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Buchschmiede Ein Leben in Lyrik
Mit ihren variantenreichen Versformen, Gedichten und Kurzgeschichten lädt die Autorin ein, sie auf einem Streifzug durch unterschiedliche Phasen ihres Lebens zu begleiten. Die einzelnen Texte sind aus Augenblicken geboren, doch gehen sie über das Unmittelbare hinaus. Ihre Sinnsprüche und Geschichten spiegeln viel Menschliches wider und berühren. Eine ungewöhnliche Autobiografie, aus der sich die Leserschaft ihr eigenes Bild von der Autorin zeichnen kann. Wie das ja auch im „echten Leben“ in allen zwischenmenschlichen Begegnungen passiert.
Innerhalb der deutschen Cats-Rezeption nimmt die hier neu edierte, umfangreiche Übertragung durch Philipp von Zesen einen bedeutenden Platz ein. Beverwijcks Schat der Gesontheyt erschien zuerst 1636 in Dordrecht und wurde bald zum Bestseller. Dazu haben u. a. die Hunderte von Gedichten beigetragen, die Jacob Cats beigesteuert hat. Das Buch war mit seinen medizinischen Ausführungen und Erklärungen aktuell. Insbesondere stieß es wegen des praxisorientierten Horizonts auf großes Interesse. Zesen hat das vollständige Werk übertragen, also auch alle Beiträge von Cats. Eine vergleichende Analyse von Vorlage und Übersetzung erbringt für den Fragenkreis der interkulturellen Perspektive hochinteressante Ergebnisse: Zesen versucht durch Auflockerung des Metrums und eine Reihe von rhythmischen Verbesserungen die Monotonie des Catsschen Metrums aufzulockern. Die Metapher erhält größeres Gewicht. Insgesamt transferiert Zesen die Verse seiner Vorlage in eine deutsche Poetik. Schließlich berücksichtigt Zesen den anderen kulturellen Hintergrund seiner deutschen Leser und ändert seine Vorlage behutsam dort, wo sie ihm allzu direkt und drastisch oder auch zu sehr auf niederländische Eigenarten bezogen erscheint.
Frontmatter -- Inhaltsverzeichnis -- Einführung -- Gedichte -- Krieg und Sieg -- Gruss dem Grossen -- Mythos und Geschichte -- Heimat und Geselligkeit -- Holdes Bescheiden -- Natur und Nacht -- Herbst und Grab -- Liebesfreude, Liebesleid -- Künstlertum -- Kritische Stimmen -- Quellen -- Die Autoren und ihre Gedichte -- Literatur -- Register der Titel und Gedichtanfänge
Was geht in einem Sexualstraftäter bei der Tatbestandsverwirklichung vor, was in seinen Opfern? Welche Beweggründe haben Täter und Opfer? Was verbindet und was trennt sie? Dieser Gedichtband nähert sich der Frage von der lyrischen Seite
The Anglia Book Series (ANGB) offers a selection of high quality work on all areas and aspects of English philology. It publishes book-length studies and essay collections on English language and linguistics, on English and American literature and culture from the Middle Ages to the present, on the new English literatures, as well as on general and comparative literary studies, including aspects of cultural and literary theory.
Der Band, der Hans-Henrik Krummacher zum 65. Geburtstag gewidmet ist, präsentiert 17 Beiträge zur deutschsprachigen Lyrik vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Thematische Schwerpunkte bilden dabei die Untersuchungen zur Lyrik der Goethezeit und zur Moderne. Die Spannweite reicht von der hermeneutisch fundierten Einzelinterpretation über zusammenfassende Darstellungen von Entwicklungstendenzen der Lyrik einzelner Epochen bis zum Entwurf einer Lyriktheorie.
Durch die funktionsorientierte Analyse ausgewählter Liebesgedichte und übergeordneter Gedichtgruppen sowie die Darstellung grundlegender thematischer und kompositioneller Verknüpfungen des erotischen Diskurses mit den anderen wichtigen lyrischen Diskursen eröffnet die Arbeit einen neuen Blick auf die erste Odensammlung des Horaz. Es wird gezeigt, dass die Liebesthematik sowohl der Etablierung zentraler Motive und Bildbereiche als auch der Selbstinszenierung des lyrischen Sprechers in der Rolle des Ratgebers dient, so dass sie im Kontext der Lyrik als autonomer und paradigmatischer Diskurs als ein interdiskursives Fundament derselben erkennbar wird. Die beobachtete poetische Funktionalisierung des erotischen Sujets führt auch zu einer Neubewertung des Verhältnisses zwischen Dichter und Prinzeps, die jenem eine weitaus größere Autonomie, als bisher angenommen wurde, zuerkennt. Die Fülle der Einzelnachweise zu den verborgenen Beziehungen der Einzelgedichte untereinander erlaubt zudem neuartige Einblicke in die an der Oberfläche stark heterogen erscheinende Architektur der Sammlung als Ganzes und lässt bislang übersehene einheitliche Strukturen erkennen.
Fragmentarische Lyrik zwischen Kneipe und Geschichte. Zwischen Zerfall, Sehnsucht und Deutschland. Gedichte eben, die aus dreckigen Biergläsern summen. Ein Jahr zwischen Bruchstücken. Broseme Lyrik gibt keine Antworten und keinen Trost. Das ist der Mehrwert. In einer Zeit, in der Literatur zunehmend erklärt, beruhigt und auflöst, verweigert dieses Buch genau das. Es benennt das Zerbrochene, ohne es zu kitten.
Heute verstehen wir unter Literatur alles schriftlich Aufgezeichnete: von Belletristik über Lyrik hin zur Sach- und Fachliteratur. Bis in das 20. Jahrhundert hinein galt jedoch eine andere Prämisse: Literatur war ein ästhetisch wertvolles Sprachkunstwerk, das bestimmten Kriterien folgt und sich durch eine hohe Qualität auszeichnet. So kam es zur Kanonisierung einiger Werke. Diese Auswahl an allgemeingültigen Klassikern hat bis heute nicht an Aktualität verloren, spiegelt die damaligen Verhältnisse wider und lässt uns ebenso die Gegenwart erkennen. Literatur verdichtet die Welt, während sie gleichzeitig die Wirklichkeit vertieft. Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, klassische Romane in Originalform verfügbar zu machen und so die vom Schriftsteller erschaffenen Welten wieder aufleben zu lassen.