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Der Imperiumsgedanke scheint insbesondere für konservative und neo-konservative Köpfe zunehmenden Reiz auszuüben. Um den Begriff und die Bedeutung für die Weltpolitik ist eine lebhafte Diskussion entstanden. In dem vorliegenden Sammelband werden die wesentlichen Beiträge der Jahrestagung der DGfP wiedergegeben, die sich ausführlich mit diesem Thema beschäftigen. Der Band beinhaltet Beiträge von Volker Gerhardt, Jürgen Gebhardt, Markus Kaim, Peter Rudolf, Markus Lang, Jörg Meyer, Jan C. Irlenkaeuser und Andreas Wilhelm.
Finanztransaktionen werden bevorzugt mit Hilfe von Zweckgesellschaften durchgeführt. Deren rechtliche Ausgestaltung ist hoch komplex. Die Finanzmarktkrise hat den Gesetzgeber zu tiefgreifenden Änderungen der die Zweckgesellschaften gestaltenden rechtlichen Rahmenbedingungen veranlasst. So wurde z.B. mit dem BilMoG die Konsolidierung von Zweckgesellschaften zur Pflicht. Außerdem bestehen durch die Neuregelungen zu den Verbriefungstransaktionen erhöhte Anforderungen an Transparenz und Verantwortlichkeit. Dies erschwert nochmals die rechtliche Durchdringung. Das Rechtshandbuch Zweckgesellschaften nimmt alle wichtigen rechtlichen Bezugspunkte auf, die bislang nur in Teilaspekten behandelt wurden. Es geht dabei Punkt für Punkt auf alle Neuregelungen ein. Das neue Handbuch bündelt die Informationen in einem Werk und gibt konkrete Gestaltungshinweise und -muster. Dargestellt wird insbesondere wie Zweckgesellschaften nach Gesellschafts-, Insolvenz-, Aufsichts-, Steuer- und Bilanzrecht zu behandeln sind; wie sich die Neuregelungen auf den Umgang mit Zweckgesellschaften auswirken; wie Zweckgesellschaften passend zum jeweiligen Anliegen gegründet, organisiert und gegebenenfalls abgewickelt werden. Besonders hilfreich: Die häufig gewählte Form der Zweckgesellschaft nach Luxemburger Recht wird mit ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt. Praktiker in der Versicherungs- und Finanzbranche, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater beherrschen mit dem Handbuch die juristischen Fragestellungen der komplexen Neuregelungen. Sie profitieren vom Erfahrungswissen der Autoren als führende Experten aus Rechtsanwaltskanzleien, Wirschaftsprüfungsgesellschaften, Rating-Agenturen und Banken.
Warum beschäftigen sich die Menschen mit bestimmten Problemen und ignorieren andere? Warum wendet sich die Politik bestimmten Themen zu und kümmert sich um andere nicht? Warum erscheinen Themen plötzlich irrelevant, obwohl sie eben noch die öffentliche Diskussion dominierten? Eine Antwort auf diese Frage gibt der Agenda-Setting-Ansatz. Er unterstellt, dass die Thematisierung gesellschaftlicher Probleme durch die Massenmedien darüber entscheidet, welchen Problemen sich eine Gesellschaft zuwendet. Der Band, der für die Neuauflage aktualisiert und erweitert wurde, gibt eine knappe, leicht lesbare Einführung in die theoretischen Grundlagen, methodischen Zugänge, empirischen Befunde und gesellschaftlichen Konsequenzen des Agenda-Setting-Effekts der Massenmedien. Er diskutiert die Stärken und Schwächen sowie Weiterentwicklungen des Ansatzes. Verwandte Ansätze wie Priming und Framing werden beschrieben und in den Kontext der Agenda-Setting-Forschung eingeordnet. Das Werk eignet sich als Lehrbuch für Studierende ebenso wie als Einstiegslektüre für Kommunikationspraktiker und andere Interessierte.
