Wie eh und je. Seit 2019 wieder Weltklasse.
3,0 von 5 Sternen
Gute Gitarre - unbefriedigender Service
Obwohl die Lieferung ab Lager in 1-2 Tagen angekündigt war, liess die Lieferung auf sich warten, auf Nachfrage, wegen Corona und Hochwasser, grundsätzlich verständlich, eine Nachricht über eine Verzögerung, wäre trotzdem angebracht gewesen. Die Gitarre kam gut verpackt an, die Überraschung dann direkt nach Begutachtung des Instumentes, das keinerlei Service erfahren hat. Das Griffbrett war voll Schleifstaub und komplett ausgetrocknet, die Saiten schlabberten so unmotiviert rum, vermutlich der Zustand aus März 2019, Auslieferung USA? Nach einem kompletten Setup inkl neuer Saiten, sind die Qualitäten wieder hergestellt und Spielfreude stellt sich ein. Das hätte der lokale Händler sicher besser hin bekommen, sofern er von Gibson beliefert worden wäre.
1,0 von 5 Sternen
It's Halloween Night - hier der passende Tipp, viele Gruesse!
Ja, und wie jedes Jahr ist es fuer uns alle Zeit die Klassiker des Schreckens hervorzukramen, Filme, die uns Angst machen, uns eine Gaensehaut des Wahnsinns verpassen, die Todessehnsuechte, Qualen und Schmerz vermitteln. Und genau so ein Film ist „In der Gewalt der Zombies“, Meisterregisseurs Joe d’Amato’s Machwerk aus dem Jahre 1980. Starbesetzt mit seinen Lieblingen George Eastman („Man Eater – Der Menschenfresser“) und Laura Gemser („Black Emanuelle Teil 1 bis 43; "Nackt unter Kannibalen“).
Story: Ein Mann will auf einer verlassenen Suedseeinsel ein Hotel bauen. Zusammen mit seiner Freundin laesst er sich von George Eastman dorthin schiffen, um vollkommen allein mit Vermessungsarbeiten zu beginnen. Doch die Insel gilt als verflucht, ausserdem weiss keiner das dort die nackte Laura Gemser mit ihrem Vater haust. Was wird geschehen?
Nachdem d’Amato gemeinsam mit Gemser „Nackt unter Kannibalen“ gemacht hatte, einen Film der recht gut ankam, wollte d’Amato nun die ultamative Mischung aus Horror- und Sexfilm schaffen. Heraus kam etwas gegen das „Nackt unter Kannibalen“ wie „Citizen Kane“ wirkt. Eine echte Katastrophe von Film. Die Story basiert vage auf Fulci’s „Schreckensinsel der Zombies“ aus dem Vorjahr, Eastman selbst hatte sie sich ausgedacht. Ein echtes Drehbuch hat es wohl nicht gegeben. Nein, das ganze wirkt eher wie etwas verrueckt geratene Urlaubsvideos von ein paar Kumpels. Und vielleicht ist es auch gar nichts anderes! Die kannten sich ja alle, und machten schnell an einem huebschen Urlaubsort einen Film. Das ist mir ja dann auch sympathisch.
Aber natuerlich sollte ein Genrefilm schon auch irgendwo unterhalten. Das tut der hier nicht. Er versagt als Horror- als auch als Sexfilm. Der Horrorteil, oh je, da laufen manchmal paar Gestalten mit einem Schal um den Kopf herum, das sollen Zombies sein. Grafisch ist nichts. Es gibt keine Masken und auch keine Splattereffekte. Wahrscheinlich war niemand der das konnte am Film beteiligt, oder es fehlte einfach das Geld dafuer. D’Amato glaubte ja eh das man mit Sex besser lockt als mit Horror, und ging dann ziemlich weit um vom „Horror“ abzulenken. Die Sexszenen sind zwar ziemlich langweilig, gelten in der „Langfassung“ aber als Pornografisch. Wobei das nicht wirklich zutrifft. D’Amato wollte so weit wie moeglich in dem was „erlaubt“ ist gehen und zeigt Penis und Vagina. Allerdings auf eine Weise die tatsaechlich erlaubt ist. Er nutzte die Grauzone, auf die nur aus moralischen Gruenden meist verzichtet wird. Bedeutet, nix wird steif, nix wird geoeffnet oder eingefuehrt. Erst dann kann man ja von Pornografie sprechen. Und das umgeht er.
Trotzdem wurden die Szenen die diese Organe zeigen meist herausgeschnitten, auch in der deutschen Fassung die anfangs um ueber 20 minuten gekuerzt war. Die gilt als die Horror-Fassung. Ja und der Film ist lang, unglaublich lang. Ueber 100 Minuten, und nichts passiert. Eine echte Story gibt es nicht, wir sehen nur nackte Menschen beim Duschen, beim Sonnen, beim Sex, dazwischen Zombies, und Eastman Bier trinkend auf seinem Boot. Seine Hose bleibt uebrigens immer zu. Auch das etwas seltsam, weil er vollkommen angezogen einen Geschlechtsakt zelebriert. Dafuer aber hatte er genug Gelegenheit zu zeigen das er einige Workouts hatte. Sein Oberkoerper ist haeufig frei, die Muskeln machen fast Schwarzenegger Konkurrenz.
Ok, wie man weiss war auch Laura Gemser nie an pornografischen Szenen beteiligt, in keinem ihrer Filme. Die gute steht hier wie so oft einfach nackt herum, und das ziemlich abgemagert. Also, nur die Co-Stars Dirce Funari und Mark Shannon („Orgasmo Nero“; auch von d’Amato) hatten echte Pornohintergruende.
Na jedenfalls gibt es von diesen etwas expliziteren Shots auf dieser Ramsch DVD nichts zu sehen. Die enthaelt in etwa die 1982 auf VHS erschienene deutsche „Horror“ Fassung. Die wurde damals wie so ziemlich jeder Horrorfilm gleich indiziert, 2007 wurde der Film nach Zeitablauf vom Index gestrichen und ist heute ab 16 Jahren freigegeben. Die „Sex“ Fassung gibt es in Deutschland erst seit dem 21. Jahrhundert auf DVD, bekommt man auf Filmboersen, wurde wohl nie irgendwo zur Pruefung vorgelegt.
Das einzige was mir hier teils gefaellt ist das unbeschwert amateurhafte, bisschen wie „Wie macht man im Urlaub nebenbei ohne Budget einen Film?“. Sympathisch auch ein Moment am Ende des Films. Eastman wird wahnsinnig und beginnt irre zu lachen. Co-Star Funari stimmt mit ein, und man bemerkt am Anfang das ihre amuesierte Reaktion echt ist. Das sind so nette Momente die man in solch Filmen bekommt.
D’Amato hat viele schlechte Filme gemacht, aber „In der Gewalt der Zombies“ ist wahrscheinlich wirklich sein schlechtester. Der Film wird auch im Buch „Die schlechtesten Filme aller Zeiten“ besprochen, dort kommt man zu dem Schluss:
„Zu Lebzeiten drehte Onkel Joe D’Amato Filme, die jedes denkende Lebewesen beleidigten, dessen Intelligenzquotient über 28 lag. Inzwischen befindet er sich selbst unter der Erde und damit auch in der Gewalt von Zombies“.
Dem ist nichts mehr hinzuzufuegen.
Echt gute Aufnahmen gute Unterhaltung.
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