicht nur eine talentierte Pianistin und Komponistin, sondern auch eine engagierte Pädagogin. Bereits im Alter von 20 Jahren gründete sie ein eigenes Musikinstitut. Ihre erste bedeutende Komposition, die Hochzeits-Hymne, wurde 1881 veröffentlicht und war Kronprinz Rudolf gewidmet. Diese Biografie beleuchtet drei entscheidende Lebensabschnitte: ihre Ausbildung und Lehrtätigkeit in Wien, ihren Aufenthalt in Amerika und ihr späteres Leben in Dänemark, wo sie als Ehefrau eines dänischen Adeligen lebte. Die Autorin Ursula Erhart-Schwertmann stützt sich auf historische Zeitungsberichte aus verschiedenen Ländern, um nicht nur biografische Informationen zu liefern, sondern auch die Lebens- und Sichtweise der damaligen Zeit zu reflektieren. Diese umfassende Darstellung von Frankls Leben und Wirken ist eine wertvolle Wiederentdeckung für alle, die sich für die Geschichte der Musik und der Frauen in der Kultur interessieren.
Harrassowitz Lebenswelten von Frauen der deutschen Oberschicht im Baltikum (1800-1939), Fachbücher von Anja Wilhelmi
Auf der Basis von über 160 Autobiografien erweitert der in dieser Untersuchung herangezogene und von der Historiografie zu den Deutschen in den Ostseeprovinzen des Russischen Reichs bislang vernachlässigte Genderansatz die Forschungen, indem erstmalig der Fokus auf die Lebens- und Erfahrungswelten von Frauen der deutschen Oberschicht gelegt wird. Gerade das lange 19. Jahrhundert bietet im Untersuchungskontext den vor allem politischen und ökonomisch-sozialen Rahmen, der voller Einbrüche und Veränderungen seine Wirkungsmacht auf die untersuchten Generationen von Frauen spürbar werden lässt. Neben Modernisierung, Technisierung und Nationalisierungsprozessen lassen sich aus den Autobiografien Reaktionen auf gesellschaftliche Veränderungen lesen, die die Auswirkungen der politischen, kulturellen und teilweise ökonomischen Entmachtung der deutschen Minderheit im Laufe des Untersuchungszeitrahmens auf das Genderkonstrukt belegen. Beim Aufbau einer Vergleichsebene mit Zeitgenossinnen im Inneren des Russischen Reichs und in Westeuropa konnte eine erstaunlich deutliche Nähe zu den Lebenswelten von Frauen des Bürgertums und des Adels in weiten Teilen Deutschlands herausgearbeitet werden. Regionale Spezifika andererseits konnten aufgrund der sozial-politischen Minderheitenposition in ein Erklärungsmodell gebettet werden.
BoD – Books on Demand Trauminsel Floreana A1023250840
Unter der Sonne des Äquators, im Galapagos-Archipel, liegt die traumhafte Insel Floreana. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts war sie das Ziel von erwartungsvollen Siedlern, die hier das Paradies suchten. Nicht alle wurden fündig, denn fernab der Zivilisation, mitten im Ozean, treten die Abgründe der menschlichen Natur stärker zu Tage als anderswo. Gewalt, Gier und Sexualität waren Triebkräfte, die auf Floreana so manches Leben brutal auslöschten. Von den grausamen Seeräubern, über die raubeinigen Walfänger, bis hin zu einer freizügigen, österreichischen Adeligen mit ihrem Harem muskulöser Jünglinge sowie einem philosophierenden, nackten Berliner Zahnarzt ohne Zähne reicht die Kette der Einwanderer, für die die Suche nach dem Garten Eden mit dem Tod endete. Dieses Buch versucht erstmals, vorhandene Informationen über das Eiland Floreana komplett zu sammeln und mit Hilfe von einigen erzählerischen Elementen unterhaltsam zu präsentieren. Sowohl dem Reisenden, als auch demjenigen, der zu Hause bleibt, gibt die Lektüre ein eindrucksvolles Bild von diesem Juwel der Natur und seiner sagenumwobenen, spannenden Geschichte.
