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De Gruyter Lateinische Lyrik der Frühen Neuzeit
Der Band vereinigt 15 Beiträge, in denen aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen methodischen Zugängen Formen und Funktionen neulateinischer Texte untersucht werden, die sich unter einem weiten Lyrikbegriff subsummieren lassen. Im Mittelpunkt stehen deutsche Dichter (z.B. Paul Schede Melissus, Jacob Bidermann, Martin Opitz, Paul Fleming), aber auch italienische, französische, angelsächsische und spanische werden berücksichtigt. Jedem Beitrag folgt eine Edition des/der besprochenen Texte(s) mit deutscher Übersetzung im Paralleldruck.
In der europäischen Literatur des Mittelalters kommt einerseits die Lyrik immer wieder ins Erzählen, andererseits können Erzählungen auf unterschiedliche Weise lyrische Qualitäten annehmen. Solche generischen Interferenzbeziehungen verweisen auf ein Problem, dem in aktuellen literaturtheoretischen Debatten verstärkte Aufmerksamkeit zukommt: der paradoxen Wechselbeziehung von narrativer Struktur und lyrischer Qualität. Die Beiträge des Bandes erörtern zum einen theoretische Grundbegriffe und Positionen zum Verhältnis von Lyriktheorie und Narratologie; zum anderen skizzieren sie an Fallbeispielen aus der europäischen Literatur des Mittelalters unterschiedliche Möglichkeiten der Narrativierung im Bereich der Liebeslyrik. Im Gegenzug wird vor allem anhand von Beispielen der mittelhochdeutschen Erzählliteratur nach Formen und Funktionen narrativer Lyrismen gefragt. Diese Fragestellung führen die Beiträge des Bandes abschließend in den Bereich des mystischen Schrifttums ein. In komparatistischer und zugleich transgenerischer Perspektive werden damit Spielarten eines historisch praktizierten Lyrikbegriffs verfolgt und kritisiert, der sich als generisches Komplement zu narrativer Dynamik versteht. Ein solcher Lyrikbegriff erweist sich nicht nur als Herausforderung für die aktuelle Literaturtheorie, seine literatur- und medienhistorischen Konsequenzen sind auch geeignet, bisherige literaturhistorische Paradigmenbildungen aufzulösen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit behandelt eine Form der modernen Lyrik als deren Schöpfer sich eine in den 1960er Jahren in Frankreich entstandene Gruppe von Poeten und Schriftstellern bezeichnen. Die Gruppe, die noch heute existiert, benannte sich mit dem Akronym OULIPO (L' Ouvroir de Littérature Potentielle = Werkstatt für potentielle Literatur). Gründer von OULIPO waren der Mathematiker François Le Lionnais und der Schriftsteller Raymond Queneau; das bisher offiziell einzige deutsche Mitglied ist der siebenbürgische Schriftsteller Oskar Pastior. Da die Oulipisten jedoch auch traditionelle europäische (und damit auch deutsche) Lyrik-Varianten wiederbelebten und ihre neu erdachten "Spielarten" auch auf die deutsche Sprache übertragbar sind, ist ihre Lyrik auch für den deutschen Sprachraum und das Studium der Germanistik relevant.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,7, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Germanistische Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Seminar, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Zwischen 1776 und 1778 schrieb Johann Wolfgang von Goethe ein Gedicht, welches später in zwei weiteren Variationen erscheinen sollte. An den Mond ist ein lyrisches Werk seiner ersten Weimarer Jahre. Eine der beiden darauf folgenden Fassungen schrieb er selbst nieder, sie wurde 1789 in den Schriften veröffentlicht, die andere stammt von Charlotte von Stein. In der hier vorliegenden Arbeit sollen drei verschiedene Aufsätze, welche sich jeweils mit dem Gedicht - auch teilweise in seinen drei Varianten - in unterschiedlicher Weise auseinandersetzen, untersucht werden. Dabei gilt es, verschiedenartige wie auch ähnliche Positionen der Autoren zu vergleichen und nachzuvollziehen.
ich war 20 Jahre schwer alkoholabhängig, Freunde sah ich nicht sterben, sondern krepieren. Ich selbst bin dem Tod nur knapp entkommen. Als Spiegeltrinker (Delta med.) musste ich immer meinen Alkoholspiegel konstant halten. Ich hatte mehrere schwere Delirs und Selbstmodversuche knapp überlebt, Trank Brennspiritus, Äthanol, eigentlich alles was drehte ohne auf die Gesundheit zu achten. 1995 stellte ich mich selbst der justiz nach einem nichtbefolgten Strafantritt. Dieser radikale Schritt änderte mein Leben total. Ich besann mich während meiner 9 monatigen Haft auf mein Jugendliebe, der Natur und begann romantische Lyrik zu schreiben. Nach meiner Haftentlassung 1995 musste ich noch eine Geldstrafe abarbeiten und die Stadbibliothek bot sich dafür an. Erfahrende Bibliothekare die meine dichterische Gabe erkannten führten mich in die deutsche Romantik des 18Jh. ein. Dank ihrer Hilfe fand ich zu meinen großen Vorbildern, wie Eichendorff, Nikolaus Lenau, Karroline von Günderrode, C. Brentano. Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet von mir bislang 37 Werke. Johann Gottlieb Fichte wiurde mein Lieblingsphilosoph.