Der Anstieg der Arzneimittelausgaben erscheint vielen fast wie ein Naturgesetz des deutschen Gesundheitswesens. Es wäre jedoch ein Irrtum zu glauben, mit einem neuen Rechtsrahmen seien Innovationen auf einmal finanzierbar und die Arzneimittelversorgung auch einer alternden Gesellschaft gesichert. Auch mit einer besseren gesetzlichen Steuerung bleibt das Arzneimittelmanagement eine der größten Herausforderungen in der an Herausforderungen reichen Gesundheitswirtschaft. Die 37 Autoren der 20 hier veröffentlichten Beiträge verdeutlichen mit ihren Konzepten, dass Wirtschaftlichkeit und Qualität der Versorgung gesteigert werden können. Bei aller Unterschiedlichkeit der vorgestellten Überzeugungen ist es doch entscheidend, dass hier Ansätze aufgezeigt werden, die einen Eindruck von der Dynamik des Umbruchs im Arzneimittelsektor in Deutschland geben. Der Sammelband zeigt, dass es sowohl für Wirtschaftlichkeit als auch für Kundenzufriedenheit und Arzneimittelsicherheit in Deutschland noch Handlungsbedarf, aber auch Handlungsoptionen gibt.
Bei der Einordnung des rechtlichen Schutzes der Produktgestaltung ergeben sich vergleichbare Probleme wie bei der Einordnung der Disziplin „Design“ selber: Der rechtliche Schutz passt in viele Raster vom Geschmacksmusterrecht über den Schutz als angewandte Kunst durch das Urheberrecht, als dreidimensionale Marke durch das Markenrecht bis hin zum ergänzenden wettbewerbsrechtlichen Leistungsschutz. Mit der weitgehenden Harmonisierung des Geschmacksmusterrechts auf europäischer Ebene und der damit einhergehenden Verbesserung des rechtlichen Schutzes der Designer wurde es erforderlich, die Schutzrechtskumulierung zu überdenken. Es gilt Wertungswidersprüche zu verhindern und ein ausgewogenes Schutzsystem zur Verfügung zu stellen. Besondere Beachtung verdient dabei der urheberrechtliche Schutz, den der europäische Gesetzgeber kumulativ zum Schutz durch das Geschmacksmuster vorschreibt, dessen Schutzvoraussetzungen jedoch ausdrücklich in das Ermessen der Mitgliedstaaten gestellt werden. Die Untersuchung widmet sich der zentralen Frage, welche Mindestanforderungen an die Gestaltungshöhe bei Gebrauchsgegenständen gestellt werden müssen, um in den urheberrechtlichen Schutzbereich zu fallen.
Die Bundesärztekammer (BÄK) ist der als BGB-Verein organisierte Spitzenverband der Landesärztekammern. Unter dem Schlagwort »Vorfahrt für die Selbstverwaltung« wurden ihr spätestens durch das Transplantationsgesetz weitreichende Entscheidungskompetenzen im Gesundheitswesen übertragen, bis hin zur Festlegung der zeitlichen Grenzen menschlichen Lebens. Der Verfasser zeichnet diesen Aufstieg der BÄK zum »Quasi-Gesetzgeber« auf dem Feld der modernen Biomedizin des 21. Jahrhunderts nach. Im Hauptteil werden der verfassungsrechtliche Status dieses halbstaatlichen Vereins analysiert und – darauf aufbauend – die Grenzen der aktuellen Tätigkeit der BÄK anhand der grundgesetzlichen Direktiven aufgezeigt. Weil die Studie hierbei einen übergreifenden dogmatischen Ansatz verfolgt, können ihre Ergebnisse auf die privaten Dachverbände der berufsständischen Selbstverwaltung insgesamt übertragen werden, die in der Rechtswissenschaft bislang ebenfalls ein Schattendasein geführt haben. Das Werk richtet sich damit nicht nur an die Ärzteschaft und den Medizinrechtler, sondern an alle in der funktionalen Selbstverwaltung beschäftigten Juristen und juristisch interessierte Leser.
Seit Inkrafttreten der Insolvenzordnung am 1.1.1999 können natürliche Personen Restschuldbefreiung erlangen. Die Neuregelung wirft eine Fülle von praktischen Fragen auf, die bislang nur unbefriedigend gelöst waren. Die Arbeit untersucht vor diesem Hintergrund die Regelungen der 286 ff. InsO umfassend und mit besonderem Gewicht auf die Umsetzungsprobleme. Vorangestellt sind Überlegungen zu den Ursachen der Überschuldung und den Vor- und Nachteilen des Schuldnerschutzes im materiellen Recht sowie ein Überblick über insolvenzrechtliche Regelungen in allen EU-Ländern, den USA und der Schweiz sowie möglichen Folgerungen für die deutschen Bestimmungen. Im anschließenden Hauptteil der Arbeit gibt die Verfasserin zahlreiche Hinweise zur Auslegung und unterbreitet Lösungsvorschläge für bisher ungeklärte Fragen. Zusätzlich weist sie auf - in der bisherigen Diskussion nicht erwähnte - Probleme hin, die unter anderem die Verfassungsmäßigkeit der 286 ff. InsO betreffen. Ausführungen zur Stellung des Treuhänders, der Amtshaftung für Fehlentscheidungen über die Restschuldbefreiung und der Strafbarkeit von Verbrauchern wegen Insolvenzdelikten runden die Arbeit ab.
