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BoD - Books on Demand Eekenhof A1067467812
Ein geheimnisvolles Herrenhaus, umgeben von dichten Wäldern und nebligen Mooren, bildet die Kulisse für Theodor Storms "Eekenhof". In dieser atmosphärischen Erzählung entfaltet sich eine Geschichte voller Spannung und unerwarteter Wendungen. Die Handlung spielt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, einer Zeit des Umbruchs und der gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland. Der Protagonist, ein junger Mann von bescheidener Herkunft, wird in die Welt des Adels eingeführt, als er eine Anstellung auf dem Eekenhof erhält. Doch hinter der prächtigen Fassade des Anwesens verbergen sich Geheimnisse, die seine Wahrnehmung von Loyalität und Ehre auf die Probe stellen. Die zentrale Thematik des Romans ist die Auseinandersetzung mit sozialen Klassenunterschieden und den damit verbundenen Konflikten. Storm gelingt es meisterhaft, die psychologischen Tiefen seiner Charaktere auszuloten und die Leser in eine Welt zu entführen, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen. Die Erzählung ist durchdrungen von einer melancholischen Stimmung, die die innere Zerrissenheit der Figuren widerspiegelt. Durch die kunstvolle Verflechtung von persönlichem Schicksal und gesellschaftlichen Strukturen bietet "Eekenhof" eine tiefgehende Reflexion über die menschliche Natur und die Komplexität zwischenmenschlicher Beziehungen. Der Leser wird eingeladen, die verborgenen Motive der Charaktere zu ergründen und die feinen Nuancen ihrer Interaktionen zu verstehen. Diese literarische Reise eröffnet neue Perspektiven auf die Herausforderungen und Dilemmata, die das Leben in einer sich wandelnden Welt mit sich bringt.
Aufbau Digital Der Duft der Pfirsichblüte A1031193017
Verbannt ans Ende der Welt London, Anfang des 19. Jahrhunderts. Als eine Abtreibung, mit denen Mary MacFadden ihr Geld verdient, bei einer jungen Adeligen misslingt, wird sie erst in den Kerker geworfen und dann nach Australien verbannt. Ihre Tochter Penelope geht mir ihr in die Verbannung. Doch während Mary sich auf der Überfahrt den Respekt der Aufseher erwirbt und unbehelligt bleibt, wird die sechzehnjährige Penelope von einem irischen Sträfling schwanger. Insgeheim ist sie von Liam fasziniert, doch ob sie ihn liebt, weiß sie nicht. Noch auf dem Schiff bringt Penelope ihr Kind zur Welt. Am Kai von Sydney, während eine Katastrophe die Neuankömmlinge heimsucht, wird sie von ihrer Mutter und ihrem Kind getrennt. Plötzlich steht Penelope allein da. Ihre einzige Hilfe ist Bernhard Kreuz, ein deutscher Arzt. Bald spürt sie, dass er mehr für sie empfindet als bloße Sympathie. Dann jedoch trifft sie Liam wieder. Eine große Australien-Saga über das Schicksal zweier Frauen und einem verschollen geglaubtes Kind. Ein anrührendes Epos über zwei Frauen, die dem Unrecht trotzen und versuchen, in einer fremden Welt ihr Glück zu finden. "Dagmar Trodler schreibt mit einer derart ausschweifenden Lust am Fabulieren und einer so mitreißenden Sprachgewalt, als habe sie nie etwas Anderes getan - intelligent, authentisch und unterhaltsam." Kölner Stadtanzeiger
Gustav Scharlachs "Vom jungen Bismarck" zeichnet die frühen Lebensstationen Otto von Bismarcks nach: Kindheit zwischen märkischem Adel und preußischer Pflichtwelt, Studienjahre, ländliche Bewährung und die allmähliche Ausbildung jenes politischen Temperaments, das später Europa prägen sollte. Der Text verbindet biographische Darstellung mit historischer Deutung; sein Stil ist anschaulich, erzählerisch geordnet und zugleich von dem Bemühen getragen, Charakterbildung als Schlüssel zur Geschichte sichtbar zu machen. Im literarischen Kontext gehört das Buch zu jener populärhistorischen Bismarck-Literatur, die Persönlichkeit, Staat und Epoche eng aufeinander bezieht. Über Gustav Scharlach selbst tritt vor allem der historisch-pädagogische Erzähler hervor: ein Autor, der weniger sensationelle Enthüllung als verständliche Vermittlung sucht. Sein Interesse gilt der Frage, wie Herkunft, Erziehung, religiöse Prägung, Standesbewusstsein und politische Krisenerfahrung einen Menschen formen. Gerade diese Perspektive dürfte ihn bewogen haben, nicht den Reichsgründer auf dem Gipfel seiner Macht, sondern den werdenden Bismarck in den Mittelpunkt zu stellen. Empfohlen sei das Buch Lesern, die Bismarck nicht nur als Staatsmann, sondern als Ergebnis einer langen inneren und gesellschaftlichen Entwicklung begreifen möchten. Es eignet sich besonders für historisch Interessierte, die eine kompakte, charakterorientierte Einführung in die Frühzeit einer der wirkmächtigsten Gestalten des 19. Jahrhunderts suchen.
