Deine Suche ergab leider keine Ergebnisse. Bitte ändere die zuletzt verwendeten Filter und versuche es erneut.
Anzeige
Angebote unserer Partner-Shops
"
Kampa
"
Filtern
Sortieren:
Beste Treffer
Beste Treffer
Preis: niedrig bis hoch
Preis: hoch bis niedrig
Ansicht:
Kampa Verlag So long
Montreal, wo er 1934 geboren wurde, sei der einzige Ort, an dem er sich je zu Hause gefühlt habe. Leonard Cohens Eltern sind gläubige Juden, und er selbst wird zeit seines Lebens ein spirituell Suchender sein. Und dann sind da noch die Frauen: Gitarre lernt er angeblich nur deshalb spielen, weil er ein Mädchen für sich gewinnen will. Zunächst aber zieht es ihn nicht zur Musik, sondern zur Literatur. Schon mit dreizehn lernt er die Gedichte García Lorcas auswendig. Und Cohen schreibt selbst: Gedichte und Romane. Kaum jemand kann sich da vorstellen, dass er als Sänger reüssieren wird - mit dieser Stimme. Trotzdem versucht sich Cohen bald als Musiker, zunächst aus finanziellen Gründen. Auf dem Newport Folk Festival 1976, wo er Joni Mitchell zum ersten Mal begegnet, erlebt er seinen Durchbruch. In diesen Gesprächen erzählt Cohen eindringlich und mit Nonchalance von hellen und dunklen Zeiten, Begegnungen mit Jimi Hendrix und Janis Joplin im New Yorker Greenwich Village der späten sechziger Jahre, seinem Absturz in den siebziger Jahren, Depressionen, vielen Liebschaften, den Jahren im Zen-Kloster und natürlich von seinen großen Songs.
Die Schauspielerin Cora Rutherford, eine alte Freundin von Evadne Mount, wird vergiftet. Nicht nur vor laufender Kamera, sondern auch vor den Augen aller am Filmset. Sechs Menschen hatten die Gelegenheit, sie zu töten, aber keiner der Tatverdächtigen hat ein Motiv. In den Verhören fällt eines auf: Alle am Set hassen den Regisseur Alastair Farjeon - fettleibig, unerträglich, insbesondere Frauen gegenüber, und so eitel, dass er in jedem seiner Filme einen Kurzauftritt haben muss. Und Miss Mount, immer in Begleitung ihres treuen Partners Eustace Trubshawe, einst Chefinspektor von Scotland Yard, stößt auf ein anderes, früheres Verbrechen. Auch das ungelöst, für diese Tat allerdings hatten alle am Filmset ein Motiv - aber eigentlich keine Gelegenheit. Ein gemeiner, genialer Mord, für dessen Aufklärung es eine geniale Ermittlerin braucht!
Im englischen Städtchen Lafferton scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Bis zu dem Morgen, als eine Frau spurlos im Nebel verschwindet. Die Polizei möchte den Fall schnell zu den Akten legen, nur die junge Ermittlerin Freya Graffham hat ein ungutes Gefühl bei der Sache. Zusammen mit ihrer heimlichen Liebe, dem gleichermaßen schöngeistigen wie rätselhaften Polizeichef Simon Serrailler, macht sie sich an die Ermittlungen. Dann verschwinden weitere Menschen und ein Hund. Ihre Spuren verlieren sich auf dem mysteriösen Hügel mit den »Hexensteinen«. Während Freya Graffham noch fieberhaft versucht, eine Verbindung zwischen den Vermissten herzustellen, gerät sie plötzlich selbst in Gefahr. Kann Inspector Simon Serrailler den Fall lösen, bevor das nächste Unglück geschieht?