Das Werk konkretisiert den Baukulturbegriff vor dem Hintergrund seiner Implementierung ins Baugesetzbuch für Theorie und Praxis und beleuchtet damit ein in der rechtswissenschaftlichen Diskussion bislang lediglich am Rande behandeltes Thema. Die Rolle der Baukultur als Leitbegriff des Bauplanungsrechts wird dabei im Sinne einer Kurzformel des Leitbilds einer „gut gebauten Umwelt“ erörtert, dessen Verwirklichung den verantwortungsvoll planenden Gemeinden obliegt. Ausgangspunkt der Konkretisierung des Baukulturbegriffs bilden sowohl eine außerrechtliche, als auch eine rechtliche Annäherung an die kulturelle Dimension des Bauens. Die hierdurch gefundene deskriptive Minimaldefinition wird sodann anhand der für den Gesetzgeber maßgeblichen Kriterien überprüft und durch eine Anknüpfung an die Normstrukturen im Bauplanungsrecht konkretisiert. Gleichzeitig untersucht die Autorin weitere Instrumente, die neben dem Bauplanungsrecht zu einer Verbesserung der gebauten Umwelt führen, beschränkt sich dabei aber nicht lediglich auf die nationale Ebene, sondern gibt Einblicke in Möglichkeiten und Strategien auf Ebene der Europäischen Union sowie einzelner Mitgliedstaaten.
Verbandslasten, also Beiträge zu berufsständischen Kammern, können zum einen die Betroffenen erheblich belasten, sind zum anderen aber gerade das tragende Finanzierungsinstrument der Kammern. Sie sind schon seit jeher Gegenstand von verwaltungsgerichtlichen Entscheidungen, welchen die Literatur ebenfalls seit jeher mit erheblichem Widerstand begegnet. Allerdings ist die Frage der Abgabenbemessung bisher nie eingehend untersucht worden. Dies mag die vorliegende Arbeit klären, welche die Frage der Rechtmäßigkeit der Verbandslast zum Gegenstand hat. Von einer kurzen Darstellung der einfachen Rechtslage ausgehend bedarf zunächst die verfassungsrechtliche Würdigung der Verbandslast der ausführlichen Betrachtung. Die Suche nach einem verfassungskonformen Abgabenbemessungssystem ist dabei wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit. Die hier angesprochenen Parallelen zum Recht der Sonderabgaben vermögen insofern ein bisher völlig unerforschtes Feld zu beleuchten. Im Hinblick auf die Vielzahl europarechtlich geprägter verwaltungsgerichtlicher Verfahren wird im Anschluss sowohl die Pflichtmitgliedschaft als auch die Verbandslast selbst einer abschließenden europarechtlichen Würdigung zugeführt.
Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), die älteste der aktiven rechtsextremistischen Parteien, hat seit Mitte der neunziger Jahre einen Radikalisierungsprozess durchlaufen, sich gegenüber den militanten „Szenen“ der „Neonazis“ und „Skinheads“ geöffnet und durch provokative Auftritte in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit erregt. Dennoch konnte sie bei Wahlen wachsende Stimmengewinne verbuchen, in zwei Landesparlamente (Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern) einziehen und sich besonders im östlichen Deutschland mancherorts sozial verankern. Die Autoren des Bandes, ausgewiesene Experten, analysieren die Erfolgsbedingungen der Partei: ihr ideologisch-programmatisches Profil, die Organisationsstruktur, die strategische Ausrichtung, das Auftreten bei Wahlen, die Unterstützermilieus, das politische Kräftefeld und die soziale Umwelt, in denen sie sich bewegt. Ein Who"s who führender Parteirepräsentanten vervollständigen den Band. Prof. Dr. Uwe Backes ist stellvertretender Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung an der Technischen Universität Dresden. Henrik Steglich, M.A. ist Politikwissenschaftler und Doktorand am Hannah-Arendt-Institut. Er arbeitet an einer vergleichenden Studie zu den Erfolgsbedingungen rechtsextremistischer Parteien in Deutschland.