Rockstuhl Fritze:Jagd im Obereichsfeld, Fachbücher von Eduard Fritze
Autor: Eduard Fritze, Festeinband, A4, 100 Seiten mit 126 Abbildungen Über das Buch: Dieses Buch gibt einen Einblick in das jagdliche Geschehen vorrangig im Bereich des Eichsfeldes. Das Eichsfeld gehörte im herkömmlichen Sinne zu Thüringen und wurde urkundlich 897 nach Zeitrechnung erstmalig belegt. Aus dem Besitz der Grafen von Tonna-Gleichen kam es durch Kauf in den Besitz des Kurfürstentums Mainz. Für den mainzer Würdenträger war diese Erwerbung als kleinflächig und abseits gelegen für die Ausübung der Hohen Jagd nicht geeignet. Deshalb gab es hier keine Jagdschlösser und keine mit grossem Aufwand geführten Prunkjagden. Im Eichsfeld wurde in dieser Zeit die Hohe und die Niedere Jagd überwiegend von niederen Adel durchgeführt. Im Jahre 1902 wurde durch die Auswirkungen des Friedens von Luneville das Kurmainzer Territorium aufgelöst und Teile kamen zu Preussen, dazu zählte auch das Eichsfeld. Die bürgerliche Revolution 1848 beseitigte alle jagdlichen Vorrechte des Adels. Die Jagd wurde ab 1850 bürgerlich und eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Das 19. Jahrhundert brachte einen nie gekannten wirtschaftlichen Aufschwung. Dabei hatte auch die jagdliche Entwicklung und Gesetzgebung bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts grundlegende Wandlungen erfahren. Die Entwicklung der allgemeinen jagdlichen Verhältnisse, das Fortschreiten der Zivilisation, die völlige Änderung der jagdlichen Auffassungen und die Notwendigkeit, der Verödung der Natur durch wirksamen Schutz einzelner seltener Tierarten zu begegnen, führten in Preussen und Sachsen zu Tier- und Pflanzenschutzverordnungen und Bestimmungen, die den Gedanken einer Wildhege Rechnung trugen. Das waren Vorläufer und Teilerfolge der damals bestehenden jagdlichen Organisationen. Vielseitige Änderungen der Jagd brachte die Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Schalenwildarten kamen in frühere Einstandsgebiete zurück und ebenso wurden mehrere Arten vielerorts eingebürgert. Damit ist die Jagd attraktiver geworden.
Verlag Rockstuhl Jagd im Obereichsfeld A1074748189
Autor Eduard Fritze, Festeinband, A4, 100 Seiten mit 126 AbbildungenÜBER DAS BUCH:Dieses Buch gibt einen Einblick in das jagdliche Geschehen vorrangig im Bereich des Eichsfeldes. Das Eichsfeld gehörte im herkömmlichen Sinne zu Thüringen, urkundlich 897 nach Zeitrechnung erstmalig belegt. Aus dem Besitz der Grafen von Tonna-Gleichen kam es durch Kauf in den Besitz des Kurfürstentums Mainz. Für den mainzer Würdenträger war diese Erwerbung als kleinflächig und abseits gelegen, für die Ausübung der Hohen Jagd nicht geeignet. Deshalb gab es hier keine Jagdschlösser und keine mit großen Aufwand geführten Prunkjagden. Im Eichsfeld wurde in dieser Zeit die Hohe und die Niedere Jagd überwiegend von niederen Adel durchgeführt. Im Jahre 1902 wurde durch die Auswirkungen des Friedens von Luneville das Kurmainzer Territorium aufgelöst und Teile kamen zu Preußen, dazu zählte auch das Eichsfeld. Die bürgerliche Revolution 1848 beseitigte alle jagdlichen Vorrechte des Adels. Die Jagd wurde ab 1850 bürgerlich und eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Das 19. Jahrhundert brachte einen nie gekannten wirtschaftlichen Aufschwung. Dabei hatte auch die jagdliche Entwicklung und Gesetzgebung bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts grundlegende Wandlungen erfahren. Die Entwicklung der allgemeinen jagdlichen Verhältnisse, das Fortschreiten der Zivilisation, die völlige Änderung der jagdlichen Auffassungen, die Notwendigkeit, der Verödung der Natur durch wirksamen Schutz einzelner seltener Tierarten zu begegnen, führte in Preußen und Sachsen zu Tier- und Pflanzenschutz Verordnungen und Bestimmungen, die den Gedanken einer Wildhege Rechnung trugen. Das waren Vorläufer, Teilerfolge der damals bestehenden jagdlichen Organisationen. Vielseitige Änderungen der Jagd brachte die Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Schalenwildarten kamen in frühere Einstandsgebiete zurück und ebenso wurden mehrere Arten vielerorts eingebürgert. Damit ist die Jagd attraktiver geworden.