Spektrum der Wissenschaft Spektrum Geschichte 2/2024 Roms Ende A1071407036
Wie so oft in der Geschichtsschreibung sprudeln die Quellen üppig, wenn es um die einstige Elite geht – um Herrscher, Feldherren, namhafte Gelehrte. Doch wie erging es der einfachen Bevölkerung? Was erlebten die Bewohnerinnen und Bewohner des Römischen Reichs, als das Imperium in der Spätantike allmählich zerfiel? Es existiert eine Quelle, die beredt darüber Auskunft gibt. Allerdings gilt es, zwischen den Zeilen zu lesen. Unser Autor Tobias Sauer berichtet über die Ereignisse während der Auflösung Westroms – als Passau in den Abgrund blickte. Über die Ursachen des Untergangs sind sich Historiker übrigens noch uneins. Sicher ist aber: Nicht ein Ereignis, sondern ein Geflecht von Geschehnissen brachte das Imperium zu Fall (ab S. 14). Der hohe Adel kommt dennoch in dieser Ausgabe nicht zu kurz. Gleich zwei Geschichten handeln von Prinzen, die jeweils Anspruch auf sehr bekannte Königshäuser hatten. Der eine war Charles Edward Stuart, der sich im 18. Jahrhundert anschickte, Charles III. zu werden – und auf ganzer Linie scheiterte (ab S. 50). Außerdem blicken wir nach Persien, wo der Sohn von Nadir Schah im 19. Jahrhundert eben- falls den Herrscherthron verpasste. Ali Mirza Khan machte dennoch Karriere: in Österreich (ab S. 74). Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht IhnenKarin Schlott, Redaktion Spektrum der Wissenschaft.
Das Schicksal einer Familie in der stürmischen Regentschaftszeit: Die Romantik-Saga »Regency Passion« von Julia London jetzt als eBook bei dotbooks. Kann eine Familie stolzer Schotten im London des 19. Jahrhunderts glücklich werden? Als seinem Clan ein kostbares Erbstück gestohlen wird, steht für den hitzköpfigen Liam Lockhart sofort fest: Das wird er diesen Engländern nicht durchgehen lassen! Um den Dieb zu finden, präsentiert er sich auf den rauschenden Bällen des versnobten englischen Adels als vollendeter Gentleman, gibt sich sogar der Lächerlichkeit des Tanzens preis und macht den eitlen Damen schöne Augen. Er hat allerdings nicht mit Lady Ellen gerechnet, die ihn sofort zu durchschauen scheint und mit Charme und einer gehörigen Portion Skrupellosigkeit in ein riskantes Spiel verwickelt. Und während Liam bald schon nicht mehr weiß, ob er die englische Lady verwünschen oder verführen soll, stürzen sich auch sein stürmischer Bruder Griffin und seine gewitzte Schwester Mared in ungeahnte Abenteuer ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Die Familiensaga »Regency Passion« von New-York-Times-Bestsellerautorin Julia London vereint ihre »Lockhart Clan«-Trilogie mit den Bänden »Feuer der Leidenschaft«, »Sturm der Sehnsucht« und »Fesseln des Verlangens«. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.