State-building im Sinne externer Interventionen zur Stärkung fragiler Staaten ist zu einer zentralen Herausforderung der internationalen Politik geworden. In Deutschland zeigt sich dies insbesondere an der Afghanistan-Debatte. Umso überraschender ist es, dass bislang noch kein Vergleich der US-geführten Afghanistan-Intervention mit der sowjetischen Afghanistan-Intervention aus der Perspektive des state-building vorgenommen wurde – trotz der strukturellen Ähnlichkeiten. Mit der Zielsetzung, die Erfolgsbedingungen von state-building systematischer zu ergründen, untersucht Martin Kipping die sowjetischen und die US-geführten state-building Bemühungen in Afghanistan in drei zentralen Bereichen: im Sicherheitssektor, im Fiskalwesen und im Bereich der Herrschaftslegitimation. Fragen des „sequencing“ von Interventionen und des sogenannten „ownership“ der lokalen Akteure stehen dabei im Mittelpunkt der Analyse. Die Untersuchung zeigt Ursachen für Misserfolge aber auch Erfolge beider Interventionen in den drei untersuchten Bereichen auf. Im Fazit formuliert der Autor Empfehlungen für die weitere state-building Forschung sowie mögliche operative Konsequenzen.
Den zentralen Herausforderungen der Menschheit im 21. Jahrhundert werden globale Dimensionen zugeschrieben. Die Problembearbeitung müsste, so die Annahme, konsequenterweise auf der internationalen Bühne der Politik stattfinden. Doch sind die Strukturen und Prozesse, welche die Globalisierung heute prägen, nicht komplexer und vielschichtiger geworden? Internationale, nationale, regionale und lokale Prozesse und Strukturen lassen sich nicht mehr unabhängig voneinander betrachten, sie stehen in enger Wechselwirkung zueinander. Zur Kooperation der internationalen Staatengemeinschaft im klassischen Rahmen der internationalen Beziehungen kommen nicht-staatliche, private wie zivilgesellschaftliche Akteure hinzu. Hierarchische Politikkonzepte werden durch weiche Steuerungsformen ergänzt oder überlagert. Die Konturen von Politikfeldern verschwimmen. Die weltpolitischen Strukturveränderungen und „glokalen“ Interdependenzen führen zu Formen von Multi-Level-Governance, die im vorliegenden Band auf der Grundlage theoretischer Überlegungen wie empirischer Ergebnisse nachgezeichnet werden. An Fallstudien zur europäischen Umweltpolitik, zum Emissionshandel, zu den erneuerbaren Energien, zu Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel oder zu lateinamerikanischen Sozialfonds werden die wissenschaftlichen Potentiale der Multi-Level-Governance-Forschung ausgelotet.
Anders als in den Nachbarstaaten gilt Homeschooling in Deutschland in der öffentlichen Diskussion meist als Kuriosum, in der Praxis der Verwaltungen und Gerichte als Verletzung der allgemeinen Schulpflicht. Der Band, der die Ergebnisse eines Gießener Kolloquiums bündelt, betrachtet die kleine, aber heterogene soziale Bewegung des Homeschooling in Deutschland angesichts der nicht verstummenden Diskussion aus soziologischer und juristischer Sicht. In einem historischen Abriss fragt Hinnerk Wißmann nach dem allgemeinen Schulwesen als „Projekt der Moderne – Programm der Freiheit?“ Dem gegenwärtigen Phänomen des Homeschooling in Deutschland widmet sich Thomas Spiegler aus soziologischer Warte. Astrid Wallrabenstein arbeitet die verfassungsrechtlichen Vorgaben auf, während Harald Achilles nach Betroffenenperspektive und Rechtsprechungsreaktionen fragt. Die wichtiger werdenden Maßstäbe der Europäischen Menschenrechtskonvention bringt Thilo Marauhn zur Anwendung. Mit einer Analyse von Rechtslage und Rechtspraxis in Österreich stellt sich Karl Stöger schließlich der Frage, ob sie ein Modell für Deutschland sind. Der Ausblick von Franz Reimer zieht Folgerungen für die weitere Diskussion.
