Mit geschickter Planung die Insel besiedeln und zudem die dort hausenden Monster vertreiben
Bei dem Spiel "Orichalkum", verschlägt es die Spieler quasi in das antike Griechenland, wo das legendäre Orakel vor einem unabwendbaren Schicksal warnt und sogar der Untergang einer ganzen Zivilisation bevor steht.
Doch der König weiß Rat und lässt in diesem Falle 2-4 Spieler ab ca. 10+ Jahren ausrücken, um die in der Nähe befindlichen Inseln auszuspähen. Sollte die jeweilige Insel den Anforderungen einer Evakuierung genügen, so wäre die Bevölkerung letztlich in Sicherheit und die Mission zudem erfolgreich bestanden.
Grundsätzlich hat jeder Spieler eine Inseltafel vor sich liegen und versucht in jeder Spielrunde, durch Platzieren der gezogenen Landschaftsfelder (insgesamt über 150 Stück), die Insel möglichst clever zu besiedeln. Je nach Karte bietet es sich zudem an, dass man verschiedene Aktionen ausführen kann: z.B. Metall (Orichalkum) fördern, Gebäude oder Tempel errichten.
Doch da auf der Insel manche versteckte Gefahren lauern können, kann auch der Einsatz der sogenannten Hopliten-Streitkräfte genutzt werden, um die dort möglicherweise ansässigen Monster und Kreaturen zu vertreiben. Hierbei ist natürlich auch eine Prise Würfelglück nötig: insgesamt 4 Kampfwürfel sind im Spiel enthalten.
Um das Spiel letztlich für sich zu entscheiden, sammeln alle Spieler die hierfür benötigten Siegpunkte, welche für alle jeweils sichtbar, am Spielertableau angelegt werden. Wer zuerst 5 Siegpunkte erringen konnte, hat die Gunst des Königs für sich gewonnen und somit auch den spielerischen Sieg.
Das Spielmaterial macht insgesamt betrachtet einen sehr guten Eindruck und ist sauber und ordentlich verarbeitet. Die Illustrationen sind natürlich auch etwas "Geschmacksache" und finden vielleicht nicht bei jedem Mitspieler den entsprechenden Anklang.
Was uns aber auch noch gut gefallen hat und erwähnt werden sollte: das Inseltableau kann auch auf der Rückseite bespielt werden, sodass man hier noch eine weitere und abwechslungsreiche Spiel-Option zur Verfügung hat.
Tolle Spielidee, hervorragendes Spielmaterial
Die Geschichte zum Spiel ist schnell erzählt: Atlantis geht unter und es werden Expeditionen losgeschickt, um eine neue Heimat zu finden.
Jeder Spieler leitet eine Expedition und soll das perfekte, neue Zuhause finden.
Das Spiel selbst ist eine Mischung aus Aufbauen, Ressourcen sammeln (Orichalkum, eine Art Gold und Gefolgsleute) und ein bisschen Kämpfen.
Man erforscht/baut Stück für Stück die Insel und entdeckt dabei verschiedene Landschaften. Leider ist auch das ein oder andere Monster dabei, welches erstmal bekämpft werden muss, bevor die neue Heimat sicher ist.
Jeder Spieler spielt auf seinem eigenen Spielbrett und erforscht so seine eigene Insel.
Wer zuerst fünf Siegpunkte und eine monsterfreie Insel hat, der hat gewonnen.
Die Siegpunkte kann man durch diverse Aktionen sammeln. Hier gilt es geschickt, alle Spielelemente zu kombinieren, damit man einen Siegpunkt bekommt.
Man kann entweder Orichalkum gegen Siegpunkte tauschen, dafür benötigt man aber viele Ressourcen.
Um die Ressourcen zu bekommen, kann man auf die Inselteile verschiedene Gebäude bauen, die diverse Vorteile (mehr Gefolgsleute, mehr Orichalkum etc.) bieten.
Oder man erforscht fleißig die Landschaft und baut dort einen Tempel, der auch einen Siegpunkt gibt.
Eine weitere Möglichkeit um Siegpunkte zu sammeln, sind die sogenannte Titanen, götterähnliche Wesen. Deren Aufmerksamkeit gewinnt man, in dem man eine bestimmte Menge von gleichen Landschaftsarten aneinander fügt.
Man kann hier also gut seine eigene, persönliche Taktik zum Gewinnen entwickeln. Das macht das Spiel sehr vielfältig und spannend.
Das Spielmaterial ist mit sehr viel Liebe gestaltet und absolut hochwertig. Die Spielchips haben eine ordentliche dicke, die Gefolgsleute sind aus Holz, die Orichalkum-Stücke sind richtige, kleine Goldstücke, das Spielbrett ist super bedruckt und ebenfalls aus dicker Pappe. Hier wurde richtig Geld in das Material gesteckt.
Kein Wunder, dass das Spiel über ein Kilo auf die Waage bringt.
Damit das Spielamterial bis zum nächsten Spieleabend gut verstaut werden kann, liegen der Packung viele Plastiktütchen bei, damit man das Spielmaterial ordentlich und sicher verstauen kann.
Die Spielanleitung schreckt aufgrund des Umfangs zu Beginn etwas ab. Aber sie ist gut geschrieben und erklärt das Spiel sehr gut und verständlich.
Die Altersempfehlung "ab 10 Jahre" passt und auch die auf der Packung angegebene Spielzeit von 45 bis 60 Minuten haut ungefähr hin.