"Soll und Haben" von Gustav Freytag - Eine lebendige Darstellung der deutschen Gesellschaft im 19. Jahrhundert Tauchen Sie ein in "Soll und Haben", einen renommierten Roman von Gustav Freytag, der eine vertiefte Untersuchung der gesellschaftlichen Dynamiken und der wirtschaftlichen Landschaft des 19. Jahrhunderts in Deutschland bietet. Dieses klassische Werk verwebt geschickt Elemente von Liebe, Ehrgeiz und gesellschaftlicher Schichtung und ist somit ein Muss für alle Geschichts- und Literaturbegeisterten. Angelegt in Breslau (im heutigen Wroc¿aw, Polen) erzählt "Soll und Haben" die Geschichte von Anton Wohlfart, einem jungen Kaufmann, der die Höhen und Tiefen seines beruflichen und privaten Lebens navigiert. Freytag stellt die kommerzielle und soziale Landschaft der Zeit eindrucksvoll dar und präsentiert ein realistisches Bild der Klassenteilungen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die im 19. Jahrhundert in Deutschland vorherrschend waren. In Anton Wohlfart begegnen die Leser einem Charakter, der Fleiß, Integrität und Ehrgeiz verkörpert. Seine Reise vom jungen Lehrling zum erfolgreichen Kaufmann, seine Kämpfe gegen gesellschaftliche Vorurteile und seine Entschlossenheit, seine Prinzipien aufrechtzuerhalten, bieten tiefe Einblicke in die gesellschaftlichen Normen und Geschäftsethik der Epoche. "Soll und Haben" zeichnet sich durch seine geschickte Darstellung verschiedener sozialer Klassen - des Bürgertums, des Adels und der aufstrebenden Arbeiterklasse - und deren Interaktionen aus. Freytags Verständnis für die menschliche Natur und die gesellschaftlichen Dynamiken spiegelt sich in der nuancierten Darstellung dieser Beziehungen wider, was sein Werk zu einem zeitlosen Klassiker in der Literatur und gesellschaftlichen Kommentar macht. Freytag taucht auch in die romantische Welt ein, indem er Antons berufliche Reise mit seiner Liebe zur Adligen Lenore verwebt. Diese Nebenhandlung fügt der Geschichte eine weitere Komplexitätsebene hinzu, indem sie den Lesern einen Einblick in das persönliche Leben der Charaktere und ihre romantischen Unternehm
BoD – Books on Demand Intime Geständnisse einer Kammerzofe Paris 1864 A1077901953
Intime Geständnisse einer Kammerzofe ist die deutsche, neu geschriebene und literarische Bearbeitung eines französischen Erinnerungswerks aus dem 19. Jahrhundert. Die Vorlage erschien erstmals anonym in Paris und erreichte bereits 1864 ihre fünfte Auflage. Das Werk gehört zur Gattung des autobiografisch gefärbten Gesellschaftsromans und des zeitgenössischen Zeitzeugenberichts und schildert das Leben einer Frau, die als Kammerzofe im direkten Umfeld wohlhabender Familien tätig war. Aus ihrer besonderen Position heraus wird sie zur stillen Beobachterin privater und öffentlicher Geheimnisse. Sie erlebt Nähe ohne Gleichstellung, Wissen ohne Macht und Liebe ohne Sicherheit. Das Buch gewährt tiefe Einblicke in die sozialen Abhängigkeiten des 19. Jahrhunderts und eröffnet den Blick auf die verborgene Welt hinter den Fassaden von Adel und Bürgertum. Die Erzählung verbindet persönliche Erinnerungen mit zeitgeschichtlichen Beobachtungen und zeichnet ein eindringliches Bild weiblicher Lebensrealität zwischen Dienstbarkeit, Sehnsucht und Selbstbehauptung. Themen wie Moral, Doppelleben, gesellschaftliche Zwänge und emotionale Verletzbarkeit stehen dabei im Mittelpunkt. Diese Ausgabe wurde behutsam aus dem Französischen ins Deutsche übertragen und stilistisch erweitert, um Atmosphäre und Erzählkraft des Originals für heutige Leser erfahrbar zu machen. Der historische Kern blieb dabei unverändert erhalten. Das Werk ist gemeinfrei; die vorliegende Ausgabe stellt eine eigenständige editorische und literarische Leistung dar. Dieses Buch enthält zeittypische Schilderungen des privaten Alltags und richtet sich an ein erwachsenes Lesepublikum.