Im Mittelpunkt der Darstellung stehen die allgemeinen Verfahrensgrundsätze, das Ermittlungsverfahren und die erstinstanzliche Hauptverhandlung. Bei den Rechtsmittelverfahren liegt der Schwerpunkt auf der Revision. Zunächst folgt ein Aufriss der Materie; anhand von Fällen wird dem Lernenden dann der eher abstrakt wirkende Stoff anschaulich vermittelt. Jedem Kapitel folgen Wiederholungs- und Vertiefungsfragen, die eine gezielte Lernkontrolle ermöglichen. Als Ergänzung wird in den Abschnitten zur Rechtshistorie und der europäischen Perspektive das besondere rechtspolitische Interesse des Strafprozessrechts aufgezeigt. Das Buch wendet sich sowohl an Studierende, die sich den Pflichtstoff für das Erste Staatsexamen erarbeiten möchten, als auch an Lernende im Schwerpunktbereich. Darüber hinaus wird auch Referendar:innen, die sich während ihrer Stationsausbildung eingehender mit dem Strafverfahren befassen müssen, ein solides Rüstzeug an die Hand gelegt. Für die 7. Auflage wurden u. a. insgesamt zehn Gesetzesänderungen berücksichtigt, insb. von Vorschriften zum elektronischen Rechtsverkehr, des Telekommunikationsrechts sowie zur Erweiterung der Wiederaufnahmemöglichkeiten zuungunsten des Verurteilten.
Im Mittelpunkt der Darstellung stehen die allgemeinen Verfahrensgrundsätze, das Ermittlungsverfahren und die erstinstanzliche Hauptverhandlung. Bei den Rechtsmittelverfahren liegt der Schwerpunkt auf der Revision. Zunächst folgt ein Aufriss der Materie; anhand von Fällen wird dem Lernenden dann der eher abstrakt wirkende Stoff anschaulich vermittelt. Jedem Kapitel folgen Wiederholungs- und Vertiefungsfragen, die eine gezielte Lernkontrolle ermöglichen. Als Ergänzung wird in den Abschnitten zur Rechtshistorie und der europäischen Perspektive das besondere rechtspolitische Interesse des Strafprozessrechts aufgezeigt. Das Buch wendet sich dabei sowohl an Studenten, die sich den Pflichtstoff für das Erste Staatsexamen erarbeiten möchten, als auch an Kandidaten mit dem Wahlfach Strafprozessrecht. Darüber hinaus wird auch Referendaren, die sich während ihrer Stationsausbildung eingehender mit dem Strafverfahren befassen müssen, ein solides Rüstzeug an die Hand gelegt.
Kernthema des Werkes sind die Voraussetzungen und Inhalte der betrieblichen Mitbestimmung durch den SE-Betriebsrat kraft Vereinbarung und kraft Gesetzes. Dabei wird vor allem untersucht, inwieweit die Sozialpartner durch ihre grundsätzliche Vereinbarungsautonomie eine maßgeschneiderte und für die jeweilige Societas Europaea (SE) passgenaue Beteiligungsvereinbarung aushandeln können. Die Grenzen dieser Autonomie vor dem Hintergrund der Vorgaben für den SE-Betriebsrat kraft Gesetzes wurden in der Literatur bisher nur sehr „stiefmütterlich“ behandelt. Die Einbeziehung beispielhafter Beteiligungsvereinbarungen aus der Praxis rundet die Untersuchung der theoretisch zulässigen und zweckmäßigen Vereinbarungsoptionen ab.
Kommunikation über Gesundheitsthemen ist im Alltag, in den Medien und auch in professionellen Kontexten der Prävention und Gesundheitsversorgung von großer Bedeutung. Das Lehrbuch gibt einen anschaulichen Einblick in wesentliche Inhalte des Forschungsgebiets der Gesundheitskommunikation. Dadurch ist es eine ideale Grundlage für Vorlesungen und Seminare, die sich mit diesen und angrenzenden Themenkomplexen beschäftigen. Die zentralen Begriffe, Theorien, Methoden und empirischen Befunde werden kurz und verständlich erklärt. Zahlreiche Anwendungsbeispiele, Exkurse und Literaturhinweise helfen dabei, die Inhalte zu verstehen und zu festigen und sollen zur weiterführenden Beschäftigung mit den Inhalten anregen. Das Lehrbuch eignet sich für Studierende der Kommunikationswissenschaft, Gesundheits- und Pflegewissenschaft sowie Medizin ebenso wie für Fach- und Führungskräfte aus diesen Bereichen. Die Autor:innen sind anerkannte Expert:innen in Forschung und Lehre im Bereich Gesundheitskommunikation.