Keine Zeit mehr fürs Träumen zu haben, klingt wie keine Zeit zum Atmen zu haben. Wann genau haben wir verlernt zu träumen und wirklich zu leben? Wir starren auf Notebooks, Tablets und Smartphones, tippen rasch Nachrichten, hetzen von einem Termin zum nächsten und vergessen darüber hinaus einfach nur DA zu sein. Wir schimpfen oft auf die Zeit, weil wir zu wenig davon haben, weil wir zu viel davon haben, weil sie uns davon läuft, weil sie vergeudete war. Derweil könnte jede Sekunde, Minute, Stunde ein kleines Paradies bringen.
Die Anfänge der deutschsprachigen Lyrik beleuchtet Holznagels Band im Detail – von den in lateinischen Handschriften überlieferten ersten Funden und anderen Frühformen über die höfische Lyrik des Hochmittelalters (etwa Minnelied, Sangspruch und Leich), deren wichtigster und bekanntester Repräsentant Walther von der Vogelweide ist, bis zu Neidharts ruppigen »dörper«-Liedern oder den Werken Oswalds von Wolkenstein, letztere verfasst als Medium adeliger Selbstpräsentation. Zahlreiche Abbildungen veranschaulichen das im Text Gesagte: Auf diese Weise ergibt sich eine vorzügliche Einführung in diese früheste Epoche der deutschsprachigen Lyrik.
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Germanistik - Sonstiges, Note: 1,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Sprache: Deutsch, Abstract: Spätestens seitdem die Fantastischen Vier mit dem Song "Die da" 1992 deutschlandweit bekannt wurden, hat sich deutschsprachiger Hip-Hop als Subkultur fest etabliert. So wuchs in den folgenden Jahren in Deutschland eine Hip-Hop-Szene heran, mit deren Welle der Popularität es Ende der neunziger Jahre auch Dendemann gelungen ist, sich in diese Subkultur einzuführen. Seither ist er für seinen Sprachwitz und seine Reimtechnik bekannt. Dass Dendemann allerdings, wie bei vielen Rappern üblich, nicht nur von Jugendlichen gehört wird, unterstreicht die Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin 2015 Nora Gomringer, für die Dendemann als "vielleicht der größte lebende Dichter deutscher Sprache" und das 2006 erschienene Album "Die Pfütze des Eisbergs" als "die erstaunlichste lyrische Produktion des Jahres" anzusehen ist. Anhand zweier Songtexte wird im Folgenden untersucht, inwieweit die textliche Produktion Dendemanns lyrisch ist und wenn ja, welche Funktion Lyrik in den exemplarischen Texten besitzt. Dabei wird insbesondere Lampings Definition von Lyrik herangezogen, um auf dieser Grundlage anschließend die Songtexte "Kommt Zeit Dreht Rad" und "Endlich Nichtschwimmer" aus dem oben genannten Album "Die Pfütze des Eisbergs" hinsichtlich einer möglichen lyrischen Funktion zu untersuchen. Als grundlegend für diese Arbeit sei hier neben der Arbeit Lampings auch die von Jakobson zu nennen, der insbesondere für die Funktionsuntersuchung herangezogen worden ist. Weiterhin sei darauf hingewiesen, dass die Gattung Lyrik im Bereich des Hip-Hops bisher wenig wissenschaftlich untersucht worden ist, so dass diese Arbeit mit der ihr zur Verfügung stehenden Literatur auskommen muss. Zusätzlich muss aufgrund des begrenzten Umfangs der Arbeit auf eine ausführliche Interpretation der Songtexte weitgehend verzichtet werden. Ferner wäre es zudem interessant gewesen, sowohl eine didaktische Betrachtung durchzuführen als auch zu untersuchen, inwieweit das Lyrische in den Texten durch die dazugehörigen Musikvideos videoästhetisch umgesetzt wurde.
Was ist Lyrik, und wie gelangt man zu einer den einzelnen Gedichten angemessenen Deutung? Diesen Fragen widmet sich das zweiteilig angelegte Werk, in präzisen Begriffserläuterungen und ausführlichen Einzelinterpretationen. Im ersten Teil werden die wichtigsten Begriffe vorgestellt, die man im Umgang mit Lyrik unbedingt benötigt und die allen Lesern zu einem besseren Verständnis von Dichtung verhelfen. Anhand von Gedichten vom Barock bis zur Gegenwart entwirft der zweite Teil ein weitgespanntes Panorama deutscher Dichtung. Die Sonette Hoffmannswaldaus oder die Hymnen des jungen Goethe werden ebenso berücksichtigt wie die zentralen Gedichte der Romantik und des 19. Jahrhunderts oder die konkrete Poesie des 20. Jahrhunderts. Jedes Gedicht wird dabei als eigenständiger Text verstanden und als Moment einer sich darin entfaltenden Geschichte. So wird mit den zahlreichen Einzelinterpretationen zugleich die Geschichte der deutschen Lyrik in ihren wichtigsten Strömungen ab dem 17. Jahrhundert sichtbar.