BoD – Books on Demand Knechtschaft unter der Trikolore A1056412457
Beke Behrens wächst zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Tochter des Hofmeiers auf dem Gut der adeligen Familie Schulte von der Lüh am Rande der Stader Geest auf und tritt hier zunächst als Kleinmagd in den Dienst der Herrschaft. Die Eltern schicken sie als Hausmädchen in den Haushalt einer Hamburger Kaufmannsfamilie. Hier lernt sie das bürgerliche Leben und die Vorzüge der Stadt kennen und schätzen. Doch Napoleon Bonaparte hält Europa in Atem und lässt 1803 das Kurfürstentum Hannover besetzen, da er mit England Krieg führt, verhängt die Kontinentalsperre gegen Groß Britannien und greift damit mit schrecklichen Ausmaßen in den Hamburger Handel und die Wirtschaft ein. Durch die französische Besatzungsmacht wird Hamburg zur französischen Stadt ersten Ranges. Verheerende Kriege erschüttern und verändern ganz Europa. Beke kann Hamburg noch rechtzeitig vor dem verheerenden Eiswinter 1813/14 verlassen, bevor diese Festung gänzlich von der Welt abgeschnitten wird. Mit den Befreiungskriegen gegen Napoleon gibt es auch an Weser und Elbe heftige Gefechte. Soldaten in den unterschiedlichsten Uniformen marschieren durch das Land und müssen versorgt werden. Bei Eiseskälte erreicht Beke das alte Gut auf Burgsittensen. Sie ist schwanger ...
Fachbuchverlag Die Garten-Architektur, Fachbücher von A Lambert, E Stahl
Aussenräume, Grün- und Freiflächen hat es seit der Antike in allen europäischen Städten gegeben. Die historischen Wurzeln der Landschaftsarchitektur sind in der Kulturgeschichte der Landschaft verankert. Die Gartenkunst, die historische Vorläuferin der Landschaftsarchitektur, entwickelte sich im Laufe ihrer Geschichte zeitweise zu einer eigenständigen, vor allem im Barock höchst angesehenen Kunstform. Beispiele historisch bedeutender Parkanlagen sind der Park von Versailles, die Parkanlage von Stourhead südwestlich von London, der Englische Garten in München, der Central Park in New York oder der Parc de la Villette in Paris, die den jeweils geltenden Gesellschafts-, Landschafts- und Naturidealen entsprechend gestaltet wurden. Auf Veranlassung des liberal eingestellten Adels, aber auch durch die Initiative von Bürgern (Peter Joseph Lenné, 1824) entstanden erste Volksgärten und Volksparks, die der Idee des englischen Landschaftsparks folgten und vor allem ästhetisches Vergnügen bereiten sollten. Die Autoren und Architekten André Lambert und Eduard Stahl beschreiben die Garten-Architektur bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Wort und Bild. Illustriert mit 107 S/W-Abbildungen und 5 S/W-Tafeln. Nachdruck der Originalauflage von 1898.
