Testurteil: "60%"
Test: Einzeltest: Ein Quantum Trost
Zitat: Wie bei Agenten üblich, falle ich mit der Tür ins Haus: James Bond kann auf dem Nintendo DS nicht wirklich überzeugen. Das liegt nicht nur an der monotonen Hintergrundmusik. Während man diese einfach abschalten kann, ist man auf die unübersichtliche und pixelige Optik einfach angewiesen. Hier werden dem Spieler aber zu viele Steine in den Weg gelegt. Zum einen reicht der viel zu klein ausgefallene, sichtbare Handlungsspielraum nicht aus, um den Agenten strategisch sicher bewegen zu können. Viele Gegner eröffnen treffsicher das Schussfeuer, während einem selbst nur übrig bleibt, den Gegnern – wohlgemerkt durch deren Schusslinie - entgegenzueilen, um sie in einen Nahkampf zu verwickeln. Oder man schießt aus der Ferne zurück. Dafür müssen die Gegnerpixel allerdings penibel genau anvisiert werden. Und das fällt nicht immer leicht. Geht zwischendurch noch die Munition aus, muss man stehenbleiben, warten bis das Inventar-Icon nach dem Laufen wieder eingeblendet wird und manuell nachladen. Hinzu kommt die teils unpräzise Steuerung, die den Spielspaß phasenweise mindert. Längst nicht jede Nahkampfattacke führt zu einem gelungenen Schlag. Des öfteren sieht man Bond unversehens auf die Bretter sinken. Denn trotz schwacher Gegner-KI sind die Widersacher allein aufgrund ihres hohen Schadenspotentials ernst zu nehmen. Und die Anzeige der Lebensenergie befindet sich nicht gerade in Blicknähe, sondern auf dem Zweitscreen des DS. Dieser Titel ist wohl nur etwas für hartgesottene Fans des Agenten-Epos.