Der Band will die Entstehung der Rede von der Hölle in der Bibel und in ihrem literarischen Umfeld nachzeichnen und dabei traditionsgeschichtliche Linien von der Antike bis in die Gegenwart aufzeigen. Dabei fragt er danach, welche ethischen Implikationen die Rede von der Hölle hat und wie sie sich mit dem universalen Heilswillen Gottes angesichts der Mächtigkeit des Bösen verträgt: Wie ist der Zusammenhang zwischen der Drohung mit der Hölle und der Bereitschaft zur Umkehr des Menschen? Wie kann von ‚Hölle‘ gesprochen werden im Kontext der (scheinbaren) Spannung zwischen Gottes Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, von Erwählung und Verwerfung von Geschöpfen? Welche Berechtigung hat die Hoffnung auf eine Versöhnung aller Geschöpfe miteinander am Ende der Tage? Welche eschatologischen Erwartungen von einem Ort bleibender Gottesferne bedürfen der konstruktiven theologischen Kritik? Und welche Resonanz und Relevanz haben Höllenvorstellungen in der gegenwärtigen Lebenswelt und Kultur?
Fahrten in ein über- oder unterirdisches Jenseits gehören zum Standardrepertoire der Religionsgeschichte: Begnadete Heroen oder Götter fahren in die Unterwelt, um ihr Geheimnisse zu entlocken, Schätze zu heben, böse Mächte zu bezwingen, Tote zu erlösen oder spannende Abenteuer zu bestehen. Diese oft in bunten Farben ausgemalten, dramatisch und aggressiv inszenierten Spektakel faszinieren die Kulturen der Neuzeit und Moderne nach wie vor, obwohl sie ein Weltbild voraussetzen, das schon lange als überholt gilt. Im interdisziplinären Zugriff stellen die Autorinnen und Autoren dieses Bandes religionshistorische und theologische Hintergründe dar und analysieren die Ergebnisse der Aneignungs- und Verfremdungsprozesse, denen Höllen-Fahrten in den zeitgenössischen Künsten und Medien unterliegen.
Unsere Vorfahren wussten etwas vom schamanischen Weltenbaum und seinen Ebenen, vom Schicksal und dass es gewebt wird, von den vielen Wesen der Geistwelt, von Geistreisen, von der Möglichkeit, in der Anderswelt Hilfe und Kraft zu erbitten, aber auch außerhalb der Trance in Gebeten, Tänzen und Opfern. Sie wussten etwas von Magie und Divination - und die Frauen hatten daran großen Anteil. Die Göttin Hulda erscheint im Mittelalter als Geistführerin in Frauengruppen und wurde später im Volk die himmlische, huldreiche Frau, die die geistige Macht in der Natur repräsentierte, die, wie Wodan, in den Rauhnächten umging und manchmal den Menschen erschien. Ob man sie Frau Gode nannte, Frau Berchta oder Frau Holle: sie war hierzulande die gültige Nachfahrin und Erbin der alten germanischen Göttinnen Frigga, Freya, Iduna und Hel – und setzte ihr Werk fort bei den Menschen, die ihr zugetan blieben. Das Besondere dieses Buches ist, dass es das alte Erbe poetisch erzählt und entfaltet. Es geht den alten Geschichten entlang und zeigt, welche Schätze unsere vorchristliche Frömmigkeit bereithält. Einführungen, Sachtexte und Bilder ergänzen die Gedichte.
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Universität Duisburg-Essen (Historisches Institut), Veranstaltung: Jenseitsvisionen und Jenseitsreisen im Mittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie genau die Hölle als Jenseitsort entstanden ist und wie sie grundsätzlich im Mittelalter dargestellt wurde, bildet einen wichtigen Kern meiner wissenschaftlichen Hausarbeit. Des Weiteren stellt sich die konkrete Frage, was im Mittelalter als Sünde galt, welche Gewichtungen Sünden hatten und wie diese in der Hölle bestraft wurden. Durch die Christianisierung in der Epoche des europäischen Mittelalters gehörte die überwiegende Mehrheit einer christlichen Konfession an. Besonders entscheidend ist, dass der Glaube der Christen zu dieser Zeit stark davon geprägt wurde, dass der Tag des Jüngsten Gerichts nah bevor stehe. Aufgrund dessen war die Angst vor der Hölle sowie den Höllenqualen zu jener Zeit allgegenwärtig, weshalb die Menschen versuchten, ein frommes und sündenfreies Leben zu führen, um am Tage des Jüngsten Gerichts von Gott aus in den Himmel zu gelangen. Fraglich ist trotzdem, wie das präzise Bild der Hölle sowie deren Qualen überhaupt zu Stande kommen konnte, da selbst im Neuen Testament keine klare Antwort auf die Frage zu finden ist, was genau mit Sündern nach dem Jüngsten Gericht passiere. Die Antwort lässt sich zum einen in der einst hohen Anzahl von Jenseitsberichten finden, die verstärkt dafür sorgten, dass das bevorstehende religiöse Ereignis innerhalb der christlichen Gemeinde nicht in Vergessenheit geriet. Denn neben einer Reihe von Jenseitsvisionären die von einem Aufenthalt im Himmelreich berichteten, existierten auch einige Ausführungen die den Ort der Hölle veranschaulichten. Zusätzlich fungierten sie gewissermaßen als Beweismaterial für die Existenz des Jenseits. Zum anderen sorgte neben besagten Jenseitsberichten auch ein allgemeines apokalyptisches Weltbild zu der Höllenvorstellung im europäischen Mittelalter.
»Die Schönheit und die Hölle« durchmißt den Weg, den Roberto Saviano insbesondere nach der Veröffentlichung von »Gomorrha« genommen hat. Seit 2006 muß der Autor unter Personenschutz leben. »Schreiben hat mir in diesen Jahren die Möglichkeit gegeben zu existieren.« Saviano berichtet von Lionel Messi, der die größte Herausforderung, die es für einen Fußballchampion geben kann, gemeistert hat, von Anna Politkowskaja, die ermordet wurde, weil sie anders nicht zum Schweigen zu bringen war, und von vielen weiteren, denen Saviano an Orten des Leidens und der Erniedrigung begegnete - oder im weiten Reich der Literatur. Roberto Saviano erzählt von Menschen, die den Mut zum moralischen Handeln aufbrachten und ihre Ängste überwanden. Seite für Seite bekräftigt er sein Vertrauen in das Wort, das die Realität aus den Angeln hebt, das sich jeder Art von Gewalt widersetzt und Zeugnis ablegt von der Gewißheit, daß »die Wahrheit, trotz allem, existiert«.
Frau Holle Federkissen Frau Holle, Füllung: 85% Gänsefedern, 15% Gänsedaunen, Bezug: 100 % Baumwolle, Kopfkissen 40x80 cm, 80x80cm, fest
Zu erholsamem Schlaf trägt das hochwertige Kopfkissen von Frau Holle bei. Möglich wird das durch die Mischung aus Stützkraft und weichem Liegekomfort. Während sich der atmungsaktive Bezug angenehm auf der Haut anfühlt, stützt die Füllung den Kopf- sowie Nackenbereich. Optisch wird das Kissen durch eine goldfarbene Biese abgerundet, die den Bezug einfasst. Zur Reinigung wäscht man den Bezug bei bis zu 60 °C in der Maschine und gibt diesen anschließend in den Trockner. Dadurch ist das Kissen für Hausstauballergiker geeignet. Mit dem hochwertigen Kopfkissen von Frau Holle wird der heimische Schlafbereich aufgewertet.