Tutu ist ein phantastisch-satirisches Prosawerk, das weniger auf lineare Handlung als auf geistvolle Episoden, groteske Zuspitzungen und scharfe Gesellschaftsbeobachtung setzt. Die titelgebende Figur fungiert als poetischer Kristallisationspunkt einer Welt, in der Maskerade, Standesbewusstsein, erotische Verwirrung und moralische Selbsttäuschung ineinander übergehen. Stilistisch steht das Buch zwischen spätromantischer Imagination, Jean Paulscher Abschweifungskunst und vormärzlicher Ironie; sein Reiz liegt in der Verbindung von spielerischer Erzählhaltung und kritischem Blick auf die Konventionen der Zeit. Alexander von Ungern-Sternberg, baltisch-deutscher Adeliger und Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, schrieb aus der Perspektive eines Grenzgängers zwischen russischem Reich, deutscher Literaturkultur und aristokratischer Lebenswelt. Seine Herkunft, seine gesellschaftlichen Erfahrungen und seine Nähe zu den literarischen Moden der Romantik erklärten sein Interesse an Rollen, Masken und künstlichen Ordnungen. Tutu wirkt daher wie das Produkt eines Autors, der die Salons, Hierarchien und Selbstinszenierungen seiner Epoche genau kannte. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die nicht bloß eine Handlung, sondern ein intellektuelles Kunststück suchen. Tutu belohnt Aufmerksamkeit mit Witz, formaler Eigenwilligkeit und kulturhistorischer Schärfe.
Der Roman "Der Erbe" von Friedrich Gerstäcker bietet einen tiefen Einblick in das Leben der adligen Familie von Wendelsheim, die mit finanziellen und familiären Herausforderungen konfrontiert ist. Im Mittelpunkt steht der Freiherr von Wendelsheim, der mit seiner Schwester Aurelia und seinen zwei Söhnen, Bruno und Benno, auf dem Familiensitz lebt. Bruno, der älteste Sohn, steht kurz davor, eine bedeutende Erbschaft anzutreten, die das finanzielle Schicksal der Familie wenden könnte. Doch die Beziehung zwischen ihm und seinem Vater ist angespannt, da Bruno oft das Gefühl hat, von seiner Familie vernachlässigt zu werden. Benno, der jüngere Sohn, ist kränklich und wird von der Familie, insbesondere von seiner Cousine Kathinka, liebevoll umsorgt. Kathinka, die als Waise im Schloss lebt, hat eine enge Bindung zu Benno, während sie von der Tante Aurelia mit Missachtung behandelt wird. Die Geschichte entfaltet sich vor dem Hintergrund der bevorstehenden Erbschaft und den damit verbundenen Erwartungen und Spannungen innerhalb der Familie. Gerstäcker zeichnet ein Bild von Adel und Bürgertum im 19. Jahrhundert und beleuchtet die sozialen und emotionalen Konflikte, die durch Standesdünkel und finanzielle Sorgen entstehen.
De Gruyter In der Arena der preußischen Verfassungsdebatte A1030448741
Wie reagierten adlige Gutsbesitzer in der Mark und späteren Provinz Brandenburg auf die Verfassungsplanungen für die preußische Monarchie zu Beginn des 19. Jahrhunderts? Bislang ist die Geschichtsschreibung meist davon ausgegangen, dass sie die Pläne grundsätzlich bekämpft und vormoderne Herrschaftsstrukturen verteidigt hätten. Karsten Holstes Untersuchung verdeutlicht nun, dass ihre Politik weder von vornherein verfassungsfeindlich ausgerichtet war noch uneingeschränkt auf den Erhalt der überlieferten ständischen Ordnung zielte. Der Autor betrachtet die Auseinandersetzungen um Verfassung und politische Repräsentation als Arena, in der adlige Gutsbesitzer nicht nur mit anderen Akteuren um politische Einflussmöglichkeiten rangen, sondern zugleich versuchten, ihren Anspruch auf Anerkennung als relevante politische Kraft in neuer Form zu begründen. In ihrer Argumentation lässt sich ein tiefgreifender Bedeutungswandel von Adel, Ständen und Gutsbesitz nachweisen, der eine Grundlage dafür bildete, dass sie auch nach der preußischen Reformzeit eine besondere politische Rolle für sich beanspruchen konnten. Dass adlige Gutsbesitzer zunehmend dazu übergingen, sich als geborene Verteidiger einer partizipationsfeindlichen staatlichen Ordnung zu inszenieren, ist daher weniger ein Zeichen für ein vormodernes Politikverständnis als vielmehr für eine erfolgreiche Anpassung an die Veränderungen des politischen Diskurses und der Herrschaftspraxis.
