Immer neue Gehäuse ->>> wo bleibt ein lichtstarkes Objektiv "für immer drauf"?
Es ist schön zu sehen wie im kurzen Tackt immer neue Gehäuse herausgebracht werden.
Leider ohne an passende lichtstarke Objektive zu denken! (wie die meisten Hersteller) Gut ist wenn man mit der Kammera flexibel bleiben kann. Aber auf Reisen möchte ich nicht mit einem Rucksach voller Objektive unterwegs sein! Wie heist es so schön: "Ehe das Objektiv gewechselt ist, ist das Motiv schon dahin!"
Sternchen werde ich erst verteilen wenn ich die Kamera testen konnte.
Ich fotografiere vorwiegend Amateursport - vor allem Fussball, Leichtathletik und Kunstturnen. Da hat mir die olle N.on lange gute Dienste geleistet. Dann kam die Gelegenheit, eine R7 zu testen und - WOW - Action Fotografie wie neu erfunden. Ich gönnte mir für Indoor Sport noch das super kompakte RF 2.8/70-200 und für den Outdoor Sport ein neuwertiges EF 70-300 IS L am Adapter. Beides Hammerlinsen und der AF krallt sich buchstäblich fest am Motiv (FW 1.31 und optimierte Einstellungen).
Die 32.5MP bieten viel Crop-Reserven und die 15 Bilder/sec reichen völlig (hatte vorher ja nur 10). Den elektronischen Verschluss kann man vergessen wegen dem Rolling Shutter Effekt. Er ist nützlich in einer stillen Umgebung (Kirche, Theater etc. wenn auch nicht mit 30 Bildern/sec...). Das oft kritisierte rückwärtige Wählrad finde ich nach etwas Angewöhnung recht genial.
Ein Wermutstropfen bleibt: Warum hat das Programmwahlrad keinen Sperrknopf? Versehentliches Verstellen beim Objektivwechsel oder beim Herauskramen aus der Fototasche ist so gut wie sicher. Ärgerlich.
Dann noch ein Objektivwunsch an Canon: Bringt bitte bald ein (bezahlbares) RF-S 10-24mm F4 IS
Preisleistungsverhältnis ist Top!
Was macht diese Kamera so interessant? Grundsätzlich ist diese Kamera bei mir für den Hobbybereich und sie wird für mehrere Jahre angeschafft. Das entscheidende für den Kauf einer Canon R7 für mich ist, dass alle meine EFObjektive ohne Einschränkungen an der neuen R7 genutzt werden können. Müsste ich alle Objektive sofort neu anschaffen, hätte ich mich nicht für das RF-System entschieden, ganz eindeutig. Aus diesem Grund interessiert mich auch nicht, ob ein Konkurrenzprodukt in Teilen besser abschneidet. Entscheidend ist das Gesamtpaket, mit der Möglichkeit, altes Equipment zu nutzen. Der oft zitierte Nachteil, dass es nicht genug Optiken für dieses System geben würde, stimmt daher auch nur teilweise, denn ich kann ja auf alle EF-Objektive zurückgreifen. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn Canon auch Drittanbieten den absolut sinnvollen und notwendigen Zugang zum RF-System ermöglichen würde, denn das fordern viele Kunden und aus wirtschaftlicher Sicht wird Canon sich dem nicht ewig erwehren können. Leider gibt es für das APS-C Format bei Canon kein wirklich hochwertiges Super-Weitwinkel. Das ist aus meiner Sicht der größte Nachteil an dieser Kamera. Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man diese Kamera kauft. Bei mir liegt der Focus aber auf Portrait, Tierfotografie wie Singvögel und natürlich Makro. Sollte ich irgendwann nochmal zum Architektur-Fotografen mutieren, werde ich mit wahrscheinlich noch eine gebrauchte Vollformatkamera dazunehmen. Oder es kommt bis dahin doch noch ein bezahlbares Superweitwinkel. Im Vergleich zur meiner EOS 7D hat sich enorm viel getan. Der Autofocus ist um Welten besser, in jeder Hinsicht. Die Bedienung ist sehr gelungen, sehr viel lässt sich persönlich konfigurieren. Focus-Stacking funktioniert mit dem RF 35 IS Makro sehr gut, selbst aus der Hand ist da einiges möglich. Die Größe der Kamera ist auch für Männerhände gut gelungen. Die Akkulaufzeit ist gemessen an den ganzen Funktionen wirklich gut. Der interne IS funktioniert für Objektive ohne IS gut, man darf aber auch keine Wunder erwarten. In Verbindung mit IS Objektiven ist das aber schon sehr effektiv. Für Videoaufnahmen ist der IS natürlich ein Traum. Beim Bildrauschen habe ich natürlich keinen Vergleich zum Vollformat. Bis ISO 3200 macht die Kamera das aber schon wirklich gut. Im Vergleich zu meinen älteren Kameras ist das Rauschkorn natürlich erheblich kleiner. In Verbindung mit dem RF 35 IS Makro kann man bei wenig Licht wirklich noch tolle Portraits ohne Blitz oder Fremdlicht machen, das war so bisher mit meinen DSLR nicht ansatzweise möglich. Den Rolling Shutter habe ich noch nicht als besonders störend wahrgenommen. Was mir allerdings negativ auffiel, ist das Flimmern bei Kunstlicht, was abhängig von der Lichtquelle ist. Da bilden sich teilweise streifige Schatten. Das Auslösegeräusch empfinde ich übrigens nicht als billig, es ist auch nicht übermäßig laut, mich stört es nicht, da ich meistens sowieso elektronisch fotografiere. Die Speichergeschwindigkeit kann ich noch nicht abschließend beurteilen, da ich noch eine etwas ältere Speicherkarte einsetze. Nur so viel: Die 30 Bilder pro Sekunde braucht man nicht wirklich. Die Hälte ist fast auch noch zu viel für die meisten Situationen. Fazit: Mit dieser Kamera hat man enorm wenig unscharfe Bilder. Die Trefferquote des Autofocus ist wirklich richtig gut. Die Augenerkennung funktioniert perfekt, der AF Servo klebt am Motiv und man kann sich voll auf den Bildschnitt konzentrieren. Das Preisleistungsverhältnis ist aus meiner Sicht top.
Autofokus der Spitzenklasse
Seit Ende September 2022 bin ich im Besitz der EOS R7. Bis anhin habe ich mit der EOS 5d MK IV und der EOS R fotografiert. Der Autofokus hat mich umgehauen. Mit dem Adapter kann ich alle mein EF-Objektive nutzen, ohne eine spürbare Einschränkung. Bis ISO 1600 liefert die R7 eine tadellose Bildqualität ab (Nachbearbeitung mit DXO Pure RAW oder Topaz Labs Denoise). Was mich aber unsäglich stört ist der LAUTE mechanische Verschluss, der Rolling Shutter Effekt beim elektronischen Verschluss und der schwache Buffer.
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