Der Stechlin, Theodor Fontanes letzter vollendeter Roman, entfaltet in der märkischen Landschaft um das Gut Stechlin ein scheinbar stilles, tatsächlich hochbewegliches Panorama des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Im Zentrum steht der alte Dubslav von Stechlin, dessen gelassene Humanität, Gespräche und Beobachtungen eine Welt im Übergang spiegeln: Adel, Bürgertum, Militär, Kirche und moderne Politik begegnen einander in fein nuancierten Dialogen. Der See Stechlin wird dabei zum symbolischen Resonanzraum geschichtlicher Erschütterungen. Fontanes Stil verbindet realistische Präzision, leise Ironie und eine kunstvolle Gesprächsdramaturgie. Fontane, 1819 geboren und 1898 gestorben, schrieb diesen Altersroman aus der Erfahrung eines langen Lebens als Apotheker, Journalist, Kriegsberichterstatter, Reiseschriftsteller und Chronist der Mark Brandenburg. Seine intime Kenntnis preußischer Milieus, seine Skepsis gegenüber starren Standesordnungen und sein spätes Interesse an liberaler Erneuerung prägen die souveräne Gelassenheit des Romans. Der Stechlin bündelt Fontanes historische Bildung und seine Menschenkenntnis. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die keinen handlungsgetriebenen Gesellschaftsroman erwarten, sondern eine kluge, sprachlich elegante Diagnose politischer und kultureller Wandlungsprozesse. Wer Fontanes Kunst der Andeutung, des Gesprächs und der moralischen Balance schätzt, findet hier eines der reifsten Werke des deutschen Realismus.
In "Rolla" gestaltet Richard Voß das Porträt einer leidenschaftlichen Gestalt, deren innerer Adel an den Zumutungen von Macht, Begehren und geschichtlicher Gewalt geprüft wird. Das Werk verbindet psychologische Zuspitzung mit szenischer Anschaulichkeit: Dialoge, pathetische Steigerungen und präzise Milieubeobachtung verleihen dem Konflikt eine fast dramatische Unmittelbarkeit. Im literarischen Kontext des späten 19. Jahrhunderts steht "Rolla" zwischen Realismus und Neuromantik, zwischen historischer Exotik und moderner Seelenanalyse. Richard Voß, 1851 in Pommern geboren und 1918 in Berchtesgaden gestorben, gehörte zu jenen deutschen Autoren, deren Werk stark von Reisen, Krankheitserfahrung und dem langen Aufenthalt in Italien geprägt wurde. Seine Nähe zu Rom, zur antiken Überlieferung und zu südlichen Landschaften schärfte seinen Blick für heroische Figuren, religiöse Spannungen und Grenzsituationen menschlicher Existenz. Diese biographische Disposition erklärt die Intensität, mit der Voß in "Rolla" Pathos und Charakterstudie verbindet. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die historische Stoffe nicht bloß als Kulisse, sondern als Prüfstein moralischer Entscheidungen schätzen. "Rolla" bietet keine leichte Unterhaltung, sondern eine konzentrierte Lektüre über Würde, Opferbereitschaft und die gefährliche Größe des Gefühls.
Schloß Hubertus entfaltet als historisch grundierter Heimat- und Gesellschaftsroman ein dichtes Panorama adeliger Lebensformen, jagdlicher Leidenschaft und sozialer Spannungen im bayerischen Alpenraum. Im Mittelpunkt steht das Schloss als symbolischer Ort von Macht, Tradition und innerer Verhärtung; Natur, Wildbahn und Gebirge werden nicht bloß Kulisse, sondern moralischer Resonanzraum. Ganghofers Stil verbindet erzählerische Spannung, volkstümliche Dialogführung, genaue Landschaftsbeobachtung und melodramatische Zuspitzung im Kontext der deutschsprachigen Heimatliteratur des späten 19. Jahrhunderts. Ludwig Ganghofer, 1855 in Kaufbeuren geboren, war einer der erfolgreichsten Erzähler seiner Zeit und eng mit Bayern, Jagd, Gebirge und ländlicher Kultur verbunden. Seine Herkunft aus einem forstnahen Milieu, seine Münchner Theatererfahrungen und seine intensive Kenntnis alpiner Lebenswelten prägten seine Stoffwahl. Schloß Hubertus spiegelt daher nicht nur literarische Fantasie, sondern auch Ganghofers Interesse an Standesordnung, Naturbeziehung, religiös-moralischer Bewährung und den Gefährdungen menschlicher Selbstherrlichkeit. Empfohlen sei dieser Roman allen Leserinnen und Lesern, die historische Unterhaltung mit kulturgeschichtlichem Tiefgang suchen. Wer die Alpenliteratur, die Mentalitätsgeschichte des Kaiserreichs oder die Verbindung von Naturbeschreibung und sozialem Drama erforschen möchte, findet hier ein besonders ergiebiges Werk.
