Ich wollte unbedingt ein Taschenmesser mit Feststellklinge. Das schlimmste an dem Victorinox Evolution S 18 Grip ist: Der Entriegelungsbolzen für die große Klinge drückt und schmerzt in der Hand bei jeder Arbeit. Der Kreuzschlitzschraubendreher ist unbrauchbar im Vergleich zu einem Leatherman. Schere ist wegen dem klobigen Entriegelungsbolzen sehr schwer auszuklappen. Das Messer ist mit seinen 85 mm länge zu kurz für normale Männerhände, kein guter Halt. Die Steck-Bohr-Nähahle klemmt beim schließen den Schlüsselring mit ein.
Die Große Klinge ist abgebrochen. Ich bin enttäuscht von diesem Evolution S 18 Grip, habe mir ein Victorinox Huntsman 91mm bestellt, hat zwar keine Feststellklinge aber Hauptsache von Victorinox!
Ein Evolution hat mir noch gefehlt, eigentlich habe ich es mir nur deshalb gekauft.
Es sieht klasse aus, liegt gut in der Hand und ist einen Tick kleiner als die normalen Taschenmesser.
Deshalb auch gut geeignet für Leute, die ein nicht zu dickes und großes Messer wollen.
Die Feststellfunktion der großen Klinge hat für mich keinen Mehrwert, aber bestimmt für den einen oder anderen. Funktioniert jedenfalls einwandfrei.
Insgesamt optisch und haptisch sehr schön und die gewohnte Victorinox-Qualität!
Ich habe mir das Messer als EDC (EveryDayCarry) zum wirklich immer dabei haben besorgt.
Mir waren die Säge und die Schere besonders wichtig und dies bei einer kompakten Größe.
Nun habe ich es eine Weile und auch im Einsatz und es hat sich grundlegend bewährt.
Negativ sind mir aber doch ein paar Aspekte aufgefallen:
1. Feststellklinge: Die Arretierung löst man mit einem kleinen Hebel, der sehr unpraktisch ist. Er kann in Kleidung verhaken und da ggf. auch etwas aufreißen. Auch beim Sägen stört er, da man sich daran pieksen kann.
2. Säge: Sie ist doch recht klein. Als Notfalltool ist das noch ok aber eigentlich nicht für ernsthaften Gebrauch.
3. Packmaß: Das Messer ist ja recht klein aber wegen des Designs inkl. der Verriegelung der Feststellklinge doch gleichzeitig etwas breit. Ich glaube, dass man mit etwas größeren Modellen das insgesammt besser fahren könnte: längerer aber schmalerer Griff. Liegt vielleicht dann doch besser in der Hand?
Für wen ist das Taschenmesser geeignet? Prinzipiell für Leute, die eine Eierlegende Wollmilchsau wollen und gleichzeitig die kleinen Maße des Messers brauchen. Diesen Empfehle ich aber die Version ohne die Arretierung (Feststellklinge). Die würde sich nur lohnen, wenn man wirklich viel mit dem Messer arbeiten möchte. Und dafür scheint es mir doch zu klein.
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