Unentbehrlich Der „NK-Ausländerrecht" ist das Standardwerk für die engagierte Rechtsberatung. Es umfasst alle Bereiche des Migrationsrechts. Ein ausgewiesener Schwerpunkt liegt auf der Rechtsprechung des EuGH zum Unions- und Assoziationsrecht, zum Familiennachzug und zu Asylverfahren sowie der Entscheidungspraxis des BGH zur Abschiebungshaft. Die 3. Auflage berücksichtigt alle Neuregelungen der letzten Legislaturperiode und hat die aktuellen Reformen der Ampel-Koalition im Blick: Chancen-Aufenthaltsrechtsgesetz-E (ChAR-Gesetzentwurf) Gesetz zur Regelung eines Sofortzuschlages und einer Einmalzahlung in den sozialen Mindestsicherungssystemen Fachkräfteeinwanderungsgesetz Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung Zweites Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht (Geordnete Rückkehr Gesetz) Viertes Gesetz zur Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes Umfangreiche Änderungen bei Aufenthaltsverordnung (AufenthV) und Beschäftigungsverordnung (BeschV) Ausgewiesene Schwerpunkte Einbürgerung Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung Befristetes Einreise- und Aufenthaltsverbot Aufenthalt für Fachkräfte, Forschende, Studierende etc. Familiennachzug zu (subsidiär) Schutzberechtigten Asyl: Mitwirkungspflichten, Rechtsmittel, Widerrufsverfahren Verschärfung der Abschiebungs- und Zurückschiebungshaft („Dublin-Haft“) Konsequenzen aus dem Brexit Ganz neu: Praxisdarstellung des BVFG. Der „NK-AuslR" ist ein Muss für Anwaltschaft, Gerichte, Ausländerbehörden, Beratungsstellen und Polizeidienststellen. Die Autoren Rainer M. Hofmann, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Migrationsrecht, Aachen | Dominik Bender, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Migrationsrecht, Frankfurt a.M. | Maria Bethke, Diakonie Hessen | Claudius Simon Brenneisen, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Migrationsrecht und für Strafrecht, Hamburg | Dr. Marco Bruns, Rechtsanwalt, Frankfurt a.M. | Dr. Marcel Buus, Richter am Verwaltungsgericht Wiesbaden | Björn Cziersky-Reis, Rechtsanwalt, Berlin | Klaudia Dolk, Diakonie Düsseldorf | Peter Fahlbusch, Rechtsanwalt, Hannover | Roman Fränkel, Rechtsanwalt, Frankfurt a.M. | Florian Geyer, Europäische Kommission, Brüssel | Kleta Grießhaber, Rechtsanwältin, Fachanwältin für Sozialrecht und für Migrationsrecht, Berlin | Dr. Stephan Hocks, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Migrationsrecht, Frankfurt a.M. | Manuel Kabis, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Migrationsrecht und für Strafrecht, Dortmund | Stefan Keßler, stellv. Direktor, Jesuiten-Flüchtlingsdienst, Berlin | Dr. Jonathan Leuschner, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Migrationsrecht, Frankfurt a.M. | Prof. Dr. Winfried Möller, Rechtsanwalt, ehem. Hochschule Hannover | Kerstin Müller, Rechtsanwältin, Fachanwältin für Migrationsrecht, Köln | Berthold Münch, Rechtsanwalt, Heidelberg | Thomas Oberhäuser, Rechtsanwalt, Ulm | Hans-Hermann Schild, Vors. Richter am Verwaltungsgericht i.R., Wiesbaden | Rolf Stahmann, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Migrationsrecht, Berlin | Dr. Esther Weizsäcker, Rechtsanwältin, Berlin
Für die Praxis Das Handbuch Personensorge ist das umfassende Nachschlagewerk für alle, die in Angelegenheiten der Personensorge rechtlich beraten oder entscheiden. Rechtsanwendende in den Jugendämtern, an den Gerichten und in der Anwaltschaft sowie Vormünder und die betroffenen Eltern selbst finden hier konkrete Antworten – komprimiert, wissenschaftlich fundiert und dabei immer praxisnah. Die Neuauflage Die 4. Auflage folgt nach der Vormundschaftsrechtsreform einer nochmals erweiterten Konzeption, die insbesondere die vormundschaftliche Sorge in den Blick nimmt. Neu eingearbeitet sind das reformierte Vormundschafts- und Betreuungsrecht das reformierte Namensrecht das Gesetz zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts das Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag die Eckpunkte zur Reform des Kindschaftsrechts Bereits mit dem BVerfG-Urteil zur Vaterschaftsanfechtung des biologischen Vaters.