War der Marquis de Sade (1740 - 1814) ein Sadist, Verbrecher und Geisteskranker oder ein Aufkl�rer, ja ein Vork�mpfer gegen Triebunterdr�ckung und scheinheilige Moral? Der Historiker Volker Reinhardt legt in dieser ersten seri�sen De-Sade-Biographie seit Jahrzehnten das wahre Leben des s�dfranz�sischen Adeligen hinter den zahlreichen Mythen und Bildern frei. Er beschreibt auf der Grundlage zahlreicher Quellen aus dem 18. und 19. Jahrhundert die freigeistige, ausschweifende Jugend des sch�nen Marquis, seine ersten Experimente mit unschuldigen Opfern, die lange Zeit der Flucht und Gefangenschaft, sein Engagement in der Franz�sischen Revolution und schlie�lich seine letzten Jahre in einem Irrenhaus. Besonderes Augenmerk gilt dabei den philosophischen Romanen de Sades, in denen M�nner und Frauen auf abgelegenen Schl�ssern sexuelle Konstellationen testen, auf grausamste Weise die moralische Widerstandskraft ihrer Opfer auf die Probe stellen, dabei �ber die Natur des Menschen r�sonieren und so in Wort und Tat das B�se vermessen. Am 2. Dezember 1814 starb de Sade, aber die Erinnerung an ihn lie� sich nicht ausl�schen. In einem eindrucksvollen Schlusskapitel zeigt Volker Reinhardt, wie der "g�ttliche Marquis" von der Psychoanalyse �ber Nietzsche und die Kritische Theorie bis hin zu Surrealismus und Existentialismus zu einer Schl�sselgestalt der Moderne geworden ist.
Rittmeister Brand + Bertram Vogelweid vereint zwei Prosatexte, in denen Marie von Ebner-Eschenbach die moralischen Prüfungen des Individuums in einer streng codierten Gesellschaft auslotet. Im Mittelpunkt stehen Fragen von Ehre, Selbsttäuschung, Pflichtgefühl und menschlicher Würde; militärische und bürgerlich-intellektuelle Lebenswelten erscheinen dabei nicht als Kulisse, sondern als präzise beobachtete Ordnungen. Ebner-Eschenbachs Stil verbindet psychologische Genauigkeit, knappe Ironie und realistische Milieuschilderung und steht im Kontext des österreichischen Realismus des späten 19. Jahrhunderts. Die Autorin, 1830 in Mähren geboren und 1916 in Wien gestorben, entstammte dem Adel, schrieb jedoch mit bemerkenswerter Distanz über Standesprivilegien, soziale Härten und die Masken der Konvention. Ihre Erfahrungen in aristokratischen Kreisen, ihre Nähe zur Wiener Gesellschaft und ihr ausgeprägtes ethisches Interesse prägten ein Werk, das gesellschaftliche Beobachtung mit humanistischer Urteilskraft verbindet. Gerade deshalb konnte sie Figuren wie Brand oder Vogelweid zugleich kritisch und mitfühlend gestalten. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die an literarisch anspruchsvoller Prosa interessiert sind, in der äußere Ereignisse stets auf innere Konflikte verweisen. Wer die subtile Kunst der Charakterzeichnung, die moralische Schärfe klassischer Erzählkunst und die besondere Atmosphäre der habsburgischen Welt schätzt, findet hier ein konzentriertes, gedankenreiches und bis heute aufschlussreiches Leseerlebnis.
Die Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel beherbergt einen Vitrinenschrank mit 31 weiblichen Beckenknochen. Jeder dieser Knochen trägt eine Nummer. Die Becken wurden zwischen 1840 und 1888 den Körpern von Frauen entnommen, deren Geburten aufgrund ihrer Beckenform besondere Komplikationen verursachten und die in der Kieler Gebäranstalt verstarben. Keine von ihnen wurde in einem Zeitungsartikel erwähnt, hinterließ ein Tagebuch oder sonst ein Zeugnis ihrer Existenz. Nur die 31 Becken mit den medizinischen Aufzeichnungen sind noch erhalten. Sie erlauben den Autoren dieses Buchs, das Leben und Sterben dieser Frauen nachzuvollziehen. 14 ihrer Schicksale sollen hier erzählt werden. Ibrahim Alkatout und Christian Hoffarth erklären dabei die sozialen und gesetzlichen Bedingungen, unter denen sich die ledigen Schwangeren bewegten, und erzählen dabei auch eine Geschichte der Geburtshilfe ab dem 19. Jahrhundert. Seither wurden innovative Untersuchungsverfahren entwickelt und viele medizinische Erkenntnisse gewonnen, die die Umstände für werdende Mütter wesentlich verbessert haben. Dieser weite Weg zu den heutigen gynäkologischen Standards der westlichen Industrienationen begann in Institutionen wie der Kieler Gebäranstalt und mit Frauen wie Dorothea, Magdalena, Magdalena, Margretha, Friederica, Engel, Louise, Wiebke, Greten, Catharina, Anna, Adele, Katharina und Maria.