Frölich und Kaufmann Kleine Kunstgeschichte der deutschen Schlösser. 1669036
Walter Hotz’ Standardwerk zum Schlossbau liegt nun endlich in einer schönen Sonderausgabe vor. Das praktische Handbuch informiert übersichtlich und kompakt über Bauformen und Geschichte der deutschen Schlösser. Es stellt rund 400 Schlösser in Text und Bild vor und eignet sich besonders zu gezieltem Nachschlagen und rascher Information. Unter einem »Schloss« versteht man im Allgemeinen den repräsentativen Wohnbau des Adels und des bürgerlichen Patriziats. Aber was genau ist ein Zweiflügelbau? Oder ein Mittelrisalit? Und welche Architekten prägten den Schlossbau im 18. Jahrhundert? Walter Hotz gibt umfassend Auskunft. Er beschreibt anschaulich die verschiedenen Bauformen der deutschen Schlösser und vollzieht ihre Entstehung, Entwicklung und Ausbreitung nach. Ein historischer Überblick macht zunächst mit den italienischen und französischen Vorbildern bekannt und behandelt dann ausführlich den deutschen Schlossbau in Renaissance und Barock. Den Abschluss bildet ein Blick auf die romantischen Schlösser des 19. Jahrhunderts. Die übersichtliche Systematik schafft Ordnung in der beeindruckenden Fülle der Objekte und führt den Leser zugleich in die gängige Terminologie ein. Aus der großen Zahl erhaltener Schlösser hat Walter Hotz rund 400 Beispiele ausgewählt. Ihnen entspricht die Zusammenstellung der zahlreichen Lagepläne, Grundrisse und Schnitte.
"Liselotte" entfaltet das Porträt einer Frau, die zwischen Herkunft, Pflicht und höfischer Selbstbehauptung steht. In der Gestalt der Liselotte von der Pfalz wird die Spannung zwischen deutscher Offenheit und französischer Hofkultur sichtbar: Privatheit, Ehepolitik, Dynastie und Intrige greifen ineinander. Der Roman verbindet historische Stoffgestaltung mit psychologischer Beobachtung und gehört in den Kontext jener deutschsprachigen Geschichtserzählung des 19. Jahrhunderts, die nach Walter Scott Geschichte nicht bloß illustriert, sondern als moralischen Erfahrungsraum deutet. Alexander von Ungern-Sternberg, baltisch-deutscher Adeliger und produktiver Erzähler, kannte die Codes aristokratischer Gesellschaft aus biographischer Nähe. Seine Herkunft, seine Kenntnis europäischer Standeswelten und sein Interesse an gesellschaftlicher Maskerade prädestinierten ihn für einen Stoff, in dem Hofzeremoniell und persönliche Wahrhaftigkeit unversöhnlich aufeinandertreffen. Gerade diese Perspektive erlaubt ihm, historische Figuren nicht als Denkmal, sondern als Menschen unter institutionellem Druck zu zeigen. Empfohlen sei "Liselotte" allen Leserinnen und Lesern, die historische Romane mit kulturgeschichtlicher Tiefenschärfe schätzen. Das Buch bietet keine bloße Kostümkulisse, sondern eine kluge Reflexion über Macht, Sprache und weibliche Selbstbehauptung.