Nachts, wenn der Wind um die abgelegene griechische Insel tost, tastet sich der Schriftsteller Darley Glied um Glied an der Kette der Erinnerung zurück nach Alexandria. Erst jetzt, Jahre nach den Ereignissen, meint er alles zu verstehen, die schicksalhaften Begegnungen in der schillernden ägyptischen Hafenstadt, mit der Tänzerin Melissa, dem britischen Diplomaten Mountolive, der Malerin Clea, dem jüdischen Arzt Balthazar, der seine Homosexualität hemmungslos auslebt und vielen anderen, besonders aber seine tragische Affäre mit der rätselhaften, wunderschönen Jüdin Justine, der notorisch untreuen Ehefrau des wohlhabenden koptischen Bankiers Nessim. Doch was geschah wirklich, damals in den 1930er Jahrenin Alexandria, diesem Schmelztiegel der Religionen, Sprachen und Kulturen, der »großen Kelter der Liebe«? Drei weitere Figuren werden von ihren Verstrickungen in diese Geschichte erzählen, für jede von ihnen bedeutet sie etwas anderes. Gemeinsam bilden diese vier Romane einen einzigartigen Liebesreigen, ein Geflecht aus Kriminal- und Spionagegeschichten, das Porträt einer Stadt - eine so kunstvolle wie spannende Tetralogie um Täuschungen und Leidenschaften, die Literaturgeschichte geschrieben hat, in einer Prosa, deren Sog man sich nicht entziehen kann. Eine schriftstellerische Meisterleistung, sinnlich, üppig, einzigartig.
Seit vier Jahren ist Harry Bosch im Ruhestand. Nun muss der ehemalige Detective des LAPD seinen einstigen Mentor John Jack Thompson zu Grabe tragen. Von ihm hat Bosch zu Beginn seiner Karriere gelernt, dass jedes Leben zählt, dass es keine Toten erster und zweiter Klasse gibt. Ein Credo, das Bosch immer beherzigt hat. Thompsons Witwe übergibt Bosch eine Akte, die ihr Mann offensichtlich entwendet und zwanzig Jahre unter Verschluss gehalten hat: Sie dokumentiert die Ermittlungen im Mordfall eines schwulen Junkies, der als Polizeispitzel tätig war. Warum hat Thompson die Akte an sich genommen, als er das LAPD verließ? Da Bosch offiziell nicht mehr selbst ermitteln darf, bittet er Detective Renée Ballard um Hilfe. Gemeinsam machen sich der pensionierte Cop und die junge ehrgeizige Polizistin an die Arbeit, und zum ersten Mal kommen Bosch Zweifel an der Integrität seines verstorbenen Mentors: Hat Thompson die Akte gestohlen, um im Ruhestand an dem Fall weiterzuarbeiten? Oder im Gegenteil: Wollte er, dass der Mord niemals aufgeklärt wird?
In Anna, oder Anna In, Göttin der Liebe, der Fruchtbarkeit, des Mondes, aber auch des Krieges, herrscht über das sumerische Uruk - ein mythischer, lichter Ort, wo Fahrstühle auch nach links und rechts fahren und Gärten vom Himmel hängen, ein Ort, der eher in der nahen Zukunft als in einer fernen Vergangenheit zu liegen scheint. Anna In ist schön, jung, verführerisch, aber auch ungestüm, unstet und machtbewusst. Eines Tages ruft ihre Zwillingsschwester, die Herrscherin der Unterwelt, sie zu sich. Und Anna In steigt hinab, in die Katakomben, ins dunkle Reich des Todes. Niemand ist je von dort zurückgekehrt. Welches Opfer wird AnnaIn bringen müssen, um wieder hinaufzusteigen, zu den Lebenden? Olga Tokarczuk erzählt in Frau Diesseits und Frau Jenseits einen 4000 Jahre alten Mythos auf einzigartige Weise neu. Mit viel Ironie und einer großen Portion Respektlosigkeit verbindet sie das Hohe und Erhabene mit dem Profanen, Allgemeinmenschlichen - und holt den altehrwürdigen Mythos so in unsere Gegenwart.
»Ja, lesen konnte man selbst, wenn man wanderte«, be- hauptete einmal Joseph Roth. Dieses Buch lädt ein, über das Wandern zu lesen - in all seinen Facetten: als Naturerlebnis, als Pilgergang oder Flanieren in der Stadt. Als literarische Wandergesellen nehmen Robert Walser, Max Frisch, Georges Simenon, Bruce Chatwin und viele andere teil. Ein Buch für jeden Rucksack oder als Lektüre vor der Wanderung - oder für danach, wenn die geschundenen Füße hochgelegt werden.