Aufbau Audio Die Gefangene von Göteborg A1068857521
"Der Wind blies Karin kalt ins Gesicht, und das Donnern der brechenden Wellen am Marstrandsfjord mischte sich mit dem unheilverkündenden Heulen, das die Festung erzeugte, wenn sich die Böen durch die engen alten Gänge quetschten. Warum war der Mann in der Rüstung hier herausgegangen?" Die Crème de la Crème des schwedischen Adels findet sich zu einem großen Maskenball auf der Festung Carlsen ein. Doch der Abend endet für die ausgelassene Gesellschaft abrupt, als zwei Mitglieder der einflussreichen Familie Ekeblad ermordet aufgefunden werden. Kommissarin Karin Adler wird der Fall übertragen. Zunächst deutet alles auf eine Erbstreitigkeit hin. Aber dann erfährt sie nicht nur von einem 200 Jahre alten Milzbrandgrab, sondern auch von der erschütternden Klageschrift einer jungen Frau, Metta Fock, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Mord an ihren Mann und ihren zwei Kindern vorgeworfen wurde. Als Opfer einer Intrige saß sie viele Jahre unschuldig hinter den dicken Mauern der Festung Carlsen und bezahlte am Ende mit ihrem Leben. Will nun jemand Rache für ein altes Unrecht?"Ann Rosman lässt mit Karin Adler eine schwedische Ermittlerin die Bühne betreten, die so süchtig macht wie der berühmte Wallander." Cosmopolitan"Karin Adler - Ann Rosmans weiblicher Wallander." Jolie"Hochspannung made in Sweden." Hamburger Abendblatt
GRIN Das bürgerliche Trauerspiel zwischen Empfindsamkeit und Sturm und Drang - 'Miß Sara Sampson', 'Emilia Galotti' und 'Kabale und Liebe' A1009060245
Essay aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Philosophische Fakultät), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Entwicklung des bürgerlichen Trauerspiels im Wandel der Zeit wird nachgezeichnet. Es wird insbesondere auf die Familienkonflikte und Vater-Tochter-Konflikte in den Dramen eingegangen.Das bürgerliche Trauerspiel ist eine um Mitte des 19. Jahrhunderts ausgestorbene Gattung, die seit mehreren Jahrzehnten Gegenstand der literaturwissenschaftlichen Forschung ist. Trotz der Fülle an Werken, die zwischen 1755 und 1844 erschienen sind und entweder von den Dichtern selbst oder von der Forschung als bürgerliches Trauerspiel bezeichnet werden, haben sich nur vier Dramen im Kanon erhalten: Lessings "Miß Sara Sampson" (1755) und "Emilia Galotti" (1772), Schillers "Kabale und Liebe" (1784) und Hebbels "Maria Magdalena" (1844). In dieser Arbeit soll auf die ersten drei dieser Werke eingegangen werden, da sich an ihnen besonders gut die Veränderung vom empfindsamen Trauerspiel zu den Spielarten des Sturm und Drang aufzeigen läßt. Darüber hinaus behandeln diese Dramen das wichtigste Thema des bürgerlichen Trauerspiels, nämlich Familienkonflikte, wobei sie sich noch auf einen besonders häufig vorkommenden Konflikt konzentrieren, den der Vater-Tochter-Problematik. Im Laufe der Entwicklung spielt dabei der Standesgegensatz zwischen Adel und Bürgertum eine wachsende Rolle.