Der Pegasus Spiele-Verlag hat hier ein super tolles Spiel auf den Markt gebracht, wir spielen es super gerne und es rangiert aktuell auf jeden Fall in den Top 3 meiner Lieblingsspiele.
Für mich ein heißer Kandidat für "Das Spiel des Jahres". :)
Wir haben schon viele, sehr viele Spiele gespielt und hätten nicht gedacht, dass es nochmal ein neues Spiel geben wird, das uns so begeistern kann. Orichalkum von Pegasus ist DAS Spiel, das hier seit Wochen als Familie gespielt wird.
Das Spiel ist für 2-4 Spieler und lt. Hersteller ab einem Alter von 10 Jahren geeignet. Meine Tochter ist 9 Jahre alt und spielt schon begeistert mit. Beachten sollte man allerdings, dass man schon etwas Zeit benötigt, v.a. dann, wenn man mit 4 Spielern spielt, denn eine Spielrunde dauert oftmals länger als 45 Minuten, aber es lohnt sich definitiv. Die Regeln sind leicht verständlich. Das Spiel ist toll gestaltet und qualitativ sehr hochwertig.
Ein tolles, neues Spiel. Wir haben schon einige Spielstunden mit Orichalkum verbracht und freuen uns schon auf den nächsten Spieleabend.
Keine zu komplizierten Regeln, sieht toll aus, und macht richtig Spaß.
Vor dem Kauf eines Spieles muss bei mir immer erst die Aufmachung des Kartons ausreichend Neugierde erzeugen. Das hat dieses sehr schöne Spiel auch perfekt gemacht, und auch dieses Mal hat mich Pegasus in Sachen Aufmachung und Qualität der Materialien nicht enttäuscht.
Der sauber gestanzte Karton macht das Auslösen der Bestandteile angenehm einfach, deshalb ist das Spiel recht schnell vorbereitet. Die Spielanleitung in Kartongröße ist sehr gut und erklärt alles so verständlich, dass bei uns bereits nach einem Durchlesen grundsätzlich alles klar war. Feinheiten kommen ja meist auch erst beim Spiel zum Tragen, und auch die können dann mit der Anleitung gut geklärt werden.
Ohne hier die kompletten Spielregeln aufzuführen, ein kurzer Abriss, worum es geht. Wir befinden uns auf dem Sagenumwobenen Kontinent Atlantis, und zwar ziemlich am Ende seiner Existenz. Deshalb sendet der König seine besten Leute aus, also uns als Spieler, um eine neue Heimat auf einer der umliegenden inseln zu erkunden.
Diese neue Insel stellt unser Spiel-Tableau dar, auf dem wir die verschiedenen, noch unentdeckten Gebiete erkennen. Diese noch leeren Gebiete müssen wir im Laufe des Spiels mit entsprechenden Landschaften füllen. Die jeweilige Art der Landschaft hat z.B. Einfluss auf die möglichen Gebäude und Tempel, die man dort bauen darf. So hat es auch Vorteile, wenn man dabei zusammenhängende Landschaften der selben Art erkundet.
Jede Insel ist auch von bösartigen Kreaturen besetzt, die es im Laufe des Spiel zu bekämpfen gilt, was natürlich auch Belohnungen erzeugt. Es müssen neben den nötigen Siegpunkten alle auf der Insel vorhandenen Kreaturen besiegt werden, um das Spiel zu gewinnen. Eine sehr übersichtliche und hilfreiche Spielzug-Übersicht hilft beim Einstieg in dieses Spiel. Grundsätzlich geht es im Verlauf des Spiels darum, die Kreaturen der Insel zu besiegen, sogenannte „Hopliten“, also kleine Helfer zu rekrutieren, die sowohl als Bezahlung für Aktionen, als auch für die Kämpfe gegen Kreaturen wichtig sind. Dann muss man natürlich noch das Namensgebende „Orichalcum“ produzieren, um daraus Medaillen zu schmieden (Siegpunkte). Zuletzt ist das Bauen von Gebäuden und Tempeln auf der Insel wichtig, um mehr Hopliten und Orichalcum zu erzeugen.
Das Spiel endet, sobald der erste Spieler 5 Siegpunkte gesammelt hat, und natürlich alle Kreaturen auf der Insel erfolgreich bekämpft hat.
Das Spiel ist als Kennerspiel ausgezeichnet, was auch grundsätzlich gut passt. Jedoch ist hier der Einstieg in das Spiel erfreulich unkompliziert, und hat uns im Grunde vom ersten Spiel an wirklich viel Spaß gemacht. Es ist nicht zu tiefgehend, erfordert aber ein gewisses Maß an Taktik und Vorausplanung. Die Altersvorgabe ab 10 Jahren ist dahingehend gut gewählt, was aber nicht bedeutet, das ein geübter Spieler jüngeren Alters nicht auch Spaß daran haben kann.
Insgesamt ein qualitativ wie spielerisch wirklich sehr schön gemachtes, und deshalb auch motivierendes Spiel, das in unserer 4-Köpfigen Familie in den letzten Wochen oft auf den Tisch kam. Meiner Einschätzung nach ist „Orichalcum“ nicht für Erweiterungen gemacht, weil es in sich sehr stimmig ist, und ich dafür an keiner Stelle das Gefühl hatte, dass da noch etwas fehlt. Das muss aber natürlich nichts heißen. Ein tolles Spiel, deshalb auch eine gern vergebene Kaufempfehlung.
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