»Ist es mal wieder so weit?«, fragt der Postbote, als er Riitta ein großes Paket überreicht. »Nähst du wieder?« Das ganze Jahr über freut Riitta sich auf diese eine Woche im Sommer, wenn Phil nach Finnland kommt, um mit ihr auf dem Tangofestival in Seinäjoki zu tanzen. In der Zwischenzeit führt sie ein ruhiges Leben in ihrem Holzhaus mit Sauna, fährt mit dem Boot zum Angeln raus auf den Inarisee oder gärtnert. Über die Vergangenheit und ihre frühere Liebe sprechen Phil und sie nie, so lautet die Abmachung. Doch in diesem Jahr zögert Riitta, ein neues Kleid zu nähen - sie hat das Gefühl, dass Phil nicht kommen wird. Kurzerhand beschließt Riitta, zum ersten Mal seit siebenundzwanzig Jahren in ihre einstige Heimat zurückzukehren, um Phil in Süddeutschland zu besuchen. Der allerdings lädt zur selben Zeit seine Tochter Johanna und seine Enkelin Leni ein, ihn nach Finnland zu begleiten - er wolle ihnen das Land zeigen, das er so liebe. Werden Riitta und Phil einander verpassen und damit ihre möglicherweise letzte Chance, die Vergangenheit aufzuarbeiten?
Zwei hoffnungslos zerstrittene Schwestern: Die flatterhafte, schöne und bei allen beliebte Fiona ist vor zehn Jahren nach immer unerträglicheren Streitereien abgehauen und nicht mal auf der Beerdigung ihrer Mutter aufgetaucht. Grit, die fürsorgliche, vernünftige Ältere, bemüht sich um ein geordnetes Leben, damit ihre elfjährige Tochter Milli sorgenfrei aufwachsen kann. Doch plötzlich steht Fiona vor der Tür und tut, was sie nach Grits Überzeugung am besten kann: Sie macht alles kaputt. Fiona fordert von Grit ihre Tochter zurück - und Milli erfährt, dass in Wahrheit Fiona ihre Mutter ist. Grits Leben liegt in Scherben. Doch die wahre Leidtragende ist Milli - und zugleich die Einzige, die weiß, was zu tun ist: Sie muss die beiden Schwestern miteinander versöhnen. Grit und Fiona stellen sich ihrer Vergangenheit. Und das Ungeheuer, das dort lauert, lässt sich nur mit gnadenloser Ehrlichkeit bezwingen …Ein dramatischer, berührender Roman über die Frage, wie es passieren kann, dass man sich unendlich gut kennt - und eines Tages nicht mehr versteht.
Jack McEvoy ist Polizeireporter bei den Rocky Moun tain News in Denver. Als er vom Tod seines Zwillingsbruders Sean, Detective bei der Mordkommission, erfährt, gerät sein Leben vollkommen aus dem Gleichgewicht. Die Polizei geht von Selbstmord aus: Jacks Bruder soll sich in seinem Auto erschossen haben. Einen Abschiedsbrief habe er auch hinterlassen, auf der Windschutzscheibe: Out of space. Out of time. Ein Zitat von Edgar Allan Poe. Jack glaubt nicht, dass sein Bruder sich selbst das Leben genommen hat und ermittelt auf eigene Faust. Dabei stößt er auf eine ganze Reihe ungelöster Todesfälle: Sean ist nicht der einzige Polizist, der unter ungeklärten Umständen umgekommen ist und Verse von Edgar Allan Poe hinterlassen haben soll. Jack sieht seine Zweifel an der Selbstmordthese bestätigt. Aber wer ist dieser »Poet«, der es vor allem auf Polizisten abgesehen hat? Was ist sein Motiv? Und wer wird das nächste Opfer sein?
Kriminaldirektor a. D. Manz hat sich behaglich eingerichtet in seinem Ruhestand im Dresdner Umland. Er rudert auf der Elbe, kümmert sich um seine Enkelkinder. Doch dann reißt ihn ein Brief der Staatsanwaltschaft Berlin aus seinem Alltag: Manz soll vor Gericht aussagen. Es geht um einen Mord im Jahr 1990, seinen letzten Fall in Berlin, den er nicht mehr abschließen konnte, weil er versetzt wurde. Jetzt, über zwanzig Jahre später, scheint der Mörder gefunden. Und es geschieht, was Manz nie wollte: Er versinkt in der Vergangenheit, in alten Denkmustern, und auch Vera erscheint vor seinem inneren Auge, die Kollegin, mit der er damals zusammengearbeitet hat und die sich kurz darauf das Leben genommen hat. Haben sie bei ihren Ermittlungen einen Fehler gemacht? Beim Prozess in Berlin muss Manz feststellen, dass etwas gründlich schiefläuft. Steht ein Unschuldiger vor Gericht? Die Aufklärung des Falls verschränkt sich untrennbar mit Manz' Blick in seine eigene Vergangenheit, der Auseinandersetzung mit sich selbst, seinem älterwerden - und all das vor dem Hintergrund der wiedervereinigten Bundesrepublik.