Der verlorene Sohn entfaltet ein Familien- und Gesellschaftsdrama um Schuld, Entfremdung und die schwierige Möglichkeit der Heimkehr. In der Tradition des bürgerlichen Unterhaltungsromans des späten 19. Jahrhunderts verbindet Nataly von Eschstruth sentimentale Spannung mit moralischer Reflexion: Häusliche Konflikte, Standesbewusstsein und affektive Bindungen werden zu Prüfsteinen persönlicher Reife. Ihr Stil ist klar, erzählfreudig und dialognah, zugleich getragen von einem sicheren Sinn für dramatische Zuspitzung und versöhnende Ordnung. Die Autorin, in einem von Adel, Militär und Konvention geprägten Milieu aufgewachsen, kannte jene sozialen Codes, die ihre Romane strukturieren. Ihre umfangreiche Produktion zielte auf ein gebildetes Lesepublikum, das Unterhaltung, Gefühlskultur und sittliche Orientierung erwartete. Gerade daraus erklärt sich die Genauigkeit, mit der sie familiäre Autorität, weibliche Handlungsspielräume und die Sehnsucht nach Anerkennung gestaltet. Wer historische Unterhaltungsliteratur nicht als bloße Zerstreuung, sondern als Spiegel sozialer Werte lesen möchte, findet in diesem Roman ein aufschlussreiches Beispiel. Der verlorene Sohn empfiehlt sich Lesern, die klassische Familienkonflikte, psychologische Läuterung und die Atmosphäre einer untergegangenen Gesellschaft schätzen. Das Buch belohnt mit erzählerischer Wärme und kulturgeschichtlicher Anschaulichkeit.
Hermann Heibergs "Grevinde" entfaltet das Porträt einer gräflichen Frauenfigur im Spannungsfeld von Stand, Gefühl und gesellschaftlicher Beobachtung. Der Roman verbindet psychologische Charakterzeichnung mit der präzisen Milieuschilderung des späten Realismus: Gespräche, Gesten und soziale Rituale werden zu Indizien verborgener Abhängigkeiten. In seinem nüchternen, doch empfindsamen Stil untersucht Heiberg, wie aristokratische Selbstinszenierung und bürgerliche Moral einander spiegeln und beschädigen. Heiberg, ein norddeutscher Erzähler des ausgehenden 19. Jahrhunderts, gehörte zu jener Generation, die zwischen poetischem Realismus und frühem Naturalismus schrieb. Seine Erfahrung als genauer Beobachter städtischer und gesellschaftlicher Verhältnisse prägte sein Interesse an Rangordnung, Konvention und innerer Vereinsamung. Gerade diese Sensibilität für soziale Mechanismen dürfte ihn zu einer Geschichte geführt haben, in der der Adel weniger als romantische Kulisse denn als problematische Lebensform erscheint. "Grevinde" empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Gesellschaftsromane nicht bloß als Handlung, sondern als Analyse historischer Mentalitäten verstehen. Das Buch bietet eine fein gearbeitete Studie über Macht, Geschlecht und Selbsttäuschung und verdient erneute Aufmerksamkeit als differenziertes Dokument deutschsprachiger Erzählkunst um 1900.
Musaicum Books Alexander von Ungern-Sternberg: Historische Romane, Seesagen, Märchen & Biografien A1067406013
Diese Sammlung vereint historische Romane, Seesagen, Märchen und biografische Skizzen zu einem Panorama erzählter Vergangenheit. Ungern-Sternberg verbindet romantische Geschichtsvorstellung mit antiquarischem Interesse: Herrscher, Abenteurer, Küstenlandschaften und überlieferte Wunder erscheinen nicht als bloße Dekoration, sondern als Träger kultureller Erinnerung. Sein Stil ist anschaulich, rhetorisch geschult und von jener Spannung zwischen Chronik, Legende und moralischer Charakterzeichnung geprägt, die die deutschsprachige Erzählliteratur des 19. Jahrhunderts wesentlich mitbestimmte. Alexander von Ungern-Sternberg, 1806 im baltischen Adel geboren und 1868 in Dresden gestorben, schrieb aus der Perspektive eines Autors, dessen Herkunft zwischen deutscher Bildung, russischem Reichsraum und nordöstlicher Landschaftserfahrung vermittelte. Diese biografische Zwischenstellung erklärt seine Vorliebe für Grenzräume: zwischen Geschichte und Dichtung, Meer und Land, Volksüberlieferung und gelehrter Darstellung. Als Schriftsteller der Spätromantik suchte er im Vergangenen nicht Flucht, sondern Deutung der Gegenwart. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die historische Imagination mit kulturgeschichtlicher Tiefe verbinden möchten. Es bietet keine nüchterne Historiografie, sondern literarisch geformte Erinnerung: unterhaltsam, gelehrt und atmosphärisch dicht.