Testurteil: "Ungenügend"
Test: Einzeltest: Empire of Magic
Zitat: Eigentlich bin ich nicht unbedingt ein Fan von rundenbasierten Strategiespielen. Doch als ich „Empire of Magic“ das erste Mal spielte war ich positiv überrascht: Das Spiel machte Spaß. Doch Ernüchterung kam bereits nach kurzer Zeit: Neben einer hässlichen Grafik bietet das Spiel auch gravierende Mängel im Gameplay. Zum einen hätten wir da den Fakt, dass eure AP für normale Bewegungen wie auch Kämpfe gleichermaßen gelten. Man könnte meinen, dass dies dem Spiel einen taktischen Hauch gibt (immerhin kann man nicht so einfach durchmarschieren), doch weit gefehlt: Sind Gegner in der Nähe, solltet ihr euch am besten gar nicht mehr bewegen. Denn: Wenn ihr keine AP mehr habt und die Runde beendet, seid ihr im Falle eines Angriffs verloren. Diese Situation tritt in „Empire of Magic“ ab dem zweiten Szenario so alle zwei Minuten ein. Mir ist es mal passiert, dass ich bei zwei (im Grunde) super einfachen Gegnern absolut nicht mehr weiter gekommen bin. Spielspaß in dem Moment: 0%. Frust: 100%. Zum anderen hätten wir da noch die grausige KI: Ein Beispiel habe ich euch bereits im Haupttext geben, doch hier folgt ein weiteres: In einem Szenario müsst ihr einen Lehrer am Leben halten und ihn zu einer Grabstätte begleiten. Einfacher gesagt als getan, könnt ihr ihn doch nicht selbst steuern. Er rennt permanent voraus. Sinniger wäre es natürlich, wenn er hinter euch bleiben würde. Um der Sache die Krone aufzusetzen spricht er einen Zauber und rennt noch weiter weg. Ihr kommt dem kaum noch hinter her, da ihr zum einen sehr in euren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt seid, zum anderen aber dank des zu erst genannten Punktes an den Gegnern jämmerlich verreckt. Schafft ihr es dann doch diese zu besiegen, kommt ihr trotzdem nicht weiter: Der Lehrer wurde zwischenzeitig selbst gekillt. Zudem vermisse ich ein ordentliches Inventarsystem und ausgedehnte Interaktionsmöglichkeiten mit den Non-Player-Charakteren. In der Wertung hauen diese Kritikpunkte ordentlich rein – ich rate generell von „Empire of Magic“ ab.