Vor dem Fenster tanzen die Schneeflocken, drinnen lodert der Kamin. Je kürzer die Tage werden, desto weniger hat man das Gefühl, draußen in der Welt etwas zu verpassen, und kann es sich zu Hause gemütlich machen. Winterzeit ist die Zeit der langen Leseabende. Die Geschichten dieses Bands handeln vom Wunder des ersten Schnees und von Eisblumen am Fenster, von Ski- und Schlittenspaß, verschneiten Straßen, zugefrorenen Seen und dem unvergleichlichen Winterzauber in den Bergen. Aufgeschrieben wurden die Erzählungen und Gedichte von klassischen Autor*innen wie Lew Tolstoi, Joachim Ringelnatz oder Joseph Roth sowie von zeitgenössischen wie Haruki Murakami, T. C. Boyle, Judith Hermann oder Daniel Kehlmann.
Es ist der Sommer 1968: In Paris gehen die Studenten auf die Straße, in Vietnam wütet der Krieg, Martin Luther King wird ermordet. Während die Welt in Aufruhr ist, wird im sonnigen Brighton ein aparter Kinofilm gedreht. Hier kreuzen sich die Wege eines Filmproduzenten, einer Schriftstellerin und einer Schauspielerin. Alle drei führen ein Doppelleben: Elfrida, der keine Zeile mehr einfällt und deren Ehe zerrüttet ist, ertränkt ihren Frust in Wodka. Talbot, der Filmproduzent, hat ein geheimes Hobby und macht gute Miene zum bösem Spiel, denn er weiß, dass sein Geschäftspartner versucht ihn auszubooten. In Anny, die umwerfende Hauptdarstellerin, ist die ganze Welt verliebt, aber ihre Liebschaften bereiten dem Filmstar nur Scherereien: Sie hat eine Affäre mit ihrem Filmpartner, und natürlich taucht ihr Liebhaber, ein Philosoph aus Paris, überraschend am Set auf. Außerdem sitzt Anny ihr Ex-Mann im Nacken - und das FBI. Während die Dreharbeiten bei scheinbar ausgelassener Stimmung voranschreiten, rumort es hinter den Kulissen gewaltig. Die Geheimnisse des Trios drohen aufzufliegen. Wie lange kann jeder seine Rolle spielen? Und wer inszeniert das größte Drama?
Ein rätselhafter und nicht minder verstörender Mord an einer 29-jährigen Frau in Chur erschüttert nicht nur Graubünden. Das Opfer wurde am Waldrand auf einer Parkbank drapiert, als lebe es noch, in seinem Mund steckt ein seltsamer Gegenstand. Giulia de Medici, die erfahrene Chefermittlerin der Kantonspolizei Graubünden, übernimmt den Fall. An ihrer Seite steht wie immer Nadia Caminada, ihre beste Freundin und eine renommierte Profilerin. Gemeinsam nehmen sie die Ermittlungen auf und stoßen auf eine schaurige Parallele: Im Sommer 1983, während des berüchtigten Emmentaler Blutsommers, wurde eine der drei getöteten jungen Frauen auf exakt die gleiche Weise inszeniert. Könnte derselbe Mörder am Werk gewesen sein, oder haben sie es mit einem Nachahmungstäter zu tun? Während Giulia und Nadia händeringend nach Spuren und Verbindungen zwischen den beiden Fällen suchen, wird der malerische, in herbstlichen Farben leuchtende Crestasee zum Schauplatz eines weiteren Verbrechens.
Frühjahr 1931. Im indischen Baskul toben Unruhen, ein revolutionärer Umbruch steht bevor. Der englische Konsul Conway, sein Stellvertreter, eine englische Missionarin und ein amerikanischer Geschäftsmann müssen fliehen. In einem kleinen Flugzeug soll es nach Peschawar gehen. Doch die Maschine gerät unter rätselhaften Umständen von der vorgesehenen Route ab und muss im Himalaya notlanden. Unerwartet finden sich die vier Fremden in einem abgelegenen Hochtal wieder, einem legendären Paradies des Friedens und der Schönheit, bekannt als Shangri-La. Die buddhistische Klostersiedlung bietet den Gestrandeten Zuflucht – und wirft Rätsel auf. War ihre Notlandung vielleicht kein Zufall? Hat man sie in Shangri-La erwartet? Weshalb? Können sie entkommen? Und wollen sie das überhaupt? James Hiltons Kultroman liest sich spannend wie ein Abenteuerroman. Seine Utopie, in den unsicheren Jahren zwischen den Weltkriegen entstanden, spiegelt den Wunsch nach Frieden und Harmonie wider und hat bis heute nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.