Cuvillier Verlag Lyrik als Lebensbegleitung A1038416329
Still will ich nicht werden! Ich glaube nicht an einen Schöpfer, der Ruhe verspricht den fragenden Seelen. Ich glaube an Gott, an einen, den Herren, und dies ist mir not: Daß ich weine und brause und atemlos steh und zwischen den Wegen zum Nachthimmel seh, daß mir klopfend mein Blut in die Schläfen dringt, daß vom Herzen schneidend ein Schmerz mich zwingt. Still will ich nicht werden! Entlastung sei fern! Ich traue und schaffe dem einzigen Herrn, und wenn meine Seele im Aufklang zerbricht, verblute mein Leben zu Welle und Licht. In Ewigkeit soll nicht zur Ruhe werden, was in mir strömte und brannte auf Erden. "Dr. phil. Anneliese Dornseif wurde am 21. Oktober 1922 in Radevormwald als Tochter des Fabrikanten Fritz Dornseif und seiner Frau Ida, geb. Buschhaus, geboren. Mütterlicherseits entstammte sie der Familie des Pastors Theodor Crome der evangelisch-lutherischen (altluth.) Martini-Gemeinde in Radevormwald (heute SELK). Die entschiedene Zugehörigkeit ihres Urgroßvaters zum lutherischen Bekenntnis – gegen die obrigkeitlich verordnete Kircheneinheit in Preußen – blieb für ihr Elternhaus und auch Anneliese selbst lebenslang prägend. Die Verbundenheit mit der Kirche und der sie begründenden biblischen Wahrheit gehörte zu den unverzichtbaren Leitlinien ihres Lebens, wie sich etwa an der Wahl des Themas ihrer Dissertation über Evangelische Kirchenlieder zeigt, das sie von ihrem Hauptfach Germanistik hinüber in das Feld der Theologie führte. Der Vater war ein Selfmademan, sozial denkender Gründer einer Sägenfabrik in Radevormwald, Grundlage für die spätere gesicherte wirtschaftliche Existenz der einzigen Tochter. Deren Jugend und Studentenzeit wurden von den bitteren Erfahrungen der Nazidiktatur, des Bombenkriegs und der eigenen schweren Erkrankung überschattet, die sie später literarisch verarbeiten musste. Wie vielen Angehörigen ihrer Generation blieb ihr das persönliche Glück von Ehe und Familie versagt. Umso stärker entwickelte sie ihren Familiensinn, ihre Verbundenheit mit einer weit gestreuten Verwandtschaft und der Familiengeschichte. Ihre große Wohnung in Wuppertal, angefüllt mit zahlreichen Erinnerungsstücken der Familie und jeder Menge Büchern, stand stets offen für Gäste und ein intensives Gespräch über Gott und die Welt, umso weiter, je mehr sie im Alter krankheitsbedingt an den Lebensbereich der eigenen Wohnung gebunden war. Ihr Arbeitsleben hatte sie mit großer Hingabe ihrem Beruf als Oberstudienrätin des Else-Laske-Schüler Gymnasiums in Wuppertal gewidmet, den sie mit weit mehr Engagement ausübte, als für eine bloße Erwerbstätigkeit notwendig gewesen wäre, und für den sie andere Betätigungen nicht selten und zuweilen wohl auch nicht ungern zurückstellte. Ihr literarisches Werk darf nach ihrem Willen erst nach ihrem Tode am 10. Februar 2014 veröffentlicht werden. Ihre Familie dankt der Evangelisch-lutherischen Martini-Gemeinde in Radevormwald mit ihrem Pastor Johannes Dress, die die Herausgabe dieser nachgelassenen Schriften übernimmt, und besonders Frau Elisabeth Nickisch, die mit großem Fleiß die Korrekturen besorgt hat. Der hier vorliegende zweite Band enthält Gedichte sowie Interpretationen der Autorin. Der gleichzeitig erscheinende erste Band trägt den Titel ,Still will ich nicht werden' und enthält Memoiren und Prägungen der Autorin. Möge sie unter ihren Lesern ein Andenken gewinnen, wie es ihre Familie ihr in dankbarer Erinnerung bewahrt." Göttingen, im November 2015 Dr. jur. Dietmar Buschhaus
Diese kleine Anthologie ist das Ergebnis des am Josef-Effner-Gymnasium Dachau ausgetragenen Lyrik-Wettbewerbs 2020, an dem 280 SchülerInnen teilnahmen. Die schönsten 35 Gedichte wurden ausgewählt.
De Gruyter Oldenbourg Mystik und Lyrik A1053393104
Dieser Titel aus dem De Gruyter-Verlagsarchiv ist digitalisiert worden, um ihn der wissenschaftlichen Forschung zugänglich zu machen. Da der Titel erstmals im Nationalsozialismus publiziert wurde, ist er in besonderem Maße in seinem historischen Kontext zu betrachten. Mehr erfahren Sie hier.