Die Diamanten der Großmutter entfaltet eine erzählerisch präzise Studie über Besitz, Erinnerung und moralische Bewährung im bürgerlich-adligen Milieu des 19. Jahrhunderts. Ausgehend vom symbolisch aufgeladenen Familienschmuck verbindet Schücking häusliche Intrige, Erbschaftsfragen und psychologische Beobachtung zu einer Novelle, in der glänzender Wert und innerer Wert gegeneinander ausgespielt werden. Sein Stil ist klar, dialognah und von jenem realistischen Interesse an sozialen Konventionen geprägt, das die deutsche Erzählliteratur zwischen Spätromantik und bürgerlichem Realismus kennzeichnet. Levin Schücking, 1814 im westfälischen Meppen geboren und 1883 gestorben, war Journalist, Bibliothekar, Romancier und enger literarischer Weggefährte Annette von Droste-Hülshoffs. Seine Erfahrung in Redaktionen, Salons und adeligen Häusern schärfte seinen Blick für Rang, Geld und familiäre Selbstinszenierung. Gerade diese biographische Nähe zu westfälischen Traditionen und zugleich zur modernen Öffentlichkeit erklärt die sichere Verbindung von Gesellschaftsporträt und erzählerischer Spannung in diesem Werk. Empfohlen sei das Buch Lesern, die an feiner Charakterzeichnung und historisch grundierter Unterhaltung interessiert sind. Schücking bietet keine bloße Schmuckstückgeschichte, sondern eine konzentrierte Reflexion über Vertrauen, Verführungskraft des Materiellen und die Zerbrechlichkeit familiärer Ordnungen. Wer den bürgerlichen Realismus in seinen weniger kanonischen, doch kunstvoll gearbeiteten Formen entdecken möchte, findet hier eine anregende, elegant komponierte Lektüre.
Solivagus-Verlag Arm, ledig, schwanger, Fachbücher von Christian Hoffarth, Ibrahim Alkatout
Die Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel beherbergt einen Vitrinenschrank mit 31 weiblichen Beckenknochen. Jeder dieser Knochen trägt eine Nummer. Die Becken wurden zwischen 1840 und 1888 den Körpern von Frauen entnommen, deren Geburten aufgrund ihrer Beckenform besondere Komplikationen verursachten und die in der Kieler Gebäranstalt verstarben. Keine von ihnen wurde in einem Zeitungsartikel erwähnt, hinterliess ein Tagebuch oder sonst ein Zeugnis ihrer Existenz. Nur die 31 Becken mit den medizinischen Aufzeichnungen sind noch erhalten. Sie erlauben den Autoren dieses Buchs, das Leben und Sterben dieser Frauen nachzuvollziehen. 14 ihrer Schicksale sollen hier erzählt werden. Ibrahim Alkatout und Christian Hoffarth erklären dabei die sozialen und gesetzlichen Bedingungen, unter denen sich die ledigen Schwangeren bewegten, und erzählen dabei auch eine Geschichte der Geburtshilfe ab dem 19. Jahrhundert. Seither wurden innovative Untersuchungsverfahren entwickelt und viele medizinische Erkenntnisse gewonnen, die die Umstände für werdende Mütter wesentlich verbessert haben. Dieser weite Weg zu den heutigen gynäkologischen Standards der westlichen Industrienationen begann in Institutionen wie der Kieler Gebäranstalt und mit Frauen wie Dorothea, Magdalena, Margretha, Friederica, Engel, Louise, Wiebke, Greten, Catharina, Anna, Adele, Katharina und Maria.
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„Pommerland ist abgebrannt“ – mit der Vernichtung ihrer Güter im Dreißigjährigen Krieg beginnt die abenteuerliche Geschichte der Familie Tessin. Teils zur Auswanderung gezwungen verstreuen sich die Mitglieder des Hauses in ganz Europa und werden sogar berühmt: In Schweden bauen sie als Architekten die Schlösser der Reichen und Mächtigen, in England errichtet ein weiterer Tessin-Baumeister Festungen. Ein Zweig der Familie verbleibt in Pommern und stellt dem Land bedeutende Juristen. Aus vielen bislang unbekannten Archivquellen speist sich auch das Leben von Nikolaus Tessin, der als Hofbeamter in Württemberg eine neue Heimat findet. Sein Sohn, der erste Freiherr von Tessin, bringt es bis zum herzoglichen Finanzminister. Als Offiziers- und Beamtenfamilie sind die Tessins bald fester Bestandteil des württembergischen Adels und schließen sich im 19. Jahrhundert durch Heirat auch dem zu Reichtum gekommenen Industriebürgertum an. Ammerland am Starnberger See wird mit prunkvollen Villen und Landgütern zur „Tessiner Dependance“. Reinhard Heydenreuter lädt zur Reise in die deutsche Vergangenheit ein, zeigt den tiefen Einschnitt des Dreißigjährigen Kriegs und welche Möglichkeiten es für tüchtige Menschen gab, sich aus dem Nichts eine neue Existenz zu schaffen. Mit den Stiftungen der Schwestern Marion und Dr. Ingeborg von Tessin, den Urenkelinnen von Gustav Siegle, dem Gründer der BASF, die mit großem historischem Verantwortungsbewusstsein ihr gesamtes Vermögen sozialen Zwecken zugeführt haben, schließt sich der Kreis.