MRA – Maria Antonia Räss. So das Kürzel auf all ihren Stickereien. Ihr Unternehmen im Rockefeller Center an der 5th Avenue in New York verzeichnet schon im ersten Jahr einen Rekordumsatz. Mit nichts als einer Sticknadel und einem Leinenballen ist die 1893 geborene Tochter eines Geißenbauern im Jahr 1920 von einem abgelegenen Hof im Ostschweizer Dorf Eggerstanden aufgebrochen. Sie überquerte Ozeane und brachte das Appenzeller Kunsthandwerk in die Welt. Berühmtheiten wie Eleanor Roosevelt, Julie Andrews, Isaac Stern und Walt Disney, mit dem sie eine lebenslange Freundschaft verband, bewunderten und trugen das von ihren Stickereien verzierte Tuch. Margrit Schriber spinnt ihren Roman entlang der Lebensdaten der Maria Antonia Räss und zeichnet das Bild einer Stickerin, einer Unternehmerin, einer leidenschaftlich und unglücklich Liebenden. Das Lebensgemälde einer unerschrockenen Pionierin, die den Weg bereitet hat für alle, die nach ihr gekommen sind.
In einem Pariser Fitnessclub beobachtet der Erzähler Kundera, wie eine ältere Dame ihrem Schwimmlehrer zum Abschied zuwinkt. Diese anmutige Geste nimmt er zum Anlass, eine Geschichte zu erzählen: Die Geschichte der gegensätzlichen Schwestern Agnes und Laura, und zwischen ihnen und Agnes’ Ehemann Paul, mit dem sich Agnes nicht mehr recht versteht und zu dem sich Laura hingezogen fühlt. Und dann ist da noch Lauras Ehemann Bernard, von dem diese sich zunehmend distanziert.
Eine Frau fährt mit dem Bus. Durch ein Dorf, das im Herzen der Insel liegt, ein Dorf, das wie alle Dörfer auf dieser Insel ist, die wie alle Inseln ist. Sie fährt zu einem verlassenen Strand und der Höhle, in der sie zwei Jahre zuvor mit ihrem Freund glückliche Stunden verbracht hat. Er, der Reisende, mit ihr, der Sesshaften. An der Endstation angekommen steht die Sonne noch immer hoch am Himmel. Die Frau badet im Meer und spürt seit Langem das erste Mal wieder ihren Körper. Doch sie ist nicht alleine. Die Höhle wird bewohnt von einem Mann und einem Mädchen, das die Welt mit anderen Augen zu sehen scheint. Als die junge Frau die Insel verlässt, ist sie nicht mehr dieselbe.
»Ich muss mein eigener Kommentator, besser noch mein eigener Regisseur werden. Ich muss einen Gombrowicz-Denker schmieden, zusammen mit einem Gombrowicz-Genie, einem Gombrowicz-Kulturdemagogen und vielen anderen unverzichtbaren Gombrowiczen«, beschreibt der polnische Schriftsteller sein Tagebuch-Projekt, das er seit 1952 als eigenständiges literarisches Werk konzipierte und das zu einem seinem Hauptwerk heranwuchs. Darin setzt sich Gombrowicz mit »einem Maximum an Frechheit« mit der Welt auseinander, äußert sich zu philosophischen, historischen, kulturellen, religiösen, gesellschaftlichen Themen, aber auch zu seinem Emigrantenschicksal und seiner Homosexualität.Die über 1000 Seiten sind ein Thesaurus aus Reflexionen, Analysen, Paradoxien und Provokationen, aus Erlebtem und Erfundenem, die den Leser zu Gelächter, Zustimmung und Widerspruch reizen und damit zum Nachdenken provozieren. Das Tagebuch von Witold Gombrowicz ist Autobiographie, Essay und Kunstwerk in einem. Vor allem aber ein Pamphlet gegen jedwede Unterdrückung und ideologischen Dogmatismus und das Manifest einer gnadenlosen Individualität. Maßlos und über- bordend, ein Buch ohne Ende, ein einzigartiges literarisches Monument des 20. Jahrhunderts.